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Die DDR war kein Unrechtsstaat, denn wenn .....

Erstellt von strike, 23.08.2010, 08:28 Uhr · 173 Antworten · 9.649 Aufrufe

  1. #71
    antibes
    Avatar von antibes
    Gegenüber dem Brandeburger Tor am Zaun. Einige der "Maueropfer" der DDR.

    Mini100_4680.jpg

  2.  
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  3. #72
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Das ist richtig, aber nicht dasselbe....
    Ich sag mal JEIN.
    Um es wirklich zu verstehen, muss man wohl jeweils Betroffener (oder nahe dran) gewesen sein.
    Ob das eine dann schlimmer als das andere war, bzw. ist, liegt im Auge des Betrachters / Betroffenen und ist nicht wirklich zu beantworten.

  4. #73
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Ich sag mal JEIN.
    Um es wirklich zu verstehen, muss man wohl jeweils Betroffener (oder nahe dran) gewesen sein.
    ......
    .... und die Anzahl Betroffener beruecksichtigen.
    Im ersten Fall war es das komplette Volk, im zwieten ist es ein gewisser Prozentsatz.
    Von denen der eine oder andere sicher in Grenznaehe wohnt und doch mal beim Nachbarn vorbeischauen kann.

    Aber das ist fuer einen Westdeutschen bestimmt auch schwer vorstellbar.
    Lange habe ich mich z.Bsp. gefreut wenn ich auf der A6 das Hinweisschild Paris 550 km oder auf der A5 den Hinweis Basel 235 km sah und realisierte, dass ich nur das Gaspedal durchdruecken muss und ich bin dort.
    Das Wissen um "Ich koennte wenn ich wollte" ist ein positiveres Gefuehl als "Nichts ist moeglich.".
    Zumindestens fuer mich.

  5. #74
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Ich sag mal JEIN.
    Um es wirklich zu verstehen, muss man wohl jeweils Betroffener (oder nahe dran) gewesen sein.
    Ob das eine dann schlimmer als das andere war, bzw. ist, liegt im Auge des Betrachters / Betroffenen und ist nicht wirklich zu beantworten.
    Das kann man schon beantworten. Wir haben jetzt tatsächlich eine "Pluralistische Gesellschaft". Je nach individueller Situation sieht das jeder anders und alle haben (für sich) recht.

    Arbeitslose Verlierer der Vereinigung bekunden so offen, "daß es früher in der DDR besser" war. Für sich genommen haben einige recht, ganz abgesehen davon wie es ihnen in einer weiter bestehenden DDR gegangen wäre - nämlich ganz sicher "rumänisch" oder "russisch".

    Aber die Mehrheit hat in jeder Hinsicht gewonnen, trotz mancher Ärgernisse.

    Es ist normal, daß jeden zuerst das beschäftigt, was ihn unmittelbar betrifft und er geneigt ist, das zu unterschätzen, was er nur vom Hörensagen kennt.

    DDR-Bürger sahen nur den "goldenen" Westen. Heute sind sie mit dessen Nachteilen konfroniert und vergessen teilweise ihre frühere Ablehnung der DDR, reden sie schön.

    Gruß

    Micha

  6. #75
    Monta
    Avatar von Monta
    Mir geht es im Grunde darum, dass es einige Dinge gab, die, im Vergleich zu Deutschland heute, in der DDR nicht schlecht waren.
    Darüber nachzudenken, einiges von früher hier vielleicht zu übernehmen, soll ja nicht heißen, das ganze Paket "Unrechtsstaat DDR" übernehmen zu müssen.
    Eine komplette und pauschale Kritik an der DDR sollte nicht einher gehen mit einer Kritiklosigkeit gegenüber "Unrechtsstaatlichkeit" des Deutschland von 2010.
    Für über 10 Millionen Deutsche ist es nämlich nicht so lustig hier, um es diplomatisch auszudrücken.
    Und wie viele Einwohner hatte noch mal die DDR?

  7. #76
    Avatar von strike

    Registriert seit
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    28.011
    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    .... Und wie viele Einwohner hatte noch mal die DDR?
    Vor oder nach dem Herbst 1989?



    Monta, es gab sicher Dinge die anders und sogar besser waren.
    Die Schulausbildung hatte ich bereits genannt.

    Auch behaupte ich, dass durch die "Gleichschaltung" beim Einkommen und dem schwerlichem Erwerb von Luxusguetern die Fixierung auf Materielles nicht so ausgepraegt war wie gleichzeitig in Westdeutschland.
    Dort konntest Du bestenfalls mit einem "Trabant"-Schluessel am Finger in der Disko den Grosskotz markieren.
    Analog zu Thailand in der Vergangenheit waren grosszuegige Verwandte/Bekannte in Westdeutschland natuerlich Vorzeige- und Gespraechsthema.

