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Die Rente ist sicher!

Erstellt von Carradine, 20.09.2011, 15:13 Uhr · 586 Antworten · 25.940 Aufrufe

  1. #431
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Pitmacli Beitrag anzeigen
    Ja, Micha, ich kannte viele, die wollten um jeden Preis in die Arbeitslosenkasse einbezahlen, um bei allfälliger Arbeitslosigkeit weiterexistieren zu können. Und ich kenne viele, die alles unternehmen, um ja eine Krankenversicherung zu besitzen...
    Es ist doch immer ein Rechenexempel und auch die Einbeziehung der eigenen Lebenslage. Wenn ich Motorrad fahre, gefährliche Sportarten betreibe, rauche, viel trinke, schwer übergewichtig bin, Vorerkrankungen oder genetisch gefährdet bin, viele Kinder bekommen möchte oder mich im dubiosen Milieu herumtreibe, dann macht natürlich eine Krankenversicherung Sinn, weil ich vermutlich mehr herausbekomme als einzahlen werde.

    Aber generell ist eine Versicherung ja immer ein Minusgeschäft für den Einzelnen - im Schnitt gesehen. Denn der größte Gewinner eine Versicherung ist die Versicherung ja selbst.
    Und wenn man so schlau ist, sich für Notfälle immer mal ein paar Cent zur Seite zu legen, dann kann man auch mal einige Arztbesuche und Operationen selbst bezahlen. Meistens ist das günstiger als ein Monatsbeitrag für eine KV.

    Und wenn ich meine, ich kann eine Arbeitslosigkeit selbst schnell überbrücken, wäre ich doch blöde, eine Versicherung einzugehen - zumal es ja auch noch die H4-Absicherung gibt.
    Ich schließe ja auch keine KFZ-Versicherung ab, wenn ich kein Auto besitze.

    Und Solidarität gibt es doch gar nicht. Was meisnt du, wieviele Fälle es von Betrug gibt. Statt selbst zu kündigen, macht man mit dem Chef einen Deal, um Arbeitslosengeld zu bekommen und lässt sich kündigen. Das ist doch üblich. Und wer soll dafür zahlen? Die Gemeinschaft?

    Ein Sozialsystem funktioniert nur, wenn Menschen sozial sind. Aber das wird son nicht funktionieren, weil man eben sio viel ind as System zwangsweise reinbuttert, dass man logischerweise auch versucht, so viel wie möglich wieder herauszubekommen.
    Es gibt Leute, die gehen 10 mal im Monat zum Arzt. Nicht, weil sie krank sind, sondern nur aus Spaß, um Leute zu treffen, die Zeitungen dort umsonst zu lesen, in den Arzt verliebt sind oder weil sie übervorsichtig sind.

    Aber vor allem: weil sie dafür nichts weiter zahlen müssen. Sie denken, mit dem KV-Beitrag und der Praxisgebühr hätten sie ein Recht, so oft hinzugehen, wie sie wollen, um sich eine Krankschreibung geben zu lassen, weil so sie am Wochenende zu lange gefeiert haben.
    Es sei ja auch allen gegönnt. Aber dann kann ich mich auch dafür einsetzen, dass diese Zwangsversicherungen verschwinden oder ich mir eben auch vieles einfallen lassen, herumzukommen.

    Zwangs-Solidarität kann nicht funktionieren. Ich sage es immer wieder.

  2.  
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  3. #432
    Avatar von Pitmacli

