Umfrageergebnis anzeigen: Ist die Tschechei ein Vorbild für Deutschland?

Teilnehmer
31. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    13 41,94%
  • Nein

    16 51,61%
  • Bin mir nicht sicher

    2 6,45%
Seite 2 von 13 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 123

Drogenparadies Tschechei!?

Erstellt von strike, 09.01.2010, 08:32 Uhr · 122 Antworten · 5.391 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Zitat Zitat von rolf2",p="811238
    *
    Keine Ahnung wo Du das her hast.
    Wann ich das letzte Mal "richtig zu" war, weiss ich gar nicht, falls es das ist, was Du meinst.
    Ansonsten hast Du recht.
    Die Droge Alkohol hatte, habe und werde ich weiterhin ab und an konsumieren.
    Was aber auch nicht weiter schlimm ist, da ich ja auch für die Entkriminalisierung der anderen bin

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von rolf2

    Registriert seit
    04.09.2006
    Beiträge
    19.325

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Hallo strike,

    ich war der Meinung Du selbst hättest mal gesagt wenn Du trinkst dann aber richtig und würdest Dir dann die Kante geben, vielleicht wars auch ein anderer Member, bin da nicht mehr ganz sicher, nix für ungut

    mir gings auch lediglich um diese Definitionsproblematik

    von wegen der Fußballer- u. Sportlerwerbung "keine Macht den Drogen" aber bei der Siegesfeier sich mit Alk bis zum Abwinken zuschütten

    diese Grundsatzdiskussionen fanden hier ja auch bereits statt
    von mir aus klares Statement, weiche Drogen gehören entkriminalisiert

  4. #13
    Avatar von Micha L

    Registriert seit
    10.06.2007
    Beiträge
    9.311

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Zitat Zitat von Paddy",p="811255
    Bei Deiner Einstellung allerdings kommt gleich noch ein zwangsläufiger Umgang mit krimineller Szene, wie auch ein kriminelles Handeln des Kindes hinzu.
    Auch fördert ein unkontrollierter Marihuana-Verkauf durch Kriminelle den Einstieg in gefährliche Drogen, weil dort oftmals eine breite Palette verschiedener Gifte angeboten wird.
    Gesetzliche Verbote dienen ausschliesslich den Drogenkartellen und verhindern niemals Konsum. Erst recht nicht bei Süchtigen, was aber widerum Marihuana und LSD gar nicht betrifft.
    Jeder hat ein anderes Umfeld, das seine Auffassung beinflußt.
    Meine Kinder sind keiner kriminellen Szene mit Dealern ausgesetzt. Aber ein Hanfladen ist erreichbar. Wenn der Hasch verkaufen darf, dann erhöht sich die Gefährdung.
    Ein kontrollierter Marihuana-Verkauf fördert den Einstieg in gefährliche Drogen ebenso. Man kann das so sehen: Legal kämen mehr Leute auf den Geschmack folglich auf den Wunsch nach mehr.

    Zitat Zitat von Extranjero",p="811249
    Das Kraut ist jedenfalls weit weniger schaedlich als Tabak oder gar der Alk.
    ...deshalb muß es noch lange nicht dazukommen.

    Gruß

    Micha

  5. #14
    Avatar von Dieter1

    Registriert seit
    10.08.2004
    Beiträge
    31.999

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Zitat Zitat von Micha L",p="811278
    ...Aber ein Hanfladen ist erreichbar. Wenn der Hasch verkaufen darf, dann erhöht sich die Gefährdung.
    Ein kontrollierter Marihuana-Verkauf fördert den Einstieg in gefährliche Drogen ebenso. Man kann das so sehen: Legal kämen mehr Leute auf den Geschmack folglich auf den Wunsch nach mehr.
    Leider sprechen alle Erfahrungen aus Holland, der Schweiz und Spanien absolut genau gegen Deine Theorie.

    Ansonsten ist mir das Thema wurscht. Wer damit ein Problem hat hat ein Problem, wer keins damit hat hat damit kein Problem.

  6. #15
    Avatar von Pee Niko

    Registriert seit
    28.02.2005
    Beiträge
    2.792

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Zitat Zitat von Extranjero",p="811249
    Was die wenigsten wissen, das Bundesverfassungsgericht hat schon vor etlichen Jahren "geringe Mengen" an Marijuana zum Eigenbedarf straffrei gestellt.
    [...]
    Die Wenigsten können das wissen, da es falsch ist.

