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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.433 Antworten · 164.365 Aufrufe

  1. #651
    Avatar von franky_23

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    resci, deine Thesen sind kunderbunt und haben wenig mit der Realität zu tun.

    Nur ein kleines Beispiel des eigenen argumentativen Widerspruchs.

    Der franz. Präsident ist sauer? lädt sich oft ein? sind keine Abstimmungen einer gemeinsamen Politik. Auch die ganzen franz. sind sauer auf die Deutschen. Denke auch die Franzosen waren in den letzten Jahren Nettozahler. Langfristig waren die Holländer die größten Nettozahler pro Kopf.

    Ich weiss nicht, weshalb sich deine Gemeinde,Stadt so stark verschuldet. Ich kenne viele Gemeinden da ist es eher anders. Vielleicht liegt es an den Einwohnern der Kommunen und ihrem langfristigen Wahlverhalten auf kommunaler Ebene.

  2.  
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  3. #652
    Avatar von Nokhu

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    resci, deine Thesen sind kunderbunt und haben wenig mit der Realität zu tun.
    Find ich z.B. garnicht
    Kommunalfinanzen: Deutsche Städte sammeln Rekordschulden an - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

    Schulden: Städte so hoch verschuldet wie nie | Politik | ZEIT ONLINE

  4. #653
    Avatar von Yogi

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    In NRW gibt es meines Wissens nur einige Gemeinden, die Schuldenfrei sind.
    Die Spannbreite der Kommunalverschuldung, gemessen in Euro je Einwohner, bewegt sich zwischen 0 Euro etwa in Langenfeld, Raesfeld oder per Saldo in Düsseldorfd und 7.586 Euro in Oberhausen. Auch Siegburg (6.832 Euro Schulden je Einwohner), Duisburg (6.535 Euro) und Hagen (6.469 Euro) sind hoch verschuldete Städte. Anders die Situation in Issum, Langenfeld, Niederzier, Olfen, Raesfeld, Reken, Roetgen und Breckerfeld. Diese Kommunen sind schuldenfrei.
    Bund der Steuerzahler NRW - Die Finanzen der Kommunen
    Dazu kommen noch die Schulden, die der Bund und das Land auf seine Bewohner abgeladen hat.

  5. #654
    Avatar von Pitmacli

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    Exclamation Deutschland fällt immer wieder in altes Grossmachtdenken zurück...

    ...und noch ein grösseres Problem, weil die politische Elite, statt sich effektiv um ihren gewählten Auftrag zu kümmern - also sich den Nöten und Bedürfnissen - die sind massiv vorhanden - der eigenen Bevölkerung annehmen, nach immer mehr persönlicher Macht und Einfluss strebt.

    Im eigenen Land gibt es natürlich überall Grenzen und die Konkurrenz ist gross. Brüssel scheint eine magische Anziehungskraft zu besitzen - dort gibt es immer wieder neue Posten und Möglichkeiten, eine Stufe höher zu klettern.

    Ich verfolge das Trauerspiel - wie viele von euch - ebenfalls seit Beginn. Da wurde in einer Geschwindigkeit eine Gemeinschaft zusammengeschustert und eine gemeinsame Währung ins Leben gerufen, wie sie unausgegorener und naiver nicht hätte stattfinden können.

    Und meiner Ansicht nach sind jene Prognosen absolut richtig - welche Richtung schleichender Verarmung eines einst recht stabil dastehenden Landes hinweisen. Wie verlogen und scheinheilig die machtpolitischen Instrumente unterdessen geworden sind, zeigen die immer flexibler werdenden und raffinierteren Auslegungen allein schon des Rettungsschirmes EFSF. Ursprünglich gedacht als Hilfsmittel für die Schuldenbewältigung einzelner Mitgliedstaaten und in beschränktem Kreditlimitrahmen, für welche alle gemeinsam haften, wobei Deutschland immer einige Prozente mehr - wird und wurde er nun nicht nur massiv ausgeweitet - nein - es kam noch eine pysikalische Hebelwirkung dazu, die einfach nur noch sprachlos macht. Dieses physikalisch und von genialen Köpfen ausgedachte Wundermittel erlaubt plötzlich Ausgabemöglichkeiten der vereinigten europäischen Spitzenvertreter in Brüssel, welche bis zu 200 Milliarden Garantien ausufern dürfen, ohne das der Steuerzahlen einen Pfennig mehr zu berappen hätte oder hat. Wenigstens heute nicht und wahrscheinlich morgens auch noch nicht - bis dann die in diesen Kreisen unterdessen eingebürgerte Moral: nach mir die Sintflut...