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    kcwknarf - in Thailand funktioniert es noch einigermassen ohne gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherungen und ALV. Dies deshalb, weil die Prägung noch stark in den Familienverbänden vorhanden ist einander zu unterstützen. Die Kinder sind verpflichtet, für ihre Eltern zu sorgen usw. Und hier kommen die klimatischen Bedingungen dazu, welche ein Überleben mit sehr wenig ermöglichen. Auf eine minime ärztliche Grundversorgung hat jeder Thai-Bürger einen Gratis- Anspruch - wenn die Betreuung dann auch sehr dürftig ausfällt - sofern kein Geld vorhanden ist.
    Was schlägst Du nun in den europäischen Ländern vor? Was glaubst Du was ohne Sozialgefüge passieren würde? Von 2 Übeln ganz sicher das bessere - oder willst Du verarmte Schichten, egal aus welchen Gründen, im Winter draussen erfrieren lassen? Arbeitende mit minimalen Salären bringen nichts auf die Kante - wie sollten diese also ohne Versicherungen im Notfall dann durchkommen? Natürlich gibt es Missbräuche - werden aber vermehrt aufgedeckt. Ja, tatsächlich, es gibt eine privilegiertere Schicht, die ohne dieses ganze Zeugs auskommen. Haben sich aber auch zum Teil reichtlich bedient auf Kosten der Allgemeinheit. Wieso sollen diese nichts beitragen an die Gemeinschaft? Könnte man in der Praxis ausprobieren - denke mir, Raub, Diebstahl, Mord und Totschlag würden rasant zunehmen.
    Wenn Deine Kinder nichts mehr zum Essen haben und Du trotz grossen Bemühungen keinen Job findest - diese Zustände herrschten ja vor ein paar Jahrzehnten in Deutschland - nur heute ginge es noch einiger härter zur Sache...
    Vielleicht funktioniert Zwangs-Solidarität langfristig nicht - keine Solidarität aber mit Bestimmtheit sehr viel weniger.
    Und die Armut steigt an - gibt auch eine relativ grosse Altersarmut. Sollen die in ihren ohnehin trostlosen Behausungen verhungern? Dazu käme es mit Bestimmtheit - das ganze System ist komplett verfault und muss geändert werden - die Frage ist nur, auf welche Art und Weise...

  4. #433
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Pitmacli Beitrag anzeigen
    kcwknarf - in Thailand funktioniert es noch einigermassen ohne gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherungen und ALV. Dies deshalb, weil die Prägung noch stark in den Familienverbänden vorhanden ist einander zu unterstützen. Die Kinder sind verpflichtet, für ihre Eltern zu sorgen usw.
    Was schlägst Du nun in den europäischen Ländern vor?
    Was heißt in Thailand Verpflichtung? Was passiert denn, wenn sie es nicht tun? Strafgeld, Gefängnis...? Darum geht es halt. Wenn sich in Thailand jemand dieses natürlichen sozialen Systems entzieht, passiert ihm zunächst einmal von staatlicher Seite aus nichts. Gut, er wird aus der Familie ausgestossen, von Nachbarn schräg anggeschaut, enterbt usw. Aber es gibt ja Menschen, die auch ohne Familie und Nachbarn gut klarkommen und eben woanders hinziehen.

    D.h. es gibt in Thailand keinen Zwang, sondern es ist eher eine moralische Verpflichtung - weil - und das ist der springende Punkt - man selber ja auch irgendwann davon profitiert oder sogar profitiert hat. Zunächst kümmern sich Eltern um ihre Kinder, dann die Kinder um ihre Eltern und ihre eigenen Kinder und später werden sie wieder von ihren Kindern verpflegt.
    Das ist ja im Grunde ein System, das von der Natur so vorgesehen ist. Und die Natur wird sich schon etwas dabei gedacht haben. Daher kann es auch erstmal nicht schlecht sein.

    Daraus ergeben sich natürlich 2 Probleme: was ist, wenn man selbst keine Kinder zeugen kann, bzw. ein Versorger zu früh verstirbt und wenn man sich innerhalb der Familie nicht verträgt. Aus dem Zweiten gibt sich natürlich schon ein innerer Zwang, sich immer gut mit Kind, Partner und Eltern vertragen zu müssen. Darüber kann man sich streiten, ob das nicht sogar ein Vorteil ist, um die soziale Kompetenz zu stärken oder ob das die Verhinderung der eigenen freiheitlichen Entwicklung ist. Ich lege mich da nicht fest. Wenn aber der Staat den zweiten Punkt abnimmt, verfallen dadurch die Familien und das soziale Gewisasen natürlich auf jeden Fall. Denn man kann sich ja in einem Sozialsystem 100 mal scheiden lassen, die Eltern verdammen, die Nachbarn ignorieren, die Kinder mit 18 aus dem Haus schmeißen, ohne dass einem nur irgendetwas passiert. Papa Staat ist ja immer da. Daher halte ich den 2. Punkt für gefährlich. Man sollte die soziale Kompetenz nicht an einen Staat alleine abtreten.

