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Die DDR - Wahrheiten über den SED-Staat

Erstellt von Siamfranky, 10.12.2015, 19:02 Uhr · 189 Antworten · 10.301 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Eine Menge glücklicher und wohl auch zufälliger Begebenheiten bestimmten das Geschehen.
    Ich werte das als Bestätigung, dass es wenigstens nicht
    nur der "sagenhafte Löwenmut" der DDR-Bürger war.

  2.  
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  3. #82
    Avatar von Micha L

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    Niemand bezweifelt die Notwendigkeit von äußeren Bedingungen. Das ist immer so.
    Aber von alleine wird nichts.

    Es sei denn, die Freiheit wird geschenkt oder gar aufgezwungen, wie anno ´45 im Westen.

    Die Amis haben Leipzig befreit. Leider mußten sie den Russen das Feld räumen.

  4. #83
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Das ist allgemein bekannt.
    Offenbar nicht alles! Bis zur letzten Sekunde bettelte man Moskau um Rat!
    Sogar ein gewisser Putin war mit der Waffe in der Hand kaum zu bremsen,
    Moskauer Befehle stoppten ihn. Das lässt sich alles leicht recherchieren.

  5. #84
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Offenbar nicht alles! Bis zur letzten Sekunde bettelte man Moskau um Rat!
    Sogar ein gewisser Putin war mit der Waffe in der Hand kaum zu bremsen,
    Moskauer Befehle stoppten ihn. Das lässt sich alles leicht recherchieren.
    Als sie am Ende waren, haben die garstigen "SED-Kinder" wieder diese Hilfe erbeten. Wobei Gorbatschow bekanntlich in seiner Heimat viele Gegner hatte, sicherlich auch einen Putin ("kaum zu bremsen", wie Du sagst). Die Armee-Waffenbrüder der DDR haben bekanntlich danach geputscht. Die sowjetischen Genossen der SED waren sicherlich keine Anhänger Gorbis.

    Der Stopp galt ganz sicher nur für die Russen.

    Sowas hat der Demonstrant, dem die bewaffnete Staatsmacht gegenüberstand, erst nach der Wende erfahren, wie alle anderen.
    Und der war kein Held im üblichen Sinne, sondern hatte Angst. Aber stillhalten ging nicht mehr.

  6. #85
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Cedi Beitrag anzeigen
    Musste der SBZ Grenzsoldat, wirklich tötliche Schüsse auf Deutsche abgeben und sich anschließend dafür vom Grenzregime belohnen lassen ? Ich denke nein ! --- PS.: Deine primitiven Beleidigungen kannst Du stecken lasse. --- Wurde nicht der ungeliebte SBZ Grenzdienst, durch ein Studium "danach", schmackhaft gemacht ?
    Hohoho-hier geht ja so richtig die Post ab:Hochnotpeinliches Verhör der Member @cedi und @siamfranky -na dann wollen mer mal !

    An der Grenze wurde man das 1.Mal gefragt:"Wie stehen sie zum Schußwaffengebrauchsgesetz?"So nannte man das, was viel hier unter "Schießbefehl"führen. Ich schrieb ja bereits im vorigen Post, das wir von den Gefreiten in bestimmte notwendige Argumentationsmuster eingewiesen wurden-also war meine Antwort:"Ich kenne keinen ......."Darauf die Frage vom Polit:"Nehmen wir mal an, ihre Mutter würde hier an der Grenze auftauchen,würden sie dann schießen?"Meine Antwort:"Also meine Mutter würde hier bestimmt nicht auftauchen-da kenne ich meine Mutter besser als Sie".Danach war das Gespräch beendet.Hätte ich ja gesagt-wäre ich in den Augen der Offiziere ein wertvoller "Genosse"gewesen-aber bei den "Kameraden" der größte Arsch. Hätte ich nein gesagt-wäre mein Dienst dort beendet und ich hätte in "Schwedt"die Latrinen putzen dürfen.
    Bei dem einen versuchten Grenzdurchbruch war ich zugegen, allerdings ca. 1000 m entfernt , da mit LKW dorthin abkommandiert. Ich konnte durch den Feldstecher sehen, wie mein Kollege(Kamerad u. Genosse find ich doof)um sein Leben rannte, um den auf dem Grenzstreifen Flüchtenden zu erreichen und festzuhalten, was ihm auch unmittelbar vorm Zaun gelang. Dann wurde ich aufgefordert dorthin zu fahren und zu sichern.Ein per Motorrad eintreffender Fähnrich trat dann den am Boden Liegenden und mein Kollege meinte, das das doch nicht notwendig wäre,worauf der Fähnrich wütend meinen Kollegen bedrohte.Er war wütend, weil er nicht als Erster den Flüchtling dingfest gemacht hatte und möglicherweise seine Belohnung/Beförderung nicht bekam.
    Als wir dann in der Kompanie waren, hat mein Kollege nur geheult-er stand unter Schock.Ein paar Stunden später kam dann der Kompaniechef und versuchte die Auszeichnung vorzunehmen.Die bestand aus einer Uhr, der vorzeitigen Beförderung zum Gefreiten und ein paar Tagen Sonderurlaub.Mein Kumpel hat nur geschrien, das er den ganzen Scheiß nicht will, er nur froh ist, das er ihn erwischt hat und das ohne ihn umzubringen. Uhr und Beförderung hat er verweigert,den Urlaub hat er genommen.In seinem Zustand wäre er eine Gefahr für alle gewesen.So viel zum genussvollen Menschen abschlachten !!!
    Ach ja-wie ich ja auch schon vermerkte , bin ich mit 24 gezogen worden-mußte also nicht mehr wegen eines Studiums balzen

