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«Die grossen Firmen haben begonnen, China zu verlassen»

Erstellt von Bajok Tower, 25.07.2010, 19:09 Uhr · 54 Antworten · 3.929 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Demnächst gibt es billig PKWs nicht aus Indien sondern aus Schwarz Afrika. Als Firmenlogo wieder die Palme wie unter Rommel.
    Warum nicht ? Das gibt Jobs in Afrika und der Lebensstandard steigt dort. So billig wie in China, Indien usw. kann in Deutschland sowieso nicht gearbeitet.

    In D sind sicher in den letzten 20-30 Jahren 80% der Facharbeiter-Jobs wegrationalisiert worden. Dafür gibts jetzt eben Dienstleistungsjobs, die allerdings sehr schlecht bezahlt sind. Ausserdem kommt Netto beim Arbeitnehmer zu wenig an. Mit "mehr Netto vom Brutto" wie im Wahlkampf versprochen, wird es ja auch nichts.

  2.  
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  3. #12
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Japans Angst vor der Firmenflucht

    Japans Angst vor der Firmenflucht (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

    Tokio ⋅ Aus Angst vor einer Abwanderung von Unternehmen wegen des steigenden Kurses des Yen haben jüngst unter Japans Politikern ebenso wie in den Medien die Spekulationen um eine Intervention der Bank von Japan zugunsten der japanischen Währung zugenommen. Damit soll der Yen schwachgeredet werden. Eine Gruppe von mehr als 100 Abgeordneten der regierenden Demokratischen Partei hat am Freitag die Regierung und die Notenbank zu «sofortigem und umfangreichem Handeln» aufgefordert und die Vorbereitung einer Wechselkurs-Intervention verlangt.

    Begleitet wurde der Vorstoss durch Kommentare und grosse Berichte über die Gefährdung des Industriestandorts Japan in den Medien. Die einflussreiche Wirtschaftszeitung «Nikkei» verlangte sogar einen nationalen Alleingang Japans durch eine «unsterilisierte» Intervention, in der die Notenbank die im Auftrag des Finanzministeriums ausgegebenen Yen nicht wieder durch andere Transaktionen aufsaugen, sondern im Markt lassen würde.

  4. #13
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    : Vietnam beerbt China im Billiglohnsektor | wallstreet:online

    Vietnam beerbt China im Billiglohnsektor

    Die Nachricht mag aus unserer deutschen Sicht absurd erscheinen – aber sie spiegelt die Realitäten in der globalisierten Welt wider: Der Modekonzern Calvin Klein will seinen Textil-Lieferanten Top Form keine neue Fabrik mehr in China hochziehen lassen. Der Grund: Das Land sei als Produktionsstandort inzwischen schlichtweg zu teuer geworden.

    In der Tat ziehen die Löhne im Reich der Mitte schon seit einigen Jahren kräftig an (wir berichteten). Dies gilt vor allem für den Niedriglohn-Bereich, denn die Regierung will den neuen Wohlstand gerechter verteilen und soziale Missstände ausbügeln. 2009 gab es bei den staatlich verordneten Mindestlöhnen wegen der Finanzkrise noch eine Nullrunde, doch bereits in diesem Jahr wurde wieder kräftig draufgesattelt. Im Durchschnitt werden die Mindestlöhne – je nach Provinz – voraussichtlich um 17 Prozent steigen.

    Große westliche Konzerne mussten teilweise sogar noch weit höhere Steigerungen hinnehmen. So zahlt der Elektronikriese Foxconn seinen vielen hunderttausend chinesischen Arbeitern künftig 30 bis 60 Prozent mehr Lohn, um den sozialen Frieden in seinen Mega-Fabriken zu gewährleisten. Foxconn hat dementsprechend angekündigt, seine neuen Fabriken demnächst weit ins chinesische Hinterland zu legen, wo die Löhne noch vergleichsweise niedrig sind.

    Doch nicht alle westlichen Konsumartikler werden ins chinesische Hinterland ziehen. Denn viele andere asiatische Länder stehen bereits Gewehr bei Fuß, um unseren Bedarf an Billigprodukten noch günstiger zu decken. Besonders beliebt als neue Produktionsstandorte sind bettelarme Länder wie Bangladesh und Kambodscha – und besonders das formal noch sozialistische Vietnam.

    Gerade Vietnam hat einen beeindruckenden Boom hinter sich, seit das vom Westen bis dato eher gemiedene Land 2006 der Welthandelsorganisation beitrat. Dieser Aufschwung wurde insbesondere vom Export und von erheblichen ausländischen Direktinvestitionen getrieben. Vor allem die Billigartikler aus den Bereichen Textilien und Leichtindustrie strömen derzeit in Scharen ins Land, und die Exportindustrie zieht überall neue Fabriken hoch. Dies ist auch kein Wunder, denn der vietnamesische Durchschnittslohn liegt rund 60 Prozent unter dem in China vorherrschenden Niveau.

    Dementsprechend hat das Land bereits zahlreiche ehemals chinesische „Kernkompetenzen“ an sich gerissen. Vietnam ist heute beispielsweise der weltweit größte Hersteller und Exporteur von Schuhen. Daneben nimmt das Land auch bei vielen Agrargütern eine global führende Position ein; etwa bei der Ausfuhr von Kaffee, Reis und Meeresfrüchten. Angesichts des deutlichen Lohngefälles innerhalb Asiens ist davon auszugehen, dass sich die Bedeutung des Landes als Hersteller von billigen Massenprodukten in den nächsten Jahren noch stark vergrößert.

