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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.437 Antworten · 173.864 Aufrufe

  1. #761
    Avatar von Ban Bagau

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    @franky_23

    Das ist schon richtig. Aber wenn das ein Land macht, mag das gut und vorteilhaft für das Land sein. Machen das alle Länder auf der Welt, gibt es keinen Finanzfluß. Nicht das ich das gut heiße, mit nichtvorhanden Werten zu handeln. Das ist es aber das "usus" auf dem der Finanzmakt Weltumspannend aufgebaut ist. Bis jetzt hat es mehr oder weniger auch funktioniert. Wenn auch viele auf der Strecke geblieben sind. Durch viele Ausbrüche, Auswüchse und Verschiebungen auf diesem Sektor, ich glaube "Liberaliesierung des Finanzmarktes" schimpft sich das, ist im laufe der Zeit so ein ungleichgewicht entstanden, das Schieflagen (fast) nicht mehr ausgeglichen werden können. Zudem hat sich die Welt inzwischen geändert. Was die Orte betrifft, wo Werte erschaffen und das Geld verdiehnt wird.
    Das Problem ist das festhalten an diesen Finanz und Wirtschaftsstrukturen, weil sie doch so "lange funktioniert" haben. Das mag auch in gewisser hinsicht so sein, aber was in einer Zeit gut und vorteilhaft ist muß es nicht in anderer Zeit sein. Es fehlt einfach bis jetzt die Einsicht der Politiker und "Finanzjongleure" sich sich ändernden Umgebungsvariablen zeitnah anzupassen und nicht hinterher zu hechten. Eines teils mit Nachsicht, denn bis jetzt haben sie die Welt- und Finanzordnung nach ihrem gusto geformt. So ein Lernprozeß ist nicht leicht. Vor allem, muß aktzeptiert werden, das noch etwas zu lernen ist und auch damit begonnen werden.

    Ps.: Laß dich nicht von so populistischen Meldungen über Einzelschiksale beinflussen, wenn ein paar Luxusvillen in London von Griechen gekauft werden. Es gibt weitaus mehr Japaner und auch aus anderen Ländern die Luxusapartments in Manhattan und sonst wo in der Welt zu exorbitanten Quatratmeterpreisen gekauft haben. Diese Meldung haben nur ein Ziel, sukzessiv Neid zu erzeugen, für was die "Bedürftigen" alles ihr Geld verjuben statt es ihrem Land zur Verfügung zu stellen. Auf die Art, der brave europäische Steuerzahler darf mit seinem Ersparten denen aus der Misere helfen.
    Die Berichterstattung begrenzt sich auf einige wenige die ihr Geld ohnehin dem Staat nicht zur Verfügung gestellt oder in ihn investiert hätten. Das ist nicht die mehrzahl des griechischen Volkes. Viellmehr die wenigen die sich das leisten können, diesen Weg zu gehen, vergleichbar mit unseren Steuerflüchtigen und Auslanskonteninhaber. (meine aber jetzt nicht die mit Konto in Thailand)

  2.  
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  3. #762
    Avatar von Flying Saucer

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    Der Euro ist bald am Ende. be prepared

  4. #763
    Avatar von franky_23

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    Ban,

    Japan hat halb Hawai aufgekauft. Das ist auch kein Problem, da nicht umgekehrt die Staatsschuld von anderen Nationen finanziert wird. Durch die Verflechtung wurde alles intransparent. Das Entscheidende wird sein, ob sich größere Nationen gemeinsam durchringen können einfach die Staatsverschuldung zu drosseln. Das geht nur durch Leistungseinschnitte und Steuererhöhung. Schon grotesk, die Besteuererung derer, die nennenswerte Werte anlegen können wurde immer mehr reduziert, damit sie es dann den öffentlichen Haushalten wieder leihen und dafür noch Zinsen bekommen.

  5. #764
    Willi
    Avatar von Willi
    Wolln die wirklich an die Goldreserven der Bundesbank ran ?

