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Die USA haben mehr als fertig

Erstellt von resci, 30.07.2011, 22:09 Uhr · 216 Antworten · 11.715 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von resci

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    Die USA haben mehr als fertig


    der bekannte Finanzjournalist Max Keiser, hier mal in der deutschen Übersetzung eines seiner Beitraege.
    Ich hör ihn mir oft an, denn er ist einer der dem internationale Bangstertum gern mal auf die Finger klopft und kein Blatt vor den Mund nimmt.
    Ich bin allerdings der Meinung, daß selbst diese 80 000 Milliarden nicht ausreichend sind, nimmt man noch die ganzen Finanz-Derivate hinzu die durch absolut nichts gedeckt sind ausser durch Schuldversprechen. Dies traut sich nicht mal Max Keiser öffentlich zu sagen, denn wenn diese Welle erstmal ins Rollen kommt, dagegen ist eine Atombombe ein Fliegenpups.

    Aber auch 80 Billionen (in Amerika Trillions) sind schon gewaltig, ergeben diese doch schon eine Prokopfverschuldung von Kind, Kegel, Rentner, Taugenichts, Arbeiter, Angestellten etc. von rund 260000 US$. Also eine gute viertelmillion US$ pro Nase.
    Aber auch die ca. 45 000 US$ pro Kopf bei 14 Billionen ist ebenso eine verbrecherische Zahl. Ist wohl nur noch eine Frage von kurzer Zeit, bis der Flächenbrand die ganze Welt erfasst.

    Hier die Meinung von Max Keiser:


    ‘US-Schulden belaufen sich auf 70 bis 80 Billionen Dollar’

    Beitrag von Bürgender | 29. Juli 2011

    Der Finanzjournalist und Rundfunksprecher Max Keiser sagte in einem aktuellen Interview mit dem Nachrichtensender PressTV, dass die reale Staatsverschuldung der USA nicht bei den diskutierten 14,3 Billionen US-Dollar, sondern bei 70 bis 80 Billionen US-Dollar liege. Denn allein die Schulden der verstaatlichten Immobilienfinanzierer Fannie Mae & Freddie Mac würden sich auf 5 Billionen US-Dollar belaufen. Addiere man hier noch diverse Sozialprogramme und Krankenversicherungen hinzu, müssen man mindestens weitere 50 Billionen US-Dollar dazuzählen. Somit beliefen sich die tatsächlichen staatlichen Ausstände auf 70 bis 80 Billionen US-Dollar. Diese Schulden würden leider niemals zurückgezahlt, da sich der Bankensektor völlig von der produzierenden Mittelschicht abgehoben habe und inzwischen mehr als ein Drittel oder sogar die Hälfte der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmache.

    Keiser fügte hinzu, dass der Bankensektor völlig unproduktiv sei und darum nichts zum Wohlstand der Bevölkerung beitrage. Der US-Dollar werde bald kollabieren, weswegen Vermögende und Superreiche auf der ganzen Welt in Gold, Silber und andere Vermögenswerte umschichten müssten. Um sich selbst vor dem drohenden Kollaps der Währung zu schützen, würden Banken in Realwerte investieren, was das Problem aber noch zusätzlich verschlimmere, da sie somit Preise für Nahrungsmittel und Energie weltweit in die Höhe treiben würden. Zudem habe Goldman Sachs im vergangenen Jahr lediglich zwei Prozent Steuern bezahlt, so Keiser weiter. Das moderne Bankwesen sei eine “von Psychopathen entfachte Anarchie”.

    Auf den Hinweis von PressTV, dass Amerikaner deutlich weniger Steuern bezahlen würden als Bürger in anderen Industriestaaten, erwiderte Keiser: “Für diese höheren Steuern bekommen die Menschen dort Infrastruktur, Bildung, Krankenhäuser und Gesundheit. Sie bekommen etwas zurück von ihren höheren Steuern. Amerikaner hingegen bekommen nichts für ihre Steuern bis auf Kriege, gescheiterte Regierungen und eine vollständige Kleptokratie.” Am Ende des Interviews prophezeite er den Vereinigten Staaten schon bald soziale und zivile Unruhen, wie man sie bereits heute in anderen Teilen der Welt sehe. Grund dafür sei, dass der Staat mit den Gauner-Banken kooperiere, um die Lebensqualität der Bevölkerung noch weiter einzuschränken.


    ‘US-Schulden belaufen sich auf 70 bis 80 Billionen Dollar’ | Gegenfrage.com

    resci

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Thaimax

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    Bin beim Durchforsten der Washington Post auf einen witzigen Beitrag in einem Blog gestossen, der die Pervertierung des Finanzsystems eigentlich ganz gut auf einen Punkt bringt.

