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Die Rente ist sicher.

Erstellt von Yogi, 10.06.2012, 00:41 Uhr · 661 Antworten · 31.006 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Yogi

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    Die Rente ist sicher.

    Hab heute meine Rentenauskunft bekommen. Mir scheint da ein Passus neu eingearbeitet zu sein. Ich schreib den jetzt mal ab und frag euch nach euren Erfahrungen.

    "Die Rentenanwartschaft ist nach den aktuellen Bestimmungen errechnet worden. Minderungen des errechneten Betrages kommen insbesondere in Betracht, wenn sie eine Unfallrente beziehen. Außerdem können Anderungen bei Wechsel der derzeitigen Staatsangehörigkeit eintreten oder wenn sie in einen anderen Staat umziehen. Aus künftig wirksam werdenden neuen Rechtsvorschriften oder durch die Anwendung von Vorschriften des über- und zwischenstaatlichen Rechts können sich ebenfalls Abweichungen ergeben."
    Die Rentenauskunft ist deshalb nicht rechtsverbindlich.

    Hat man uns hier ein weiteres Abkochszenario auf dem Rechtsweg untergeschoben?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von berti

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    also, ich weiß von einem deutschen Bekannten: bei alleinigem Wohnsitz im Nicht-EU- Ausland gibt es keinen Zuschuß mehr zur KV u. auch die Riesterrente fällt flach. Insofern ändert sich der Gesamtrentenbetrag tatsächlich bei entsprechenden Szenarien

  4. #3
    Avatar von Jarga

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    ..Änderungen der derzeitigen Staatsangehörigkeit eintreten oder wenn sie in einen anderen Staat umziehen.
    ..ausserhalb Europas.

    Dieses Szenario wird von den Pessimisten und Schwarzsehern schon länger in Betracht gezogen.
    Die Rentenbezüger können ihren Anspruch nur innerhalb des politischen zusammengehörigen Europas nutzen. Die Renten sowie das Rentenalter zum Bezug werden aller wahrscheinlichkeit innerhalb dieser Grenzen vereinheitlicht.
    Wann es soweit ist ist unbekannt, aber es beschleunigt sich wie wir alle sehen können.

  5. #4
    Avatar von siamthai1

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    tag

    rente wird in jedes ausserhalb der eu liegende land ohne kürzungen gezahlt,wenn bestimmte voraussetzungen erbracht wurden. dafür besteht ein rechtsanspruch.
    dieser rechtsanspruch kann nicht geändert werden.

  6. #5
    Avatar von johjoh

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    Zitat Zitat von siamthai1 Beitrag anzeigen
    tag

    rente wird in jedes ausserhalb der eu liegende land ohne kürzungen gezahlt,wenn bestimmte voraussetzungen erbracht wurden. dafür besteht ein rechtsanspruch.
    dieser rechtsanspruch kann nicht geändert werden.
    Der erste Teil Deines Posts ist korrekt. Das ist die DERZEITIGE Rechtslage.
    Zum zweiten Teil sei gesagt, dass Du offenbar ein ziemlich idealistisches Bild von der Legislative hast. Und ob Rechtsansprüche geändert werden können, aber hallo!

  7. #6
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Yogi

    "Die Rentenanwartschaft ist nach den aktuellen Bestimmungen errechnet worden. ......
    Da steht es doch ist quasi nur eine theoretische Hochrechnung ........ bzw. das würdest du bekommen wenn alles so bliebe wie es momentan ist !

  8. #7
    Avatar von Hans.K

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    Hat man uns hier ein weiteres Abkochszenario auf dem Rechtsweg untergeschoben?
    Es werden uns doch laufend Veränderungen beim Rentenbezug untergeschoben die einem meist erst dann auffallen, wenn es soweit ist. Nimm als Beispiel nur mal die Witwenrente Eheschließung vor oder nach 2000 ohne eigene Kinder und/oder das Thais ohne deutsche Staatsbürgerschaft bei Rücksiedlung Rentenkürzungen hinnehmen müssen.
    Das alles ist genauso unverschämt, wie wenn jemand mit z.B. 60 Jahren schon 45 Jahre gearbeitet hat und trotzdem noch bis 65 arbeiten soll obwohl er sein Soll vollkommen erfüllt hat.

  9. #8
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von siamthai1 Beitrag anzeigen
    ... dieser rechtsanspruch kann nicht geändert werden.


    Deinen Glauben in allen Ehren, @siamthai.

