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Grüne Steuerpläne

Erstellt von Henk, 29.04.2013, 07:23 Uhr · 304 Antworten · 15.988 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Wir sind uns also einig, dass all die Beispiele, die du aufgezählt hast (Einkommen unter 60.000 Euro), nach den derzeitigen Plänen der Grünen zum Ehegattensplitting nicht betroffen sind.

    Auch dein Beispiel von der Mittelschicht mit 48.000 Euro des einen Ehepartners und 28.000 Euro des anderen Ehepartners ist nicht betroffen, weil der geringer Verdienende mehr als 1/3 verdient. Dies ist ebenfalls im Wahlprogramm so ausgesagt.

    Warum zählst du also lauter Beispiele auf, die überhaupt nicht betroffen sind?
    Dann mach daraus 50.000/20.000.

    Jedenfalls dürften die meisten hier betroffen sein.

    Mir sollen die Grünen erstmal erklären, warum die bisherige progressive Einkommensbesteuerung ungerecht sein soll. Gut, aus meiner Sicht ist sie das, aber das meinen sie ja wohl kaum mit ihrem Gerechtigkeitsgefasel.

    Ich würde es als gerecht erachten, wenn wir eine Flat Tax hätten.

  2.  
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  3. #92
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    *
    Vielleicht weil dies alles recht nebuloes beschrieben ist?
    Was soll man denn mit einer solchen Formulierung - die Deinen 1/3 Hinweis enthaelt - anfangen:

    Bei Paaren mit gleichmäßigerer Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit sieht es noch günstiger aus: Schon Paare, bei denen zum Beispiel der Mann 2/3 und die Frau 1/3 des gemeinsamen Einkommens erwirtschaftet, sind von der Reform überhaupt nicht betroffen.
    Ist nun gleichmäßiges oder gedritteltes Einkommen gemeint?
    Wie wird denn eine Erwerbs- und Familienarbeit (gegeneinander) verrechnet?
    Das alles riecht nach DummSprech und das ist es wohl auch ganz bewusst.

    Andere Frage: auf mein Erstaunen, dass nach GRUEN-Sprech schon jemand mit 1083 € netto zur Mittelschicht zählt, bist Du bislang nicht eingegangen.
    Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass Du uns dies erklaeren kannst.
    Ueberschaetz ich Dich?

  4. #93
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Ist dies also falsch?
    Ja, es ist komplett falsch.

    Wie schon geschrieben, es gibt kein einziges Beispiel in der Geschichte dafuer, dass hoehere Steuren nicht zwangslaeufig hoehere Armut nach sich ziehen.

    Der Gedanke, in einem Land mit von Haus aus hohen Zwangsabgaben fuer fragwuerdige soziale Sicherungen auch noch die Steuern zu erhoehen, ist gelinde gesagt absurd.

  5. #94
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Ja, es ist komplett falsch.

    .
    NAtürlich ist es kompletter Nonsens was die Deppen veranstalten!

  6. #95
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    NAtürlich ist es kompletter Nonsens was die Deppen veranstalten!
    Gibt erste Umfrageergebnisse, dass Steuererhöhungen bei den Besserverdienenden* durch das Volk begrüßt wird.
    Und dass diese Strategie möglicherweise tatsächlich ankommt.

    ... Kollege Jung meint, dass die Grünen trotz des harschen Gegenwinds gestärkt aus der Debatte herausgehen könnten.
    Die Wähler, glaubt er, könnten die Steuervorhaben unter Ehrlichkeit verbuchen.
    "Die Pläne geben den Grünen die Chance, im linken Spektrum die Meinungsführerschaft in der Steuerdebatte zu erobern", sagt er.
    "Ihre Vorschläge sind sehr pointiert und fassbar.
    Bei den Grünen weiß man, woran man ist."


    * gemeint ist natuerlich immer: besser als ich selbst verdiene

  7. #96
    Avatar von MadMac

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    Man muss ja wirklich einen an der Waffel haben, wenn man ernsthaft noch in Deutschland arbeiten moechte. Und gerade juengere, gut ausgebildete Leute werden sich nicht zweimal ueberlegen, ob sie sich nicht im Ausland orientieren. Und das ist auch gut so.

  8. #97
    Avatar von Hermann2

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    Zitat von Henk
    Gemanagt? Die Musiker in die Pleite getrieben würde es besser umschreiben.

    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    Das zeigt doch, dass unsere Frau Roth hervorragend mit Geld umgehen kann.
    Und damit zeigt es sich eindeutig! Frau Roth ist geeignet für die deutsche Regierungs-Arbeit!
    Kanzlerin Roth! Das wär´s doch!

  9. #98
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Vielleicht weil dies alles recht nebuloes beschrieben ist?
    Was soll man denn mit einer solchen Formulierung - die Deinen 1/3 Hinweis enthaelt - anfangen:
    Ist nun gleichmäßiges oder gedritteltes Einkommen gemeint?