    Drogenbesitz ist nach wie vor verboten, lediglich der Konsum ist straffrei.

    Dass die Richter beim Besitz von 'kleinen Mengen' weicher Drogen die Anklage fallen lassen können, ist von der jeweiligen Tagesform abhängig und keinesfalls ein Muss.

    Die Drogen werden auf alle Fälle eingezogen.

  7. #16
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Zitat Zitat von Micha L",p="811278
    Zitat Zitat von Paddy",p="811255
    Bei Deiner Einstellung allerdings kommt gleich noch ein zwangsläufiger Umgang mit krimineller Szene, wie auch ein kriminelles Handeln des Kindes hinzu.
    Auch fördert ein unkontrollierter Marihuana-Verkauf durch Kriminelle den Einstieg in gefährliche Drogen, weil dort oftmals eine breite Palette verschiedener Gifte angeboten wird.
    Gesetzliche Verbote dienen ausschliesslich den Drogenkartellen und verhindern niemals Konsum. Erst recht nicht bei Süchtigen, was aber widerum Marihuana und LSD gar nicht betrifft.
    Jeder hat ein anderes Umfeld, das seine Auffassung beinflußt.
    Meine Kinder sind keiner kriminellen Szene mit Dealern ausgesetzt. Aber ein Hanfladen ist erreichbar. Wenn der Hasch verkaufen darf, dann erhöht sich die Gefährdung.
    Ein kontrollierter Marihuana-Verkauf fördert den Einstieg in gefährliche Drogen ebenso. Man kann das so sehen: Legal kämen mehr Leute auf den Geschmack folglich auf den Wunsch nach mehr.
    Micha, Du hast echt keine Ahnung wovon Du hier schreibst (das ist nicht negativ gemeint, sondern eigentlich auch sehr gut so).

    Das Umfeld mit dem es beginnt, ist die Schulklasse. Da gibt's dann einen oder mehrere, bei denen man es zum ersten Mal (mit)probiert. Später bringt der es dann ganz kumpelig mit (sozusagen Sammelbestellung) und danach gibt's dann auch mal den Kontakt zum Dealer. Der widerum ist scheinbar ein ganz biederer, unauffälliger Typ und evtl. selbst Familienvater (vielleicht der Bäcker von nebenan?). Hat er aber einen miesen Charakter, verkauft er neben Marihuana auch echtes Gift und das kann dann zum Einstieg in eine Drogenkarriere führen, die man allein nicht mehr überwinden kann.

    Marihuana an sich ist absolut keine Einstiegsdroge zu härteren Drogen. Das bestätigt richtigerweise sogar Dieter.

    Deshalb, kontrollierte Abgabe im Rechtsraum und nicht durch Leute, die widerum von echten Kriminellen beziehen, die den Drogenkartellen nahestehen.

    Mal ganz von diesen Gefahren abgesehen, stärkt dieses Verbot die Mafia, die widerum durch Geldwäsche in legale Unternehmen investiert und nach und nach die Wirtschaft übernimmt. Es handelt sich nämlich um Riesensummen.

    Doch wer mag Mafiosi als Chefs (mit entsprechendem Charakter) Und seien sie nur Finanziers und Richtungsgeber.

  8. #17
    Avatar von tomtom24

    Registriert seit
    09.03.2006
    Beiträge
    4.421

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Ich schicke es gleich einmal voraus. Ich habe damit auch kein Problem: ich war, bin und werde Drogenkonsument sein.

    Allerdings haenge ich gewiss nicht an der nadel haengend in der Ecke rum und sabber meine Frau voll ;-D Vielmehr laesst sich sagen, ich war relativ starker Hasch- und Canabis-Konsument in jungen Jahren. Ich habe jedoch ein paar Erfahrungen gemacht, die meinen Konsum sehr stark veraendert haben. Und in Kambodscha (dem Drogenparadies schlechthin) war ich ja auch lange genug:

    Als ich in jungen Jahren mit Drogen in Kontakt gekommen bin, fand ich das cool. Und wie es halt in jungen Jahren so ist, man macht alles im Extrem: extrem viele Maedchen, extrem viel Alkohol, extrem nicht auf die Eltern hoeren, extrem einen ab.........

