Seite 39 von 59 ErsteErste ... 29373839404149 ... LetzteLetzte
Ergebnis 381 bis 390 von 587

Die Rente ist sicher!

Erstellt von Carradine, 20.09.2011, 15:13 Uhr · 586 Antworten · 26.001 Aufrufe

  1. #381
    Avatar von tuxluchs

    Registriert seit
    13.08.2011
    Beiträge
    2.973
    Zitat Zitat von Thaimax Beitrag anzeigen
    Letztendlich soll er gar nichts von dem in erhöhtem Masse im Vergleich zu jetzt machen.

    Es würde schonmal ausreichen, wenn er keine 1-Euro-Jobs, Aufstocklöhne, und sonstige Arbeitsformen aktiv begünstigt, über die man als Staat keine notwendigen Abgaben, eben auch für die Rentenzahlungen, generieren kann.

    Der Nebeneffekt dabei wäre, wenn auch nicht interessant für die Volksvertreter, dass viele Leute auch wieder mit Spass und Freude arbeiten gehen würden. Uninteressant für die Volksvertreter ist es vor allem deswegen, weil das Ausspielen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgezeichnet funktioniert, und ein Volk, das hauptsächlich über böse Firmen schimpft, weniger Zeit findet die Arbeit der Politik, abseits von Stammtischparolen, zu analysieren und zu besprechen. - The Show must go on... jedesmal für zumindestens 4 Jahre(oder wielange die Legislaturperioden in den jeweiligen Ländern nunmal dauern), und das ohne Rücksicht auf reelle Verluste.
    Ja da geb ich Dir vollinhaltlich Recht. Wobei, Du siehst ein Pferdefuß immer dabei, die ursprüngliche Idee an 1 Euro und Aufstocker eine andere war, Leute wieder in Arbeit zu bringen, aber da ist wohl die Rechnung ( wieder besseren Wissens, oder trotz dem selben) ohne den Wirt, also Unternehmern gemacht worden.
    Was das säen von Zwietracht zwischen Arbeitskraftgebenden und Arbeitskraftnehmenden betrifft, da können sich die POPOlitiker engagieren, in den meisten kleinen und mittelständigen Unternehmen funktioniert's e nicht, denn die Unternehmer wissen, ohne gute Leute kein gutes Geschäft, und die Arbeitnehmer wissens auch, wenn es der Firma schlecht geht, dann auch uns. Und deswegen redet man miteinander. Klar, wenn der Chef sich nen Porsche kauft, gleichzeitig erzählt das keine Lohnerhöhung gibt, weil der Markt "Scheiße" ist, dann........gibt's Klärungsbedarf.

  2.  
    Anzeige
  3. #382
    Avatar von Thaimax

    Registriert seit
    20.07.2007
    Beiträge
    4.075
    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    die ursprüngliche Idee an 1 Euro und Aufstocker eine andere war, Leute wieder in Arbeit zu bringen, aber da ist wohl die Rechnung ( wieder besseren Wissens, oder trotz dem selben) ohne den Wirt, also Unternehmern gemacht worden.
    Zumindestens ist es so propagiert worden. Dass das nicht die wirkliche Intention war sollte man keine Minute anzweifeln, denn eine Bundesregierung, die jährlich unzählige Millionen in externe Beratungsfirmen, zu jeden noch so popeligen Themen, steckt, kann doch niemandem erklären, dass nicht schon vorher absolut klar war, in welche Richtung sich solche Regelungen entwickeln. - Jeder mit einem halbwegs funktionierendem Hausfrauenverstand hätte das auf jeden Fall hinbekommen...

    Es geht ja zu Beginn gar nicht um "die Firmen", sondern erstmals um "eine Firma". Fängt eine einzige Firma aus der Branche "XY" damit an die ihm angebotenen Angebote an Gratisarbeitern anzunehmen, bleibt alle anderen Firmen der Branche "XY" nichts anderes übrig als die Sklaven auch anzunehmen, wenn sie nicht von der ersten Firma vom Markt gefegt werden möchten. Selbst wenn die restlichen Inhaber der Firmen aus der Branche "XY" absolute Gegner von Lohndumping wären.. es bliebe ihnen nichts anderes übrig als entweder zuzusperren, oder halt wider ihrer Überzeugung das schmutzige Spiel mitzuspielen.