    Und natuerlich kann man das proklamierte Recht auf Arbeit feiern, allerdings gab es eben auch eine Pflicht zur Arbeit.
    Und die konnte auch bedeuten, dass Du Dein Recht auf Arbeit an einem vom Staat definierten Ort ausleben durftest.
    Im schlimmsten Falle im Knast (§249 StGb der DDR).
    Aber klar: das Recht auf Arbeit ist Dir selbst damit nicht genommen wurden.

    § 249.
    Gefährdung der öffentlichen Ordnung durch asoziales Verhalten.


    (1) Wer das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung dadurch gefährdet, daß er sich aus Arbeitsscheu einer geregelten Arbeit hartnäckig entzieht, obwohl er arbeitsfähig ist, oder wer der Prostitution nachgeht oder wer sich auf ändere unlautere Weise Mittel zum Unterhalt verschafft, wird mit Verurteilung auf Bewährung oder mit Haftstrafe, Arbeitserziehung oder mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft. Zusätzlich kann auf Aufenthaltsbeschränkung und auf staatliche Kontroll- und Erziehungsaufsicht erkannt werden.
    (2) In leichten Fällen kann von Maßnahmen der strafrechtlichen Verantwortlichkeit abgesehen und auf staatliche Kontroll- und Erziehungsaufsicht erkannt werden.
    (3) Ist der Täter nach Absatz 1 oder wegen eines Verbrechens gegen die Persönlichkeit, Jugend und Familie, das sozialistische, persönliche, oder private Eigentum, die allgemeine Sicherheit oder die staatliche Ordnung bereits bestraft, kann auf Arbeitserziehung oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren erkannt werden.
    Dieser Paragraph eignete sich fuer vieles.
    Noch besser war allerdings der §47 und §48.
    Mit denen konntest Du DDR-legal dafuer sorgen, dass unliebsame Mitbuerger spaetestens nach der ersten Verurteilung unter eine derartige strenge Kontrolle gerieten, die jedes Kinderheim wie einen Hort der Freiheit erscheinen liessen.

    § 47.
    Maßnahmen zur Wiedereingliederung Vorbestrafter

    (1) Erweist sich bei der Straftat eines bereits mit Freiheitsstrafe bestraften Täters, daß die erneute Straftat wesentlich durch seine Disziplinlosigkeit bei der Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben begünstigt wurde, legt das Gericht im Urteil fest, daß es vor der Entlassung die Notwendigkeit besonderer Maßnahmen zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung des Verurteilten prüfen wird.
    (2) Hält das Gericht bei der Überprüfung der Sache solche Maßnahmen für notwendig, kann es
    1. ein Kollektiv der Werktätigen mit dessen Einverständnis beauftragen, dem Verurteilten bei der Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben, insbesondere in das Arbeitsleben, und in seinem Bemühen um ein gesellschaftlich verantwortungsbewußtes Verhalten zu helfen und erzieherisch auf ihn einzuwirken;
    2. den Verurteilten verpflichten, einen ihm zuzuweisenden Arbeitsplatz nicht zu wechseln und besonders in seiner Arbeit zu zeigen, daß er die richtigen Lehren aus seiner Bestrafung gezogen hat (§ 34 Absatz 2 gilt entsprechend);
    3. den Verurteilten verpflichten, sich in bestimmten Orten oder Gebieten der Deutschen Demokratischen Republik nicht aufzuhalten und den für seinen Aufenthalt von den staatlichen Organen erteilten Auflagen strikt nachzukommen (§§ 51, 52 Absätze 1 und 2 gelten entsprechend).
    (3) Die festgelegten Erziehungsmaßnahmen dürfen nur für die Dauer von einem Jahr bis zu drei Jahren festgesetzt werden und sind von dem für die Wiedereingliederung des Haftentlassenen zuständigen Organ zu kontrollieren.
    (4) Die Leiter der Betriebe, der staatlichen Organe und Einrichtungen, die Vorstände der Genossenschaften und die Leitungen der gesellschaftlichen Organisationen sind verpflichtet, das Kollektiv der Werktätigen bei der Erziehung und Wiedereingliederung des Haftentlassenen zu unterstützen.
    (5) Entzieht sich der Verurteilte böswillig den festgelegten Erziehungsmaßnahmen, wird er nach § 238 bestraft.

