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Die fetten Jahre sind vorbei !

Erstellt von resci, 19.02.2011, 13:58 Uhr · 81 Antworten · 5.020 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von resci

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    Die fetten Jahre sind vorbei !

    hat mir doch heute tatsächlich einer den Spiegel vors Gesicht gehalten.


    von Anonimus, aus Hartgeld.com

    --------
    Die fetten Jahre sind vorbei!

    Seit Beginn des Jahres 2011 werden von Lesern auf hartgeld.com zwei Tendenzen berichtet,
    welche den bisherigen Wohlstand der Deutschen zerstören: Zum einen eine explodierende
    Inflation und zum anderen Lohndumping.
    So wird berichtet, dass die Preise für Hähnchen um 20% angehoben werden, die für Speiseöl
    um sogar 40%. Weiter berichten Leser über Prei5explosionen bei Süßstoff, Autoreifen oder
    Kaffee. Diese Meldungen werden nun in den kommenden Wochen verstärkt hereinkommen,
    ganz einfach deshalb, weil durch die hemmungslose Geldvermehrung durch die EZB die
    Währung komplett zerstört wird. Folge ist eine Hyperinflation, durch welche die Massen
    verarmen. Natürlich muss ich unterstreichen, dass die EZB alles in ihrer Macht stehende tut,
    um den Euro stabil zu halten! Wer’s glaubt wird selig.
    Auf der anderen Seite gibt es verstärkt Meldungen über Lohndrückung oder zumindest trotz
    Inflation nicht steigende Löhne. Ein Leser berichtete, er habe schon 15 Jahre lang keine
    Lohnerhöhung mehr bekommen und wer neu in seinem Betrieb eingestellt werde, verdiene
    sogar noch weniger. Ein anderer Leser berichtete über eine Firma, welche LKW-Fahrern nur
    10 Euro brutto pro Stunde vergüten will und das auch noch als großzügig bezeichnet. Im
    Osten der „Republik“ ist es offenbar noch schlimmer, dort soll es für LKW-Fahrer auch
    Stundenlöhne unter 4 Euro geben. Was besagt dieser Trend für die wohlstandsverwöhnten
    Deutschen?
    Schlicht dies: Die fetten Jahre sind endgültig vorbei!
    Und wie fett diese Jahre waren! Was haben die Deutschen in all den Jahren eigentlich im
    Wesentlichen getan? Ganz einfach:
    1. Urlaub, Urlaub, Urlaub!
    2. 5ex, wenn dabei Kinder gezeugt werden, treibt man sie eben ab
    3. Fernsehen und zwar möglichst banal und seicht
    4. Fußball
    5. in dieser Jahreszeit auch noch: Fasching, wobei die Faschings- und Karnevalsvereine
    sogar noch Geld vom Steuerzahler bekommen!
    Spätestens seit den 1950er Jahren haben – zumindest die Westdeutschen – einen ungeahnten
    Wohlstand genossen. Es ging den Menschen ganz überwiegend super gut. Man genoss das
    Leben, was sich vor allem darin zeigte, dass die Deutschen Weltmeister im Reisen wurden.
    Kaum ein anderes Land der Welt gewährt angestellten Lohnsklaven einen so großzügigen
    gesetzlichen Jahresurlaub wie Deutschland. Ein ehemaliger Klassenkamerad von mir
    symbolisiert diese Entwicklung beispielhaft: Er ist ständig in aller Welt am Herumfliegen; es
    gibt kaum ein Land oder eine Region, die er noch nicht gesehen hat. Letztes Jahr war er für
    2.000 Euro in China und jammerte dann auch noch, er komme finanziell nicht voran. Er sagte
    mir, wenn er dieses „Hobby“ schon früher entdeckt hätte, hätte er noch viel mehr Reisen
    unternommen. Aber eine Ehefrau oder Kinder hat er keine. Diese Umherfliegerei wird nach
    dem Systemcrash ein jähes Ende nehmen.
    Doch der Wohlstand führte auch zu einem zunehmenden sittlichen und moralischen
    Niedergang unseres Landes, ja zu einem gewissen Hedonismus, für den vor allem die
    Massenmedien verantwortlich zeichnen. Immer mehr Deutsche halten es heute gar nicht mehr
    für nötig, zu heiraten. Man lebt einfach in wilder Ehe und wechselt ständig die
    Geschlechtspartner. Von Gott und Moral wollen die Deutschen schon lange nichts mehr
    wissen. Ein anderer ehemaliger Klassenkamerad von mir hurt schon seit über 20 Jahren
    herum, hat ständig andere Frauen, aber eine Familie gründet er nicht, kann er auch gar nicht,
    weil er in ökonomischer Hinsicht eine Niete ist. Er könnte eine Familie gar nicht ernähren.
    Neben ständigem Dauer-Urlaub, möglichst dreimal im Jahr, und wildem 5ex haben die
    Deutschen noch eine dritte Lieblingsbeschäftigung in den Jahren des Überflusses gefunden:
    Man hockt ständig vor der Glotze und konsumiert vollständig banale Sendungen, wie etwa
    „Wetten dass“ (die Tatsache, dass Gottschalk nicht mehr moderieren will, erschien sogar in
    der Presse, so wichtig scheint sie den Deutschen zu sein) oder „Big Brother“. Kein Mensch
    scheint sich ernsthaft darüber aufzuregen, dass die Deutschen für diesen Blödsinn auch noch
    exorbitante Zwangs-Rundfunkgebühren bezahlen müssen – jetzt sogar auch für den bloßen
    Besitz eines internetfähigen Rechners im Büro.
    Und jetzt in der Faschingszeit scheint auch noch Fasching eines der wichtigsten Themen für
    die Deutschen zu sein, so wichtig, dass auch darüber in der Presse berichtet wird – nur für
    Fragen der Ökonomie interessiert sich so gut wie niemand. Wer kümmert sich schon darum,
    dass der Euro zu scheitern droht und dass wir permanent Regierungen haben, welche das Geld
    der Deutschen mit der Gießkanne in aller Welt verteilen? Unser homo5exueller
    Außenminister will nun sogar das Geld deutscher Steuerzahler an die Ägypter verteilen, damit
    sie ihre Demokratie besser aufbauen können. Sicher, für Sarrazins Thesen hat man sich
    interessiert, aber so lange der Fressnapf weiterhin täglich gefüllt ist und solange die Glotze
    läuft und das Bier billig ist, wird die Masse des Volkes nicht gegen Überfremdung und
    Geldverschwendung revoltieren.
    Und doch: Die fetten Jahre sind endgültig vorbei! Vielleicht kommt es durch den baldigen
    Systemcrash zu einer sittlich-moralischen Renaissance unserer Nation. Vielleicht erinnern
    sich dann die Deutschen daran, dass dies das erste Land der Welt war, in welchem die Bibel
    gedruckt wurde. Vielleicht fragen die Menschen wieder nach Gott, wenn es ihnen dreckig
    geht. In diesem Zusammenhang möchte ich die Leser von hartgeld.com auf eine interessante
    Aussage des alten Börsen-Gurus Kostolany erinnern: Er sagte, Gold ströme immer in ein
    Land, in welchem die Tugenden hoch im Kurs stünden und in welchem die Menschen
    diszipliniert lebten. Hingegen könne alles Gold der Welt eine Währung nicht retten, wenn die
    Menschen in einem Land zügellos lebten. Es wird höchste Zeit, dass wir alle diesen Konnex
    zwischen Sittlichkeit, Moral und ökonomischer Prosperität erkennen. Wie wir sehen, geht der
    Euro gerade in die Hyperinflation – wenn Kostolany Recht hat, sagt uns das eine Menge über
    Sitte und Moral in der Eurozone.