    Irgendwann war es gang und gaebe, dass in der Clique von Leuten, mit denen ich zusammen war, wenigstens 5-10 g Hasch am Tag konsumiert wurden. Es wurden auch keine Joints mehr geraucht, sondern Erdpfeifen, Bongs und Eimer (das absolute Extrem). Alles war immer schoen und lustig. Bis mir langsam etwas aufgefallen ist: alles, was ich erledigen wollte, habe ich immer auf morgen verschoben, ich habe keine neuen Leute mehr kennengelernt und auch ansonsten war mein Umfeld ploetzlich sehr eingeschraenkt. Also habe ich mich da ausgeklinkt. Von da weg, denn ...... finde ich nachwievor etwas echt entspannendes (gut zudroehnen, geile Mucke in den CD Player, Kopfhoerer auf und ab geht die Reise ;-D ). Ich habe keine Kopfschmerzen am naechsten Tag, Aggressionen sind eh ein Fremdwort. Und so habe ich es dann die letzten 20 jahre gehalten. Ich hatte immer was zuhause, aber das Rauchen hat sich auf ca. 1 - 2 Mal im Monat reduziert.

    Ich habe nie verstanden, weshalb weiche Drogen nicht legalisiert werden. Ich war doch geradezu ein Paradebeispiel. Genau so wie viele andere: keine Einschraenkunegn in der Berufswelt, normales leben, gutes soziales Umfeld. Und von einer Abhaengigkeit - nicht die Spur! Dann kam ich nach Thailand, wo ich das ...... auf null reduziert hatte (das Risiko steht einfach nicht in Relation zu den Gefahren). Und dann kam ich nach Kambodscha...

    Mann, was ist das fuer ein Drogenparadies: da werden selbst harte Drogen (Crystal, Ice, H, per Anzeigenblatt inseriert - ganz offen. Und gutes Gras kauft man u.a. beim Polizisten... natuerlich hab auch erst mal einen abgekifft ohne Ende ;-D Bald hatte sich das aber wieder schnell reduziert. Und zwar auf die Parties, die wir gemacht hatten (Trance, PsyTrance, Goa, Chill Out, House).

    Dann ist aber noch etwas anderes passiert: ich habe viele Menschen getroffen, die ausschliesslich wegen der Drogen dort leben. Und teilweise mit 300 Dollar und weniger auskommen muessen. Diese leute, immer ein Paeckchen Gras dabei und zum Fruehstueck schon qualmend, erzaehlen einem dann immer von DER Geschaeftsidee und dass sie jetzt das grosse geld machen wuerden. Und 1 jahr spaeter dieselben Geschichten von den selben Leuten mit genausowenig Geld wie vorher. Nur das bei den meisten die Beziehungen in die Brueche gegangen sind (Barang/Thai, Barang/Khmer, Barang/Barang, also alles gemischt).

    Ausserdem ist die Zahl der Drogentoten erschreckend hoch. Zum einen wird sehr saubere Ware verkauft (Heroin ist dort nicht braun sondern weiss wie Kokain und wird als solches auch verkauft), was sehr viel zu Ueberdosen fuehrt und auch sonsten koennen die Leute den Hals nie vollbekommen. Anstelle 1`bis 2 XTC fuer den ganzen Abend, habe ich Leute kennengelernt, da mussten es 7, 8 Pillen sein. Andere wiederum sind dem Reiz von Ice erlegen und finanziell voll abgestuerzt. Finanziell und auch auf zwischenmeschlicher, sozialer Ebene. Und wollten es dabei aber nie wahrhaben.

    Mein Fazit: vor Kambodscha war ich auch fuer eine Legalisierung von Drogen (den weichen). Denn ich bin ja von mir und meinen Konsumgewohnheiten ausgegangen und konnte (und kann auch nachwievor) keine Suchtgefahr erkennen. NACH kambodscha musste ich jedoch lernen, dass viele schlicht und ergreifend nicht mit Freiheiten umgehen koennen - unabhaegig vom Alter! Es muss bei einem Teil der Konsumenten immer auf die Spitze getrieben werden. Ist die grenze 5 meter weg, muessen viele 6 Meter gehen. Ist sie 3 meter weg, muessen es halt 4 Meter sein. Und so ist meine Erfahrung: nur 0 Meter (im uebertragenen Sinn natuerlich) ist eine Grenze, die einigermassen Akzeptanz findet. Denn nur so scheint diese grenze klar zu sein und nicht uminterpretiert zu werden.

