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Die DDR war kein Unrechtsstaat, denn wenn .....

Erstellt von strike, 23.08.2010, 08:28 Uhr · 173 Antworten · 9.626 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Thaimax

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Aha. Da bin ich eher heimatverbunden.

    Die ausgewiesene Regierungsform stellt oft nur ein Etikett dar, welches dem Inhalt widerspricht.
    Für Heimatverbundenheit habe ich vollstes Verständnis, auch wenn ich bei mir selber diese Eigenschaft nicht feststellen kann, zumindestens nicht in einem so hohen Masse, dass es ausreichend wäre Nachteile dafür in Kauf zu nehmen.

    Dein zweiter Absatz ist genau das, was ich meine. Selten ist dort Demokratie drin, wo Demokratie draufsteht. - Das gilt meines Empfindens nach auch für all die parlamentarisch-demokratischen Länder, wie Deutschland, Österreich, Frankreich,.....die imho reine Suggestions-Demokratien darstellen.

    Ich finde es aber nicht schlimm, wenn ein Land nicht demokratisch ist, zumindestens weniger schlimm, als wenn Demokratie zu reiner Heuchelei dient um den Lobbyismus zu halten, oder gar weiter auszubauen. - Das ist dann nämlich einfach nur teuer und wird vom Geld der Bürger bezahlt, die die es ganz gut selber brauchen könnten.

  2.  
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  3. #42
    Avatar von Micha L

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    ..Damit wären wir wieder beim Thema. Hautsache ist, daß den Bürgern nicht ständig und übermäßig Unrecht geschieht. Dann kann er sicherlich auch in einer absoluten Monarchie leben.

    Trotzdem finde ich, daß Curchill recht hatte, als er sagte:
    "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."

    Gruß

    Micha

  4. #43
    Avatar von Conrad

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    Für die Möchtegern-Linken der BRD war die DDR das bessere Deutschland, denn es war ja "sozialistisch":

    Als ich 1988, eineinhalb Jahre vor dem Fall der Mauer, nach Hamburg kam und da vor einer Gruppe linker Frauen den Zustand der DDR zu erklären versuchte, sagte ich, man müsse bedenken, dass in diesem Land seit 55 Jahren niemals Demokratie geherrscht habe.

    Die Antwort war empörtes Geschrei, ob ich denn etwa glaubte, bei ihnen gebe es Demokratie oder im Westen sei irgendetwas besser.

    Als ich kurz nach dem Fall der Mauer im Hamburger Institut für Sozialforschung die deutsche Einheit für wünschenswert erklärte, erntete ich Hohngelächter und empörte Blicke. Der Gegner war ich, nicht ein diktatorischer Staat, dessen Untergang zu wünschen ich allen Grund hatte, der aber als Folie für manche westdeutsche Utopien offenbar taugte, der darum vor mir in Schutz genommen werden musste, vor mir und - das vor allem - vor dem eigenen verhassten Staat, der als Zeichen der Gleichmacherei von Ost und West auch nur mit drei Buchstaben als BRD bezeichnet wurde.

    Die Verbündeten der westdeutschen Linken wurden auch im Prozess der Vereinigung nicht die ostdeutschen Regimekritiker.

    In keiner Partei sind die Bürgerrechtler so unsichtbar geworden wie bei den Grünen. Rechtsanwälte, von denen man es nicht erwartet hätte, drängten sich, um die gestürzten Machthaber und deren Helfer vor der westdeutschen Siegerjustiz zu retten. Sogar das Wort Besserwessi haben die Westdeutschen in ihrem Selbstmisstrauen gern verwendet.


    DER SPIEGEL.4/2010 - Die Besserfundis

  5. #44
    Avatar von Micha L

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    Aus der Ferne betrachtet funktioniert ein Ideal eher. Trotzdem sind die meisten nicht übergesiedelt.

    Französische Kommunisten waren im engen "brüderlichen" Kontakt mit dem Pol Pot Regime, wurden dort in Musterdörfer geführt. Daß die den tatsächlichen Massenmord befütwortet hätten, glaube ich nicht.

    US-Amerikaner besuchten begeistert Maos China der Kulturrevolution und in England spionierten Adlige für die Sowjetunion.

    Man sieht natürlich zuerst die Nachteile der eigenen Umgebung und ist dabei geneigt, die Alternative zu idealisieren.

    Gruß

    Micha

  6. #45
    Avatar von Uns Uwe

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    Die DDR war kein Unrechtsstaat? Wieso war? Die DDR ist doch damals nur umbenannt worden......

  7. #46
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Uns Uwe

    Die DDR war kein Unrechtsstaat? Wieso war? Die DDR ist doch damals nur umbenannt worden......
    Eben , von der faschistischen Diktatur ging es direkt in die kommunistische Diktatur !

    Die "Diktatur des Proletariats" wie sie sich selber nannten war bwz. konnte logischerweise niemals ein Rechtsstaat sein !

  8. #47
    Monta
    Avatar von Monta
    Was gab es denn Positives in der DDR, oder war alles nur durch die Bank schlecht?
    Wie wurde z. B. das "Recht auf Arbeit" gehandhabt, "Rechte der Frau", "Kinderbetreuung"?

  9. #48
    Avatar von Pee Niko

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    Zumindest die Kinderbetreuung war nicht schlecht organisiert, wenn ich mich recht erinnere.

    Jedem Kind stand von Säuglingslater an ein Hort-PLatz zur Verfügung. So konnte auch Mutti vollzeit schaffen gehen, um ihr Übriges zum sozialistischen Gedanken beizutragen.

  10. #49
    Avatar von Conrad

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    Andererseits, was nützt der schönste Rechtstaat, wenn man vor Gericht Klage einreicht und es bis zur Verhandlung Jahre dauert ? Und wenn Richter behaupten, sie wären "völlig frei in ihrer Entscheidung", kann man eigentlich nur Willkürurteile erwarten, denn anscheinend fühlen sich diese Richter nicht mal mehr an Gesetze gebunden.

  11. #50
    Avatar von Uns Uwe

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    Zitat Zitat von Conrad_reloaded Beitrag anzeigen
    Andererseits, was nützt der schönste Rechtstaat, wenn man vor Gericht Klage einreicht und es bis zur Verhandlung Jahre dauert ? Und wenn Richter behaupten, sie wären "völlig frei in ihrer Entscheidung", kann man eigentlich nur Willkürurteile erwarten, denn anscheinend fühlen sich diese Richter nicht mal mehr an Gesetze gebunden.
    Recht hast Du! Dazu kommt noch das immer mehr durch "neutrale" Gutachter gegutachtet wird.

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