    Irgendeine Gerechtigkeitsluecke, eine Gleichstellungsforderung oder ein Sparzwang wird sich schon finden lassen, dass Bundestagsabgeordnete Gesetzen zustimmen, um in einem unscheinbaren Nebensatz verbindlich zugesicherte Leistungen aufheben zu koennen.

    Ein Beispiel?
    Menschen, die in der DDR aufbegehrten wurden im guenstigsten Fall ausgewiesen, in der Regel aber gemassregelt (Arbeitsplatzverlust mit entsprechenden Einkommenseinbussen) und eingesperrt (mit entsprechend geringem Einkommen z.Bsp. 7,50 DDR-Mark Gesamtlohn fuer 4-Wochen-3-Schicht-Arbeit).

    Bei ihrer Ankunft nach Freikauf/Austausch wurde ihnen verbindlich zugesichert, dass sie nun vollwertige Bundesbuerger seien, mit allen Anspruechen und Geichbehandlung gerade auch in Rentenfragen.
    Im unten genannten Link wird dies wie folgt zusammengefasst:

    Bestandsübersiedler und Flüchtlinge, deren Anwartschaften zunächst nach dem FRG berechnet werden sollten (erteilte Feststellungsbescheide im Eingliede- rungsverfahren durch die RV-Träger), konnten darauf vertrauen, dass ihre Ein- gliederung in das westdeutsche Rentenrecht auch nach der Wiedervereinigung Bestand haben würde. Genau hier liegt die Möglichkeit für eine Abgrenzung zu jenen DDR-Übersiedlern, die nach dem Mauerfall übersiedelten. Wohnorts- wechsel waren nunmehr möglich und nicht mehr mit dem Abbruch aller (ren- tenversicherungsrechtlichen) Rechte und Pflichten verbunden. Daraus lässt sich auch die Berechtigung für eine Ausnahmeregelung für DDR-Flüchtlinge ablei- ten, die vor dem Mauerfall ausreisten.

    Ganz nebenbei, still und verschaemt wurde dieser Vertrauenschutz mit dem Rentenueberleitungsgesetz/Ergaenzungsgesetz vom 24. Juni 1993 aufgehoben.
    Besonders bitter dabei ist, dass die Menschen, die gewaltige Risiken und Opfer auf sich nahmen nun den Richtern, die Unrecht sprachen und den Stasi- und Polizeiangehoerigen, die Unrecht taten und (diese) Menschen quaelten, gleichgestellt wurden - abgesehen davon, dass die sich in der DDR eine ueppigere Rente/Pension "erarbeiten" konnten.

    Nein, ich persoenlich bin davon finanziell nicht so sehr betroffen, da ich

    a) noch sehr jung war als die Wolf-Biermann-Unterstuetzer*) im Arbeiter-und Bauernparadies nicht wohl gelitten waren und
    b) auch nur ein paar Jahre und nicht Jahrzehnte in Stasihaft war.

    An die Versprechungen nach Freikauf/Austausch erinnere ich mich gleichwohl und schlussfolgere fuer mich, dass es so etwas wie "Verbindlichkeit", "Verlaesslichkeit" und "Vertrauensschutz" in der Bundesrepublik nicht mehr wirklich gibt.

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/055/1705516.pdf

    *) ja, ich weiss, fuer viele nur ein poeser Jude.
    Fuer mich damals aber neben Robert Havemann einer der wenigen aufrechten Kommunisten mit dem Mut die Wahrheit und Realitaet zu beschreiben.
    Das war mutig - selbst wenn ich seine Meinung nicht in allen Punkten teil(t)e.

  10. #9
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Hans.K Beitrag anzeigen
    ... die einem meist erst dann auffallen, wenn es soweit ist. ...
    Exakt.
    Oder durch Betroffene auf so etwas aufmerksam wird.

  11. #10
    Avatar von joachimroehl

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    @Yogi, der Passus wenn sie in einen anderen Staat umziehen meint den Deutschen nicht gleich gestellte Ausländer als Altersrentenempfänger, die irgendwann in ihre Heimatländer zurück gehen und sich dann mit Kappungen benügen müssen -> Deutsche Rentenversicherung Bund - Ausland und Rente - Deutsche Rentenzahlung in einen anderen Staat


    @strike, die 0,3% "Bürgerbewegten" der seinerzeitigen DDR erleiden das gleiche Schicksal wie heutige Nörgeler oder ewig unzufriedene Weltverbesserer zu fast allen Zeiten deutscher Geschichte. Bleibt nur die Frage, warum staatliche Maßregelung gerade beim Rentenrecht Bocksprünge machen soll?

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