    Geraten größere Staaten in den Strudel der Schuldenkrise, droht der EFSF an seine Grenzen zu stoßen. Darum wollen die Euro-Retter zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen - und notfalls den deutschen Goldschatz verpfänden.
    Schuldenkrise: Euro-Retter wollen Goldreserven der Bundesbank verpfänden - International - Politik - Handelsblatt

    Vielleicht sollten Wir mal einen Marsch nach Berlin organisieren.

  6. #765
    Avatar von Ban Bagau

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen

    Schon grotesk, die Besteuererung derer, die nennenswerte Werte anlegen können wurde immer mehr reduziert, damit sie es dann den öffentlichen Haushalten wieder leihen und dafür noch Zinsen bekommen.
    Solange die Steuersysteme so größzügig für derer ausgelgt werden, wird sich auch daran nicht ändern.
    Ein Beispiel aus den USA. Wobei unsere Konzerne dem nichts nachstehen. ...und wenn sie dann doch mal deswegen in Kritik geraten, wird gleich mit Abwanderung und Arbeitsplatzverluste am Standort gedroht. ...und schon bekommen sie noch obendrauf Vergünstigungen und "Dableibeprämien".

    Schlupflöcher für Steuertrickser

    Das amerikanische Steuersystem ist löchrig wie ein Schweizer Käse: Riesige Unternehmen wie General Electric oder Boeing erzielen hohe Gewinne, zahlen jedoch keine Abgaben - und das ganz legal. Die gesetzlichen Regeln lassen jede Menge Ausnahmen zu. Das soll sich ändern, fordern Experten.
    General Electric (GE) war, gemessen am Umsatz, im vergangenen Jahr das sechstgrößte Unternehmen der Vereinigten Staaten. Der Mischkonzern, der auch mit mehreren Tochtergesellschaften in Deutschland präsent ist, erwirtschaftete 2010 einen Gewinn von 11,64 Milliarden Dollar und lag damit innerhalb der USA an 14. Stelle. Steuern allerdings zahlte GE im vergangenen Jahr überhaupt keine.
    Und GE ist mit dieser Praxis nicht alleine. Unter den 280 profitabelsten Unternehmen Amerikas gingen 78 in mindestens einem der vergangenen drei Jahre steuerfrei aus; 30 bekamen sogar Steuern vom Staat zurück. Der durchschnittliche effektive Steuersatz für die Großkonzerne lag bei 18,3 Prozent und nicht bei 35 Prozent, wie es im Gesetzbuch steht.
    Diese Zahlen veröffentlichte die gewerkschaftsnahe Gruppe "Bürger für Steuergerechtigkeit" ("Citizens for Tax Justice, CTJ"). Im Auftrag von CTJ hatte das Institut für Besteuerung und Wirtschaftspolitik in Washington die Geschäftsberichte der 280 Konzerne untersucht. Was die Forscher dabei herausfanden, war demnach keine illegale Steuervermeidung; die Firmen nutzten ganz einfach gesetzliche Ausnahmeregeln, die ihnen zustanden.

    Neben GE zahlen auch Boeing, Pepco und PG&E keine Steuern

    Zu den Firmen, die nach der Studie keine Steuern zahlen, gehörten, neben GE, der Flugzeughersteller Boeing und große Energiekonzerne wie Pepco, PG&E und El Paso. Hohe Steuersubventionen bekamen, laut CTJ, auch Finanzfirmen wie Wells Fargo, PNC Financial und Goldman Sachs.
    Die "Bürger für Steuergerechtigkeit" setzen sich für eine gleichmäßigere Besteuerung in den USA ein. Ihre Zahlen sind nicht unumstritten. So geht aus der Statistik nicht hervor, ob eine Firma in einem Jahr tatsächlich steuerfrei war, oder ob eine Steuerzahlung lediglich ins nächste Jahr verschoben wurde. Auch werden lokale Steuern von Bundesstaaten und Gemeinden nicht erfasst.
    Trotzdem zeigen die Zahlen, wie überholungsbedürftig die Unternehmensteuer in den USA ist. Auf der einen Seite hat Amerika mit 35 Prozent den höchsten Körperschaftsteuersatz unter den großen Industrieländern (Deutschland: 15 Prozent), auf der anderen Seite ist das System löcherig wie ein Schweizer Käse.
    Der milliardenschwere Mischkonzern General Electric hat 2010 überhaupt keine Steuern gezahlt - weil er eine Ausnahmeregel nutzte.