    -------

    Und es stimmt doch, von meinen geplanten 6 Urlaubsreisen werd ich höchstens 4 dieses Jahr noch antreten

    resci

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Hans.K

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    spiegelt so meine Sorgen und Gedanken wieder!

  4. #3
    Avatar von alhash

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    Mein Gott resci, was ist nur aus Dir geworden

    Jetzt tischst Du uns schon die Verschwörungstheorien des Walter K. Eichelburg auf.

    "update - Geschmacklos!" Testbericht fr hartgeld.com

    Kommentare zu Geldanlage : Gold: Rettungsanker gegen Inflation und Finanzkrise - WirtschaftsWoche

    Überhaupt sind Diskussionen mit Gold-Anhängern nur auf halbwegs "neutralem Boden" wie hier möglich. Was in den pro-Gold-Foren nämlich zensiert und gelöscht wird, geht auf keine Kuhhaut. Offenbar sehen die dortigen Gurus ja ihre Felle davonschwimmen, wenn jemand mal was graderückt.

    P.S. Erstaunlicherweise hat auch ein Verschwörungstheoretiker wie Eichelburg keinerlei Probleme damit, vom Establishment gesponsert zu werden.
    Und dann noch dies hier:

    Walter K. Eichelburg

    Walter K. Eichelburg ist ein Informatiker, Erfinder und Verschwörungstheoretiker aus Wien.
    ...und behauptet in regelmässigen Abständen in katastrophistischer Ausdrucksweise einen Zusammenbruch der Finanzmärkte und baldige Wertverluste privater Geldeinlagen. In diesem Zusammenhang werden auch durch keinerlei Belege untermauerte Verschwörungstheorien im Internet auf eigenen Webseiten und auf Seminaren verbreitet,...
    Dort kommt noch mehr zum Vorschein über diesen "Euro-Zerstörer".

