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Deutschlands zusätzliche Verschuldung von 3,3 Billionen € durch Renten und Pensionen

Erstellt von socky7, 11.06.2012, 23:03 Uhr · 88 Antworten · 5.057 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von socky7

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    Deutschlands zusätzliche Verschuldung von 3,3 Billionen € durch Renten und Pensionen

    Darüber wird nie oder selten gesprochen, dass Deutschland im Gegensatz zu anderen Industrienationen wie Japan oder Großbritannien durch den sog. Generationenvertrag und bei der Beamtenversorgung zusätzlich um ca. 3,3 Billionen Euro verschuldet ist. Zur besseren Vorstellung dieser gewaltigen Summe: Deutschland hat zusätzliche Schulden von rd. 3.300 Milliarden Euro durch die Verpflichtung zur Altersversorgung.

    Es gibt in Deutschland rd. 20,6 Millionen Rentner und rd. 1,4 Millionen Pensionäre, insgesamt rd. 22 Millionen Menschen, die im Alter versorgt werden müssen.
    Die eingezahlten Rentenbeiträge dieser Rentner sowie der berufstätigen Menschen, die das Rentenalter noch nicht erreicht haben, sind bereits verbraucht bzw. verteilt oder in dunklen Kanälen verschwunden - wie auch immer.

    Es gibt in Deutschland bestimmte Berufsgruppen, die sich aus diesem desolaten System abgekoppelt haben und die ihre Altersversorgung von Versorgungswerken beziehen:

    Arbeitsgemeinschaft Berufsstndischer Versorgungseinrichtungen e.V. ABV

    ein Beispiel aus Bayern:

    http://www.versorgungskammer.de/port...bvk/index.html

    http://www.versorgungskammer.de/port...bvk/index.html

    bei 317.000 Versorgungsempfängern (Rentnern) sind 52 Milliarden Euro als Kapital angelegt,
    d.h. pro Rentner 164.000 Euro. Da sind die rd. 22.000 Wohneinheiten noch nicht eingerechnet.

    Bei den Versorgungswerken wurden die Rentenbeiträge angespart und relativ sicher in Kapitalanlagen und Immobilien angelegt. Die Versorgungswerke hatten auch die bisherigen Finanzkrisen relativ unbeschadet überstanden.
    Je nach Versorgungswerk sind für jeden Versorgungsempfänger bzw. Rentner im Mittel etwa 150.000 € (niedrig angesetzt) angespart und relativ sicher angelegt. Von den Dividenden, Zinsen und Mieteinnahmen u.a.m. werden die Renten für die Mitglieder der Versorgungswerke ausgezahlt.
    Wenn man das analog - wie z.B. in Japan oder Großbritannien - auch in Deutschland bei den rd. 22 Millionen deutschen Rentnern und Pensionären gemacht hätte, wären in den staatlichen Renten-und Pensionsfonds insgesamt etwa 3,3 Billionen Euro angespart.
    Das ist in Deutschland jedoch aufgrund von Adenauers Politik nicht der Fall. Damals soll Bundeswirtschaftsminister Prof. Ludwig Erhard seinen CDU-Parteifreund Adenauer gewarnt haben:
    "Das neue Rentensystem mit dem geplanten Generationenvertrag funktioniert in einigen Jahrzehnten nicht mehr !"
    Darauf soll Adenauer geantwortet haben: "Das interessiert mich nicht. Dann bin ich längst tot. Ich will nur die nächste Bundestagswahl gewinnen - mehr nicht !"

    Über die ungerechte Altersversorgung kann bei dieser Gelegenheit auch nachgedacht werden:

    http://www.bild.de/politik/wirtschaft/frueh/gehen-staatsdiener-in-pension-
    11188190.bild.html


    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/r...4320.bild.html

    Zusätzlich zu den bisher von den Statistikern und Politikern genannten Schulden von rd. 2 Billionen Euro in Deutschland müssen mind. 3,3 Billionen Euro Schulden hinzugerechnet werden. Insofern ist Deutschland höher verschuldet als andere Länder, die als hoch verschuldet angesehen werden.

    http://www.n-tv.de/politik/Deutsche-...cle403265.html

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Leipziger

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    Hallo socky7

    Deutschland hat zusätzliche Schulden von rd. 3.300 Milliarden Euro durch die Verpflichtung zur Altersversorgung.
    Wie kommst du auf auf "nur" 3,3 Billionen bzw. hast du dazu eine Quelle ?

    Meines Wissens belaufen sich diese Schulden bzw. Ansprüche aus Rentenawartschaften momentan auf 6,5 Billionen € ........

    ........ und die werden in den nächsten Jahren noch anwachsen auf 8 Billionen € zuzüglich der Krankheits und Pflegekosten für die alten Babyboomer für die es ebenfalls keine Kapitaldeckung gibt steht da ein Schuldenberg von ca. 12 Billionen € fürdie sich die junge Generation schon mal warm machen kann ......