    GE nutzt für Finanztochter Steuer-Ausnahme

    Beispiel GE: Der Konzern hat eine starke Finanztochter (GE Capital) und nutzt für die eine spezielle Ausnahmeregelung. Danach bleiben Gewinne, die US-Firmen bei Kreditgeschäften im Ausland erzielen, steuerfrei, während Zinsaufwendungen, die für diese Geschäfte notwendig werden, von der US-Steuer abgezogen werden können. Die Regelung wurde 1986 schon mal abgeschafft, 1997 aber wieder "vorübergehend" eingeführt.
    Sie ist ein Beispiel für die Unwägbarkeiten im US-Steuersystem. Der Konzern selbst wehrt sich gegen die Vorwürfe von CTJ. Die Studie sei "ungenau und verzerrt", sagte ein Sprecher. GE habe Milliarden Dollar an US-Steuern während der letzten zehn Jahre gezahlt. "Wir erwarten, dass unser genereller Steuersatz 2011 bei etwa 30 Prozent liegen wird." Auch GE setzte sich für die Schließung von Schlupflöchern im Steuersystem ein.

    Großzügige Abschreibungsregeln wirken steuermindernd

    Steuermindernd für die großen Konzerne wirken auch die traditionell sehr großzügigen Abschreibungsregeln in den USA. Sie wurden 2008 im Zuge des Konjunkturprogramms von US-Präsident George W. Bush noch einmal verbessert. Andere Firmen nutzen die verschiedenen branchenspezifischen Steuersubventionen - von der Förderung der Öl- und Gassuche über die Stützung von Bioalkohol bis hin zur Förderung von Filmproduktionen. Viele Firmen profitieren auch von der Möglichkeit, Gewinne außerhalb Amerikas zu parken.
    Die meisten Experten sind sich einig, dass die USA eine Grundsatzreform der Unternehmensteuer mit niedrigeren Steuersätzen und deutlich weniger Ausnahmetatbeständen brauchen. Im Ergebnis sollen US-Firmen im Wettbewerb mit deutschen, französischen oder chinesischen besser dastehen.
    Heftig umstritten ist dabei, was mit Gewinnen passieren soll, die Firmen im Ausland erzielen. Nach geltendem Recht sind die Gewinne so lange steuerfrei, wie sie nicht in die USA zurückholt werden. Etliche Konzerne parken die Gewinne im Ausland. Die Wirtschaftslobby versucht daher zu erreichen, dass Gewinne steuerfrei repatriiert werden können. Gruppen wie CTJ wollen dagegen die Steuerfreiheit ausländischer Gewinne ganz abschaffen.
    Amerikanisches Steuersystem - Schlupflöcher für Steuertrickser -- sueddeutsche.de

  7. #766
    Avatar von Pitmacli

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    Exclamation Die Melkmethoden werden tatsächlich immer dreister...

    Also, momentan bin ich etwas verwirrt. Das physikalische Wunderhebelgesetz hat ja seine Wirkung noch gar nicht voll entfaltet...
    Das heisst, Brüssel konnte ja noch gar nicht alles abschöpfen, was mit dieser neuen Methode möglich wurde. Und da prescht ein Irrer mit einer viel zu verfrühten Meldung aus dem Busch, was erst für später vorgesehen ist und löffelchenweise verabreicht werden soll.
    Auch wenn das deutsche Volk gerne alle Opfer bringt, um den grossen Verwandtenkreis aus dem Elend zu erlösen und selber darin zu versinken - hat es einen Anspruch darauf, nicht zuviel aufs Mal geben zu müssen. Wer die verfrühte Meldung auch immer publizierte, es muss sich um einen Irren handeln - denn er bringt nur Unruhe ins System.
    Dass das deutsche Volk gerne seine letzten Goldreserven verpfändet, steht ja ausser Frage - da braucht es ja auch absolut keine Volksbefragung - die Meinungen stehen ja fest. Aber bitte - zuerst mal Ausschöpfen des Hebels - ein paar Tage Zeit sollte man sich schon lassen, und erst dann die letzten Vermögenswerte plündern...

