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«Die grossen Firmen haben begonnen, China zu verlassen»

Erstellt von Bajok Tower, 25.07.2010, 19:09 Uhr · 54 Antworten · 3.937 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von strike

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    Habe die wirklich nicht zum eigentlichen Thema gehoerenden Posts hierhin verschoben >>
    Zitat Zitat von Clemens Beitrag anzeigen
    *

  2.  
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  3. #42
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Firmen fliehen aus "Hochlohnland" China « DiePresse.com

    Firmen fliehen aus "Hochlohnland" China

    Im traditionellen Billiglohn-Land China ist es vielen weltweit aktiven Konzernen inzwischen zu teuer geworden. Sie verlagern ihre Fabriken in andere asiatische Länder wie Bangladesch, wo die Lohnkosten noch vergleichsweise niedrig sind. Doch auch dort beginnen die Arbeiter nun, für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu streiken und protestieren. Die von der Industrie oder den Regierungen vorgeschlagenen Mindestlöhne sehen dabei zwar oft deutliche Steigerungen vor, liegen aber dennoch weit unter den Forderungen von Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen.

    20 Prozent Lohnerhöhung zu wenig

    Lange Zeit war die harte Arbeit in den Fabriken die einzige Möglichkeit für die Menschen in vielen asiatischen Ländern, ein Auskommen zu haben. Inzwischen wollen aber auch die Arbeiter dort am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Region teilhaben. In Kambodscha etwa streikten vor wenigen Wochen zehntausende Arbeiter, weil sie das Angebot einer Lohnerhöhung von 20 Prozent ablehnten. Sie legten damit die exportorientierte Textilindustrie des Landes lahm, die auch Produkte für bekannte Marken wie Gap, Benetton, Adidas und Puma herstellt.

    Regierung und Industrie in Kambodscha hatten vereinbart, den Mindestlohn für die Textil- und Schuhindustrie in Kambodscha auf 61 Dollar im Monat anzuheben. Die Gewerkschaften jedoch forderten noch einmal rund ein Drittel mehr - mindestens 93 Dollar. "Den Arbeitern fällt es schwer, mit so niedrigen Löhnen zu überleben", sagt Kong Athit, Generalsekretär des kambodschanischen Gewerkschaftsverbands der Nachrichtenagentur AFP.

    Protestwellen in Bangladesh

    In Bangladesch, wo drei Millionen Textilarbeiter für die westliche Welt Kleidung zu den weltweit niedrigsten Löhnen herstellen, kommt es seit Monaten zu Protestwellen. Demonstranten attackierten dort schon jüngst wieder Fabriken und zündeten Autos an. Die Arbeiter, die Kleidung für Textilketten wie H&M oder Supermarktketten wie Tesco nähen, forderten dabei einen Mindestlohn von umgerechnet 54 Euro im Monat. Das ist mehr als jene 32 Euro, auf die der Mindestlohn vor wenigen Wochen nach einer ersten Protestwelle erhöht wurde.

    Zehnfacher Lohn an Chinas Küsten

    In China, vor allem in dessen Boom-Provinzen an der Küste, sind die Löhne sehr viel höher als in diesen Ländern. Teils wird bis zum Zehnfachen gezahlt. Zuletzt sahen sich Firmen wie die japanischen Autohersteller Honda und Toyota und der taiwanische IT-Gigant Foxconn nach Protesten, Streiks und kritischen Nachfragen aus dem Ausland gezwungen, ihren Arbeitern mehr zu bezahlen. Um den Arbeitern entgegenzukommen, führten zudem bereits viele chinesische Provinzen, Regionen und Gemeinden in diesem Jahr einen offiziellen Mindestlohn ein.

    "Die Kosten in Ländern wie China steigen, sodass viele Unternehmen nach Vietnam, Kambodscha oder Bangladesch ausweichen, was gut für diese Länder ist", sagt Robert Broadfoot von der Beratungsfirma PERC in Hongkong, die politische und wirtschaftliche Risiken in Asien analysiert. Die Produktionsverlagerung führt in den Ländern zu steigenden Exportzahlen. In Bangladesch etwa stiegen die Exporte im Juli um mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    Schere zu China geht auf

    Auch wenn die Firmen in den neuen Herstellungszentren inzwischen oft ebenfalls höhere Löhne bezahlen müssen, bewegt sich die Bezahlung laut Broadfoot in einer anderen Größenordnung. "Die Schere zwischen dem Pro-Kopf-Einkommen in Ländern wie Bangladesch, Kambodscha und Vietnam und denen in China wird noch weiter auseinander gehen", sagt er. "Die Löhne der Arbeiter in diesen Ländern werden in absoluten Zahlen kaum derart steigen wie in China."


