Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 33

Die Piraten Partei

Erstellt von strike, 24.01.2016, 11:02 Uhr · 32 Antworten · 2.199 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.162
    Zitat Zitat von xxeo Beitrag anzeigen
    Das reicht aber keinesfalls als gesamtpolitisches Programm...
    Ganz deiner Meinung, daher sagte ich Thema verfehlt. Das tägliche Brot der politischen Parteien ist Wirtschaft, Arbeit und Soziales und nicht freie Downloads für alle.

    Zitat Zitat von xxeo Beitrag anzeigen
    Dann wären diese Piraten besser aufgehoben als Gruppierung oder "Denkfabrik"...
    Wenn die Geschichte ihnen gnädig ist, dann könnte dies die historische Rolle der Piraten sein... ansonsten:

    Zitat Zitat von Ironman Beitrag anzeigen
    Braucht in dem Zustand kein Mensch mehr.
    Was Deutschland jetzt gebrauchen könnte ist eher eine Partei die etwas hellhöriger für das Knacken im Gebälk des Sozialgefüges ist, denn das Auseinanderdriften der verschiedenen sozialen Schichten wird vom Establishment sträflich ignoriert. Und Werte wie Solidarität und soziale Gerechtigkeit sind in Deutschland leider nur noch Worthülsen.

    Bedenklich ist, dass sich die gehobene Mittelschicht um Syrer, Griechen, Araber und sonstige mehr Sorgen zu machen scheint, als um die eigenen weniger verdienenden Landsleute. So sieht Solidarität nicht aus.

    Cheers, X-pat

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    27.926
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    ... Bedenklich ist, dass sich die gehobene Mittelschicht um Syrer, Griechen, Araber und sonstige mehr Sorgen zu machen scheint, als um die eigenen weniger verdienenden Landsleute. So sieht Solidarität nicht aus. ...
    Wie wahr.
    Leider.

    Screen Shot 2016-01-25 at 10.45.36.png

  4. #13
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.162
    Dieser Fall ist schon sehr bizarr. Leider verstehen die wenigsten warum das so ist.

    Die Entsolidarisierung der Gesellschaft ist vor allen Dingen eine Folge von Bürokratisierung, Kapitalkonzentration und der damit einhergehenden Machtzentralisierung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Leute die über die Mittel und Ressourcen für das Flüchtlingsheim, bzw. die Unterstützung des Obdachlosen zu entscheiden haben, weit ab von dem abgebildeten Ort des Geschehens leben.

    Wenn wir einmal annehmen würden, dass Mittel und Ressourcen nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben verteilt werden, dann gäbe es solche Missstände gar nicht. Dann hätten nämlich die Kommunen und Trägerorganisationen, die mit den Problemen vor Ort vertraut sind, das Sagen. Und die wären hochmotiviert, erst einmal die Obdachlosen von der eigenen Straße weg zu bekommen.

    In der Umkehrung der Verteilung, bzw. der Entscheidungshierarchie liegt meiner Ansicht nach der Schlüssel zur Lösung vieler der gegenwärtigen Probleme. Dazu braucht es eine tiefgreifende Umstrukturierung von einer hierarchischen zu einer vernetzten Verwaltung in der die Bürger und Kommunen oben und nicht unten sitzen.

    Was ich als pervers empfinde sind zum Beispiel die Mehrwertsteuersätze der EU. Mit 19% steht DE ja noch besser als die meisten Nachbarn, aber trotzdem... so schafft man zuhause Armut. Pervers ist auch die Verteilung der Steuereinnahmen auf die Gebietskörperschaften. Mehr als 50% geht in DE an den Bund, und dessen Regierung darf über die Köpfe aller Bürger marode Banken retten, nutzlose Rettungspakete schnüren, und uns erzählen "wir schaffen das".

    Das sind für mich klare Anzeichen einer gigantischen Fehlentwicklung. Leider gibt es (noch) keine Partei, die das wirklich ändern möchte.

    Cheers, X-pat

  5. #14
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.044
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Was Deutschland jetzt gebrauchen könnte ist eher eine Partei die etwas hellhöriger für das Knacken im Gebälk des Sozialgefüges ist, denn das Auseinanderdriften der verschiedenen sozialen Schichten wird vom Establishment sträflich ignoriert. Und Werte wie Solidarität und soziale Gerechtigkeit sind in Deutschland leider nur noch Worthülsen.

    Bedenklich ist, dass sich die gehobene Mittelschicht um Syrer, Griechen, Araber und sonstige mehr Sorgen zu machen scheint, als um die eigenen weniger verdienenden Landsleute. So sieht Solidarität nicht aus.

    Cheers, X-pat
    Dafür haben wir doch die Linke, die behauptet ja gerade wieder wahrheitswidrig, die Reichsten würden immer mehr besitzen.

    Ansonsten ist soziale Gerechtigkeit nicht zufällig eine Worthülse und schon gar nicht nur noch, denn das ist so ein schönes plakatives Wort, weil es gut klingt und jeder etwas anderes darunter verstehen kann.

    Was soll denn Solidarität überhaupt bedeuten und warum soll das gut sein?

  6. #15
    Avatar von Helli

    Registriert seit
    23.02.2013
    Beiträge
    5.656
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dafür haben wir doch die Linke, die behauptet ja gerade wieder wahrheitswidrig, die Reichsten würden immer mehr besitzen.
    Wenn es bei all dem Käse, den sie sonst noch verzapfen, nicht stimmt - aber das von Dir oben Angesprochene ist die 100%ige Wahrheit und ist ausreichend dokumentiert!