    Es bleibt noch Punkt 1: der Notfall, für den man selber nichts kann. Z.B. wenn jemand unerwartet stirbt, eine Katastrophe gleich mehereren Generationen auf einmal schadet (z.B. Hauszusammenbruch durch ein Erdbeben) usw.
    Für diese Notfälle halte ich ein organisiertes Solidarsystem für sinnvoll. Ob das nun in den Händen des Staates liegt oder von einer Hilfsorganisation übernommen wird, ist erstmal zweitrangig. Aber es geht um echte Notfälle, die nicht einkalkulierbar sind und an denen man keine eigene Schuld hat. Wenn ich aber Schnupfen habe, nicht arbeiten will, weil ich niemanden anstecken möchte und mir dafür aber einen Beleg vom Arzt geben lassen muss(!), dann ist das kein Notfall. Das ist ein Mißbrauch des Systems. Und noch nicht mal vom Patient, sondern vom Chef der Firma, vom Arzt, der Versicherung, dem Staat.

    Und das ist auch das, was Westerwelle mit seiner Dekadenz ausdrücken wollte. Die echten Notfälle leiden doch darunter. Ich saß schon oft genug mit echten schweren Krankheiten im deutschen Wartezimmer und musste 3 Stunden warten, bis die Montagsblaumacher und Hypochonder durch waren. Die ganzen Trickser und Drückeberger (ich meine das gar nicht mal negativ) im Staat holen sich die Kohle, während echte Notfälle kaum damit auskommen.

    Ich bin ja gar nicht gegen ein Sozialsystem, aber für ein soziakles System, das den Namen auch verdient. Eine Entschlackung wäre gut. Und ddautrch würde das Sozialgefüge nicht fallen - im Gegenteil. Es wäre mehr Geld da, um Notfällen zu helfen. Nur die Hängemattenlieger müssten dann aufstehen. Aber ich glaube nicht, dass sie deshalb gleich eine Bank ausrauben. Dazu wären sie doch viel zu faul. Ihnen fehlt ja nichts. Doch sie würden merken, dass sie nicht so weitermachen können und sich deshalb einen anderen Lebensstil anschaffen sollten. Ich nennen das Mal Eigenverantwortung. Im Prinzip ist so wie ein Kind, das man mit 30 Jahren empfiehlt, langsam mal selbst Geld zu verdienen, eine eigene Wohnung zu mieten und eine Familie zu gründen.

    Es geht also nicht darum, arme Menschen erfrieren zu lassen. Im Gegenteil! Das soziale Bewusstsein in den Menschen selbst sollte wieder gestärkt werden.


    Zitat Zitat von Pitmacli Beitrag anzeigen
    Ja, tatsächlich, es gibt eine privilegiertere Schicht, die ohne dieses ganze Zeugs auskommen. Haben sich aber auch zum Teil reichtlich bedient auf Kosten der Allgemeinheit. Wieso sollen diese nichts beitragen an die Gemeinschaft? K
    Ja, es gibt sie. Aber es sind nicht alle so.
    Weißt du z.B. wieviel ich diese Jahr gearbeitet habe? Jeden Tag 16 Stunden - auch an Feiertagen und Wochenenden. Meine Familie hat mich kaum gesehen. Das hat fast meine Gesundheit ruiniert. Und das zu Beginn mit unter 1 EUR/h. Wenn ich dann bald meine Million voll habe, dann habe ich das nicht auf Kosten der Allgemeinheit gemacht, sondern nur mit eigenen Händen und vollem Einsatz. Und das machen viele so. Die rackern sich ab, arbeiten Tag und Nacht, verzichten auf Freizeit und Familie und leben zeitweise mit einem Toast am Tag. Und wenn man dann merkt, wie sehr man von der Gemeinschaft, denen man rund 50% deiner Einnahmen abgeben muss, gehaßt wird, nur wiel man reich ist und nicht noch mehr Steuern zahlen will, dann bin ich nicht nur schwer enttäuscht von der Gesellschaft, sondern es zeigt mir, wer wirklich egoistisch und unsozial ist.