  7. #86
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Interessant, weil entweder falsch, oder abertausende Soldaten wollten dahin.
    Muss ja mächtig anziehend gewesen sein - die Aussicht Landsleute zu erlegen.
    Dann weißt Du ganz offensichtlich mehr- ich kenne keinen Soldaten(und von denen sprecht ihr immer so locker flockig),der "dahin wollte".Dem entsprechend ist Dein letzter Satz eine Beleidigung für jeden Soldaten. Ich gebe aber zu, an der Grenze eine ganze Reihe von Unteroffizieren und Offizieren gesehen zu haben, die Deinen Ergüssen nicht abgeneigt waren !!!!

  8. #87
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    ... bin ich mit 24 gezogen worden-mußte also nicht mehr wegen eines Studiums balzen
    Ich denke, da ist nichts, wofür man sich schämen müsste.

    In unserer Clique gab es genau einen, der an der Grenze/Mauer seinen Dienst tat.
    War ein guter Kumpel und sicher nicht scharf darauf, jemanden zu erschiessen.
    Der konnte schon deshalb nicht wirklich "Nein" sagen, weil sein etwas älterer Bruder, bei der Handelsmarine und sein Vater bei der TraPo war.

    Gab also durchaus Fälle, wo das mit dem von mir erwähnten Steuern nicht so einfach war.

  9. #88
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Hätte sich das Regime noch getraut (Moskau sagte njet!) und die ersten hundert
    (wirklich Mutigen) wären über den Haufen geschossen worden, dann hätten sich
    die Nachläufer doch ins Höschen gemacht. Jahrzehntelange, erzogene Duckmäuser
    nannten sich plötzlich Helden. Manchmal muss ich schmunzeln über diese Legende.
    Das war keine wirkliche Revolution, das war ein hilfloses Waffenstrecken der SED!
    Wahrscheinlich sollte ich letztere wegen ihrer menschlichen Zurückhaltung loben?

    Oooch wegen der Duckmäuser, da wäre ich in Bezug auf die heutige Situation aber mal ganz leise. Von einer warmen Couch aus läßt es sich gut furzen.Wenn alle die Verfasser der Kommentare die man heute so in diversen Medien liest auch mal das von Ihnen geforderte selbst in die Tat umsetzen würden ,dann müßten sie zu Millionen vor dem Führer(innen)bunker stehen und "Merkel raus"rufen. Und da stände keine Sowjetarmee,NVA oder Stasi gegenüber.Momentan beweisen die vermeintliche Sieger, welche Helden sie gerade sind.

  10. #89
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    ... Die Amis haben Leipzig befreit. Leider mußten sie den Russen das Feld räumen.
    Bei uns war der Süden von der US Army, der Norden von den Russen besetzt.
    Es war also eine geteilte Stadt bis Juli 1945, dann haben die Russen komplett übernommen.
    Sozusagen für ein paar Monate ein kleines Berlin - mit traurigem Ausgang.

  11. #90
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ich kann mich irren, Micha, ist ja alles lange her und ich hatte dem Himmel sei Dank damit nichts zu tun.
    War aber der Meinung, dass z.Bsp. Leute mit Westkontakte und 'Gammler' schon mal nicht an die Grenze durften. Und sich einige (viele?) gar gleich für 3 Jahre verpflichteten, da dies irgendwie für das Studium gut war.

    Aber wie gesagt: vielleicht habe ich dies falsch in Erinnerung.
    Frank ich habs ja ein Stück weiter beschrieben.Ja, und ich hatte nunmal keine Westverwandten-das konnte ich mir aber nicht aussuchen !! Es bestand für bestimmte Studienrichtungen(das konnte Medizin, Aussenwirtschaft,Pilot etc.sein)die Notwendigkeit 3 Jahre zu dienen.Da war die Abfolge aber Abitur-3 Jahre-Studium.Für die Grenze war die andere Variante mit Familie die fiesere(man spekulierte darauf, das man seine Frau und Kinder nicht im Stich läßt). Es gab aber auch wenige Fälle, wo man 3 Jahre zur Grenze ging, weil man dann doch noch irgend etwas Besonderes studieren wollte oder auch nur vielleicht zur Handelsmarine.

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