    Can a giant platinum coin save our credit? - Ezra Klein - The Washington Post

    Kurz zusammengefasst:

    Die Streitigkeiten der Demokraten und Republikaner über die Erhöhung des Schuldenlimits ist wahrscheinlich an niemandem vorübergegangen.

    Sollte es zu keiner Einigung kommen, wäre die USA am 2. August quasi zahlungsunfähig. - Aber es wäre nicht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wenn man nicht schon jetzt den einen, oder anderen, Taschenspielertrick aus dem Hut zaubern könnte.

    Obama hätte die Möglichkeit eine Platin-Münze, oder deren 2, in der Höhe von jeweils einer Billion Dollar, oder tausend Milliarden Dollar, auf ausländisch eine Trillion, prägen zu lassen, und diese bei der FED hinterlegen. - Geldscheine darf er nicht drucken lassen, auch Gold- und Silbermünzen sind reglementiert, nur Platinmünzen dürfen ohne Limit, und mit jeder beliebigen Wertigkeit gedruckt werden. - Das hat doch Potential, oder?

    Guter Blog, und auch qualitativ gute Postings darunter....

  4. #3
    Avatar von wingman

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    wo sind eigentlich die ratingagenturen, die sonst bei jedem furz über eu staaten herfallen? faktisch müssten die usa ja bereits bei D angelangt sein. ich fände es äusserst interessant wenn die usa die zahlungsunfähigkeit erreichen.

  5. #4
    Avatar von resci

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    USdept.jpg

    hier mal ein interessanter Chart, wie sich die stetige Schuldenausweitung auf den Goldpreis auswirkt. Sollte es Dienstag wieder erwarten doch zu einer Einigung über eine erneute Schuldenanhebung kommen wird es nur eine Richtung für den Goldpreis und reziprok dazu für den US$ geben. Zuzüglich wird für die schwächelnde US Konjunktur ein neues Quantitative Easing III (quasi Gelddrucken durch den Aufkauf eigener Anleihen oder der Versuch sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen) diskutiert was den Goldpreis weiter explodieren läßt bzw. den Wert des US$ weiter in die Tiefe zieht um sich dadurch den Schulden schrittweise zu entledigen.

    (leider spinnt mein Bildhoster abload.de gerade und bei phbu bin ich noch ne Woche gesperrt wegen overload deshalb die schlechte Quali.)


    resci

  6. #5
    Avatar von Thaimax

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    wo sind eigentlich die ratingagenturen, die sonst bei jedem furz über eu staaten herfallen?
    Während sich Republikaner und Demokraten derzeit eifrig im kindisch anmutenden Spielen von "Deal or No Deal" üben und versuchen ihr Schuldenlimit nach oben zu schrauben, ist diese Frage ganz und gar nicht unberechtigt.

    Dass die USA den Ansprüchen eines dreifachen As nicht wirklich genügen, dürfte mittlerweile aber allen klar geworden sein. Nichts weniger als der Zahlungsausfall, drastischer ausgedrückt eine Staatspleite, droht den Vereinigten Staaten. Wie sich dies mit einem Top-Rating in der Bonität vereinbaren lässt, bleibt ein Rätsel. Klar, Experten und Marktbeobachter gehen nicht ernsthaft vom Worst-Case aus. Selbst wenn er eintreten sollte, glaubt niemand wirklich an eine "richtige" Insolvenz und einen Ausfall des Schuldendienstes seitens der USA.

    Weil, wie Analysten meinen, es keinen anderen alternativen Markt für die Volumina aus US-Staatsanleihen gibt.

    Fraglich bleibt auch, warum die Ratingagenturen den USA nicht schon vor einigen Monaten mit einer Abstufung auf die Finger geklopft haben, sondern nur sehr vage herumorakelten, dass sie, sollten sich Republikaner und Demokraten nicht bald einigen, eine Herunterstufung zumindestens mal im Raum stehe. - Peinlich.