    Andere Frage: auf mein Erstaunen, dass nach GRUEN-Sprech schon jemand mit 1083 € netto zur Mittelschicht zählt, bist Du bislang nicht eingegangen.
    Man braucht doch nur logisch denken. Der Vorteil beim Ehegattensplitting ist um so größer, je unterschiedlicher die Einkommen der Ehepartner sind. Sind beide Einkommen gleich, ergibt sich kein Vorteil.

    Es gibt bezüglich Ehegattensplitting zwei Aussagen im Wahlprogramm der Grünen:

    1. Wenn das gemeinsame zu versteuernde Einkommen der Ehepartner unter 60.000 Euro liegt, dann ändert sich nichts.
    Man braucht sich somit nur den letzten Steuerbescheid anschauen, da steht das zu versteuernde Einkommen drin, wobei es bei Zusammenveranlagung auch bereits zusammengezählt ist. Es ist also nicht schwierig zu beurteilen, ob man eventuell betroffen ist.

    2. Für Paare mit einer Einkommensverteilung 2/3 und 1/3 sind ebenfalls keine Änderungen vorgesehen.
    Ist also das zu versteuernde Einkommen eines Ehepaares höher als 60.000 Euro, dann kommt es darauf an, ob der Anteil des Ehepartners, der weniger verdient, weniger als 1/3 des zu versteuernden Einkommens ausmacht. Nur in diesem Falle ist mit einer höheren Steuerbelastung zu rechnen. Auch dies kann man leicht beurteilen, wenn man sich den letzten Steuerbescheid ansieht, weil hier auch das zu versteuernde Einkommen der einzelnen Ehepartner ersichtlich ist.

    Warum du auf dem Nettoeinkommen von 1083 Euro bezüglich Mittelschicht rumreitest, ist mir schleierhaft. Die Mittelschicht ist doch klar definiert: Zur Mittelschicht zählt, wer zwischen 70 und 150 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Damit reicht die Mittelschicht bei alleinstehenden ArbeitnehmerInnen von einem Bruttoeinkommen von 1.500 Euro bis 4.000 Euro.

    Dagegen ist das Nettoeinkommen nicht klar definiert. Da kommt es darauf an, welche Abzüge angesetzt werden (was wiederum beispielsweise vom Familienstand abhängt). Also warum mit dem unbestimmten Nettoeinkommen argumentieren, wenn es bei der Steuer um das zu versteuernde Einkommen geht?

    Aber der Unterschied zwischen den GRÜNEN und den Unionsparteien ist doch, dass die GRÜNEN konkrete Angaben bezüglich den beabsichtigten Änderungen beim Ehegattensplitting machen, während die Unionsparteien zwar sagen, dass auch sie das Ehegattensplitting verändern wollen, aber die Antwort schuldig bleiben, wie sie es ändern wollen.

    Deshalb ist es bezüglich Ehegattensplitting ein größeres Risiko, die Unionsparteien zu wählen.

  10. #99
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dann mach daraus 50.000/20.000.

    Jedenfalls dürften die meisten hier betroffen sein.
    Ehepaare mit einem zu versteuernden Einkommen von 50.000 + 20.000 = 70.000 Euro sind mit Sicherheit eine kleine Minderheit. Wenn du über so ein hohes Einkommen verfügst, dann gratuliere ich dir hierzu. Aber die große Masse hat sicher entschieden weniger als 70.000 Euro zu versteuerndes Einkommen.

  11. #100
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    .... Warum du auf dem Nettoeinkommen von 1083 Euro bezüglich Mittelschicht rumreitest, ist mir schleierhaft. ...
    Ganz einfach: weil ich(!) diese Zuordnung fuer lachhaft halte und es ein prima Beispiel fuer die Realitätsnähe der GRÜNEN ist. Der Begriff "Mittelschicht" suggeriert jedem den man fragt, ein gutes Einkommen.* Die wenigsten machen sich die Muehe mal zu schauen, was sich hinter dieser Begrifflichkeit wirklich verbirgt.

    Und nochmal: das ist ja alles erst der Anfang!
    Schön fände ich es, wenn man mal konkrete Vorschläge und Ziele für Einsparungen gemacht hätte.
    Hier wird aber wieder mal nur Geld umverteilt.
    Schade eigentlich.

    Aber ja, es wird sicher dennoch ausreichend Leute geben, die diesen Demagogen, linken Moralaposteln und Neidhammeln folgen.

    >>> Demnach müssten in Westdeutschland lebende Ehepaare mit zwei Kindern schon ab einem monatlichen _Bruttolohn_ von 5151 Euro mehr Steuern zahlen. <<<

    Steuerkonzept der Grünen trifft Mittelschicht - SPIEGEL ONLINE



    * Ob Du es glaubst oder nicht: mit 1.500 € brutto/1.083 € netto könntest Du in München, Stuttgart oder Rhein Main noch nicht mal jede Woche ins Kino gehen. Selbst mit zweimal 1.500 € brutto/1.083 € netto ist man in diesen Ecken weit weg von einem Einkommen, dass einem größere Sprünge erlaubt. Wenn man die Miete plus andere Fixkosten abzieht, dann faehrt man mit H4 besser, hat Zeit fuer Sozialkontakte und Demonstrationen.

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