    Pit - kein Verständnis für das Vorpreschen solcher Voreiliger mit Meldungen, die ausser Sand ins Getriebe streuen nun wirklich nichts Konstruktives beitragen...

  8. #767
    Avatar von Nokhu

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    «Deutschlands verheimlichte Schulden»

  9. #768
    Avatar von Ban Bagau

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    Zitat Zitat von Pitmacli Beitrag anzeigen
    .... Wer die verfrühte Meldung auch immer publizierte, es muss sich um einen Irren handeln - denn er bringt nur Unruhe ins System.
    Dass das deutsche Volk gerne seine letzten Goldreserven verpfändet, steht ja ausser Frage - da braucht es ja auch absolut keine Volksbefragung - die Meinungen stehen ja fest. Aber bitte - zuerst mal Ausschöpfen des Hebels - ein paar Tage Zeit sollte man sich schon lassen, und erst dann die letzten Vermögenswerte plündern...

    Pit - kein Verständnis für das Vorpreschen solcher Voreiliger mit Meldungen, die ausser Sand ins Getriebe streuen nun wirklich nichts Konstruktives beitragen...
    Keine Sorge das Gold bleibt ja vorerst quasi im Ländle. Es handelt sich dabei nur um eine "Umlagerung". Um Falle eines Falles dies schneller flüssig machen zu können. Man nicht erst das dumme Volk in Form des Bundestages über endlose Debatten oder gar Einsprüche ins mit dem Löcherstopfen stocken gerät.
    Da sagt noch einer, die sind nicht Lehrnfähig. Schnell von den Griechen gelernt, das man in solchen Zeiten das Volk, das sowieso nur an das eigene wohlergehen denkt, befragt.
    Anderseits muß man auch die Entwicklung der letzten Monate, Wochen und Tage in betracht ziehen. Wenn immer mehr Vorsichtsmaßnahmen und immer höhere Aufstockungen in Angriff genommen werden. Wir erfahren es oder werden durch die Presse darüber informiert, erst wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Was ist im da noch Anzug? Welche Kandidaten, außer den üblichen Verdächtigen haben sich schon soweit über den Abgrund gelehnt das ein Absturz nicht mehr oder noch nur noch mit viel, viel Glück auszuschließen ist.

    soll auf diese Weise unter Umgehung des Bundestages die Haftung Deutschlands in der Staatsschuldenkrise noch einmal um mehr als 15 Milliarden Euro erhöht werden. Hintergrund des Vorhabens ist die Sorge, dass die Feuerkraft des 440 Milliarden schweren Eurorettungsfonds EFSF im Falle des Wankens größerer Staaten nicht ausreichen werde.
    Die Gold- und Währungsreserven der Bundesbank sind Eigentum der deutschen Bürger; sie werden von der Bundesbank nur verwaltet. Vorgesehen ist offenbar, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) des Goldschatzes bemächtigt. Unter den in Cannes versammelten Staats- und Regierungschefs wurde darüber beraten, das System der Europäischen Zentralbanken mit seinen Devisenreserven von insgesamt 50 bis 60 Milliarden in Form von Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds (IWF) an eine Zweckgesellschaft des europäischen Krisenfonds zu verpfänden.
    Schuldenkrise: Euro-Retter wollen an Goldschatz der Bundesbank - Europas Schuldenkrise - FAZ
    Schuldenkrise: Euro-Retter wollen Goldreserven der Bundesbank verpfänden - International - Politik - Handelsblatt
    Die Grand Dame de "Eurovision" verkündete und gab die Richtung vor:

    "Wenn es Europa nicht gutgeht, wird es auch Deutschland nicht gutgehen. Unsere Durststrecke wird 10 Jahre dauern".

