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Die DDR - Wahrheiten über den SED-Staat

Erstellt von Siamfranky, 10.12.2015, 19:02 Uhr · 189 Antworten · 10.340 Aufrufe

  1. #131
    Avatar von Cedi

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    Authentische Einblicke, Lesung von Roman Grafe

    "Die sind alle noch da" --- Was ich an einer ostdeutschen Schule bei einer Lesung über die DDR-Diktatur erlebt habe. --- Auszug: --- Ich lese den rund fünfzig Schülern aus meinem Buch Die Grenze durch Deutschland vor, der Geschichte eines tödlich gescheiterten Fluchtversuchs aus der DDR. Danach erzähle ich ihnen von Tätern, Opfern und Mitläufern der SED-Diktatur: dass niemand gezwungen wurde, zu den Grenztruppen zu gehen. Dass es für Grenzsoldaten Vergünstigungen gab, dass sie bei der Studienplatzvergabe bevorzugt wurden, mehr Ausgang hatten. Dass Denunzianten Prämien bekamen. Ich erzähle ihnen, dass gescheiterte DDR-Flüchtlinge in der Regel mehrjährige Haftstrafen durchleiden mussten und DDR-Bürgern nicht nur die Reisefreiheit verweigert wurde, sondern auch andere elementare Menschenrechte, wie Presse- und Meinungsfreiheit, Religions- oder Versammlungsfreiheit. ---
    DDR-Vergangenheit: "Die sind alle noch da" |.ZEIT ONLINE

  2.  
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  3. #132
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Das würde ich nicht verallgemeinern. Etwa "Die Linke" im Bundestag ist
    Der aufmerksame Leser wird sich denken können, daß ich nur Teilnehmer dieser Runde meine.

    Wozu der Eifer, wo doch keiner hier das DDR-Regime hochleben läßt?
    Die von Dir erwähnten Zeitgenossen lesen hier nicht.

    Ich meine, das hier ist doch kein Massenmedium mit dem man diese Zielgruppe erreichen könnte.
    Mit den Beispielen werden offene Türen eingerannt und sie sind tatsächlich Binsenwahrheiten..........

  4. #133
    Avatar von Cedi

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Wozu der Eifer, wo doch keiner hier das DDR-Regime hochleben läßt? Die von Dir erwähnten Zeitgenossen lesen hier nicht. Ich meine, das hier ist doch kein Massenmedium mit dem man diese Zielgruppe erreichen könnte. Mit den Beispielen werden offene Türen eingerannt und sie sind tatsächlich Binsenwahrheiten..........
    Das kann man so oder so sehen, wenn hier überwiegend ostdeutsche Leser, Schreiber, Mitglieder vertreten sind, könnte den einen oder anderen, bestimmte Beiträge interessieren, natürlich auch Wessi´s, weil viele Dinge sind immer noch nicht bekannt und nicht aufgearbeitet. Im übrigen ist es schon erschreckend (s. den eingestellten Artikel v. 2014) wieviel Unwissenheit es nach wie vor, nach 25 Jahren, über die 2. dt. Diktatur noch gibt. Erstaunt hat mich beim eingestellten Artikel, dass über 335 Kommentare abgegeben wurden, also Interesse besteht. Ich gehe mal davon aus, dass uns diese Geschichte, noch mindestens eine Generation beschäftigen wird.

