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Die 68er - Fluch oder Segen?

Erstellt von strike, 12.01.2013, 18:10 Uhr · 236 Antworten · 11.469 Aufrufe

  1. #231
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Tja, und da beißt sich die Katze halt in den Schwanz.
    Was passiert denn, wenn die Eltern nicht einwilligen? Dann bleibt dem Kind eben nur die Kage gegen die Eltern.
    Und SchulPFLICHT sagt ja auch schon so aus, dass es wohl mehr Pflichten als Rechte für Kinder gibt.
    Willst Du damit sagen, dass Du gegen eine Schulpflicht bist ? Eine Klage gegen die Eltern wegen dieser Schulpflicht hätte keinen Erfolg. Es geht in dem von mir geschilderten Rechtsstreit um Unterhaltsforderungen gegen die Eltern. Das Mädchen und ihr Freund besuchten weder Schulen, noch machten sie eine Ausbildung, noch arbeiteten sie.

  2.  
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  3. #232
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Willst Du damit sagen, dass Du gegen eine Schulpflicht bist ? Eine Klage gegen die Eltern wegen dieser Schulpflicht hätte keinen Erfolg. Es geht in dem von mir geschilderten Rechtsstreit um Unterhaltsforderungen gegen die Eltern. Das Mädchen und ihr Freund besuchten weder Schulen, noch machten sie eine Ausbildung, noch arbeiteten sie.
    Richtig, ich bin gegen eine Schulpflicht. Wenn überhaupt wäre ich für eine Bildungspflicht, wie sie übrigens in den meisten europäischen Ländern besteht. Das heißt aber auch, dass man dafür keine Schule benötigt. Und die Erfahrung zeigt, dass gerade solche Kinder durch Hausunterricht oder alternative Lerngruppen wesentlich gebildeter sind und emhr aus ihrem Leben machen.
    Noch besser wäre aber die Bildungsmotivation statt einer Pflicht. Alleine das Wort "Pflicht" suggeriert ja etwas Negatives. Wie willst du vernünftig etwas lernen, wenn du es musst? Das demotiviert doch völlig und man sieht den richtigen Sinn nicht darin.

    Es gibt einfach generell zu viele Pflichten und Gesetze für Kinder, bzw. gegen Kinder. Mit solche einer negativen Grundhaltung kommt es dann halt oftmals zu Situationen, in denen man nicht weiß, wie man Geld verdienen soll. Klar weiß sich ein dann erwachsenes Kind nicht mehr weiter, als Unterhalt einzuklagen. Das hat aber weder etwas mit dem Kind noch mit dem Recht zu tun, sondern hat seine Wurzeln eben in der eingeengten Situation des Kindes in den ersten Jahren, wo es sich eben nicht genügend entfalten kann. Es fehlt einfach der Weitblick und die Hoffnung auf ein gutes eigenständiges Leben. Wie soll das auch entstehen, wenn nur Noten und Hausaufgaben das Leben bestimmen? Frust statt Lust. Und der Sozialstaat wirbt ja kräftig dazu: der Staat und die Eltern zahlen ja schön. Sicherheit geht vor. Liberalität ist tot. Da steckt der Fehler drin.

  4. #233
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Richtig, ich bin gegen eine Schulpflicht. Wenn überhaupt wäre ich für eine Bildungspflicht, wie sie übrigens in den meisten europäischen Ländern besteht. Das heißt aber auch, dass man dafür keine Schule benötigt. Und die Erfahrung zeigt, dass gerade solche Kinder durch Hausunterricht oder alternative Lerngruppen wesentlich gebildeter sind und emhr aus ihrem Leben machen.
    Noch besser wäre aber die Bildungsmotivation statt einer Pflicht. Alleine das Wort "Pflicht" suggeriert ja etwas Negatives. Wie willst du vernünftig etwas lernen, wenn du es musst? Das demotiviert doch völlig und man sieht den richtigen Sinn nicht darin.

    Es gibt einfach generell zu viele Pflichten und Gesetze für Kinder, bzw. gegen Kinder. Mit solche einer negativen Grundhaltung kommt es dann halt oftmals zu Situationen, in denen man nicht weiß, wie man Geld verdienen soll. Klar weiß sich ein dann erwachsenes Kind nicht mehr weiter, als Unterhalt einzuklagen. Das hat aber weder etwas mit dem Kind noch mit dem Recht zu tun, sondern hat seine Wurzeln eben in der eingeengten Situation des Kindes in den ersten Jahren, wo es sich eben nicht genügend entfalten kann. Es fehlt einfach der Weitblick und die Hoffnung auf ein gutes eigenständiges Leben. Wie soll das auch entstehen, wenn nur Noten und Hausaufgaben das Leben bestimmen? Frust statt Lust. Und der Sozialstaat wirbt ja kräftig dazu: der Staat und die Eltern zahlen ja schön. Sicherheit geht vor. Liberalität ist tot. Da steckt der Fehler drin.
    Ich schätze den Meinungsaustausch mit Dir...und Deine Wunschvorstellung der Bildungspflicht könnte ich unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. Doch würdest Du diesen Gedanken zu Ende denken: wer soll die Kinder bilden ? Es gibt genug Unterschichtenfamilien, die selbst nie über Sonderschulniveau kamen und heute Hartz IV beziehen.

    Liberalität kann nicht bedeuten den Kindern aus diesen Schichten Bildung vor zu enthalten.