    "Alle müssen Hausaufgaben machen"

    Merkel kündigt harte Dekade an

    Nach einer überaus anstrengenden Woche wendet sich die Bundeskanzlerin in einer Videobotschaft an die Deutschen, um die Lage nach dem G20-Gipfel und den griechischen Paukenschlägen zu erläutern. Die Kernaussage: Bis Europa seine Schuldenprobleme überwunden hat, dürfte es wohl noch mindestens zehn Jahre dauern.
    Die Schuldenkrise wird Europa nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch viele Jahre beschäftigen. In einer wöchentlichen Videobotschaft an die Bevölkerung sagte die CDU-Chefin: "Es wird sicherlich eine Dekade dauern, bis wir wieder besser dastehen." Die Schulden seien über Jahrzehnte aufgehäuft worden, "das heißt, diese Schuldenkrise wird auch nicht mit einem Mal vorbei sein".
    Merkel sprach von einem "sehr mühevollen Weg". Mit Blick auf die Auswirkungen der Schuldenkrise auf Wirtschaft und Arbeitsplätze in Deutschland sagte Merkel: "Auf Dauer gilt natürlich: Wenn es Europa nicht gutgeht, wird es auch Deutschland nicht gutgehen." Deshalb müsse man alles daran setzen, "in Europa die Dinge in Ordnung zu bringen".
    Merkel kündigt harte Dekade an @ n-tv
    Druckversion - Schuldenkrise: Merkel schwört Europa auf dürre Dekade ein - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Bundesrepublik findet nicht aus der Wirtschaftskrise. Der kleine Zwischenspurt in den vergangenen Monaten ist vorerst gestoppt. Daniel Stelter, Partner des Beratungshauses Boston Consulting Group, hatte den Einbruch vorhergesagt. Jetzt bereitet er die Bundesbürger auf lange und bittere Jahre vor - und auf Arbeitslosigkeit.
    manager-magazin.de - Druckversion - Deutsche Wirtschaft: "Unsere Durststrecke wird Jahre dauern" - manager-magazin.de - - Finanzen
    Ich weiß nicht was das heißen soll, aber wahrscheinlich meint sie wohl, es wird ein Jahrzehnt dauern, bis Europas Bürger endlich auf dritt-Welt-Niveau downgesized wurden, die Eliten aber in einem solchen überfluss schwelgen werden.


    Seit über 20 Jahren hangeln wir uns von Krise zu Krise, die Arbeitnehmer werden immer ärmer. Wiedervereinigung, dann für die Hypothekenkrise, dann für die Bankenkrise, jetzt für die Eurokrise. Aber gleichzeitig explodieren die Geldvermögen, Manager und Bankerboni. 0,1% der Weltbevölkerung wird reicher und reicher.
    • Vor dem Euro: - Bürger müssen kürzer treten, fit werden für den Euro
    • Euro ist da - Seit 10 Jahren steigen die Reallöhne nicht mehr, Hungerlöhne zerstören das Sozialsystem auf lange Zeit
    • Euro erhalten - Bürger müssen in Zukunkft kürzer treten für den Süden
    Nur eine Gruppe verdient seit Euroeinführ mehr - die Bänker, die Politiker, die Manager der Dax-Konzerne. Deren Gehälter steigen und steigen, die der Bürger nicht.
    Frau Merkel sagt, es darf niemand aus der Pokerrunde aussteigen, sonst gibts ein unbeschreiblich, gewaltiges Unglück, ein Amaggedon. Das ist so schrecklich, dass niemand sich traut es zu beschreiben. Und wer es denoch versucht, fliegt aus der Partei.
    Also liebe Deutsche und noch mit Deutschland in irgend einer Weise verbundenen, vergesst, daß es Alternativen geben könnte, schnallt mal wieder der Gürtel enger, schmeißt Euer letztes Hemd mit in den Pott. Wenn wir fertig sind, dürft ihr auch unter dem Tisch nachsehen, ob ein Chip runter gefallen ist.
    Dann kann ich bei alledem, nur zu dem Fazit kommen: Deutschland hat am meisten vom Euro profitiert.

    ...immerzu werden Gespenster an die Wand gemalt:
    -Langzeitarbeitslosigkeit
    -Terrorismus
    -Rezession
    usw.
    Das bei allen Problemen, die wir meistern mussten und müssen nur die Arbeitnehmer bluten und die Banken, Versicherungen und die Industrie mächtig wachsen.