    Ich glaube, dass man auch garnicht darüber zu diskutieren braucht, dass bestehende Möglichkeiten auch wahrgenommen werden. Immer. Und somit ist natürlich auch klar, dass das Herumschachern wie am Sklavenmarkt mit den Arbeitslosen für einige Leute, sicherlich auch im Staatsdienst, eine sehr lukrative Angelegenheit ist. Denn, wie gesagt, wo Möglichkeiten bestehen, Kontrollmöglichkeiten lasch sind, oder gar zur Gänze versagen, wird das Mögliche auch genutzt.

    Nungut... immerhin hat man mit diesen Regelungen zumindestens in Deutschland eine sehr aufregende Aussenhandelsbilanz erreicht. - Da hat zwar kein Bürger wirklich was davon, aber das macht letztendlich auch gar nichts aus, solange es nur oft genug in den Medien steht, und man den Übeltäter gaaanz woanders ausmachen kann....

  4. #383
    Avatar von Leipziger

    Registriert seit
    24.06.2003
    Beiträge
    3.872
    Hallo tuxluchs


    Zusätzlich zum Kindergeld von 184€?
    " Kindergeld" ist nur die Verbraucher- Steuerrückerstattung der monatlichen Kinderkosten ........ dies müßen die jeweils Regierenden zurück zahlen da in der deutschen Verfassung verankert bzw. sonst gäbe es dies schon lange nicht mehr !

    Ein Familienlastenausgleich wie in Frankreich sorgt aber dafür daß über die komplette Zeit der Kindererziehung keine finanziellen Nachteile gegenüber kinderlosen Kollegen (mit vergleichbaren Einkommen) entstehen ........ scheints du aber wohl noch nie gehört zu haben bzw. diese Unwissenheit wundert mich doch .......

  5. #384
    Avatar von tuxluchs

    Registriert seit
    13.08.2011
    Beiträge
    2.973
    Zitat Zitat von Thaimax Beitrag anzeigen
    Zumindestens ist es so propagiert worden. Dass das nicht die wirkliche Intention war sollte man keine Minute anzweifeln, denn eine Bundesregierung, die jährlich unzählige Millionen in externe Beratungsfirmen, zu jeden noch so popeligen Themen, steckt, kann doch niemandem erklären, dass nicht schon vorher absolut klar war, in welche Richtung sich solche Regelungen entwickeln. - Jeder mit einem halbwegs funktionierendem Hausfrauenverstand hätte das auf jeden Fall hinbekommen...

    Es geht ja zu Beginn gar nicht um "die Firmen", sondern erstmals um "eine Firma". Fängt eine einzige Firma aus der Branche "XY" damit an die ihm angebotenen Angebote an Gratisarbeitern anzunehmen, bleibt alle anderen Firmen der Branche "XY" nichts anderes übrig als die Sklaven auch anzunehmen, wenn sie nicht von der ersten Firma vom Markt gefegt werden möchten. Selbst wenn die restlichen Inhaber der Firmen aus der Branche "XY" absolute Gegner von Lohndumping wären.. es bliebe ihnen nichts anderes übrig als entweder zuzusperren, oder halt wider ihrer Überzeugung das schmutzige Spiel mitzuspielen.

    Ich glaube, dass man auch garnicht darüber zu diskutieren braucht, dass bestehende Möglichkeiten auch wahrgenommen werden. Immer. Und somit ist natürlich auch klar, dass das Herumschachern wie am Sklavenmarkt mit den Arbeitslosen für einige Leute, sicherlich auch im Staatsdienst, eine sehr lukrative Angelegenheit ist. Denn, wie gesagt, wo Möglichkeiten bestehen, Kontrollmöglichkeiten lasch sind, oder gar zur Gänze versagen, wird das Mögliche auch genutzt.