    Die Qualität der Bildung sollte einen Mindeststandard erfüllen..

  5. #234
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Ich schätze den Meinungsaustausch mit Dir...und Deine Wunschvorstellung der Bildungspflicht könnte ich unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. Doch würdest Du diesen Gedanken zu Ende denken: wer soll die Kinder bilden ? Es gibt genug Unterschichtenfamilien, die selbst nie über Sonderschulniveau kamen und heute Hartz IV beziehen.

    Liberalität kann nicht bedeuten den Kindern aus diesen Schichten Bildung vor zu enthalten.

    Die Qualität der Bildung sollte einen Mindeststandard erfüllen..
    Da bin ich ganz deiner Meinung, insbesonders würde ich befürchten, daß auch insbesonders religiöse Gründe (Schwimmunterricht, Heirat in jüngsten Jahren, Mädchen bleibt sowieso zu Haus und muß nur kochen können usw.) viele Eltern spez. die Mädchen vom Unterricht "befreien" würden!
    Allerdings bin ich wegen der besonders strengen Auslegung hier in Deutschland ins grübeln gekommen, als ich gelesen habe, daß diese deutsche Schulpflicht sogar als Asylgrund in den USA anerkannt ist!
    Bildunspflicht wäre tatsächlich besser Bildungspflicht

  6. #235
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Ich schätze den Meinungsaustausch mit Dir...und Deine Wunschvorstellung der Bildungspflicht könnte ich unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. Doch würdest Du diesen Gedanken zu Ende denken: wer soll die Kinder bilden ?
    Dafür könnte es mehrere Möglichkeiten geben: Heimunterricht durch Eltern oder Privatlehrer, Privat- und weiterhin öffentliche Schulen, regionale Bildungsgruppen durch Eigeninitiative von Profi- oder auch "Hobby"-Lehrern oder auch Selbstausbildung durch Schülergruppen (jeder weiß etwas und vermittelt es oder man versucht gemeinsam Antworten auf Fragen in Büchern oder im Internet zu finden). Dazu kommen noch Bildungsvideos (oder wie früher Schulfernsehen), Kurse im Internet usw. Die Vielfalt wäre groß.

    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Es gibt genug Unterschichtenfamilien, die selbst nie über Sonderschulniveau kamen und heute Hartz IV beziehen.
    Liberalität kann nicht bedeuten den Kindern aus diesen Schichten Bildung vor zu enthalten.
    Es muss natürlich ein gewisser Anschub, also die Motivation kommen. Das könnte man z.B. mit Hartz IV koppeln. Ein gewisser Teil müsste dann für die Bildung der Kinder ausgebeben werden. Nur mal so als Idee.
    Oder es müssten einfach intelligente Hürden erstellt werden. Z.B. könnte man nur in eine Kneipe, wenn man vorher am Eingang eine mathematische Aufgabe gelöst hat. Oder eine Zigarette lässt sich nur anzünden, wenn man vorher eine Quizaufgabe löst und den richtigen Buchstaben auf der Zigarette gedrückt hat. Dazu müsste man halt vorher lernen oder zumindest so clever werden, dass man die Zigarette überlistet.

    Klingt mal wieder etwas irre von mir, aber ich will damit sagen, dass man selbst mal überlegen soll, wie man Bildung interessanter gestalten könnte, damit mehrere Kinder darin einen Sinn sehen und es langfristig fruchtet.

    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Die Qualität der Bildung sollte einen Mindeststandard erfüllen..
    Ja, aber was ist Qualität? Ich würde ja überhaupt nichts sagen, wenn Schulausbildung qualitativ hochwertig wäre. Das wäre sie aber nur, wenn jeder Schüler ein Abi mit einer Note von 1,0 oder besser schaffen würde. Denn dann wäre ja jeder Lehrer und der Unterrichtsstoff so gut, dass das jeder Schüler packen müsste.
    Passiert aber nicht. Die Gründe sind vielfältig (liegt an Schülern, Lehrern, Eltern und eben auch Inhalten). Also muss man sich jeden Punkt mal anschauen und nach kreativen Alternativen suchen. Vor allem die Individualität fehlt mir total.

    Die aktuelle Situation würde ich jedenfalls mit der Note 5 bewerten (also ganz schlecht ist es nicht, sonst würde ich ja eine 6 verteilen). Und eine 5 ist für mich keine Qualität. Eine 4 sollte es schon sein.

  7. #236
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Dafür könnte es mehrere Möglichkeiten geben: Heimunterricht durch Eltern oder Privatlehrer, Privat- und weiterhin öffentliche Schulen, regionale Bildungsgruppen durch Eigeninitiative von Profi- oder auch "Hobby"-Lehrern oder auch Selbstausbildung durch Schülergruppen (jeder weiß etwas und vermittelt es oder man versucht gemeinsam Antworten auf Fragen in Büchern oder im Internet zu finden). Dazu kommen noch Bildungsvideos (oder wie früher Schulfernsehen), Kurse im Internet usw. Die Vielfalt wäre groß.
    Das sehe ich auch so, einen wichtigen Punkt will ich noch ergaenzen, es ist sehr wichtig eine 'Begabten-Foerderung' zu haben. So manches 'kleine Genie' kann somit fruehgenug erkannt und gefoerdert werden.

  8. #237
    Avatar von Socrates010160

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    @ knarf

    Schade, dass Du kein Bildungspolitiker in D bist. Deine Ansätze sind gut...

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