    "Deutsches Lohndumping sprengt die Währungsunion"

    Maßvolle Tarifabschlüsse, mehr Wettbewerbsfähigkeit: Das deutsche Modell, durch jahrelange Lohnzurückhaltung die Marktposition zu verbessern, gilt als Vorbild für EU-Staaten wie Griechenland. Falsch, sagt Ökonom Heiner Flassbeck. Das deutsche Lohndumping sei schuld daran, dass die Währungsunion nun vor einer Zerreißprobe stehe.

    Hamburg - Von einem harten Sparkurs ist die Rede, einer schmerzhaften Rosskur. Nur durch eisernes Sparen und Lohnverzicht könne Griechenland den Staatsbankrott abwenden und seine Finanzen in den Griff bekommen. Der Weg werde steinig und schwer, führe aber zum Erfolg.
    Vorbilder für den griechischen Patienten sind schnell bei der Hand. Die Iren zum Beispiel, die im vergangenen Jahr drastische Lohneinbußen hingenommen haben. Und die Deutschen, deren Reallöhne in den vergangenen zehn Jahren gesunken sind, weil sich die Tarifpartner auf maßvolle Lohnabschlüsse geeinigt haben.

    Genau diesen Kurs setzen die Deutschen jetzt fort, mit einem Miniplus in der Metallindustrie, mit angekündigten Sozialreformen, einer erregten Diskussion um den Sozialstaat und mit einer Schuldenbremse, die die öffentlichen Finanzen ab 2011 in einen Schraubstock zwingt.
    Diese deutsche Bescheidenheit ist für eine wachsende Zahl von EU-Staaten aber nicht die Lösung, sondern das Problem.

    "Haben kein Problem mit Griechenland, sondern mit Deutschland"
    "Wir haben kein Griechenlandproblem, sondern ein Deutschlandproblem", sagt Heiner Flassbeck, Chefökonom bei der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (Unctad) in Genf. Sein Vorwurf: Durch systematisches Lohndumping grabe Deutschland den anderen EU-Staaten Marktanteile ab. Als einzige große Volkswirtschaft der Währungsunion habe die Bundesrepublik ihren globalen Marktanteil zwischen 2000 und 2010 stabilisiert, während die anderen dramatisch verloren haben.
    bitte weiter lesen...
    manager-magazin.de - Druckversion - Euro-Krise: "Deutsches Lohndumping sprengt die Währungsunion" - manager-magazin.de - - Unternehmen
    Klar dürfte aber auch jedem werden, das wir mit dem Euro an einem "Point of no return" angkommen sind. Viele Strukturen die über Jahrunderte gewachsen waren, sind innerhalb kürzester Zeit abgeschaft oder neuen Gegebenheiten angepaßt worden. So daß sich eine Umkehr zur Einzelstaaterei mit ihren Strukturen, Konventionen und Währungen für das betroffene Land nur unter enormsten Belastungen zurückführen läßt. Wobei es wahrscheinlich nie, den selbst womöglich schlechten Heutezustand durch die Vorbelastung erreichen wird.

