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Geldsystem = Schuldensystem

Erstellt von Waitong, 06.08.2011, 11:32 Uhr · 138 Antworten · 11.572 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Ban Bagau

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    Wie sollte man denn sonst die Defizite der Banken mit Steuergeldern besser bereinigen können? Jegliche (Rettungs-)Schirme gehen doch nur an Banken A und ihre Verbindlichkeiten bei Bank B und wieder zurrück. Offiziell natürlich um das Land zu retten. Hab aber noch nix gehört davon in dem betroffenen Land(ern), das auch nur ein Cent mit dem Bestimmungszweck für Grundversorgung der Bevölkerung mit Nahrung ausgegeben werden soll. An Wohnraum oder Bildung für die Kinder will ich da noch gar nicht mal denken.

  2.  
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  3. #122
    Willi
    Avatar von Willi
    Ja was sagt man denn dazu ?

    Negative Leitzinsen: Es wird ernst



    Japan steht möglicherweise vor dem größten geldpolitischen Experiment der Geschichte. Der wahrscheinlich nächste Premierminister Shinzō Abe von der Liberaldemokratischen Partei (LDP) hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, die Leitzinsen bis in den negativen Bereich zu senken. Banken müssten dann für Kredite, die sie von der Zentralbank erhalten, keine Zinsen mehr bezahlen, sondern würden für jeden geliehenen Yen sogar zusätzlich Zinsen von der Zentralbank kassieren. Der noch amtierende Premierminister Yoshihiko Noda von der Demokratischen Partei (DPJ) löste am vergangenen Freitag das Unterhaus offiziell auf, um den Weg für Neuwahlen am 16. Dezember freizumachen. In den Umfragen liegt die LDP, die Japan zwischen 1955 und 2009 fast ohne Unterbrechung regiert hat, deutlich vorn.


    Mit dem bemerkenswerten Vorschlag negativer Leitzinsen will Abe die japanische Wirtschaft aus der deflationären Rezession befreien, aus der sie sich seit dem Zusammenbruch der Aktien- und Immobilienblase zu Beginn der 1990er Jahre immer nur zeitweise lösen konnte. Abe plädiert auch für eine unbegrenzte quantitative Lockerung, also unlimitierte Anleihenkäufe, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Bank of Japan solle ein Inflationsziel von zwei oder drei Prozent festlegen und dann unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen, bis die Inflation auf den Zielwert gestiegen sei, schlug Abe in der vergangenen Woche vor. Durch die außergewöhnlichen Maßnahmen soll der Yen geschwächt werden, der in den vergangenen Jahren trotz der großen wirtschaftlichen Probleme kräftig aufwertete. Für die stark exportorientierte japanische Wirtschaft ist der starke Yen ein großer Wettbewerbsnachteil. Abe will besonders den mittelständischen japanischen Firmen helfen, ihre Produkte billiger auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Im Falle eines Wahlsiegs dürfte Abe auch die Staatsausgaben drastisch erhöht. Mit einer Verschuldungsquote von mehr als 200 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt hat Japan relativ zur Wirtschaftsleistung allerdings schon jetzt die höchsten Staatsschulden aller Industriestaaten.

    Die Möglichkeit negativer Leitzinsen steht durchaus auch in den westlichen Industriestaaten auf der Tagesordnung, auch wenn sich Politiker und Notenbanker bisher kaum öffentlich dazu bekennen wollen. Das Thema taugt eher für Hintergrundgespräche und akademische Dispute, nicht aber für öffentlichkeitswirksame Diskussionen. Anders sieht es in Japan aus. Dort ist die seit Jahren nur mit kurzen Unterbrechungen andauernde Deflation auch ein Thema, das viele Japaner umtreibt. Im japanischen Parlament gibt es einen eigenen Anti-Deflations-Arbeitskreis, des sich ebenfalls für weitere unkonventionelle Maßnahmen ausspricht, um in der Wirtschaft endlich wieder für Wachstum zu sorgen. Auch in der japanischen Öffentlichkeit dürfte der Vorschlag Abes durchaus nicht unpopulär sein.

    Die Märkte reagierten in der vergangenen Woche sehr stark auf die Neuigkeiten aus Japan. Der Nikkei 225 konnte gegen den weltweiten Abwärtstrend auf ein Zweimonatshoch zulegen. Der Yen sank auf ein Sechsmonatstief gegenüber dem Dollar. Damit entwickelten sich die Märkte in die von der japanischen Politik gewünschte Richtung. Langfristig dürften aber die Gefahren des bisher beispiellosen geldpolitischen Experiments überwiegen. Japan läuft Gefahr, von einer chronischen Deflation praktisch nahtlos in die Hyperinflation zu schlittern. Ob die Zentralbank dann noch rechtzeitig gegensteuern kann, ohne einen vollständigen Kollaps der Wirtschaft zu riskieren, steht in den Sternen.