  7. #16
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.044
    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Wenn es bei all dem Käse, den sie sonst noch verzapfen, nicht stimmt - aber das von Dir oben Angesprochene ist die 100%ige Wahrheit und ist ausreichend dokumentiert!
    Es wird immer wieder suggeriert, selbst im Handelsblatt in der Überschrift:
    Nettovermögen: Einkommen in Deutschland ungleich verteilt

    Allerdings heißt es dann weiter unten
    Allerdings drehte sich der Trend bei den reichsten Haushalten zuletzt um. 2008 hatten sie noch einen Prozentpunkt mehr des Nettovermögens als 2013, nämlich 52,9 Prozent. Die unteren zehn Prozent der Haushalte hatten 2008 noch 1,2 Prozent.
    Insofern stimmt das "immer ungerechter" nicht und die Umverteilung von unten nach oben ist auch nur eine Behauptung, die man so aus den Zahlen nicht entnehmen kann.

    Also ist deine "100%ige Wahrheit" auch keine. Wobei ich grundsätzlich skeptisch bin, wenn jemand von Wahrheit spricht im Brustton der Überzeugung, ohne auch nur eine Primärquelle zu nennen.

  8. #17
    Avatar von Hermann2

    Registriert seit
    05.02.2012
    Beiträge
    4.436
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Es wird immer wieder suggeriert, selbst im Handelsblatt in der Überschrift:
    Nettovermögen: Einkommen in Deutschland ungleich verteilt

    Insofern stimmt das "immer ungerechter" nicht und die Umverteilung von unten nach oben ist auch nur eine Behauptung, die man so aus den Zahlen nicht entnehmen kann.

    Also ist deine "100%ige Wahrheit" auch keine. Wobei ich grundsätzlich skeptisch bin, wenn jemand von Wahrheit spricht im Brustton der Überzeugung, ohne auch nur eine Primärquelle zu nennen.

    Ist doch wurscht, ob ein paar Prozent hin oder her - ungerecht ist es auf jeden Fall und eine höhere Steuer (egal wie man die heißt) würde denen nicht schaden!
    Was allerdings dann der Staat mit den höheren Einnahmen macht, steht auf einem anderen Blatt!
    Umverteilen auf die unteren Einkommen mit Sicherheit nicht!

  9. #18
    Avatar von Spencer

    Registriert seit
    09.03.2015
    Beiträge
    4.183
    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    Umverteilen auf die unteren Einkommen mit Sicherheit nicht!
    Och !
    Damit hatte ich jetzt allerdings ganz fest gerechnet !

  10. #19
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.162
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dafür haben wir doch die Linke, die behauptet ja gerade wieder wahrheitswidrig, die Reichsten würden immer mehr besitzen.
    Was ist daran wahrheitswidrig? Die Disparität in Deutschland hat in den letzten 20 Jahren zugenommen. Zeige mir eine einzige Studie die das widerlegt.

    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Ansonsten ist soziale Gerechtigkeit nicht zufällig eine Worthülse und schon gar nicht nur noch, denn das ist so ein schönes plakatives Wort, weil es gut klingt und jeder etwas anderes darunter verstehen kann.
    Soziale Gerechtigkeit ist keine Worthülse sondern eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung in einer Marktwirtschaft. Da die Mechanismen der freien Marktwirtschaft automatisch zur Kapitalkonzentration führen, ist es die Aufgabe der Regierung dem durch Regulierung der Märkte entgegen zu wirken.

    Das sind grundlegende Dinge, die eigentlich jeder versteht. Die Tatsache, dass heute 10% der Deutschen im Besitz von 50%++ des nationalen Privatvermögens ist, bedeutet nichts anderes als dass die Marktregulierung der vegangenen Jahrzehnte versagt hat.

    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Was soll denn Solidarität überhaupt bedeuten und warum soll das gut sein?
    Schon mal etwas von Einigkeit, Recht, und Freihheit gehört? Das sind die Werte auf die unser Nationalstaat gründet und Solidarität ist eigentlich nur ein anderes Wort für Einigkeit. Ohne Einigkeit gibt es keine Solidarität und umgekehrt. Es hat auch einen Grund, warum Einigkeit an erster Stelle steht, nämlich weil es der wichtigste Faktor für den Bestand der Nation ist.

    Cheers, X-pat

  11. #20
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.044
    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    Ist doch wurscht, ob ein paar Prozent hin oder her - ungerecht ist es auf jeden Fall und eine höhere Steuer (egal wie man die heißt) würde denen nicht schaden!
    Dass ungleiche Verteilung von Gütern ungerecht ist, ist der Grundgedanke des Sozialismus. Leider zeigen alle bekannten Beispiele, dass es den Menschen insgesamt im Sozialismus nicht besser geht.

    Mal abgesehen von der mangelnden Freiheit, die damit einhergeht.

    Was allerdings dann der Staat mit den höheren Einnahmen macht, steht auf einem anderen Blatt!
    Umverteilen auf die unteren Einkommen mit Sicherheit nicht!
    Genau das macht der Staat doch heute schon mit einem guten Teil der Einnahmen.

Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Die Grünen sind die neue bürgerliche Partei...
    Von schimi im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 21.11.12, 19:21
  2. Pheu Thai, wirklich die Partei der Armen?
    Von ILSBangkok im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 06.08.11, 10:03
  3. Doppelte Staatsangehörigkeit für die Kinder?
    Von Harakon im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 05.07.02, 00:57
  4. Die perfekte Heirat
    Von Harakon im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 69
    Letzter Beitrag: 05.12.01, 21:15
  5. Mia Noi - die Nebenfrauauf dem Prüfstand
    Von DisainaM im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 40
    Letzter Beitrag: 20.11.01, 21:41