  7. #6
    Willi
    Avatar von Willi
    Das war immer meine Meinung. Das ganze war reines Affentheater. Warum sollten sich die Amis ausgerechnet selbst das Grab schaufeln. Ab jetzt heißt es volle Fahrt Voraus Kapitän an den Finanzmärkten. Aktuell Nikkei +2 % / Hang Seng +2 % Das wird ein schöner Tag

    Durchbruch: Kompromiss im US-Schuldenstreit

    Durchbruch um Fünf vor Zwölf: Im US-Schuldenkrieg haben Demokraten und Republikaner zwei Tage vor Ablauf der Frist für eine Erhöhung des US-Kreditrahmens ein Kompromiss erzielt. US-Präsident Barack Obama selbst gab die grundsätzliche Einigung zur Abwendung einer drohenden Staatspleite am Abend bekannt. Demnach soll die Erhöhung des Schuldenlimits mit Sparmaßnahmen in Höhe von fast drei Billionen Dollar einhergehen. Obama räumte ein, dass die Vereinbarung nicht perfekt sei. Der Kompromiss werde jedoch eine Zahlungsunfähigkeit der USA abwenden.

  8. #7
    Avatar von Jarga

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    Alles im Griff

    Es kommt wie es kommen muss.
    Diese Anhebung des Schulden-machens bewirkt eine Verfassungsänderung. Dazu müssen beide, der Senat wie der Kongress zustimmen. Deshalb das bisherige Hollywood Theater, bezw. sich nach Drehbuch verhalten.

    Die Rahmenbedingungen (Verfassung, Gesetzeslage, Verordnungen etc.) werden laufend den Begebenheiten angepasst.
    Das selbe in grün in Europa. Von wegen Demokratie. Eine Schimäre.
    Sollen sich bitte alle hinter die Ohren schreiben, die meinen das Wort Demokratie als positiv im Vergleich zu anderen Regierungsformen in diskussionen anzuführen. Ist reine Illusion und ein Hirngespinst etlicher Realitätsverweigerer.

    Der Dollar fällt oder wird ersetzt als Weltleitwährung, wenn die Finanzoligarchie dies will. Kein "Markt" oder was auch immer wird ausserhalb darauf Einfluss haben.

    Abhängig sind alle Währungen vom Dollar. Sogar die EZB hält die meisten ihrer Rücklagen in Dollar, ist damit ein 100% Derivat desselben.

    "Die Hand die gibt, ist die Hand die nimmt. Geld hat kein Vaterland. Finanziers sind ohne Patritismus und ohne Zurückhaltung. Ihr einziges Ziel ist Gewinn."
    von Napoleon

  9. #8
    Avatar von Jarga

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    Dollarindex als Richtwert

    U.S._Dollar_Index

    Sollte der Dollar Index unter die 70 Punkte Marke fallen, -dollar-index-streaming-chart dann dürfen wir uns ernsthafte Gedanken machen, ___ob, wie und wann___?




    The graph above charts the US$ versus Gold from 2000 - 2011. The dollar index is used which tracks the US$ against a basket of currencies such as the Euro and Japanese Yen among others. As the dollar continues to lose value so will its purchasing power as prices rise of everyday goods and services denominated in US$.

    Nebenbei sehr schön zu sehen, wie die Währungen zum Edelmetal -Gold- an Wert verlieren.
    Nicht Gold steigt, sondern die Währungen verfallen.

  10. #9
    Willi
    Avatar von Willi
    Zitat Zitat von Willi Beitrag anzeigen
    Ab jetzt heißt es volle Fahrt Voraus Kapitän an den Finanzmärkten. Aktuell Nikkei +2 % / Hang Seng +2 % Das wird ein schöner Tag
    Sch...e, das war heut wohl nix

    DAX_chart_realtime.jpg

    @BT, hast mal ne Mark äh Euro für mich ? Ich hab ne Frau zu versorgen !

  11. #10
    Avatar von resci

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    Zitat Zitat von Jarga Beitrag anzeigen

    Nebenbei sehr schön zu sehen, wie die Währungen zum Edelmetal -Gold- an Wert verlieren.
    Nicht Gold steigt, sondern die Währungen verfallen.
    genau so muss man es sehen. Viele meinen ja, der Dollar würde ja gar nicht so viel an Wert verlieren, hüpft ja immer irgendwo bei 1.40 bis 1,50 zum Euro rum. Tja, der Euro ist halt dieselbe Pflaumenwährung, deshalb fällts nicht auf.

    Gold bzw. Silber sind sozusagen Konstanten, deren Menge sich kaum ändert. Alles bisher geförderte Gold dieser Erde passt in einen Würfel von weniger als 20 Metern Kantenlänge. Alles Silber in einen Würfel von 50 Metern.

    Nimmt man allerdings die Schulden der Amerikaner her, so könnte man am Äquator beginnend eine 1 Dollar Münze (Coin) mit 1 mm Breite stehend aufreihen und könnte damit die gesamte Erde ca. 350 mal a 40000 km umspannen. 14 Billionen $ ist ja eine kaum vorstellbare Summe.

    resci

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