    Nungut... immerhin hat man mit diesen Regelungen zumindestens in Deutschland eine sehr aufregende Aussenhandelsbilanz erreicht. - Da hat zwar kein Bürger wirklich was davon, aber das macht letztendlich auch gar nichts aus, solange es nur oft genug in den Medien steht, und man den Übeltäter gaaanz woanders ausmachen kann....
    Ach ja die Außenhandelsbilanz, vergessen doch die Politiker daß, das meiste Geld doch im Inland generiert wird, und Export nur ein Bruchteil dessen ist. Der Bürger hat immer einen Anteil davon, nur ist die Frage wieviel?

  6. #385
    Avatar von tuxluchs

    Registriert seit
    13.08.2011
    Beiträge
    2.973
    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Hallo tuxluchs




    " Kindergeld" ist nur die Verbraucher- Steuerrückerstattung der monatlichen Kinderkosten ........ dies müßen die jeweils Regierenden zurück zahlen da in der deutschen Verfassung verankert bzw. sonst gäbe es dies schon lange nicht mehr !

    Ein Familienlastenausgleich wie in Frankreich sorgt aber dafür daß über die komplette Zeit der Kindererziehung keine finanziellen Nachteile gegenüber kinderlosen Kollegen (mit vergleichbaren Einkommen) entstehen ........ scheints du aber wohl noch nie gehört zu haben bzw. diese Unwissenheit wundert mich doch .......
    Ne ne wußt ich schon, wollte nur lieber Dich als erstes den, kommenden Haien überlassen.

  7. #386
    Avatar von Pitmacli

    Registriert seit
    01.04.2010
    Beiträge
    569
    Unser alle Problem ist doch dasselbe - lese mich laufend durch den Thread und sehe eigentlich gar keine Differenzen, obwohl jeder verständlicherweise versucht, Unterschiede vorzuzeigen...
    Ist doch ganz klar - wer die Verantwortung auf sich nimmt (manchmal unfreiwillig), Kinder erzeugt zu haben, muss auch dafür sorgen, dass die Kinder eine effektive Zukunft bekommen. Das wiederum ist nicht nur Aufgabe der Erzeuger, sondern Aufgabe von uns allen. Dazu wären sogar die meisten auch bereit dafür - es sei denn - ich interpetiere falsch...
    Das ganze entstandene Elend - und das meine ich so wie ich es schreibe - besteht in der classe politique - welche sich entwickelt hat zu einer classe origiginance... also - also selbstgerechter Führung des Volkes irgendwohin...

    Nach eigenen Definitionen und Vorstellungen - mit eigenen Wertmasstäben und Bedienungen des gemeinsam erworbenem Vermögens, löffeln die sogenannten Eliten des Volkes das Ganze weg und zurück bleiben dann Reste, mit welchem weder Kinder noch Alte noch versorgt werden können...

    Ja, man soll und darf die Alterpensionierung bis auf 80zig schrauben - ist mir völlig egal und verzichte auch freiwillig auf staatliche Unterstützung, wenn sie nicht weggefressen wird von Maden, die eigentlich nichts dafür beigetragen haben... Ist bittere Realität - auch in der Schweiz - an die Spitze gelangen keine Volksvertreter mehr, sondern mit möglichst vielen Studiennachweisen ausgerüstete Theoretiker... War selber viele Jahre aktiv in der SP Schweiz tätig. Nein, ohne bezahlte Funktionen - also ohne Anstreben von Ämtern, die Geld einbrachten, sondern musste kräftig mitfinanzieren. Weiss also, von was ich schreibe. Kehren wir zur Normalität zurück. Eine Gemeinschaft bedarf der Solidarität. Egal in welcher Altersklasse - wir hinterlassen den Jungen effektiv nur noch Schrott (sehr gnädig ausgedrückt...). Haben den auch zum grössten Teil gar nicht angerichtet - das machten ein paar raffinierte Aasgeier für uns und wir hatten keine Möglichkeit, uns dagegen zu wehren. Ist ganz einfach. Das ganze System. Es wird nun langsam Zeit, aufzuwachen - zu spät ist es wohl so oder so - aber besser zu spät als gar nicht - kämpfen wir gegen die geistige Ignoranz der effektiven Werthaltigkeiten - vielleicht gelingt uns gemeinsam ein Wunder - das alte Werte wieder ins Leben ruft - alles andere ist theoretische Kacke, die niemanden sättigt und niemanden zufriedenstellen kann, bis auf ein paar Blutsauger, die schon viel zu lange auf Kosten der Allgemeinheit überleben konnten...