    Natürlich gibt es auch einige, die mit Betrug reich werden. Aber dann muss man eben rausfiltern. Ebenso wie bei den Sozialfällen (wie oben bemerkt). Warum kommen so viele dubiose Gestalten davon? Und damit meine ich nicht mal die Banker. Denn wenn ich zur Bank gehe und hohe Zinsen erwarte, dann ist der Verbraucher ja erstmal selber Schuld. Ebenso, wenn er nur das Günstigste kauft und sich dann wundert, wenn die Mitarbeiter so schlecht bezahlt werden. Ich würde eher den Leuten an den Kragen, die alten Leuten unnötige Versicherungen andrehen, die Abos am Telefon und Internet verkaufen und die AGBs verstecken oder durch bewusste Abmahungen reich werden. Denen sollte man das Geld abnehmen und in die Sozialleistungen stecken.

    Menschen und Firmen, die sich im Leben unsozial oder umweltfeindlich benehmen. Wenn jemand Öl in die Nordsee kippt, dann soll der nicht ins Gefängnis, sondern 90% seines Besitzstandes abgeben und 90% seiner zukünftigen Einnahmen. Nur mal so ein Beispiel. So käme man zu einem Idealsystem: miese Leute zahlen für echte Notfälle.

  5. #434
    Avatar von wingman

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    in thailand wäre es sache der regierung langsam für ein funktionierendes sozialsystem zu sorgen. thailand produziert halbleiter, festplatten, autos ......... die arbeitnehmer bekommen einen lohn für den hier niemand aufstehen würde. das königshaus gilt als eines der reichsten der erde.
    so gesehen stimmt dort im system einiges nicht. geld ist also genug da........nur eben nicht für die bürger.

  6. #435
    Avatar von tuxluchs

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  7. #436
    Avatar von tuxluchs

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    knarf was Dir abgeht ist historisches Wissen und Verständnis, deswegen nochmal eventuell nachlesen

    Geschichte der Sozialversicherung in Deutschland

    dazu nochmal über den Begriff doppelt freier Lohnarbeiter nachdenken, und wenn der Geist reicht vielleicht noch den Vergleich zwischen Deutschland 1900 und Thailand heute anstellen, bezüglich Verteilung der Arbeit zwischen Stadt und Land, Industrie und bäuerlicher Arbeit. Solltest Du nicht zurechtkommen helfe ich gerne ein Stück weiter.

  8. #437
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    knarf was Dir abgeht ist historisches Wissen und Verständnis, deswegen nochmal eventuell nachlesen

    Geschichte der Sozialversicherung in Deutschland

    dazu nochmal über den Begriff doppelt freier Lohnarbeiter nachdenken, und wenn der Geist reicht vielleicht noch den Vergleich zwischen Deutschland 1900 und Thailand heute anstellen, bezüglich Verteilung der Arbeit zwischen Stadt und Land, Industrie und bäuerlicher Arbeit. Solltest Du nicht zurechtkommen helfe ich gerne ein Stück weiter.
    Du verstehst nicht, wie ich denke.
    Mir sind die historischen Fakten durchaus bekannt. Und ich sehe, was ich sehe. Und wenn es Rentner gibt, die mit ihrer Rente nicht auskommen, reicht alleine das schon aus, um sagen zu können, dass das Sozialsystem nicht optimal ist. Man kann sich nun darüber starten, ob das nun am Rentner selbst, am Staat, am System oder an der Gesellschaft liegt. Und genau da setze ich an.
    Wenn du aber der Meinung bist, das Sozialsystem sei gut som, wie es ist, dann lasse die alten Menschen halt verrecken. Wenn du dabei ein gutes Gewissen hast.... Dem Staat sein seine Bürger ja auch egal.

