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Die DDR - Wahrheiten über den SED-Staat

Erstellt von Siamfranky, 10.12.2015, 19:02 Uhr · 189 Antworten · 10.335 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Wie auch immer, für den NVA-Grenzer galt - es gab u.a. mehrere Tage
    Sonderurlaub, für das erfolgreiche Abschlachten eines DDR-Flüchtlings.
    Das stimmt, wird aber kaum angestrebt worden sein.
    Die Hemmung, jemand zu erschießen war in der DDR nicht geringer. Da wirkte die Erziehung im Elternhaus und in der zivilen Öffentlichkeit nicht anders als im Westen.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Hätte sich das Regime noch getraut (Moskau sagte njet!) und die ersten hundert
    (wirklich Mutigen) wären über den Haufen geschossen worden, dann hätten sich
    die Nachläufer doch ins Höschen gemacht. Jahrzehntelange, erzogene Duckmäuser
    nannten sich plötzlich Helden. Manchmal muss ich schmunzeln über diese Legende.
    Das war keine wirkliche Revolution, das war ein hilfloses Waffenstrecken der SED!
    Du wärst natürlich ein Held gewesen

    Der Hase im Rausch


    von Sergei Michalkow
    Der Igel hatte einst zu seinem Wiegenfeste
    Den Hasen auch im Kreise seiner Gäste,
    Und er bewirtete sie alle auf das Beste.

    Vielleicht ist auch sein Namenstag gewesen,
    denn die Bewirtung war besonders auserlesen.
    Und gradezu in Strömen floß der Wein,
    Die Nachbarn gossen ihn sich gegenseitig ein.

    So kam es denn, daß Meister Lampe bald
    Zu schielen anfing – er verlor den Halt.
    Er konnte nur mit Mühe sich erheben
    Und sprach die Absicht aus, sich heimwärts zu begeben.

    Der Igel war ein sehr besorgter Wirt
    und fürchtete, daß sich sein Gast verirrt.
    „Wo willst du hin mit einem solchen Affen?
    Du wirst den Weg nach Hause
    nicht mehr schaffen.
    Und ganz allein im Wald
    dem Tod entgegen gehen.
    Denn einen Löwen, wild,
    hat jüngst man dort gesehen.“

    Dem Hasen schwoll der Kamm, er brüllt in seinem Tran:
    „Was kann der Löwe mir? Bin ich sein Untertan?
    Es könnte schließlich sein, dass ich ihn selbst verschlinge.
    Den Löwen her, ich ford’re ihn vor die Klinge!
    Ihr werdet seh’n wie ich den Schelm vertreibe,
    Die sieben Häute, Stück für Stück, zieh ich ihm ab von seinem Leibe
    Und schicke ihn dann nackt nach Afrika zurück!“

    Und so verließ der Hase also bald
    Das fröhlich laute Fest, und er begann im Wald
    Von einem Stamm zum anderen zu schwanken
    Und brüllt dabei die kühnlichsten Gedanken
    Laut in die dunkle Nacht hinaus:
    „Den Löwen werde ich zerzausen,
    Wir sah’n in dem Wald schon ganz andre Tiere hausen
    Und machten ihnen doch den blutigen Garaus!“

    Infolge des geräuschvollen Gezeters
    Und des Gebrülls des trunk’nen Schwerenöters,
    Der sich mit Mühe durch das Dickicht schlug,
    Fuhr unser Löwe auf mit einem derben Fluch
    Und packt den Hasen grob am Kragen:
    „Du Strohkopf, willst es also wagen,
    Mich zu belästigen mit dem Gebrüll? –
    Doch warte mal, halt still!
    Du scheinst mir ja nach Alkohol zu stinken!
    Mit welchem Zeug gelang es dir, dich derart sinnlos zu betrinken?“

    Sofort verflog der Rausch dem kleinen Tier,
    Es suchte rasch, sich irgendwie zu retten:
    „Sie, wir, nein ich… Oh, wenn Sie Einsicht hätten –
    Ich war auf einem Fest und trank viel Alkohol…
    Doch immer nur auf Euer Gnaden Wohl!
    Und Eurer guten Frau und Eurer lieben Kleinen!
    Das wäre doch, so wollte es mir scheinen,
    Ein trift’ger Grund, sich maßlos zu besaufen!“
    Der Löwe ging ins Garn und ließ den Hasen laufen.

    Der Löwe war dem Schnaps abhold
    Und haßte jeden Trunkenbold.
    Jedoch betörte ihn, wie dem auch sei,
    Des Hasen Speichelleckerei.

    Ich hoffe, du hast Humor und nimmst das mit dem Alkohol nicht wörtlich....

  4. #63
    Avatar von Cedi

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Das wäre übrigens schon viel früher passiert, wenn nicht reichlich Westkredite, Autobahngebühren, Zwangsumtausch, Menschenhandel etc. zu Buche geschlagen hätten. Ein Mensch (politischer DDR-Häftling) kostete übrigens 8000 DM!
    Devisen-, Waffen-, Antiquitätenhandel wo der SBZ Eigentümer, durch hohe Steuerabgaben gezwungen wurde sein gutes Stück "freiwillig" abzugeben. Stichwort: Kommerzielle Koordinierung vom Stasi-Offizier und OibE Alexander Schalck-Golodkowsk,i der auch den SBZ Rettungskredit mit Franz Josef Strauß ausgehandelt hat. Vom Menschenhandel liegen höhere Preis vor, für ein Arbeiter ca. 40.000 DM bis zum Prof zu 100.000 DM und mehr, je nach Ausbildsstand.