    Pit - etwas wütend das Ganze verfolgend...

  8. #387
    Avatar von Ban Bagau

    Registriert seit
    24.11.2005
    Beiträge
    8.214

    Angry

    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Hat ich mir schon gedacht, nur der Aasvogel hat mich aus'm Konzept gebracht. Nun ist ja Leiharbeit nix schlechtes, in Frankreich hab ich mal gelesen, haben die sogar höhere Löhne als die festen AN, wobei ich da nicht weiß wie es mit der Auslösse aussieht. Ich bin ja seit 2001 Leihknecht, und mußte leider jedes Angebot zur Festeinstellung
    ablehnen, da alle unter 19,-€ die Stunde
    , und deswegen ohne Umzug unauskömmlich. Für die Bosse natürlich zu Teuer, da Handwerksbetriebe.
    Glücklicherweise sind ja die Tarife der Christlichen Gewerkschaft gekippt worden, die waren ja in jeder Beziehung, vorsichtig gesagt, sehr AG freundlich.
    Nun ich weiß ja nicht in welchen Land du lebst. In meinem Bundesland und den 2 angenzenden sind Stundenlöhne von 4,50 Euro für Branchenfremde Kraft und 8,75 Euro für Fachkräfte Standart. Dies nicht nur als regionaler Tarif sondern auch von Überegional agierenden Leihfirmen. Ohne das die Arbeitnehmer zusätzlich Aufstockung vom Grundsicherungsamt bekommen läuft da gar nichts. Habe Nebenberuflich öfters mit deren "Opfer" zu tun. Es sind auch keine Einzelfälle. Die Vermittlungsfirmen praktizieren dies konsequent und haben sich auf die Praxis eingestellt. Nachweise für`s Grundsicherungsamt werden quasi schon mit der Lohnabrechnung fertig mitgeliefert.

    In Wahrheit sind die und die Firmen die davon profitieren doch die realen und wahren Sozialschmarotzer. Die auf kosten aller Steuerzahler ihre Produktion am laufen halten und damit Gewinne einfahren. Jetzt komme aber kein Spinner mit der Antwort, "Gewerbesteuer". Wenn sie nicht ihren Müll zu vernüftigen Preisen produziern können, dann soll´n sie es der Konkurenz überlassen oder ganz sein lassen. Oder weiter nach China auswandern. Machen sie aber auch nicht, weil sie da die Fresse voll kriegen und kein Fuß in die Tür bekommen. ...und wenn, doch nur zum Abgleich der Patente und Muster. Danach ist wieder schluß mit freundlichen Grinsen der Chinesen. So das die von Patenten und Mustern leergefressen Judasunternehmen wieder hierher zurückkehren und dann noch rumheulen das die asiatische Konkurenz ihre gleichen Produkte für nur ein Bruchteil dessen anbietet. Natürlich ist dann wieder mal die Qualität des Fernöstlichen Äquivalentproduktes gar nicht gut. Obwohl Haargenau bis aufs I-Tüpfelchen dem jetzt wieder Zuhauseproduzierer gleicht.
    Aber auch in China ist man langsam am Ende der Fahnenstange angekommen. Dort tun sich mittlerweile die vergleichbaren Probleme wie hier auf. Um dem Markt stabil am laufen zu halten muß nähmlich auch konsumiert werden.
    Das ist der erste Grundsatz des funktionierenden Kapitalismus. Egal ob sozialer oder sonst was für Schnickschnack Kapitalismus. Sollange Überproduktion (und das wird er immer, bei vorhandener Marktsättigung) besteht, muß der Absatz gefördert werden. Um dieses System am laufen zu halten.
    Einerseits diehnt das konsumieren dem Stillen persönlicher Bedürfnisse, jedoch müssen diese Bedürfnisse immer wieder geweckt werden. Sonst stagniert das Konsumverhalten und der Absatz für das ständig nachlaufende Produktangebot ist nicht mehr gesichert. Es ist alles in einer Abhängigkeit.