    Und was soll deine Bemerkung über "doppelt freie Lohnarbeiter". Den Begriff musste ich in der Tat erst googeln. Ein Propagandabegriff, um die "Ausbeutung" des Kapitalisten gegenüber des Arbeiters zu beschreiben. Ja, und? Wenn jemand keinen Bock hat, selbstständig zu arbeiten und somit den Lohn für seine komplette Arbeit selbst zu behalten, sondern sich an einen Arbeitsvermittler (was anderes sind ja Arbeitgeber nicht), dann ist das doch die Privatangelegenheit des einzelnen. Es ist also die freie Entscheidung jedes Einzelnen, oft sich sich ausbeuten lasen will oder nicht. Das hat Marx aber nicht verstanden.
    Aber ich denke du auch nicht, denn dazu gehört eben etwas Weitblick und Querdenken und nicht nur auf die "normale", "reale" Welt schauen. Ich habe mich auch Jahre lang als Arbeitnehmer ausbeuten lassen. Dann wurde ich selbstständig, also frei. Nur den Staat als Ausbeuter muss ich noch loswerden. Ich arbeite daran, weil ich halt Eier in der Hose habe. Und das kann jeder andere auch. Ich sage ja immer: der Weg von Ausgebeuteten zum "Ausbeuter" oder der mögliche Weg aus der Armut zum Reichtum führt übers Gewerbeamt. Es ist so einfach, die Seiten zu wechseln. Also komm mir nicht mit ungewollter Ausbeutung oder doppelt freien Lohnarbeitern.

    Gilt natürlich auch für Rentner. Wer jahrelang dem Sozialsystem, also dem Staat, vertraut hat, sieht natürlich jetzt evtl. dumm aus der Wäsche. Mein Vater, selbst Beamter - also zwangsstaatstreu gewesen, kommt mit seiner Pension nicht aus. Er ärgert sich mittlerweile dermaßen über den Staat, weil er ihm vertraut hat. Tja, bei manchen reift die Weisheit leider sehr spät. Mir war das zum Glück schon sehr früh klar, spare privat an, schaffe mir zudem zusätzliche "automatische" Einnahmequellen im hohen Alter und weiß, dass in Thailand auch meine Tochter für mich da sein wird. Der Staat spielt also keine Rolle und daher wird es mir gut gehen.

    Und was dein Vergleich mit Thailand angeht: klar ist die Verteilung zwischen Land und Stadt ein Problem. Daher kommt es ja auch immer zu Demos der Landbevölkerung. Und hier könnte das soziale System in der Tat auf Dauer einen Knacks bekommen, wenn die Jugend nach Bangkok auswandert. Oder es müsste halt die ganze Familie mit, aber dann gäbe es ja praktisch nur noch Bangkok. Das ist aber das Problem von Thailand. Und mit der Überlegung, die Hauptstadt zu versetzen, gibt es ja schon mal einen richtigen Schritt in die Richtung. Im Übrigen könnten die Menschen auch selbst mehr Metropolen schaffen. Der ganz falsche Weg wäre aber, das Sozialsystem der europäischen Staaten zu kopieren. Das führt zur Katastrophe und zum gesellschaftlichen Egoismus, wie man ja in Deutschland sieht.

    Bei Afrikaspenden sagt man immer "Hilfe zur Selbsthilfe". Genau das wäre der richtige Weg auch in Deutschland und Thailand. Eine Hängemagttengesellschaft nutzt niemanden etwas, wenn die Hängematte plötzlich brüchig wird und man auf den Boden knallt.

  9. #438
    Avatar von tuxluchs

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    Dir ist an für sich gar nichts klar, würde mich auch wundern, denn wirklich gute Mitarbeiter werden nicht durch Praktikanten ersetzt, sondern nur die die Geld kosten ohne Leistung zu bringen.

    Und historische Kenntnisse gehen Dir komplett ab, oder Dir fehlt der notwendige Intellekt diese richtig einzuordnen. Schon weil du nicht in der Lage bist aus der Aufgabe, Vergleich Deutschland zu Zeit der Einführung RVG -Thailand heute, herauszufinden das es um Wirtschafts und Sozialstrukturen geht. Und Doppelt freier Lohnarbeiter ist kein Propagandabegriff, sondern eine genaue Definition, wobei die Entstehung desselbigen da mit einzubeziehen ist, auch im Vergleich zu Thailand heute. Historisches Wissen,
    ist auch der Schlüüsel zu heutigen und morgigen Entwicklungen, den im Prinzip war alles schon mal so ähnlich da.

    Und das Sozialsystem führt zum Egoismus weil es immer mehr Leuten gestattet wird aus diesem auszusteigen. Zum Beispiel Selbstständigen, Beamten usw.

  10. #439
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Dir ist an für sich gar nichts klar, würde mich auch wundern, denn wirklich gute Mitarbeiter werden nicht durch Praktikanten ersetzt, sondern nur die die Geld kosten ohne Leistung zu bringen.

