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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.433 Antworten · 161.553 Aufrufe

  1. #341
    Avatar von wingman

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    Ich bin Baujahr 1954, in meinem ersten Lehrjahr kostete 1 liter Benzin 65 Pfennige. Ich wohnte noch daheim bei meinen Eltern. Mein Ausbildungsbetrieb war im Nachbardorf, 3 Kilometer entfernt und mit dem Moped gut zu erreichen. Ich lernte damals (1969) KFZ Mechaniker. Zweitaktsprit mischten wir selbst aus dem Tropföl (Reste der Öldosen vom Ölwechsel) und Benzin. Selbst unser Geselle hat dieses Öl gesammelt für sein Auto. Über den Monat kamen einige Liter zusammen.
    Auch wenn die Einkommen geringer waren, kam man damit gut aus. 1974 begann ich bei VW in Wolfsburg für einen Tariflohn von 9,24 DM. Zu dieser Zeit gutes Geld.

  2.  
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  3. #342
    Avatar von Carradine

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    ... 1974 begann ich bei VW in Wolfsburg ...
    Na dann bist du ja schon annaehernd 40 Jahre verbeamtet.

  4. #343
    Avatar von wingman

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    leider nein, später bin ich nach süddeutschland gegangen. heute betrachtet war es ein fehler das vw werk zu verlassen. als junger mensch begeht man halt manchmal fehler.

  5. #344
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    leider nein, später bin ich nach süddeutschland gegangen. heute betrachtet war es ein fehler das vw werk zu verlassen. als junger mensch begeht man halt manchmal fehler.
    Da haste aber wirklich den richtigen Zug verpasst, oder bist du zu Daimler oder NSU gewechselt?

  6. #345
    Avatar von Carradine

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    leider nein, später bin ich nach süddeutschland gegangen. heute betrachtet war es ein fehler das vw werk zu verlassen. als junger mensch begeht man halt manchmal fehler.
    Ich wuerds jetzt nicht so als Fehler sehen. Habe mal 7 Jahre in Wolfsburg gearbeitet, in Fallersleben gewohnt und bin dann doch wieder zurueck nach Berlin. VW beitet schon eine sichere Arbeitsperspektive und im Vergleich zu anderen Branchen, ein uebertarifliches Gehaltsniveau. Aber Arbeit ist eben nicht alles. Also Tschuess WOB.

  7. #346
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    Ich wuerds jetzt nicht so als Fehler sehen. Habe mal 7 Jahre in Wolfsburg gearbeitet, in Fallersleben gewohnt und bin dann doch wieder zurueck nach Berlin. VW beitet schon eine sichere Arbeitsperspektive und im Vergleich zu anderen Branchen, ein uebertarifliches Gehaltsniveau. Aber Arbeit ist eben nicht alles. Also Tschuess WOB.
    Yo, endlich mal einer der keine Existenzaengste mit sich rumschleppt.... was hast von 'nem "gesicherten Leben", was sowieso nur "sicher ist bis was schiefgeht, als graue Maus im Laufrad, als Nummer unter Nummern...?

    Sieht man ja wie in den grauen, ausdrucklos haengenden Gesichtern wie "gluecklich die Alle sind!"

  8. #347
    Avatar von wingman

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    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    Da haste aber wirklich den richtigen Zug verpasst, oder bist du zu Daimler oder NSU gewechselt?
    Eigentlich ging es mir in Süddeutschland recht gut. Zunächst bei Mahle in Fellbach, Kolben für Mercedes Benz Motoren.
    Dann zog es mich in einen kleineren Betrieb, der Oldtimer restaurierte. Der interessanteste Job den ich jemals hatte. Zeitvorgaben: keine. Dafür 100%ig saubere Arbeit gefordert. Motore wieder zu leben erwecken die Jahrzehnte vor sich hin gerostet sind. Zum Beispiel den eines MG Froschauge. Kolben festgerostet, Kurbeltrieb verostet, eben alles rostig. Also kam dieser kleine Motor zunächst in ein Carambabad für mehrere Tage, danach lies er sich zerlegen, wenn auch sehr wiederspenstig.
    Leider gab der Inhaber nach einigen Jahren den Betrieb auf aus altersgründen.
    Ich nahm sehr viel Wissen und Erfahrungen mit.
    Eines ist natürlich klar, wäre ich noch bei VW hätte ich wohl meine Frau niemals kennengelernt. Vielleicht alle meine Reisen (nicht nur Thailand) nie unternommen.
    In China sagt man ......... kein Gewinn ohne Verlust. Ist wohl etwas dran.

  9. #348
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Ackermann gegen zu starke deutsche Banken-Regulierung

    Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat beklagt, dass die deutsche Bankenregulierung weiter gehe als in anderen Ländern. Das schade dem Finanzplatz Deutschland und den deutschen Instituten, sagte er am Mittwoch in Berlin auf einem Kongress der Unionsfraktion im Bundestag. Der Sektor dürfe nicht benachteiligt werden. Dazu zählte er, dass die Bankenabgabe nicht EU-weit, sondern nur in Deutschland geplant sei. Administrativer Aufwand und anderes wirkten sich bei seinem Institut mit über einer Milliarde Euro vor Steuern aus.

    Ackermann sprach sich auch dagegen aus, dass die deutschen Banken möglicherweise bald zehn Prozent Eigenkapital halten müssen beim Verkauf von Krediten. In anderen europäischen Ländern seien es nur fünf Prozent, in den USA noch weniger. Deutschland habe auch Leerverkäufe eingeschränkt.