  5. #134
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Wozu der Eifer, wo doch keiner hier das DDR-Regime hochleben läßt? Die von Dir erwähnten Zeitgenossen lesen hier nicht. Mit den Beispielen werden offene Türen eingerannt und sie sind tatsächlich Binsenwahrheiten ...
    Ich verstehe dein Anliegen, zumal wir sogar einen "SED-Chef" unter uns wissen. Gut, unwichtig!
    Und wir dürfen, nach deiner Lesart, auch nicht über das H.itlerreich, oder die Judenvernichtung
    schreiben. Es ist schon ein bedenkliches Ansinnen, ein grosses Thema der deutschen Geschichte
    derart abwerten (zensieren?) zu wollen. Nur, weil die Relativierung der DDR-Verbrechen schwierig
    ist? Ich habe mit ganz normalen Links gearbeitet, fast unkommentiert, bis sich bitte wer ereifert
    hat? Wenn die Türen offen stehen wie "Binsenwahrheiten", warum gehören sie zugeschlagen?
    Wer ein Freund der DDR war, schon alles weiss, oder diesen Thread aus "persönlichen Gründen"
    ablehnt, muss nichts dazu beitragen. Was ist daran schwierig? Ich fange langsam an zu grübeln.
    Ich schlage vor, das Thema etwas unaufgeregter zu betrachten, oder bei Missfallen zu meiden.

  6. #135
    Avatar von strike

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    ... könnte den einen oder anderen, bestimmte Beiträge interessieren, natürlich auch Wessi´s, weil viele Dinge sind immer noch nicht bekannt und nicht aufgearbeitet. Im übrigen ist es schon erschreckend (s. den eingestellten Artikel v. 2014) wieviel Unwissenheit es nach wie vor, nach 25 Jahren, über die 2. dt. Diktatur noch gibt. ...
    Dieses Erstaunen nenne ich - höflich formuliert - naiv.
    Denn im Vergessen sind wir Deutschen Meister.

    Bei der 2 deutschen Diktatur hat das Vergessen, Vertuschen und Relativieren sogar noch besser geklappt als nach dem 3. Reich. Eine Funktionärin des deutschen demokratischen Unrechtssystems an der Regierungsspitze, ein undurchsichtiger Pfaffe Präsident, die Schergen-Partei SED/PDS/LINKE an Landesregierungen beteiligt, in Thüringen stellt sie gar den 'Landesvater'.

    Ansonsten: von mir aus kann dazu von jedem was auch immer geschrieben werden. Ob man Beiträge von Member, die Menschen eben mal pauschal (be|ver)urteilen, die das System aber nie selbst erfahren haben, deren ganzes 'Wissen' lediglich irgendwelchen Zeitungs- und Youtube Beiträgen geschuldet ist, ernst nimmt, bleibt - dem Himmel sei Dank - auch jedem selbst überlassen.

  7. #136
    Avatar von Siamfranky

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    Dein Beitrag gefällt mir, bis auf die Mär, man müsse in einem Staat/System gelebt
    haben, um urteilsfähig zu sein. Dann dürften wir geschichtlich gar nichts beurteilen!
    Was ist die Meinung vom Zeitzeugen Opa Kurt (geschichtlich betrachtet!) wert, der
    in Gefangenschaft vor Stalingrad gequält wurde? Auf der anderen Seite kommen in
    den "DDR-Videos" viele Opfer zu Wort - darf ein Wessi ihren Worten nicht vertrauen?
    Eigentlich sehe ich gute Gründe, besonders für ehemals angepasste Teile des Ganzen,
    den unverstellten Blick von aussen in seine Gedankengänge mit einfliessen zu lassen.

    Es reicht schon ein einziger Punkt, um (ver)urteilen zu dürfen: Was ist von einem Staat
    zu halten, der die Ausreise seiner Bürger mit verschiedenen tödlichen Waffensystemen
    verhindert? Als da wären - Maschinengewehre, Granaten, Selbstschussanlagen ... etc.


    Wiki meint zu diesem Wahnsinn:

    Entlang der Grenze zu Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Bayern bestand seit
    der Anordnung von 1954 auf dem Gebiet der DDR offiziell ein Sperrgebiet. Dieses setzte sich
    aus einer vorgelagerten 5-km-Sperrzone, gefolgt vom 500 Meter breiten Schutzstreifen und
    dem 10-m-Kontrollstreifen unmittelbar vor dem Grenzzaun zusammen. Der zehn Meter breite
    (gepflügte) Kontrollstreifen wurde auch „Todesstreifen“ genannt. Dieser Bereich war zeitweise
    mit Antipersonenminen und/oder Selbstschussanlagen ausgerüstet. Der mit Stacheldraht
    gesicherte Schutzstreifen wurde systematisch von allen möglichen Sichthindernissen geräumt,
    hierzu wurden auch Planierungen vorgenommen. Flusspassagen und -übergänge wurden
    durch tiefreichende Sperrgitter gesichert. Dahinter folgte bis zur eigentlichen Grenzlinie ein von
    der jeweiligen Geländetopographie abhängiges Areal (Niemandsland), das von
    Republikflüchtigen“ oft als westdeutsches Gebiet fehlgedeutet wurde. Auch Bundesbürger
    lösten hier Grenzvorfälle aus, wenn sie leichtfertig in dieses Gebiet vordrangen.

    Bei Gewitter wurden die Selbstschussanlagen und der elektrische Zaun abgestellt, da sonst zu
    viele Fehlzündungen ausgelöst worden wären. Diese Lücke in der Grenzsicherung war jedoch
    landläufig nicht bekannt und wurde von Flüchtigen daher auch nie bewusst ausgenutzt.[4]

    Das Betreten der 5-km-Sperrzone und des Schutzstreifens war nur unter besonderen
    Bedingungen gestattet, für Anwohner etwa durch einen Vermerk im Personalausweis, für
    Besucher durch einen extra auszustellenden Passierschein. Monteure und Techniker, die
    beispielsweise Stromleitungen oder Brücken zu reparieren hatten, durften sich nur unter
    Begleitung eines Wachkommandos in dem jeweiligen Grenzabschnitt aufhalten. In
    Wachtürmen und Bunkern postierte Grenzsoldaten hatten jedes verdächtige Ereignis zu
    melden. Im Hinterland patrouillierten motorisierte Grenzaufklärer. „Westverwandtschaft“ und
    Ausländer erhielten in der Regel keine Besuchserlaubnis.

    Es existierten 870 km Grenzzaun, dazu 440 km mit Selbstschussanlagen SM-70, 230 km
    mit Minenfeldern PPM-2[5], 602 km mit Kfz-Sperrgräben und 434 Beobachtungstürme. Der
    eigentliche Grenzzaun war zunächst ein einfacher hüfthoher Stacheldrahtzaun, nach 1961
    ein schwer überwindbarer doppelter Stacheldrahtzaun (als Begrenzung von Minenfeldern)
    beziehungsweise ein Streckmetallgitterzaun mit Selbstschussanlagen; mitunter bestand er
    auch aus einer Mauer mit oben aufliegendem runden Abschluss (wie in Berlin). Seit 1957
    hieß die Demarkationslinie in der DDR offiziell „Staatsgrenze West“, im dortigen Volksmund
    „Grenze nach Westdeutschland“.

    Auch weit vor der Sperrzone wurden Personenbewegungen überwacht. Fuhr ein normaler
    Reisezug planmäßig in Orte, die in der Nähe der Grenze lagen, wurden verdächtige Reisende
    während der Fahrt von der Transportpolizei, der Volkspolizei oder von „freiwilligen Helfern der
    Grenztruppen
    “ (von denen es ca. 3000 gab) kontrolliert und zum Reiseziel befragt. Wurden
    Personen ohne Passierschein in der 5-Kilometer-Sperrzone angetroffen, wurden sie dem
    zuständigen Grenzkommando gemeldet. (Der ungesetzliche Grenzübertritt – die „Republikflucht“
    – war ab 1968 eine Straftat. Die Höchststrafe betrug fünf Jahre Gefängnis. Auch der Versuch
    war strafbar.) Daneben gab es republikweit in Grenzkreisen, Grenzorten und Betrieben des
    Grenzgebietes noch ca. 500 Grenzsicherheitsaktive (GSA), deren freiwillige zivile Mitglieder
    ebenfalls Überwachungsaufgaben wahrnahmen.[6][7] Durch diese umfassende Überwachung
    konnten 90 % aller „Grenzverletzer“ schon weit vor dem eigentlichen Grenzzaun gestellt werden.
    Ab 1971 wurden einige Orte wie Sonneberg, Creuzburg,Gefell oder Kaltennordheim aus der
    Sperrzone herausgenommen.

