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Euro(pa)kritisch gleich recht5extrem?

Erstellt von strike, 19.04.2011, 09:17 Uhr · 46 Antworten · 2.426 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von strike

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    Euro(pa)kritisch gleich recht5extrem?

    Ich bin einigermassen verbluefft.
    Da waehlen Menschen in anderen Laendern (Finnland) eurokritische Parteien.
    Diese sind fuer unsere Medien natuerlich per se zumindestens "rechtspopulistisch".

    Da werden dann zu den Wahlergebnissen deutsche Rechstextremismu5experten von der Uni Koeln durch Radiosender (HRinfo) besorgt befragt, die Waehler von den Zeitungen in ihren Kommentaren als "rechts-gestrickt" diffamiert und so weiter und so fort.
    Erinnert mich ein wenig an die Aufgeregtheit, nachdem die FPOE in Oesterreich in das Parlament kam und die - aus meiner Sicht - ungerechtfertigten Boykottaufrufe der verbliebenen "demokratischen" EU-Staaten (Deutschland vorneweg) gegen das Land und die legitime Wahl durch dessen Buerger.

    Statt sich mal Gedanken zu machen, wie die Politik der EU beim Buerger ankommt, wie verheerend das Vertrauen in die EU-Buerokratie erschuettert ist, die Intransparenz bei den Finanzthemen Aengste ausloest, wird der Waehler als daemlich diskreditiert.

    Die Inhalte und Vermittlung derselben koennen also nicht verkehrt sein, der Buerger muss sich nur viel mehr anstrengen um sie zu verstehen?
    Ist das die Botschaft?

    Viele in meinem Bekanntenkreis lehnen die praktizierte EU ab: Euro(pa)kritisch - Ja, bitte!
    Muss ich mich von denen fernhalten, sind dies alles verkappte "Recht5extreme", demnaechst in allen Zeitungen publizierte potentielle .....chlaeger?

    Mir persoenlich gefaellt diese Tabuisierung bestimmter Themen bzw. Stigmatisierung nicht.
    Bin ich damit allein?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von wingman

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    Die Mehrheit der deutschen Bürger (mich eingeschlossen) wünschen sich die vielen Beamten und Abgeordneten der EU in Brüssel sicher ganz woanders hin.............. Eine aufgeblähte Institution die sehr viel Geld verschlingt und oftmals die Nationen gängelt mit sehr fragwürdigen Gesetzen. Die Abgeordneten beziehen z.B. Zuwendungen auch wenn sie gar nicht vor Ort sind und an Sitzungen teilnehmen. Hier wird zunehmend Geld verheitzt was wir im Lande dringend für andere Dinge brauchen.
    Der EU Apparat erinnert an die Knebelverträge von Versailles. Nicht ohne Grund begehrt Finnland auf...........Finnland wird kaum allein bleiben.

  4. #3
    Avatar von waltee

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    ... die Waehler von den Zeitungen in ihren Kommentaren als "rechts-gestrickt" diffamiert und so weiter und so fort...
    Wenn sich eine Partei durch ihr Programm, das völkische Vokabular ihrer Vertreter, ja nur schon durch den gewählten Namen (Thai Rak Thai, Die Wahren Finnen, Nationaldemokratisch etc.) klar als rechtsaussen zu erkennen gibt, und Wähler auf diese simplen Rattenfängermethoden ansprechen, dann darf man sie zu Recht rechts nennen.

  5. #4
    Avatar von Pee Niko

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    Und das bedeutet dann automatisch, dass festgeschlossene Reihen marschieren und Ausländer in brennende Häuser gejagt werden?

  6. #5
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von waltee Beitrag anzeigen
    ... und Wähler auf diese simplen Rattenfängermethoden ansprechen ...
    Waltee,
    um die Waehler "anzusprechen" muss es doch aber die angesprochenen Probleme tatsaechlich gebe.
    Heisst das jetzt wirklich, dass die in dem Moment, wo eine "rechtspopulistische" - was immer das ist - Partei diese Themen anspricht, fuer jeden rechtschaffenen Buerger tabu sind - zumindestens wenn er nicht in den Geruch von "rechts" geraten will?

    Zwar keine Europa Thema, aber muss man sich da raushalten, wur weil nicht nur "Die Richtigen und Anstaendigen" etwas dagegen haben?
    Am Mittwoch sind Proteste in Frankfurt gegen Islam-Hass-Prediger angesagt.
    Darf man sich an diesen Protesten auch dann beteiligen, wenn dort - vielleicht in ganz kleiner und unbedeutender Zahl - auch Menschen zugegen sind, die ueblicherweise von den Medien als "Rechtspopulisten" bzw. ..... bezeichnet werden?
    Oder gebietet die Sache ( gegen Steinigungen, Morden an Homo5exuellen, fuer Aufklaerung, gegen Intoleranz, .... ) nicht eher Praesenz?