    Auch ohne negative Leitzinsen begünstigt die ultralockere Geldpolitik die Banken. Sie können sich billig Geld von der Zentralbank beschaffen und damit auf Einkaufstour gehen, und zwar bevor die Inflation sich so wirklich gezeigt hat. Wenn der Geldregen in schwächerer Form dann irgendwann auch bei den Industriebetrieben und Verbrauchern ankommt, sind die Preise bereits exorbitant gestiegen. Die Inflationierungspolitik ist nichts anderes als eine versteckte Enteignung der Mittelschicht, die für die Verluste der Banken aus den letzten Krisen haftbar gemacht wird.

  4. #123
    Avatar von Jarga

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    Zitat Zitat von Willi Beitrag anzeigen
    Ja was sagt man denn dazu ?

    Negative Leitzinsen
    Gut.
    Würde das Gegenteil gefordert, dann implodiert das ganze auch. Übrigens die Schweizer Banken praktizieren dies auch in dieser Art, nur waren dies keine Schlagzeilen wert.
    Solange die Geschäftsbanken plus Kreditgeber und Sparer mitmachen ist das Vorgehen Ok. Wenn nicht......

    Bisher funktioniert es doch einwandfrei
    Die EZB kauft Anleihen der bankrotten Banken
    Die insolventen Banken können dann wieder vermehrt Anleihen der bankrotten Staaten kaufen.
    Mit dem ESM können die bankrotten Staaten dann wieder diese Anleihenkäufe stützen.

    Ungefähr so verlauft die verbrecherische Abzocke....

  5. #124
    Avatar von franky_23

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    War es nicht so, dass z.B. italienische Banken die gezogenen Kredite wieder bei der Zentralbank als Einlage deponierten?

  6. #125
    Avatar von Amsel

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    Eine Frage die viele Menschen interessiert.



    Wer erhält das globale Finanzsystem eigentlich am Leben?

    Veröffentlicht am: 4. Februar 2016

    Von Ernst Wolff.

    Eine der meistgestellten Fragen unserer Zeit dürfte die folgende sein: Wie ist es möglich, dass das globale Finanzsystem trotz aller Einschläge der jüngeren Vergangenheit noch immer nicht in sich zusammengebrochen ist?.......

    https://kenfm.de/das-globale-finanzsystem/

    Dazu passend, ein interessanter Artikel.


    Bass bestätigte gestern im Interview, dass er einen Großteil seines Fonds für die Wette gegen den Yuan einsetze. Shorts gegen den Yuan inklusive seiner gingen in die Milliarden.

    Viele Beobachter würden von einer Abwertung von 10% ausgehen. Er geht aber eher von 30-40% aus. Diese Abwertung werde zum „Reset“ für die Welt werden. Immer noch würden viel zu wenige Menschen das chinesische Bankensystem im Auge haben.

    China: Bankensektor nur noch "Monate entfernt von der großen Abrechnung" - finanzmarktwelt.de

  7. #126
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen
    Eine Frage die viele Menschen interessiert.






    Dazu passend, ein interessanter Artikel.
    Nee, klar, die Amis sind schuld und das internationale Weltfinanzjudentum. Das hat uns doch vor 80 Jahren schon A. Schicklgruber und J. G.oebbels gepredigt, nur endete ihr Reich als Fiasko und Trümmerhaufen. Daran waren auch die Amis u. das internationale Weltfinanzjudentum schuld.

    Nur hat Europa jetzt z.Z. den höchsten Lebensstandard aller Zeiten, einen Lebensstandard, von dem unsere Eltern nur träumen konnten. Also sollten wir den internationalen Finanzjuden (manche nennen sie in völliger Verkennung der Realitäten auch "Finanzfaschisten", ohne jedoch diesen Begriff erklären zu können.) doch dankbar sein, die machen anscheinend alles soweit richtig.

    Es knirscht ab u. zu mal im System, das ist aber völlig normal u. kein Grund zur Panik. Der "WELTJUDE" (A. Schicklgruber) macht immer noch einen guten Job. [/ironieaus], einen besseren jedenfalls als A. Schicklgruber.

  8. #127
    Avatar von Amsel

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    Zur Wissenserweiterung empfehle ich...


  9. #128
    Avatar von Conrad

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    Was Schickelgruber da erzählt kommt Dir sicher sehr bekannt vor:



    Die Amis sind an allem schuld und natürlich das Weltfinanzjudentum. Achja, die Freimaurer sind auch schuld, dass es uns nun so unendlich schlecht geht

  10. #129
    Avatar von Amsel

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  11. #130
    Avatar von Professional

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    Banken: Alarmstufe Rot

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