    Europa muss zusammenwachsen - oder es wird explodieren. Das griechische Drama verstärkt diese Einsicht. 17 Nationalstaaten müssen sich abschaffen, um ihr Geld zu retten. Kann das gelingen?
    Hamburg - Wenn wir wieder eine eigene Währung einführen", sagt ein prominenter deutscher Krisenmanager, "dann müsste die Bundeswehr die deutschen Grenzen abriegeln." Wie bitte?
    Doch, doch, sagt der Krisenmanager im vertraulichen Gespräch, das sei unausweichlich. Falls die Währungsunion scheitere, müsse zunächst mal verhindert werden, dass andere Europäer ins Land kämen, um ihre schwächeren Euros gegen hartes neues Deutschgeld zu tauschen. Soldaten würden postiert, Schlagbäume fallen, Autos und Lastwagen durchsucht, der Verkehr lahmgelegt, der Strom der Warenlieferungen über den ganzen Kontinent unterbrochen.
    Es ist ein Gedankenspiel, hypothetisch, drastisch - aber unrealistisch?
    Man muss sich das Szenario vor Augen führen: Bewaffnete uniformierte Deutsche stellen sich gegen ihre Nachbarn - diese Bilder würden um die Welt gehen. Emotionen würden hochkochen und Erinnerungen wachrufen an eine grausame Geschichte, die durch das europäische Projekt längst überwunden schien. Es wären Bilder, deren Macht sich kaum überschätzen lässt. Bilder, die den Lauf der Geschichte verändern würden. Danach sähe die Zukunft anders aus.
    Die Botschaft ist klar: So weit darf es nicht kommen. Wenn der Euro zerbricht, steht so ziemlich alles zur Disposition, was sich die Bundesrepublik in sechs Jahrzehnten aufgebaut hat - Wohlstand, Freundschaft, Ansehen, Frieden.
    Scheitern ist also keine Option. Doch Europa ist dabei zu scheitern.
    Diese dramatische Beurteilung der Lage hat sich inzwischen im innersten Zirkel der Bundesregierung durchgesetzt. Spät, aber immerhin. Angela Merkels Berater erkennen endlich: Die Märkte arbeiten auf eine von zwei Extremlösungen hin. Entweder die Währungsunion entwickelt sich zu einer quasi staatlichen Struktur weiter. Oder der Euro zerbricht krachend, mit zerstörerischen Schockwellen rund um den Globus.
    Vereinigte Staaten von Euro-Land - oder das Ende des Projekts
    bitte weiter lesen...
    manager-magazin.de - Druckversion - Schuldenkrise: Wie 17 Euro-Staaten ihr Geld retten - manager-magazin.de - - Politik
    Kleines sarkastisches Zitat am Rande: "Kohl machte den Osten platt und Merkel jetzt den Westen."

  10. #769
    Avatar von tuxluchs

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    Heute bei Jauch diese Thema ,was sonst. Und, wie schon von mir gepostet, Vermögende Griechen schaffen Geld ins Ausland, und wohin als erstes? Deutschland.Besonders beliebt Immobilien in Berlin u.a.deutschen Großstädten. Und die griechischen Banken ;) wahrscheinlich dito, wobei, ist das dann schon Geldwäsche?

  11. #770
    Avatar von Pitmacli

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    Hallo Ban Bagau - mit Entsetzen starren meine Augen auf Deinen umfassenden Bericht - hast Du den aus meinen Hirnzellen gestohlen???

    Nicht fähig, es so analysierend darzulegen und dann auch noch lesen zu müssen, verdirbt mir für 5 Minuten die Freude am Dasein.

    So richtig Freude taucht auch anschliessend nicht auf, weil ich feststellen muss, dass Realität sein könnte was Realität nicht sein dürfte... und vor allem, eine solche Abzocke hat kein Volk auf Erden verdient und schon gar nicht unser Nachbar, nachdem ihr euch aus der braunen Brühe herauskämpfen konntet und mit Wahnsinnswillen alle Nachfolgewirkungen alles aufarbeiten musstet.
    Und wahrgenommen wurde - ihr hattet es praktisch geschafft. Da tauchte eine neue Generation auf - wiederholt sich die Geschichte??
    Wir (CH) wurden ja von Vielem verschont und waren zu lange Zeit reine Nutzniesser. Und unsere Banken leuchten ja tiefstrot betr. Abzockerei weltweiter Machenschaften. 30% wären sofort ins braune deutsche Lager übergelaufen, hätte der ........... sich entschlossen, die Schweiz einzubinden in seine kurzfristigen Pläne. Also nichts mit entlastendem Zurücklehnen.

    Hoffe jetzt nun noch einen kleinen Funken, Ban Bagau, dass wir beide in die Klappsmühle gehören und unsere Wahrnehmungen jenseits von Gut und Böse liegen... Grüsse Dich Pit

    Und noch tuxluchs - Grüsse gehen auch an Dich - ist eigentlich alles nur noch sekundär - die Karten sind verteilt... leider...

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