    Bei der Offenlegung von Vergütungen gehe Deutschland weiter als andere. Gleiches gelte für die Finanztransaktionssteuer. Auch die Einlagensicherung für Sparer sei strikter als anderswo. Deutschland sollte nirgendwo über die G-20-Standards hinausgehen.

    weiter lesen: Ackermann gegen zu starke deutsche Banken-Regulierung



  10. #349
    Avatar von Samuianer

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    Yo, die Finanzwelt.... die wahren Ganoven!

    In seiner heutigen Online Ausgabe schreibt "Der Spiegel" in seinem Leitartikel:


    Die Regierung in Athen hat das Sparpaket beschlossen, das Ausland atmet auf. Doch unter den Demonstranten in der Hauptstadt schwelt die Wut. Chaoten werfen Scheiben ein, zünden Gebäude an, zerschlagen Marmortreppen und Fassaden - auf den Straßen tobt der Mob.


    ....
    die Menschen vor dem Parlament, die sich als eigentliche Volksvertreter empfinden, rufen: "Nieder mit der Regierung! Lügner, Diebe, Verräter!"
    Quelle:Proteste gegen griechischen Sparkurs: Not, Steine, Scherben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik


    nd sofort in dem darauf folgenden Artikel:


    Der Ausgepresste

    Nationales Kulturgut, wichtigste Exportware - und Symbol für den Niedergang der Wirtschaft: Griechische Oliven gibt es inzwischen zu Schleuderpreisen, unzählige Landwirte fürchten um ihre Existenz. Besuch bei einem Bauern, der fast alles verloren hat.



    Fragt man dieser Tage einen ganz normalen Athener, wie es mit ihm und seiner Heimat denn weitergehen solle, antwortet er zumeist zwei Dinge. Erstens: "Die Politiker gehören verjagt, und zwar allesamt." Zweitens: "Wenn alle Stricke reißen und wir wirklich pleitegehen, kann ich immer noch Landwirt werden."






    Der Athener sollte sich einmal mit Georgios Nikolaou aus dem weiter nördlich gelegenen Stylida unterhalten. Der bärtige Bauer, optisch eine Mischung aus Charlton Heston und dem Weihnachtsmann, streift durch seinen Hain, als wäre es das Paradies. Verträumt berührt er die Bäume, tastet nach den dünnen Zweigen und preist die Oliven: Sie seien so gesund, so lecker, kurzum: die vollkommene Frucht. Und dann seufzt Nikolaou tief und erzählt eine Geschichte, die wohl kein Happy End hat.
    Oliven sind für Griechenland mehr als nur ein Agrarprodukt, von dem das Land jährlich fast zwei Millionen Tonnen herstellt und das sein wichtigstes Ausfuhrgut ist. Sie sind das, was den Deutschen das Bier ist, ein kulinarisches Kulturgut, auf das jeder Bürger stolz ist und auf das er im Ausland mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angesprochen wird. Wenn man so will, ist die Olive der kleinste gemeinsame Nenner der Griechen - doch auch sie steckt tief in der Krise.
    Die Rücklagen sind kontinuierlich zusammengeschmolzen
    Das Problem sei, so sagt Bauer Nikolaou, dass die Händler den Wert dieses Lebensmittels nicht mehr zu schätzen wüssten, sondern nur noch nach Profit gierten. Sie drückten die Preise, tiefer und tiefer, und habe er vor Jahren noch drei Euro für jedes Kilo bekommen, seien es heute höchstens zwei und manchmal gerade noch 1,50 Euro. Verkauft würden seine Oliven dann in Athener Supermärkten für neun Euro pro Kilogramm.
    "Das ist nicht richtig", empört sich der Bauer und beginnt zu rechnen: 2010 habe er 20.000 Euro ausgeben müssen, für seine Erntehelfer, den Treibstoff und Transport, aber gerade einmal 16.000 Euro verdient. Und so gehe es schon seit Jahren. Die Rücklagen aus seinem beruflichen Vorleben als Techniker in einer Weberei seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich zusammengeschmolzen - von 80.000 Euro auf inzwischen 10.000 Euro. "Lange halte ich nicht mehr durch", klagt Nikolaou.
    Manchmal, wenn er abends mit seiner Frau zusammen auf der Terrasse seines kleinen Hauses sitze, frage er sich, wofür er eigentlich gebuckelt habe. Warum er sich seit fast 20 Jahren in der Erntezeit jede verdammte Nacht um 4 Uhr aus dem Bett quäle, um 18 Stunden später erschöpft einzuschlafen?

    Und Georgios ist bei Weitem nicht der Einzige - belogen, verkauft, verraten und betrogen..... kein Wunder das die Leute da auf die Barrikaden gehen... und dann "jammert" der Ackermann... das sie keine "Leerverkaeufe" mehr taetigen duerfen..... das sind doch die Geldfressmaschinen!

    ...ist nicht zu fassen was laeuft...!

  11. #350
    Avatar von Nokhu

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    Nach dem vorliegenden Vertragsentwurf zum ESM wird Deutschland laut Aufteilungsschlüssel für 27,15 % der Gesamtsumme von 700 Mrd. Euro bürgen; dies entspricht 190,05 Mrd. Euro.
    Der Bundeshaushalt 2011 beträgt 305,8 Mrd Euro. Damit würde Deutschland aktuell mit 62,3 % seines Bundeshaltes bürgen. Bürgen bedeutet, die Zahlungen zu übernehmen, wenn der Schuldner ausfällt. Ein Zahlungsausfall verschiedener Länder, die den ESM in Anspruch nehmen könnten ist nach Faktenlage sehr wahrscheinlich. Dies ist aktuell an Griechenland (mit einem Schuldenstand zum 31.03.2011 von 354 Mrd. Euro) zu erkennen, welchem die Rettungsgelder in Höhe von 110 Mrd. Euro offenkundig nicht helfen und für das aktuell bereits Umschuldungen, bzw. weitere Hilfsgelder diskutiert werden.

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