    Und nun folgt der Gipfel sämtlicher Unverfrorenheiten. Jetzt sollen all den armen Banken und Bänkers, welche sich doch so selbstlos aufopferten und immer alles für das Wohl des Einzelnen in Bewegung setzten, unter die Arme gegriffen werden. Wohlverstanden - nachdem ellenlange Berichte zu lesen waren, wie die Bonis, Belohnungen, Abfindungen und anderen Gaben an die Führungseliten in reichem Masse ausgeschüttet wurden. Für Leistungen, welche in der Privatwirtschaft zu fristlosen Kündigungen ohne Zaudern geführt hätten. Ich frage mich ganz einfach - wie lange soll dieses Trauerspiel noch weitergehen. Und das System besteht immer aus dem gleichen Strickmuster. Bevor das ganze finanzielle angerichtete Elend und Desaster ans Tageslicht kommt, wird der Rahm erst mal abgeschöpft. Was darunter dann zum Vorschein kommt, dass soll solidarisch dann verteilt werden auf alle - dividiert durch x-Millionen sind das ja dann vernachlässigbare Solidaritätsbeiträge im Vergleich zum volkswirtschaftlichen Schaden, welche Bankenpleiten anrichten würden. So jedenfalls die unermüdlich heruntergeleierte Botschaft. Und wie das so ist und wie die Geschichte immer wieder zeigt - wo Machtinstrumente geschaffen werden, da multiplizieren sie sich blitzartig. Und die EU-Führungsriege zeigt auch immer mehr und immer neue Begehrlichkeiten. Da ja die Mitgliedsländer nicht in der Lage sind, die Schulden eigenständig in den Griff zu bekommen, da muss eine übergeordnete Instanz her mit mehr Sachverstand und mehr Kompetenz - die Länder sind zu entmündigen, haben ihren Obulus zu entrichten an die neue und sich immer mehr sich aufblähende Institution EU-Bastillon, welche allein schon einen hohen Prozent eingenommener Gelder wegfrisst.

    Zusammengefasst - gäbe unendlich viel und detailliert darüber zu schreiben...

    Die EU hat sich als absolute Fehlgeburt erwiesen - so wie sie heute dasteht und funktioniert. Sie treibt die Länder mit Bestimmtheit nicht aus den Schulden, sondern reitet sie immer mehr hinein. Das wird Deutschland in nicht allzuferner Zukunft am Schmerzaftesten zu spüren bekommen. Nein - nicht Deutschland - die Menschen, die in Deutschland dafür bluten müssen. Betrifft auf keinen Fall die Verursacher - auch nicht den Grossteil der Politiker - Machteliten haben es schon immer verstanden, sich vorzeitig entweder abzusichern oder im schlimmsten Fall sich aus dem Staub zu machen. Im Minimum aber ihre Hände in Unschuld zu waschen...

    Ich schreibe dies alles nicht aus einer momentanen Laune heraus. Habe einige Kontakte zu Hartz-IV-Empfängern und es schockt mich immer mehr - wie die Zustände in den sozial schwächeren Schichten aussehen und sich entwickeln. Teuerungen, Entzug von kleineren Zusatzleistungen, immer höhere Selbstkosten - dazu unwürdigste Behandlungen und Schikanen mancher Amtspersonen. Viele wissen unterdessen effektiv nicht mehr, wie sie einen Monat überleben können... Und das sind keine grauen Theorien. Das Volk wird sanft aber beständig immer mehr gemolken und ausgeblutet. Davon tangiert sind keineswegs evtl. sinkende Appanagen, Sitzungsgelder und viele weitere Zusatzleistungen betroffen und die Gefahr besteht noch nicht, dass sie nicht weiter ansteigen werden.
    Ist buchstäblich zum Erbrechen, wenn man Realität mit Kommentaren und Aussagen vergleicht. Natürlich trifft es erstmal so richtig hart nur eine Minderheit - doch - ohne Tafel, Suppenküchen und unzähligen freiwilligen Helfern und Organisationen wäre das Elend längst nicht mehr hinter versteckten vier Wänden - dann wäre es in einem erschreckenden Ausmass sichtbar. Die Prognose, ohne irgendwelche Fähigkeiten für Prophezeihungen zu besitzten - es kommt um einiges schlimmer und trifft je länger je mehr. Die Frage ist lediglich - wann überläuft das Fass...