  5. #64
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Wohl gemerkt zu einer Zeit, als die "chinesische Lösung" mit Waffengewalt und Toten drohte.
    Gorbatschow war der Knackpunkt, aus dem zogen die Menschen Kraft und Zuversicht!
    Man ahnte, durch ihn war ein zweiter 17.Juni, eine "chinesische Lösung", vermeidbar.
    Die DDR-Bürger hatten dafür ein Näschen ... Gorbi "roch" aber auch im Westen gut.

  6. #65
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Cedi Beitrag anzeigen
    Devisen-, Waffen-, Antiquitätenhandel wo der SBZ Eigentümer, durch hohe Steuerabgaben gezwungen wurde sein gutes Stück "freiwillig" abzugeben. Stichwort: Kommerzielle Koordinierung vom Stasi-Offizier und OibE Alexander Schalck-Golodkowski. Vom Menschenhandel liegen höhere Preis vor, für ein Arbeiter ca. 40.000 DM bis zum Prof zu 100.000 DM und mehr, je nach Ausbildsstand.
    Danke für die erweiterte Aufzählung!

  7. #66
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    ... @strike, mit der Grenze war es nicht anders als bei der ganzen DDR-Armee: Die Masse waren Wehrpflichtige.
    Ich kann mich irren, Micha, ist ja alles lange her und ich hatte dem Himmel sei Dank damit nichts zu tun.
    War aber der Meinung, dass z.Bsp. Leute mit Westkontakte und 'Gammler' schon mal nicht an die Grenze durften. Und sich einige (viele?) gar gleich für 3 Jahre verpflichteten, da dies irgendwie für das Studium gut war.

    Aber wie gesagt: vielleicht habe ich dies falsch in Erinnerung.

  8. #67
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Gorbatschow war der Knackpunkt, aus dem zogen die Menschen Kraft und Zuversicht!
    Man ahnte, durch ihn war ein zweiter 17.Juni, eine "chinesische Lösung", vermeidbar.
    Die DDR-Bürger hatten dafür ein Näschen ... Gorbi "roch" aber auch im Westen gut.
    Das ist die halbe Wahrheit. Gorbatschow hat bekanntlich die "führende Rolle" der Sowjetunion gegenüber ihren Verbündeten aus Prinzip aufgegeben. Sogleich distanzierte sich Honecker von dessen Perestroika und Krenz gratulierte Peking zur Niederschlagung der "Konterrevolution".
    Erst der erfolgreiche Aufruf der "Leipziger Sechs" zur Gewaltlosigkeit ließ die Staatsorgane einlenken.
    Vorher wurden Verhaftungen und Speziallager vorbereitet und Kampfgruppenchefs redeten in der Staatspresse von Waffengewalt. Spezialeinheiten, wie Fallschirmjäger, wurden zum Einsatz gegen die Demonstranten vorbereitet (die rebellierten und verwüsteten ihre Unterkunft).

  9. #68
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Cedi Beitrag anzeigen
    ... Vom Menschenhandel liegen höhere Preis vor, für ein Arbeiter ca. 40.000 DM bis zum Prof zu 100.000 DM und mehr, je nach Ausbildsstand.
    Stimmt so nicht ganz.
    Die unterschiedliche Höhe der Summe hat einen zeitlichen Grund.
    Sprich: mit zunehmender Geschäftsdauer wurde auch die Ware teurer (alle Artikel).

  10. #69
    Avatar von Cedi

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Das stimmt, wird aber kaum angestrebt worden sein. Die Hemmung, jemand zu erschießen war in der DDR nicht geringer. Da wirkte die Erziehung im Elternhaus und in der zivilen Öffentlichkeit nicht anders als im Westen.
    Stimmt, besonders in der SBZ....555 ----- In der DDR begann die Wehrerziehung bereits im Kindesalter. Sie fand unregelmäßig in Form von Truppenbesuchen von Kindergärten in Kasernen oder Präsenz der Nationalen Volksarmee (NVA) auf Pressefesten und ähnlichen Veranstaltungen statt. In unteren Klassenstufen, Pionierlagern, Ferienspielen und Ferienlagern wurden Geländespiele und so genannte Pioniermanöver durchgeführt. Grundformen militärischer Ordnungsformen wurden im Schulsportunterricht vermittelt. Eine Disziplin für Klassen in der Oberstufe war der Weitwurf von Handgranatenattrappen. ----- Seit dem Schuljahr 1978/79 war der Wehrunterricht in der 9. und 10. Klasse Pflichtfach ----- https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrerziehung

  11. #70
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Man ahnte, durch ihn war ein zweiter 17.Juni, eine "chinesische Lösung", vermeidbar.
    Heute wissen wir alle, dass mit ihm andere Zeiten angebrochen waren.

    Aber so klar wohin das noch führen würde war es im Frühherbst 1989 noch nicht. Die chinesische (bzw. ungarische oder tschechische) Lösung erschien damals jedenfalls wahrscheinlicher als der Mauerfall und die Deutsche Einheit binnen eines Jahres.

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