    § 48.
    Maßnahmen zur Wiedereingliederung Vorbestrafter

    (1) Bei einer Verurteilung wegen eines Verbrechens kann das Gericht zur Verhütung erneuter Straffälligkeit zusätzlich auf die Zulässigkeit staatlicher Kontrollmaßnahmen durch die Organe der Deutschen Volkspolizei erkennen, wenn
    1. der Täter bereits wegen eines Verbrechens bestraft ist;
    2. die Würdigung seiner Tat und Persönlichkeit ergibt; daß nach Verbüßung der Strafe eine ordnungsgemäße Wiedereingliederung des Verurteilten durch staatliche Kontrollmaßnahmen unterstützt werden muß.
    (2) Bei Verurteilung wegen Rowdytums und Zusammenrottung kann das Gericht auf die Zulässigkeit staatlicher Kontrollmaßnahmen durch die Deutsche Volkspolizei erkennen, wenn der Täter mit Freiheitsstrafe oder Verurteilung auf Bewährung bestraft wird.
    (3) Der Leiter des für den Wohnort des Haftentlassenen zuständigen Volkspolizei-Kreisamtes erhält durch die gerichtliche Entscheidung das Recht, dem Verurteilten Auflagen zu erteilen. Die Auflagen können umfassen
    - die Verpflichtung zur Meldung bei einer Dienststelle der Deutschen Volkspolizei, einschließlich der vorherigen Mitteilung eines Arbeitsplatzwechsels sowie zusätzliche Meldepflichten;
    - die Untersagung des Aufenthalts an einzelnen bestimmten Orten, zum Besuch bestimmter Örtlichkeiten oder des Umgangs mit bestimmten Personen. Außerdem ist die Versagung, der Entzug oder die Einschränkung staatlicher Erlaubnisse und Genehmigungen durch die zuständigen Organe zulässig. Durchsuchungen der Wohnung und anderer umschlossener Räume dürfen auch zur Nachtzeit durchgeführt werden.
    (4) Die Kontrollmaßnahmen werden im einzelnen vom Leiter des Volkspolizei-Kreisamtes festgelegt. Ihre Dauer beträgt mindestens zwei und höchstens fünf Jahre.
    (5) Das Gericht kann im Urteil die nach §,17 Absatz 2 Ziffer 2 vorgesehene Maßnahme mit der Wirkung aussprechen, daß die Zuweisung des Arbeitsplatzes der Genehmigung der Organe der Deutschen Volkspolizei bedarf.
    (6) Verletzt ein unter Kontrollmaßnahmen Gestellter böswillig die ihm erteilten Auflagen, wird er nach § 238 bestraft.
    Aha, §238.
    Was wuerde sich mancher hier die Finger lecken ob solcher Instrumentarien moderner Menschenfuehrung.

    § 238.
    Verletzung einer Aufenthaltsbeschränkung oder eines Tätigkeitsverbots.

    (1) Wer böswillig sich einer durch das Gericht ausgesprochenen Aufenthaltsbeschränkung entzieht oder Erziehungs- und Kontrollmaßnahmen nach den §§ 47, 48 verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Ebenso wird bestraft, wer ein durch das Gericht ausgesprochenes Tätigkeitsverbot schwerwiegend mißachtet.
    Wer dann noch eine Ahnung hat wie schnell man wegen Verstosses gegen §214 und/oder §215 - auch voellig ueberraschend - angeklagt werden konnte wird die sozialistischen Errungenschaften sicher nicht allzu lange bejubeln.
    Nicht mal das Recht auf Arbeit.

    § 214.
    Beeinträchtigung staatlicher oder gesellschaftlicher Tätigkeit.

    (1) Wer gegen Bürger wegen ihrer staatlichen oder gesellschaftlichen Tätigkeit mit Tätlichkeiten vorgeht oder solche androht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung, Geldstrafe oder mit öffentlichem Tadel bestraft.
    (2) Wer sich an einer Gruppe beteiligt, die Gewalttätigkeiten gegen Bürger wegen ihrer staatlichen oder gesellschaftlichen Tätigkeit verübt oder androht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.
    (3) Ist die Tatbeteiligung von untergeordneter Bedeutung, kann der Täter mit Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder Geldstrafe bestraft werden.
    (4) Der Versuch ist strafbar.

    § 215.
    Rowdytum.

    (1) Wer sich an einer Gruppe beteiligt, die aus Mißachtung der öffentlichen Ordnung oder der Regeln des sozialistischen Gemeinschaftslebens Gewalttätigkeiten, Drohungen oder grobe Belästigungen gegenüber Personen oder böswillige Beschädigungen von Sachen oder Einrichtungen begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Haftstrafe bestraft.
    (2) Ist die Tatbeteiligung von untergeordneter Bedeutung oder ist die Tat ohne Beteiligung an einer Gruppe begangen, kann der Täter mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Verurteilung auf Bewährung, mit Haftstrafe oder mit Geldstrafe bestraft werden.
    (3) Der Versuch ist strafbar.
    Naja, Hauptsache Recht auf Arbeit.
    3-Schicht-System, 43-Stunden-Woche in Cottbus und/oder Bautzen fuer 7,50 Ost-Mark (der Gegenwert von 3 Schachteln Zigaretten der Marke Juwel. Bei F6 waeren es nur gut 2 Schachteln gewesen) im Monat.