    Gehe mal mit so einem Lohnzettel zur Bank und sage du willst dir ein neues/anderes Auto kaufen um eventuell damit auch zur Arbeit zu fahren. Die lachen dich aus. Nicht umsonst wird das Durchnittsalter der Fahrzeuge in Deutschland immer größer. Somit auch weniger Absatz von Fahrzeugen. Das setzt sich in alle Bereiche so fort. Die Abwärtsspirale beginnt sich zu drehen.
    Bezahle ich die Leute nicht anständig und müssen sie den gesammten Arbeitslohn für den Lebensunterhalt ausgeben, kann nichts oder nur noch wenig konsumiert werden. Aus diesem Grund stehen in China immer mehr Produktionsanlagen still, weil sie keine Arbeiter mehr finden die zu Billigstlöhnen einen Vollzeitjob ausführen. Zum einem steigen die Lebenshaltungskosten und der Bedarf am Konsum kann auf diese Weise nicht gestillt werden. Wird hier, in der Presse und den Medien natürlich wegen der möglichen Parallelen nicht so breit getreten, außer man kann auf ein fingerzeigliches "kriseln" hinweisen.
    Zum Ausgangspunkt der Grundsätze des Kapitalismus. Dieser Weg des extremst Billigstproduzieren, funktioniert nur sollange man auch einen Markt hat, den man mit dem Marktvorteil Überschwemmen kann. Ist der gesättigt kann die Karavane weiterziehen. Wenn sie denn noch einen Markt findet.
    Oder sie baut eine dauerhafte selbsterhaltene Struktur aus einem Gleichgewicht an Ökonomie, Konsum und Sozialverträglichkeit auf. Sozialvertäglichkeit muß nicht heißen, das fürs nichts tun irgendwen Gelder in Arsch geschoben werden. Was in heutiger Zeit nur der Fall ist, um aus politischer Darstellungssucht die realen Zahlen an nicht Erwerbstätigen zu verschleiern.
    Sozialverträglich ist, ein hohes Bildungsniveau zu erreichen und zu erhalten. Denn wenn man mal ehrlich ist, wenn nicht gerade eine gehobenere Position in der Firma eingenommen wird, bleibt ein Produktionsarbeiter auf den Stand nach beendigung seiner Lehre stehen. Es sei den es gibt mal Produktspezifische Firmeninterne Weiterbildungen. Die aber außerhalb, Firmenübergreifend meist nicht anwendbar sind. Schnelleinführungen und Anlehrnanweisungen an die ein oder andere neu angeschafte Maschine oder System. Aber keine Grundlagen.
    Sozialverträglich bedeutet auch, ein gesichertes Gesundheitsystem und ein sozialverträgliches Arbeitszeitenmodell mit Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und privatem Leben um die Arbeitskraftwerthaltung des Qualifizierten Mitarbeiters zu erhalten. Klar wenn die Firmenpolitik unverselle Austauschbarkeit jeglicher Mitarbeiter vorsieht, kann natürlich auf Verschleiß gefahren werden. Aber dann das schizophrene Rumgejammere, das in Deutschland kein qualifiziertes Personal zu finden ist. Sicher gibt es firmenspezifisch Ausnahmen, wie Überstunden oder spezielle Schichtmodelle bei der Anpassung der Arbeitzeitenmodelle. Diese sollten aber nicht als Standart fungieren, sondern ein adequater Ausgleich geschaffen werden.
    Ein auf Verschleiß fahren lohnt sich auf lange Sicht auch für den Staat nicht. Nur weil man der Meinung ist, das in der Hinterhand noch eine vielzahl Erwerbsloser als Reserve zur Verfügung stehen. Auf die Dauer gesehen, zahlt der Staat dies doppelt und dreifach aus eigener Tasche an "Reparationen" für den Verschleiß und noch obendrein den Arbeitslohn. Ohne dafür einen Gegenwert wie Sozialabgaben/Steuern einzunehmen, um das Gefüge am Laufen zu halten.
    In Deutschland ist leider ein wahrer Arbeitskraftbediehnungskommunismus erschaffen worden. Es wird nur noch bezuschußt. Seid Jahren entsteht ohne staatliche Förderung oder Zugeständnisse seitens des Staates kein Arbeitsplatz mehr.
    Wenn die mahnenden magischen Worte erschallen, "wir wollen XY Abeitspätze an diesem Standort erschaffen, aber dafür müßt ihr ...Punkt 1. 2. 3. usw. .Wenn wir das nicht bekommen wandern wir in Ausland ab." (ich hoffe weiß wohl jeder, das wir hier nicht vom Malermeister von nebenan reden)
    Der Staat steht plötzlich stramm. Jawohl machen wir, darfs denn noch ne` Million mehr sein an Fördermitteln, auch wenn`s am Ende nur die hälfte der versprochenen Arbeitsplätze werden.