    Und historische Kenntnisse gehen Dir komplett ab, oder Dir fehlt der notwendige Intellekt diese richtig einzuordnen. Schon weil du nicht in der Lage bist aus der Aufgabe, Vergleich Deutschland zu Zeit der Einführung RVG -Thailand heute, herauszufinden das es um Wirtschafts und Sozialstrukturen geht. Und Doppelt freier Lohnarbeiter ist kein Propagandabegriff, sondern eine genaue Definition, wobei die Entstehung desselbigen da mit einzubeziehen ist, auch im Vergleich zu Thailand heute. Historisches Wissen,
    ist auch der Schlüüsel zu heutigen und morgigen Entwicklungen, den im Prinzip war alles schon mal so ähnlich da.

    Und das Sozialsystem führt zum Egoismus weil es immer mehr Leuten gestattet wird aus diesem auszusteigen. Zum Beispiel Selbstständigen, Beamten usw.

    Sorry, aber du hast keine Ahnung. Erster Satz: naiv, weltfremd. Zweiter Absatz: richtig, es war alles schon mal da. Aber daraus muss man dann eben die RICHTIGEN Schlüsse ziehen und nicht die falschen. Und wenn ich sage: Thailand solle eben nicht den Fehler machen, den Deutschland bei Einführung der Sozialgesetzgebung gemacht hat, weil die thailändischen Rentner in 100 Jahren genauso zu kämpfen haben wie viele deutsche Rentner heute, dann ist das ein logisch gefolgter Schluss. Wenn du aber die historischen Schlüsse ziehst, alles sei perfekt gelaufen, dann glaube das weiterhin und freue dich später als Rentner über deine hohen Bezüge.

    Und Punkt 3 ist zwar auf dem ersten Blick richtig, aber das ist natürlich in einer heutigen modernen globalen Welt viel zu kurz gedacht. Wenn man heute noch versucht, Selbstständige weiter zu knebeln und auszubeuten, dann steigen sie nicht nur ind en wenigen Möglichkeiten wie GKV und RV aus, sondern komplett. Und dann kann das Arbeiter- und Bauernland ja sehen, wie weit es mit seiner Dekadenz kommt. Sozial ist das absolut nicht.
    Aber ich hatte ja mal gesagt, dass ich es sogar gerne mal sehen würde, wenn der Staatssozialismus zu seiner Vollendung findet und den Leuten dann wirklich mal vor Augen gestellt wird, wohin das führt. Ich kann mir das ja genüßlich aus der Entfernung ansehen und habe dann natürlich auch längst mein Vermögen und mein Unternehmen in Sicherheit gebracht. Aber im Gegensatz zum Staat werde ich mein Geld dann tatsächlich bedürftigen Wesen zur Verfügung stellen. Es wird also kein Vermögen in Waffen, Verwaltung, unnötigen Bauprojekten, Nahrungsverschwendung, Korruption usw. versackern. Daher bin ich sozial und der deutsche Staat betreibt Augenwischerei und Volksverdummung auf Kosten der Rentner und der ärmeren Bevölkerung. Und die Politiker schieben die Schuld natürlich immer auf andere. Wie erbärmlich!


    Und für diese Analyse benötigt man vor allem Beobachtungsgabe, mein Lieber! Die scheint dir zu fehlen.

  11. #440
    Avatar von Leipziger

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    Hallo tuxluchs


    Soweit mir bekannt ist liegt bei einem Rentenbescheid unter 700,-€ automatisch ein Antrag auf Grundsicherung im Alter bei ....... und diese Grundsicherung liegt bei ca. 670 € !

    Also kann logischerweise kein Rentner unter 600,-€ haben .......... bzw. ist doch wieder typische Bildzeitungs-Verblödung , oder ?

    Wie das jetzt verrechnet wird wenn z.B. ein Partner mit im Spiel ist mit einer höheren Rente weiß ich jetzt zwar nicht ......... mir ist aber auch noch bekannt daß die Zahl dieser mit Sozialhilfe bezuschußten Rentner nur bei 2-3% liegt .......


    Die Mär von einem Drittel armer Alter die nicht mal 600,-€ haben kann also niemals stimmen .......... bzw. da wird wieder mal etwas suggeriert im die Auflage der Zeitung zu erhöhen , Bildzeitungniveau eben !

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