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Die DDR war kein Unrechtsstaat, denn wenn .....

Erstellt von strike, 23.08.2010, 08:28 Uhr · 173 Antworten · 9.623 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Thaimax Beitrag anzeigen
    Das Fehlen positiver Beispiele einer kommunistischen Regierung ist kein Beweis, dass Kommunismus nicht funktionieren kann, maximal ein Indiz. - Für mich persönlich ist dieses Indiz, gepaart mit ein paar anderen Sachen, wie etwa fehlende Leistungsanreize, aber ausreichend um an einen funktionierenden Kommunismus nicht glauben zu können. - Ich bin aber trotzdem noch weit davon entfernt Leute, die das glauben, als Spinner abzutun.
    Der Kommunismus ist sowas wie das himmlische Jerusalem oder Wolkenkuckucksheim. Wer die Möglichkeit hat, der eignet sich auf Kosten der Anderen an und ohne diese Möglichkeit stagniert die wirtschaftliche Initiative und Kreativität. Beides hat der reale Sozialismus gezeigt. Aber das sind die vergleichsweise harmlosen Dinge. Schlimm sind der Terror und die gesellschaftlichen Experimente mit Millionen Toten.
    Ein Aufrechnen mit der "Gegenseite" macht die nicht weniger schlimm.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von Micha L

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    Kapitalistische Profitgier führt bekanntlich neben anderen, auch natürlichen Ursachen zu Hungerkatastrophen. Bzw. sie verhindert u. U. ausreichende Hilfe.

    Aber es geht auch schlimmer, indem man vorhandene Nahrungsmittel aktiv entzieht und die Nahrunsmittelproduktion bewußt verhindert, so geschehen in "kommunistischen" Staaten.

    Lenin/Stalin ließen in der ländlichen Ukraine die Abgaben an Getreide so hoch ansetzen, daß zum Leben dort zu wenig übrigblieb. Die Dörfer wurden dann durchsucht und diejenigen, die etwas versteckt hatten hingerichtet. Als die Hungernden verzweifelt in die Städte ziehen wollten, trieb sie das Militär zurück.

    Mao ließ den Ackerbau ruhen und selbst Ackergeräte verfeuern, um (minderwerigen) Stahl zu erzeugen, damit China in der Stahlproduktion andere überholt. Damit glaubte er Voraussetzungen für das irdische Himmelreich zu schaffen.

    In beiden Fällen gab es Millionen Hungertote. In China wurden selbst in Hungerzeiten Getreide exportiert, um Devisen für das ehrgeizige Atombombenprogramm zu erhalten.

    Das alles ist unvorstellbar und ich bin froh, "nur" die DDR erlebt zu haben. Unsere heutigen Sorgen sind dagegen noch unbedeutender.

  4. #123
    Monta
    Avatar von Monta
    MichaL, wie sähe da eine funktionierende Staatsform für Dich aus?

  5. #124
    Avatar von Micha L

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    Unsere funktioniert doch ganz gut. Trotz aller Probleme. Es gibt ja auch bessere kapitalistische Beispiele als ausgerechnet Deutschland (und in Deutschland habe ich Gegenden erlebt, die noch relativ intakt sind). Bessere sozialistische hat es nie gegeben.
    Siehe oben (Churchill).

  6. #125
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Unsere funktioniert doch ganz gut....
    Für wen denn? Und für wen nicht?

  7. #126
    Avatar von Micha L

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    Da hast Du vollkommen recht. Jeder beurteilt die Welt entsprechend seiner Situation. Und jeder hat bezogen auf seine Situation recht.
    Bei uns sind die Privatvermögen immer noch gigantisch und zählen in die Billionen (selbst wenn man die Supereichen wegläßt). Grundbesitz und Kapitalanlagen sind im Volk (relativ) weit verbreitet. Ich wundere mich selbst darüber angesichts der sozialen Probleme. Aber es scheint eine schweigende Mehrheit zu geben, die es sich wohlgehen lassen kann.
    Und rein rechtlich gesehen werden selbst Extreme zwar beobachtet aber kaum verboten.

  8. #127
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Was in Stalins Sowjetunion passierte
    Ich persönlich nehme Stalin übel, dass er mit Hilfe von Beria und Jeschow alle Kommunisten erster Stunde und somit ihre Ideen liquidieren lassen hat.

    Was besseres konnte dem Kapitalismus nicht passieren

  9. #128
    Avatar von Micha L

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    ...die waren nicht besser, nur weil sie einem erfogreicheren Stalin unterlagen.
    Der Terror in Rußland begann mit Lenin. Er legte auch die theoretischen Grundlagen des "revolutionären Terrors". Schon gegen ihn rebellerten selbst Teile der Arbeiterschaft.
    Die spätere Zuschreibung aller Übel nur auf Stalin und unreale Darstellung einer "guten alten revolutionären Zeit" vor ihm muß man durchschauen.
    Der Mythos von Lenin ist ebenso unreal wie der von Mao oder Ho Chi Minh. Wären Stalins Erben nicht unterlegen gewesen hätte auch der seinen Heiligenschein behalten.

  10. #129
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    sehe ich anders, noch nie in der Geschichte konnten Kommunisten ihre Gesellschaft in aller Ruhe aufbauen.

    Mit "Kommunisten erster Stunde" habe ich übrigens nicht unbedingt Lenin gemeint. Er hat ja nur seinen Auftrag erfüllt und zusammen mit Trotzki die Monarchie in Russland durch Parlamentarismus ersetzt. Ähnliches wird jetzt in Thailand passieren. Am Anfang noch als "Rote", da eine bürgerliche Schicht fehlt.

    Mit Kommunismus hat das nichts zu tun, man hat die Idee für was anderes instrumentalisiert.

  11. #130
    Avatar von Micha L

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    Aber immer. Die Gegenseite hat zwar zunächst alles versucht, aber dann nur noch ohnmächtig geschimpft. Denke nur an das Foto von Dulles an der frischen Berliner Mauer.
    Die, auf welche es ankam, waren Weltmächte und die dritte Weltmacht USA auf dem Rückzug, bestenfalls einen Status Quo erhaltend.
    Es hieß nicht umsonst "Eiserner Vorhang". Hinter dieser wie im Theater trennenden Wand schalteten die Mächigen unbeeinträchtigt und unbekümmert. Stalin und Mao waren vor allem mit inneren Machtkämpfen und Experimenten beschäftigt. Sie waren gottgleich und haben ihren Völkern geschadet mit ihrer Innen- und Wirtschaftspolitik. Boykotts und dergleichen der kapitalistischen Welt waren wirkungslos.
    Was die Entwicklung behinderte bzw. voranbrachte haben zuerst die kommunistischen Experimente und dann die Einführung des Kapitalismus in China unter Führung der KP (!) gezeigt (Entwicklung natürlich mit allen Kehrseiten, aber eine stürmische Entwicklung).

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