    Anders gesagt: die, die damit umgehen koennen, muessen wegen derjenigen auf ihren Spass verzichten, die immer ueber die Straenge schlagen muessen; entweder weil sie doof sind und es cool finden. Aus dem selben Grund brauchen wir auch Gesetze gegen Alkoholmissbrauch und insbesondere gegen Alkoholmissbrauch hinterm Steuer. Denn auch hier sind einige, wie immer, der Meinung, dass sie gleicher sind als andere und Regeln und gesetze nicht fuer sie gelten. Und um die Unschuldigen zu schuetzen, muessen solche Gesetze dann gemacht werden.

    Viele Mitmenschen sind somit zwar auf dem Papier volljaehrig, aber geistig weit davon entfernt... Also: Drogengesetze nicht lockern, eher verschaerfen und die, die damit umgehen koennen, koennen sich ja dann bei denen bedanken, weswegen wir diese grenzen brauchen ;) Oder jeder Drogen- und Alkoholkonsument muss so ne Art monatlichen Fuehrerschein machen: Nachweis von Job, fianziellen Mitteln, wie sehr im Leben stehend etc. Wenn das alles (auf einer monatlichen basis) passt, darf er ein Tuetchen rauchen, ansonsten nicht

  9. #18
    Avatar von Micha L

    Registriert seit
    10.06.2007
    Beiträge
    9.311

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Tom, genauso seh ich das, auch ohne Erfahrung, aber als Vater in Sorge.
    Und: Unreifen Personen kann man keinen Vorwurf machen, daß es auch wegen ihnen ein Verbot gibt, aufgrund dessen "erfahren Vernünftige" nicht legal genießen dürfen.

    Gruß

    Micha

  10. #19
    Avatar von Micha L

    Registriert seit
    10.06.2007
    Beiträge
    9.311

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Zitat Zitat von Paddy",p="811297
    Micha, Du hast echt keine Ahnung wovon Du hier schreibst (das ist nicht negativ gemeint, sondern eigentlich auch sehr gut so).
    Stimmt und ich verstehe, wie Du es meinst.
    In der Hinsicht sind wir im Osten zum Glück noch etwas hinterher.*
    Wenn meine Jungs in der Schule mit sowas in Kontakt gekommen wären, hätte ich das mit einiger Wahrscheinlichkeit bemerkt.
    Ein Bekannter in Lübeck hat mir überraschend einen Joint gezeigt, den er bei seinem jugendlichen Sohn gefunden hatte. Da hab ich so ein Ding das erste mal im Original gesehen.
    Genauso nachlässig beim Verstecken wären auch meine Jungs.
    Was mich wunderte war, daß der Vater das Ding wieder an seinen Platz gelegt hat, und der Sohn gar nichts von der Entdeckung wußte.
    Diese Gleichgültigkeit ist sicherlich eine Folge der der Gewöhnung und der scheinbaren Harmlosigkeit des Stoffs. Eine Freigabe würde solch eine Einstellung sicherlich noch befördern.

    Gruß

    Micha

    * Bei uns wurden Faustan-Tabletten mit Cola-Wodka konsumiert. Ich bin beim Bier geblieben.

  11. #20
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.841

    Re: Drogenparadies Tschechei!?

    Jedes Land hat seine Vorstellung von verbotenden Substanzen und den damit verbundenen Grenzwerten.
    Aus Sicht der VAE bin ich als regelmaessiger Mohnbroetchenesser bereits schwerst drogenabhaengig,

    doch zum Thema Marihuana,
    die Hauptgefahr sehe ich nicht in der vermeindlichen sicheren Legalisierung, sondern im Vertrieb von reinen Produkten.

    In Deutschland wird die Pflanze oft mit chemischen Aufpaeppern uebergossen, damit sie beim Konsum besser knallt.

    Alle gesundheitsstudien gehen bei der Unbedenklichkeit lediglich von der reinen Substanz aus.
    Darum ist das Hauptproblem, die Verunreiniger der Pflanze vom Markt zu bekommen, und den Vertrieb in die Haenden von Apothekern zu legen, es sei denn, es handelt sich um eigen Zuechtungen, die aber dann nur selbst konsomiert werden duerfen.

    Deutschlands Weg der Nicht Legalisierung musste logischerweise bei der Jugend zu der Koma-sauf-generation fuehren.
    Es waerse schoen, da wieder weg zu kommen, und einen gesunden Umgang mit legalen berauschenden Substanzen zu finden.

Seite 2 von 13 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Einreise in die Tschechei???
    Von ROI-ET im Forum Treffpunkt
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 24.01.11, 14:02
  2. Visum Tschechei!
    Von Roland im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 13.09.04, 14:58