    Entschuldige mich auch als Schweizer, mich in die inneren Angelegheiten von Deutschland zu mischen - werde aber derart viel auf Distanz damit konfrontiert, dass ich mir nun mal erlaubte, es aus der Sichtweise eines Nichtbetroffenen zu schildern. Meine persönliche und egoistische Empfehlung würde lauten - EU-Bürger, rette sich wer kann. Damit aber wäre der Ungerechtigkeit noch viel mehr Tür und Tor geöffnet - selbst in Thailand ist heute ein Aufenthalt mit kleiner deutscher Rente völlig unrealisch geworden...

    Ich bin erleichtert, vor drei Jahren in diesem vielgeschtigen Land leben zu dürfen. Hier läuft ebenfalls einiges in seltsame und für uns Farangs sowieso unverständliche Richtungen, aber - derart vom eigenen Staat verarscht, belogen, betrogen und gemelkt zu werden, das findet hier nicht statt. Öfters mal innerhalb von der angeheirateten Familie, öfters mal von schlauen Thais, öfters mal von hinterhältigen Landsleuten - ja - wer die Lehren dann daraus gezogen hat, der kann anschliessend relativ unbeschadet das Sein hier geniessen.

    Allen das Beste, was hier möglich ist, inkl. Gruss Pit

  6. #655
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Mal sehen wenn wir ohne Euro in den Taschen da rumstehen werden,

    wie werden dann die von uns ach so geliebten Thais reagieren???

    Dann wird sich noch zeigen was echte Liebe ist,bin schon drauf gespannt wer durchs Netz fällt!

  7. #656
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai Beitrag anzeigen
    ... wie werden dann die von uns ach so geliebten Thais reagieren? ...
    Wie sollen die wohl reagieren?
    Die freuen sich alle wie wir auch auf das neue Geld.
    Das auch dann noch in TH und sonst wo willkommen ist.
    Und vielfach nach wie vor viel willkommener als Du selbst.

    Wozu also die Zweifel?

    Klar, statt HUMMER koennte dann der TATA das bevorzugte Auto fuer die Fahrt zur Oper sein.
    Aber auch dann lassen sie Dich immer noch rein .......

    Ansonsten: war es nicht das, was sich viele Deutsche wuenschen?
    Einfaches Leben, weg vom Konsum und Zwaengen.
    Der Rubel wird es richten .......

  8. #657
    Avatar von strike

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    BILD: Als die Deutschen die D-Mark aufgegeben haben, wurde ihnen versprochen, dass sie nie einen Cent für Schulden anderer Euro-Staaten zahlen müssen. Warum sagen Sie nicht ehrlich: Wir können dieses Versprechen nicht mehr halten?

    Barroso: „Nochmals: Ja, es kann sein, dass die Deutschen als größte Wirtschaft Europas auch im eigenen Interesse für den Erhalt des Euro, unserer Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze Solidarität üben müssen. Aber das ist verkraftbar im Vergleich zu dem, was uns blühen würde, wenn der Euro auseinanderbricht.“


    Ein Versprechen wird nicht gehalten.
    Aber natuerlich nur um den Angelogenen Gutes zu tun.

    Jetzt geht es mir besser.

    Warum eigentlich nicht von Anfang an die Wahrheit?
    Der deutsche Buerger wurde ja eh nie gefragt.
    Und die deutsche Politik haette bestimmt auch so abgenickt.
    Schliesslich sind wir wieder wer!

    Interview mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso

  9. #658
    Avatar von franky_23

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    strike, bei all deinem Frust vergiss nicht, dass alle Architekten des EWS, des Euro etc. immer davon ausgingen, dass auch die politische Einheit folgen müsste. Doch streikt ja das liebe Wahlvolk und vergisst diese Rahmenbedingungen.

  10. #659
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    ... bei all deinem Frust....

    Neeee, franky_23, nichts mit Frust.
    Eher Fatalismus.
    Zumal ich nicht ueber die Weitsicht der Politiker und schon gar nicht deren Sachverstand verfuege.

    "Die" werden das schon fuer uns alle richtig machen ..........

  11. #660
    Avatar von franky_23

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    Du weisst sicherlich, dass für weitergehende Souveränitätsabtretungen eine Volksabstimmung notwendig ist.

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