    Es bedarf restriktive Beschränkungen des Marktes. Bevor aber der Markt es nicht selber erkennt und das nicht nur in Deutschland, daß er nur mit solchen eindämmenden Mitteln den Kapitalismus als ein dauerhaftes funktionierenden System fortführen kann. Wird er weiter von einer Krise zur anderen Schwappern immer nahe am Abgrund vorbei mit der Gefahr das er sich selbst vernichtet oder gegen ein anderes System ausgetauscht wird. Gegen ein System das vielleicht nicht sehr effektiv oder auch ein Irrweg ist, aber bis zu dessen Revidierung oder gänzlichen Wiederabschaffung etliche Jahre bis Jahrzehnte ins Land gehen.
    Viele denken natürlich es ging immer nochmal gut, wird auch so weitergehen. Aber es gibt auch irgendwann mal ein Punkt, da ist nach „Faites vos jeux!“ nur noch „Rien ne va plus“ zu hören.
    Geschichtlich gesehen darf man nicht vergessen, sollange läuft das System noch nicht.



    "Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat"


    Im deutschen Sprachgebrauch werden Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat häufig synonym verwendet. Daneben wird Sozialstaat im Sinne eines „schlankeren“, auf Kernfunktionen der sozialen Sicherung, wie z.B. die Sozialversicherungen, beschränkter Staat verstanden, während der Wohlfahrtsstaat mit umfassender Versorgung und starker staatlicher Reglementierung in Verbindung gebracht wird. Wohlfahrtsstaat wird auch polemisch als Abgrenzung des Modells der Sozialen Marktwirtschaft vom skandinavischen Versorgungsstaat verwendet. Im internationalen Sprachgebrauch gibt es keine Entsprechung zum Wort Sozialstaat.
    Dagegen ist international eine konzeptionelle Abgrenzung zwischen Wohlfahrtsstaat und Sozialpolitik üblich. Sozialpolitik im Sinne eines Eingriffs in die Lebensverhältnisse der Bevölkerung hat es schon in früheren geschichtlichen Phasen gegeben (als eine frühe Form gilt die in England im 16. Jahrhundert beginnende Armengesetzgebung). Als staatliche Aufgabe wird Sozialpolitik erst seit dem 19. Jahrhundert angesehen. Von einem Wohlfahrtsstaat wird in der Wissenschaft dann gesprochen, wenn Sozialpolitik nicht mehr allein auf bedürftige Gruppen ausgerichtet ist, sondern auf die Bevölkerungsmehrheit. Die meisten Staaten entwickelten sich zwischen den 1920er und 1960er Jahren zu Wohlfahrtsstaaten.

    Häufig anzutreffende Selbstbeschreibungen des Sozialstaates, die zur Unterscheidung herangezogen werden, betonen Differenzen in der Zielbestimmung des Sozialstaates gegenüber dem Wohlfahrtsstaat. Der Sozialstaat verfolge das Ziel, dem Menschen insbesondere in unverschuldeten Notlagen, die aus eigener Kraft nicht mehr bewältigt werden können, zur Seite zu stehen und darüber hinaus durch langfristig angelegte Maßnahmen diesen Notlagen vorzubeugen (→Subsidiarität), während der Wohlfahrtsstaat weiter reichende Maßnahmen zur Steigerung des sozialen, materiellen und kulturellen Wohlergehens seiner Bürger ergreife.