    Seit den 1960er Jahren wurde die deutsch-deutsche Grenze durch die DDR immer stärker
    ausgebaut, um die Massenflucht in den Westen zu unterbinden. Offizielle Darstellungen der
    DDR deuteten die Grenzanlagen zu einem „antifaschistischen Schutzwall“ um, der die DDR vor
    Übergriffen aus dem Westen bewahren sollte. An der Grenze waren etwa 30.000 Grenzsoldaten
    der Grenztruppen der DDR stationiert; sie hatten den Befehl, die Flucht mit Waffengewalt zu
    unterbinden (→ Schießbefehl). Außerdem war die Grenze seit 1961 auf ostdeutscher Seite
    teilweise vermint und mit Signalzäunen und Hundelaufanlagen sowie von 1970 bis 1983/84 mit
    Selbstschussanlagen ausgestattet, die auf den geräumten Grenzstreifen der DDR hin ausgerichtet
    waren (sogenannter Todesstreifen). Betonelemente wie in der Berliner Mauer wurden bei
    grenznahen Siedlungen verwendet, zum Beispiel in Mödlareuth und Dassow. Ansonsten bestand
    die innerdeutsche Grenze aus mehreren Metallgitterzäunen mit Signalanlagen, Gräben etc. Nachts
    wurde der Schutzstreifen beleuchtet.

  8. #137
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    ... bis auf die Mär, man müsse in einem Staat/System gelebt
    haben, um urteilsfähig zu sein. ...
    Sorry, Du hast meinen Einwand nicht verstanden.
    Dieser war ... die Menschen eben mal pauschal (be|ver)urteilen ... das System aber nie selbst erfahren haben ... .

  9. #138
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Sorry, Du hast meinen Einwand nicht verstanden.
    Dieser war ... die Menschen eben mal pauschal (be|ver)urteilen ... das System aber nie selbst erfahren haben ... .
    Du ziehst einmal mehr auf das Individuum ab. Das ist völlig in Ordnung,
    aber der Diskussion folge ich nicht besonders gern. Das deshalb, weil ich
    ein System anklage, nicht jeden einzelnen Menschen nach gut oder böse
    einschätzen kann, darf und mag. Ja, das System selbst betrachte ich als
    pauschal schlecht, dabei nehme ich auf viele Kindergartenplätze so wenig
    Rücksicht, wie andere (zu Recht) auf Autobahnen mit den Initialen "AH".

  10. #139
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    ... weil ich ein System anklage, nicht jeden einzelnen Menschen nach gut oder böse einschätzen kann, darf und mag. ...
    Mit Deinem Ansatz dürften hier die wenigsten ein Problem haben.
    Zumal ich hier noch keinen einzigen Beitrag gelesen habe, der 'das System' verteidigte.

  11. #140
    Avatar von Cedi

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Denn im Vergessen sind wir Deutschen Meister.
    So pauschal kann man das nicht sagen. Wie es auch für mich nicht "die Deutschen" gibt, sondern jeder trägt auch ein Stück Verantwortung für sich selbst und sein handeln oder unterlassen.
    Bei der 2 deutschen Diktatur hat das Vergessen, Vertuschen und Relativieren sogar noch besser geklappt als nach dem 3. Reich.
    Und auch Verdrängungen (was auf Dauer nicht gelingt), dies kann man exemplarisch im eingestellten Artikel nachvollziehen, wo die Lehrerin und die Schulleitung in Stendal --wie gesagt, im Jahr 2014--, dass SBZ System gleich Diktatur vehement vertreten/verteidigen, wie sollen da die heranwachsenden Schüler/in ein objektives Bild der Geschichte erfahren ? Daher ist es durchaus wichtig, dass es Menschen gibt, die diese Aufarbeitung mit Jugendliche leistet, meine Hochachtung !

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