    Zweifellos werden die etablierten Produzentenländer nicht sämtliche Aufträge an den neuen Konkurrenten verlieren. Gerade im Fall Chinas werden nämlich der hohe Organisationsgrad und die Effektivität der dortigen Exportwirtschaft immer wieder unterschätzt. In Vietnam dagegen lässt für die westlichen Abnehmer noch vieles zu wünschen übrig – von der mangelnden Ausbildung der Arbeiter über die fehlenden Zulieferer bis hin zur Sicherheit der Stromvorsorge. Dies sind allerdings Kinderkrankheiten, die in den kommenden Jahren behoben werden dürften. China und Indien haben bereits vorgemacht, dass der Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur kein Problem darstellt, wenn erst einmal die Auftragslage stimmt, und die Dollars und Euros reichlich zu fließen begonnen haben.

    Die hohe Inflation in Vietnam und die Kurskapriolen an der dortigen Börse sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Land derzeit wirtschaftlich erheblich vorankommt. Die Chancen stehen gut, dass sich hier die grandiose Entwicklung wiederholt, die in den vergangenen Jahrzehnten in Tigerstaaten wie Taiwan, Thailand oder Malaysia stattfand. Diese Länder haben ihren Wohlstand in wenigen Jahren vervielfacht, und dabei auch die dort engagierten Aktienanleger glücklich gemacht.

    Und auch in Vietnam ist der Billiglohn-Sektor lediglich der erste Baustein für das Wachstum der Zukunft. Davon zeugen nicht nur die immensen Investitionen, die dort derzeit in den Tourismus fließen, sondern auch die ersten High-Tech-Investments großer ausländischer Konzerne. Intel beispielsweise hat in der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt jüngst ein riesiges Halbleiterwerk hochgezogen. Die Amerikaner investierten in die Anlage mehr als 1 Milliarde Dollar.

    Konkrete Empfehlungen zu den asiatischen Aktienmärkten erhalten Sie in unserem Börsenbrief ASIEN-Trends, den Sie unter Boersendienst | Asiatische Aktien | chinesische Aktien | Asien-Trends kostenlos testen können.

  5. #14
    Avatar von Yogi

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    Irgendwie macht das doch Hoffnung. Wenn die Zecken in, sagen wir mal 30-40 Jahren einmal um den Globus gewandert sind, werden sie wieder bei uns anklopfen.
    Denn dann sind wir wieder der günstigste Produktionsstandort.
    Wenn wir nur unsere Infrastruktur aufrchterhalten, gehen wir dann rosigen Zeiten entgegen.

  6. #15
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Irgendwie macht das doch Hoffnung. Wenn die Zecken in, sagen wir mal 30-40 Jahren einmal um den Globus gewandert sind, werden sie wieder bei uns anklopfen.
    Denn dann sind wir wieder der günstigste Produktionsstandort.
    Absolut. Und nicht nur der günstigste sondern auch der billigste.

  7. #16
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Absolut. Und nicht nur der günstigste sondern auch der billigste.
    Du kannst es drehen wie du willst. Wir werden wieder die Numero Uno.

  8. #17
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Wir werden wieder die Numero Uno.
    Wieder? Wann waren wir das vorher?

  9. #18
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Wieder? Wann waren wir das vorher?
    Kannst du dich noch daran erinnern, als Deutschland Exportweltmeister war?
    Oder hast du das verdrängt?

  10. #19
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Deutschland Exportweltmeister
    Ist es automatisch was Gutes, Exportweltmeister zu sein?

  11. #20
    Avatar von Clemens

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    3.963
    ...es ist doch vielmehr die Rollenverteilung,die sich geändert hat und die dazu führt!

    1) Die Firmen,die da abziehen,können doch weder die aufgebauten Anlagen,noch die geleisteten Infrastrukturmaßnahmen,noch das von den chinesischen Mitarbeitern erworbene Know-How mitnehmen! Da müssen die zwangsläufig ein "Pfund" liegenlassen!! Ich wünsche dieser großen Nation,für die ich große Sympatien hege,dass sie mit diesem Pfund zu wuchern weiß!!

    2) es hat sich das Rollenverständnis geändert! China hat es schlicht nicht mehr nötig,sich von jedem beliebigen dt. Yuppie die Bedingungen diktieren zu lassen! Deswegen mag es nur auf den ersten Blick so erscheinen,dass es ein Verlust ist,wenn die Provisionsgeier das Land wieder verlassen! In Wirklichkeit ist es ein Gewinn! Und die Firma,die WIRKLICH an Kooperation interessiert ist wird einsehen,dass sie nicht (mehr) nach China kommen kann und nach Belieben die Bedingungen diktieren kann! Wir reden hier immerhin von DER künftigen Weltmacht Nummer Eins!!

    3) Müssen eher wir in Europa künftig froh darum sein,wenn chinesische Firmen bei UNS Arbeitsplätze schaffen!! Und zwar zu DEREN (!!!) Konditionen! Und das ist auch gut so!!

    Ich sehe China auf einem guten Weg und freue mich darüber!!

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