    Mach' mal Urlaub resci

    AlHash

  5. #4
    Avatar von Conrad

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    8.826
    Solange man sich noch den einen oder anderen mehrwöchigen Auslandsurlaub leisten kann, gehts ja noch. Mein Auto werd ich dieses Jahr verkaufen, hat aber nichts mit den fetten Jahren zu tun, die jetzt vorbei sind, sondern das Auto wird abgeschafft, da Autofahren und vor allem Parken in Berlin (und sicher nicht nur dort) immer unmöglicher wird.

  6. #5
    Avatar von eber

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    Hallo, man sollte so parken wie die Thais es machen und das in zweier oder sogar in dreier Reihen.

  7. #6
    Willi
    Avatar von Willi
    Zitat Zitat von alhash Beitrag anzeigen
    Mein Gott resci, was ist nur aus Dir geworden


    Mach' mal Urlaub resci
    Dem kann ich nur zustimmen.Wer so ein Blödsinn glaubt und das dann noch von so einer super Website wie Hartgeld.com,der kann nicht mehr ganz frisch sein.

    Ich glaube Urlaub hilft da auch nicht mehr,da muß was anderes geschehn!

  8. #7
    Avatar von franky_23

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    Ich kenne auch ganz andere Einschätzungen.

    Wiederholt wurden an Mitarbeiter Prämien bezhalt und das bei zig Tausenden von Beschäftigten.

    Ich kenne junge Leute, die nach ihrer 2 jährigen Ausbildung im Schichtbetrieb nach 6 Monaten übernommen wurden und mit Steuerklasse 1 mehr als 2000.-- netto verdienen.

  9. #8
    Avatar von resci

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    Zitat Zitat von alhash Beitrag anzeigen
    Mein Gott resci, was ist nur aus Dir geworden

    Jetzt tischst Du uns schon die Verschwörungstheorien des Walter K. Eichelburg auf.
    ....
    Mach' mal Urlaub resci

    AlHash
    najanaja, bischen was wahres is ja schon dran. Hab ich ja auch in meinem etwas sarkastischen Kommentar in die letzte Zeile geschrieben. Von Eichelburg kann jeder halten was er will, ein Ösi halt. Ich lese die Beiträge seiner "Autoren" auch. Natürlich. Wie auch des öfteren die Bildzeitung.

    Ob die Eichelburg´schen Verwörungen oder Bildkolumnen jetzt zutreffend sind muss schon jeder selbst herausfinden. Auf jedenfall gibts viele Wunden und nicht nur Eichelburg bohrt drinne rum. Was sich da weltweit Gigantisches im Finanzsektor gerade zusammenbraut sollte schon jeden was angehen.
    Nur, die Massse der Menschen ist nun mal faul und träge und benötigen, leider, das Populistische um sich überhaupt von ihrem Furzsofa zu bewegen. Ist wie beim Frosch im Wasserglas. Erhitzt man das Wasser nur langsam bleibt er drin und wird langsam verbrühen. Wirft man ihn aber in ein Glas heißes Wasser springt er sofort heraus.
    Also, wer des Lesens von FAZ, FT, Handelsblatt etc. nicht mächtig ist der greife nach Bild und Hartgeld.com. Die schreiben nämlich alle dasselbe. Fast.

    In drei Wochen gehts nach Bangkok und Myanmar.

    resci

  10. #9
    Avatar von Micha L

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    9.315
    Wie heißt es doch: "pluralistische Gesellschaft".

    Gleichmacherei (wenn auch nicht total) hatten wir im Sozialismus.

    Daß jeder in einer anderen Situation sein kann, daran habe ich mich längst gewöhnt.

    Als sich in Leipzig einst die ersten Luxusgeschäfte etablierten, regten sich viele auf, mit der Begründung, dort könne man doch gar nicht einkaufen. Doch wer ist man?

    Fakt ist, daß es genug Kunden gibt, denn solche Läden existieren (selbstverständlich) heute noch.

    Selbst für mich, mit einem nicht übermäßigen Einkommen, wäre z. B. die Vorstellung übel, daß ich mein HiFi-Equipment im Blödmarkt kaufen müßte, wo es das, was ich mag, gar nicht gibt.

    Gruß

    Micha

  11. #10
    Avatar von resci

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    6.960
    was Statistiken oft für eine Aussagekraft haben sieht man am Beispiel der Arbeitslosenrate Thailands hier:

    GEAB N°52 is available! Global systemic crisis / World geopolitical breakup

    resci

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