    Der Begriff Wohlfahrtsstaat bleibt in der Regel dem „modernen“ Wohlfahrtsstaat vorbehalten, der sich im 19. Jahrhundert im Zuge der sozioökonomischen Umwälzungen durch die Industrialisierung, die Herausbildung von Nationalstaaten und Demokratisierung bildete. Während allerdings der entsprechende englische Begriff welfare state deskriptiv-neutral ist, wird der Begriff Wohlfahrtsstaat in Deutschland als Kampfbegriff mit pejorativen Beiklang benutzt. Ob und inwiefern die negative Konnotation auf die klassisch-liberale Kritik Kants und anderer am „Wohlfahrtsabsolutismus“ zurückgeführt werden kann, kann dahinstehen. Jedenfalls wird der Begriff Wohlfahrtsstaat im Deutschen oft als Übertreibung oder Auswucherung verstanden, dem der Sozialstaat als vernünftiger Staatstyp gegenüber gestellt wird.
    Im wissenschaftlichen soziologischen Sprachgebrauch wird Wohlfahrtsstaat entsprechend dem internationalen Sprachgebrauch deskriptiv-neutral verwendet.


    Geschichte des Sozialstaats

    Bereits in der Antike und im Mittelalter gab es vereinzelt Versuche von Seiten des Staates, die materielle Not seiner Bürger oder Untertanen zu lindern. Dahinter stand seit jeher der Gedanke, Unruhen und Aufstände zu verhindern und für politische Stabilität zu sorgen.
    Auch die Ursprünge des modernen Sozialstaatsgedankens gehen auf solche Überlegungen zurück. Entwickelt hat sich der Sozialstaat im 19. Jahrhundert als Folge der industriellen Revolution und der Massenverelendung breiter Bevölkerungsschichten. Er basiert auf der Erkenntnis, dass Eigentum die Basis für die Ausübung von Rechten ist und dass Freiheit substanzlos bleibt, wenn ihre Ausübung nicht durch Eigentum gewährleistet ist. Durch staatliche Umverteilung sollten Arme und Schwache eine elementare Grundsicherung erhalten.
    Soziales Handeln war aber immer zugleich Ordnungspolitik, die auf die Erhaltung des sozialen Friedens abzielte. So sollten die unter Reichskanzler Otto von Bismarck in den 1880er Jahren in Deutschland eingeführte Renten-, Kranken- und Unfallversicherung die wachsende Bevölkerungsschicht der Industriearbeiter von revolutionären Bestrebungen abhalten. Der Schwerbeschädigtenschutz wurde nach dem Ersten Weltkrieg 1919, die Arbeitslosenversicherung zur Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs 1927 nach den Erfahrungen der Inflationszeit und die Pflegeversicherung 1995, zur Entlastung der wegen des prozentualen Anstiegs der älteren Bevölkerungsgruppen anstehenden Belastungen der staatlichen Haushalte, eingeführt.
    Seit dem Zweiten Weltkrieg wurden die sozialstaatlichen Leistungen in fast allen westeuropäischen Staaten über die reine Grundsicherung hinaus erweitert.

    Sozialstaat
    Wohlfahrtsstaat

    Wir rühmen uns immer so sozial zu sein und soviel Geld aus den knappen Kassen auszugeben. Warum sind die Kassen knapp? Den wahren Grund weiß wohl jeder. Wenn von den Steuereinahmen nicht das finanziert wird, wofür es gedacht war.
    Der Sozialstaat und verklärte Begriff Wohlfahrtsstaat sind keine ureigene und neuartige Deutsche Erfindung.
    Es gibt viele andere Länder die weitaus mehr zu stemmen haben. Bei denen liegt der Schwerpunkt zwar nicht auf Krippen oder Kindergartenplätze. Aber im weitaus höheren finanziellen Maßstab, in denen ganze Ethniengruppen Indigener Minderheiten ausnahmslos vom Tag der Geburt bis zum Tode teilweise oder voll, ohne jemals zu arbeiten mit "Sozialhilfe" Bezuschußt werden. Auch Länder, die sich nicht wie Deutschland sich als Industrienation darstellen oder gelten.