    Hassprediger in Frankfurt
    Der konvertierte Pierre Vogel will in Frankfurt von der Schönheit des Islam sprechen. Angekündigt hat sich auch "Hassprediger" Bilal Philips. Die NPD plant eine Gegendemo, die Antifa die Gegen-Gegendemo.
    .....
    Bereits für 17.30 Uhr rufen der Zentralrat der Ex-Muslime und das Internationale Komitee gegen Hinrichtung und Steinigung zum Protest gegen die „ Open-Air-Veranstaltung des Islamofaschisten Pierre Vogel“ auf.
    .....
    Der Hessische Verfassungsschutz stuft die Glaubenslehre, die Vogel vertritt, als „demokratiefeindlich“ ein; sie verstoße „gegen den Gedanken der Völkerverständigung und des Gleichheitsgrundsatzes“. Zwar würden Salafisten – zu denen Vogel gezählt wird – vorgeben, religiöse Praxis und Lebensführung ausschließlich den Prinzipien des Koran und an dem vom Propheten Mohammed gesetzten Vorbild ausrichten; „in letzter Konsequenz soll jedoch ein islamischer Gottesstaat errichtet werden, in dem wesentliche Grundrechte und Verfassungspositionen keine Geltung haben sollen“, urteilt die hessische Sicherheitsbehörde.

    Islam: Hassprediger in Frankfurt | Frankfurt*- Frankfurter Rundschau

    Darf man oder darf man nicht dagegen sein?
    Und falls ja: wie druecke ich es aus?

  7. #6
    Avatar von waltee

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    Die genannten Probleme gibt es tatsächlich und es ist die Schuld der mächtigen Parteien, welche diese volksbewegenden Themen nicht aufgreifen, dass sich eine braune Brut (wieder) breitmachen kann.

    PS: Ich muss gestehen dass ich bei der Minarett Abstimmung nach reiflicher Überlegung auch ein Ja für das Verbot eingelegt habe. Es geht doch nicht das wir gegen energischen Widerstand des Klerus in unserer Jugend alte Zöpfe abgeschnitten haben, nur dass uns nun die Heilsbringer aus dem Morgenland ihren alleinseligmachenden Glauben aufzwingen wollen. Wir leben in einem neuen Jahrtausend und sollten nicht in die Zeiten der 30er Jahre oder des tiefsten Mittelalters zurück fallen, auch wenn die Schalmeien noch so süss klingen.

  8. #7
    Avatar von waltee

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    Zitat Zitat von Pee Niko Beitrag anzeigen
    Und das bedeutet dann automatisch, dass festgeschlossene Reihen marschieren und Ausländer in brennende Häuser gejagt werden?
    ... nicht automatisch aber erfahrungsgemäss längerfristig, sofern niemand die Courage aufbringt rechtzeitig Paroli zu bieten.

  9. #8
    Avatar von Conrad

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    Es greift anscheinend immer mehr um sich, dass die Intoleranten mehr und mehr die Oberhand kriegen und jede andere Meinung als rechtspopulistisch diffamieren. Wenn es in Deutschland so weiter geht, werden sich SPD, CDU, FDP und Grüne zur "Sozialistisch-Ökologischen-Einheitspartei-Deutschlands" vereinigen und das war es dann mit Meinungsfreiheit. Man kann ja Meinungsfreiheit auch so definieren, dass die Herrschenden bestimmen, was Meinungsfreiheit bedeutet.

    Und da kann man dann ganz einfach Meinungen, die nicht in das ökologisch-sozialistische Weltbild passen als nicht unter die Meinungsfreiheit fallend definieren, so als ob Widerspruch gegen die von der Regierung verordnete ökologische Wende sowas ähnliches wie ....propaganda ist. Denn "das gesunde Volksempfinden", welches von der Regierung definiert wird, sieht andersartige Meinungen gleich welcher Art als ....propaganda und "Rechtspopulistisch" an.

    So einfach ist das. Und Widerstand ist zwecklos.......

  10. #9
    Avatar von HPollmeier

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  11. #10
    Avatar von Chris67

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    Moin,

    Es steht doch wohl fest, dass europakritische Fragestellungen oder €-Feindlichkeit nur allzu gerne von den Parteien aufgegriffen wird, die mehr als nur ein bisschen braun angehaucht sind. Und die haben daneben eben auch noch ganz andere Forderungen im Programm. Da ist es an jeden selbst ganz genau abzuwägen, ob ihm eine Europakritische Politik wichtig genug ist, Punkte in Kauf zu nehmen mit denen ich mich überhaupt nicht identifizieren kann.

    Wenn gerade die NPD, deren Mitglieder auch gerne mal Hass auf Ausläner predigen oder ihn sogar ausleben, zu einer solchen (Gegen-)Demo aufruft, deren Ziel ich unbesehen unterschreiben würde (Post #5, Strike), so wäre ich dennoch sehr vorsichtig mit einer Teilnahme. Man läuft dann nämlich schnell Gefahr von denen auch für andere Dinge vereinnahmt zu werden, und sei es nur um darzustellen wieviel Rückhalt die Partei (angeblich) in der Bevölkerung hat.
    Die Sache an sich gebietet schon Präsenz, wie ich finde, aber die vielleicht ganz kleine rechtspopulistische Minderheit ist immerhin der Initiator der Demo. Und für ihre Schwulenfreundlichkeit ist die NPD auch nicht gerade bekannt, oder?

    Also was tun?


    Gruß, Chris

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