  4. #43
    Avatar von Clemens

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    ..aber ganz egal,wie man diese Entwicklung bewertet. Sie zu beobachten wird in den nächsten Jahren recht spannend. Denn es sind ja beileibe nicht nur amerikanische,japanische und europäische Firmen,die Arbeitsplätze aus China auslagern,sondern ja auch chinesische Firmen selber....

    ...und es bleibt natürlich zu beobachten,wie die einzelnen Länder,in die ausgelagert wird mit dieser Situation umgehen!! Es werde zwar nicht alle diesen Sprung schaffen,aber die einen oder anderen Länder,die heute noch Billiglohnland sind,werden in 1 oder 2 Jahrzehnten den Sprung zum vorzeigbaren Industrieland geschafft haben! Wo dann auch Wohlstand sein wird,wenn Firmen aus diesen Ländern wieder abziehen,weil dann die Lohnentwicklung seinerseits in diesen Ländern auf dem Stand sein wird,wie er jetzt in China ist...denke,in Fernost gibt es einige Länder,die diesen Sprung schaffen werden,oder bereits schon im Begriff sind,ihn zu schaffen...wohl auch Länder,auf die man von Europa aus bisweilen noch herunterschaut...

  5. #44
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Clemens Beitrag anzeigen
    wohl auch Länder,auf die man von Europa aus bisweilen noch herunterschaut
    Also quasi fast alle Länder dieser Welt?

  6. #45
    Avatar von Clemens

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Also quasi fast alle Länder dieser Welt?

    man schaut auf fast alle Länder dieser Welt herunter! Bei etlichen wird dieses Herunterschauen durch die Entwicklung deutlich ad absurdum geführt werden! Bei manchen auch gar nicht! Es gibt natürlich Länder,bei denen man keinerlei vernünftig begründbare Prognosen auf eine positive Entwicklung stellen kann,aber z.B. das eine oder andere fernöstliche Land hat (wenn die Durststrecke mal vorbei ist) doch eher eine rosige Zukunft vor sich! Möglicherweise auch das eine oder afrikanische Land.....wir werden uns daran gewöhnen müssen,dass die "Musik"-global gesehen- nicht mehr in Europa (und auch in Nordamerika mit verminderter Lautstärke) spielt,sondern woanders!! Die USA werden sicher noch geraume Zeit Einfluss auf das Weltgeschehen haben (im Gegensatz zu Europa),aber auch da wird auf alle Fälle China (möglicherweise auch Indien) langfristig mächtiger sein! Wie sich Brasilien entwickelt bleibt abzuwarten! Auch da steckt (allein wegen der Rohstoffvorräte in diesem Land) Potential dahinter! Ob es genutzt werden wird??? Weiß nicht! Abwarten...

    ...wir erleben derzeit zumindest eine beispiellose Neuordnung der Welt! Wie das werden wird?? Abwarten! Zumindest nicht mehr so,wie es war!!

  7. #46
    antibes
    Avatar von antibes
    Willkommen schöne neue Welt.

  8. #47
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
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    Lieber Clemens,

    wie lange wird uns schon erzählt, dass das Ende des Westens naht.

    Die meisten Schwellenländer haben noch soziale Reformen und Anpassungen vor sich.

    hat es Europa geschadet, dass Japan zu einer führenden Industrienation Aufstieg? Später Korea, .... die Tigerstaaten. Im Moment China, ...

    Auch Länder wie Brasilien wurden schon vor 20 Jahren hoch gehandelt. Die Spekulation war das Eine, die Geschwindigkeit mit der sich Realität verändert ist was Anderes

  9. #48
    Avatar von benni

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    zu einer gesunden Wirtschaftsmacht gehoeren auch Werte wie freie Marktwirtschaft und deren Grundvorraussetzungen, die da einige sind. Wie zum Beispiel ein vernuenftiges Bildungssystem, dass nicht nur fachlich foerdert sondern auch den sozialen Umgang mit allen anderen, mit der Umwelt. Sollten solche Aspekte nicht- oder un-ter-beruecksichtigt sein, ist das Vorhaben auf kurz oder lang zum Scheitern verurteilt.

  10. #49
    Avatar von ayap

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    Je besser sich die sog. 2. und 3. Welt entwickelt, desto mehr Kundschaft hat die deutsche Wirtschaft ...
    ... und desto schneller geht diese unsre Welt klimatisch/umweltgeschädigt vor die Hunde

  11. #50
    Avatar von franky_23

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    wie siehst du dies im konkreten Zusammenhang? Bisher nur allgemeines bla bla.

    Die Bundesrepublik funktioniert auch mit einer sozialen Marktwirtschaft, wie die meisten europäischen Länder auch. Europa ist seit einigen Jahrhunderten im Kanon der Kontinente respektierlich aufgestellt.

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