  9. #388
    Avatar von Pitmacli

    Registriert seit
    01.04.2010
    Beiträge
    569
    Superbericht - Ban Bagau - auch wenn man sich die Mühe machen muss, ihn 2x zu lesen - weil er zwar klar unterteilt ist, aber doch viel aufs Mal zusammenkommt. Korrigiere mich - ich musste ihn 2x lesen, um ihn zu verstehen - andere sind heller...

    tuxluchs - ändert an Deiner Darstellung nichts - was auch Ban Bagau abschliessend bestätigt. Es wird höchste Zeit zu alten Werten zurückzukehren und einer Gemeinschaft, wo keine Minderheit die Mehrheit melkt, bis nichts mehr fliessen kann. Die Überbewertung geistiger Werthaltigkeiten gegenüber handwerklicher Werthaltigkeit muss ein Ende wie auch gesundes Miteinander wiederfinden - sonst können wir alles vergessen.

    Ja, Sozial- oder Wohlfahrtsstaat tönt nach Allmosen. Streichen wir mal geistig diesen Begriff und lernen wir wieder, im Interesse und des Gemeinsamen untereinander - wir sind aufeinander angewiesen - zu leben - dann fruchtet der Artikel (Fleissarbeit) von Ban Bangau tatsächlich etwas. Irgendwo und irgendwie müssen wir ja beginnen...

  10. #389
    Avatar von tuxluchs

    Registriert seit
    13.08.2011
    Beiträge
    2.973
    Ban Bagau, schließe mich meinem Vorredner an, super Bericht.

    Als Antwort aber zu Deinem Satz. www.gutarbeiten.de - Job Angebote

    Da gehts so um/ab 10,41€/h ohne Zusätze

  11. #390
    Avatar von Hans.K

    Registriert seit
    15.08.2010
    Beiträge
    2.320
    @Ban Bagau, du hast das Grundproblem und damit den Wirtschaftsfehler der heutigen Zeit wirklich sehr gut und ausführlich beschrieben, nur will das keiner der wahren Verantwortlichen mehr hören.
    Es ging meiner Meinung nach alles mit der Wiedervereinigung los (sorry) hier wurden wirtschaftliche Fehler gemacht, die kaufmännisch gesehen schon untragbar waren (Umzug der Hauptstadt usw.), aber in der allgemeinen Euphorie durch die Verantwortlichen gnadenlos ausgenutzt wurde, um sich selbst ins Rampenlicht zu stellen.
    Da Deutschland an einer Art „Schuldsyndrom“ leidet wurden auch noch zu allem Unglück politische Schießbudenfiguren aus dem Osten eingesetzt die von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten, nur um dem Volk der ehemaligen DDR das Gefühl zu geben aktiv bei der Neugestaltung der Regierung dabei zu sein. Da diese jedoch gerade zu überfordert waren wurde aus dem Traum ein Trauma. Die Euroeinführung und somit die „EU Gesetze“ sorgten für den Rest. Allerdings ein Rest der immer mehr zum totalen Chaos führt.

Seite 39 von 59 ErsteErste ... 29373839404149 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Die Rente ist sicher.
    Von Yogi im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 815
    Letzter Beitrag: 14.12.17, 10:59
  2. Wie sicher ist die Umgebung?
    Von xander1977 im Forum Touristik
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 18.03.12, 21:20
  3. Die Rente ist sicher; sicher?
    Von KKC im Forum Treffpunkt
    Antworten: 72
    Letzter Beitrag: 23.11.08, 21:05
  4. Sicher "surfen" in LOS
    Von spellbound hound im Forum Computer-Board
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 13.12.06, 21:40
  5. Nichts ist sicher
    Von Rene im Forum Thailand News
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 25.04.05, 10:43