    Aber ja, man durfte arbeiten.
    Proletarier aller Lander vereinigt Euch!


  8. #77
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Mir geht es im Grunde darum, dass es einige Dinge gab, die, im Vergleich zu Deutschland heute, in der DDR nicht schlecht waren.
    Darüber nachzudenken, einiges von früher hier vielleicht zu übernehmen, soll ja nicht heißen, das ganze Paket "Unrechtsstaat DDR" übernehmen zu müssen.
    Eine komplette und pauschale Kritik an der DDR sollte nicht einher gehen mit einer Kritiklosigkeit gegenüber "Unrechtsstaatlichkeit" des Deutschland von 2010.
    Für über 10 Millionen Deutsche ist es nämlich nicht so lustig hier, um es diplomatisch auszudrücken.
    Und wie viele Einwohner hatte noch mal die DDR?
    17 Mio.

    Darüber hinaus bin ich ganz Deiner Meinung. Man hätte mehr als das Ampelmännchen übernehmen können. Aber das ist ein anderes Thema. Die guten Dinge hatten nichts mit Recht oder Unrecht zu tun (Recht und Gerechtigkeit sind verschiedene Kategorien).

    Soziale Sicherheit und Gerechtigkeit wären aber bei Fortbestand der DDR nicht zu halten gewesen. Zuletzt funktionierte das bekanntlich nur noch auf Pump.


    Gruß

    Micha

    P.S.: Vor kurzem habe ich einige Anerkennungsurkunden rausgekramt. Die bekam man für besondere Arbeitsleistungen mit Blumenstrauß und Händedruck. Erst heute, wo es kein Dankeswort mehr gibt, sondern man stets Dankbarkeit meinerseits erwartet, weiß ich das zu schätzen.

  9. #78
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    ...Soziale Sicherheit und Gerechtigkeit wären aber bei Fortbestand der DDR nicht zu halten gewesen. Zuletzt funktionierte das bekanntlich nur noch auf Pump...
    Und in Deutschland 2010 haben wie die auch kaum noch.
    Tendenz weiter abnehmend.
    Der Unterschied: Hier könnte man, will sie aber nicht halten.
    Kommt also letztlich auf das Gleiche hinaus, oder?

  10. #79
    Avatar von Micha L

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    Geht fast zu schnell hier.

    Oben habe ich was ergänzt.

    .......................................

    Ich glaube nicht, daß das Gleiche rauskommt. Die Effektivität in der DDR war stets zu gering. Eine weiter bestehende DDR hätte heute russische oder rumänische Verhältnisse, bei großer Anstrengung bestenfalls polnische.

  11. #80
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Mir geht es im Grunde darum, dass es einige Dinge gab, die, im Vergleich zu Deutschland heute, in der DDR nicht schlecht waren.
    Darüber nachzudenken, einiges von früher hier vielleicht zu übernehmen, soll ja nicht heißen, das ganze Paket "Unrechtsstaat DDR" übernehmen zu müssen.
    Eine komplette und pauschale Kritik an der DDR sollte nicht einher gehen mit einer Kritiklosigkeit gegenüber "Unrechtsstaatlichkeit" des Deutschland von 2010.
    Für über 10 Millionen Deutsche ist es nämlich nicht so lustig hier, um es diplomatisch auszudrücken.
    Und wie viele Einwohner hatte noch mal die DDR?
    Och, es gab doch auch sogar (und gibt es tatsächlich auch heute sogar noch) schon Leute, die meinten, im 3. Reich war doch auch nicht alles schlecht. Und komischerweise hatten DDR und 3. Reich eines gemeinsam: Den Sozialismus.

    Klar, das ist eines der Dinge, die man nicht hören will, die aber trotzdem leider wahr sind. Und wenn man den Sozialismus in anderen Staaten sieht, z.B. Nordkorea, wird einem ja auch nur noch schlecht. Trotzdem hält sich hartnäckig bei vielen Menschen die Ansicht, dass gerade diese Staatsform "Sozialismus" erstrebenswert wäre.

    Die SPD und die SED-Nachfolgepartei haben den "demokratischen Sozialismus" sogar als Ziel im Parteiprogramm, da gruselt es einen ja regelrecht. Zumal Demokratie und Sozialismus miteinander völlig unvereinbar sind, wie die Geschichte der letzten 100 Jahre ja eindeutig bewiesen hat, denn der Sozialismus ist immer eine Diktatur, ob nun eine Diktatur des Proletariats oder eine Diktatur von irren Kriegshetzern und Rassisten ist ja dann auch schon fast egal.

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