  4. #3
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Hallo socky7
    Wie kommst du auf "nur" 3,3 Billionen .... ?
    Ich hatte das "angelegte Kapital in den Versorgungswerken" auf die
    "Anzahl der heutigen Rentner in den Versorgungswerken" bezogen (vgl. Thread #1).
    Bei meiner zweiten Berechnung auf der Grundlage der gesamten Mitgliederzahl (derzeit einzahlende Mitglieder plus Versorgungsempfänger) in den Versorgungswerken kam ich auf 9,3 Billionen Euro. Diese Summe erschien mir zu hoch. Außerdem wollte ich euch nicht schocken !
    Wenn jemand eine wissenschaftlich fundierte Quelle zum o.a. Thema hat, könnte das hilfreich sein. Vermutlich wird diese Berechnung von unserer Bundesregierung unter Verschluss gehalten. Möglicherweise wird die enorme zusätzliche Verschuldung auch verschwiegen bzw.verdrängt, damit Deutschland bei den Rating-Agenturen nicht abgestuft wird. Ich vermute letzteres.
    Jedenfalls haben die meisten Industrienationen im Gegensatz zu Deutschland die eingezahlten Rentenbeiträge nicht aufgezehrt und stehen deshalb erheblich besser da.

  5. #4
    Avatar von Leipziger

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    Hallo socky7

    Wenn jemand eine wissenschaftlich fundierte Quelle zum o.a. Thema hat, könnte das hilfreich sein.
    Altersvorsorge DIA | Hohe verdeckte Schuldenlast aus den Sozialsystemen

    Neben der offen ausgewiesenen Staatsverschuldung existiert in Deutschland in hohem Umfang eine unsichtbare Schuldenlast aus den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen der umlagefinanzierten Sozialversicherungssysteme. Experten beziffern diese implizite Staatschuld aus gesetzlicher Renten- und Krankenversicherung, sozialer Pflegeversicherung und sonstigen Leistungsverpflichtungen auf rund 185 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (Basisjahr 2007) oder 6 Billionen Euro. ....



  6. #5
    Avatar von tuxluchs

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    Den Kram hatten wir schon mal im Rententhread.

    Die Frage ist, wer schuldet wem, wann, wieviel.

    Ich schulde meinerselbst die nächsten 20 Jahre allein rund ne halbe Mio. für Essen und Trinken, oder sind das nur Verbindlichkeiten? Und ist das in dieser Statistik schon drin?

    Mir scheint weder die Journaille noch manch Bürger ist in der Lage, Schulden, Verbindlichkeiten und zukünftige Verpflichtungen auseinander zu halten, und dann hat man solche fetten, dümmlichen Schlagzeilen.

  7. #6
    Avatar von Leipziger

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    Hallo tuxluchs

    Ich schulde meinerselbst die nächsten 20 Jahre allein rund ne halbe Mio.
    Dann hast du überdurchschnittliche Rentenansprüche ....... im Schnitt fallen pro Rentner "nur" 325.000 € an Altersaufwendungen an (Rente/Krankheit/Pflege) ......

  8. #7
    Avatar von tuxluchs

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    Nix Rentenansprüche, rein die Versorgung für meine nächsten 20 Arbeitsjahre, und da ich es ja noch nicht verdient habe, schulde ich mir es doch, oder?

  9. #8
    Avatar von Leipziger

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    Hallo tuxluchs

    Nix Rentenansprüche, rein die Versorgung für meine nächsten 20 Arbeitsjahre .......
    Ja ok so war das gemeint ........ aber Geld was man für sich selbst verdient kann man schlecht unter Schulden verbuchen , oder ?!

    Bei Geld was Anderen angeschrieben wird und was man später zurück haben möchte ist der Begriff "Schulden" durchaus angebracht !

  10. #9
    Avatar von strike

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    Wir haben doch gerade an anderer Stelle im Forum gelernt, dass es keine Verbindlichkeit fuer die Zusagen des Staates gibt.
    Insofern schien mir klar, dass irgendwann die Renten nur noch mit den wirklich verfuegbaren Mitteln aus den monatlichen Zahlungen der Beschaeftigten in die Rentenkasse gezahlt wird.

    Sprich: die staatliche Rente wird mit abnehmenden Einzahlern auch geringer.
    Letzten Endes sind es ja nur Zusagen, an die sich niemand gebunden fuehlen wird.
    Zumal wenn man ihm die Verantwortung fuer die Fehlkalkulation nicht zusprechen kann.

    Von daher sind dies fuer mich eher keine Schulden, sondern blumige Versprechen.

  11. #10
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Wir haben doch gerade an anderer Stelle im Forum gelernt, dass es keine Verbindlichkeit fuer die Zusagen des Staates gibt.
    Insofern schien mir klar, dass irgendwann die Renten nur noch mit den wirklich verfuegbaren Mitteln aus den monatlichen Zahlungen der Beschaeftigten in die Rentenkasse gezahlt wird.
    Die normalen Renten werden doch eh schon zu einem ordentlichen Teil über Steuermittel quersubventioniert. Das hast gelernt und schon wieder vergessen?

    Sprich: die staatliche Rente wird mit abnehmenden Einzahlern auch geringer.
    Wieso denn das?
    Stellt sich doch nur die Frage wie viel diese einzahlen, wiehoch der Bundeszuschuss ist, die Quersubventionierung der normalen Rentner, ...

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