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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.434 Antworten · 168.172 Aufrufe

  1. #2091
    Avatar von resci

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    Zitat Zitat von alder Beitrag anzeigen
    Richtige Entscheideung der Schweizer, nach meiner Meinung.
    ich habe selber in der Schweiz in Zürich gelebt und gearbeitet und kenne die Problematik mit dem Wechselkurs recht gut. Der Franken ist bei Parität mittlerweile um den Faktor 2 überteuert bzw. der Euro drastisch unterbewertet wenn man den Warenkorb betrachtet. Ein Wiener Schnitzel mit Pommes und Salat z. B. für 38 Franken oder eine belegte Wurstsemmel für 7,50 Franken in der Kantine. Das wären heute auf DM Basis 76 DM fürs Schnitzel und 15 DM für den belegten Wurstsemmel. Mit der realen europaweiten marktwirtschaftlichen Preisgestaltung haben diese Preisunterschiede rein gar nichts zu tun sondern basieren nur auf der Spekulation einer Fluchtwährung. Lange wird sich das Brüssel eh nicht mehr mitansehen und die schweizerische Industrie schon gleich gar nicht. Ich wette, in 5 Jahren haben die auch den Euro. Dann gibts für 2 Franken einen Euro im Zwangsumtausch, denn mehr ist der Stutz ja auch nicht wert.

    resci

  2.  
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  3. #2092
    Avatar von funnygirlx

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    na endlich.
    die entscheidung war richtig, denn sonst ginge die SNB daran kaputt, und die schweizer reserven waeren weg. denn bei solch einer waehrungskontrolle, werden spekulanten angezogen " wie schmalzfliegen " , sie kaufen massiv SFR und die SNB muss mit ihrem kapital dagegen halten, je mehr sie dagegen haelt, je mehr spekulanten werden angezogen.
    es besetaetigt sich wiedermal 'Waehrungsinterventionen sind ein teures und sinnlose unterfangen in der mittleren zeitebene".

    und weiter, die schweizer grossunternehmen produzieren im ausland, somit ist der effekt gering, sie sind guyt aufgestellt. der tourismus war und ist doch nur fuer "reicherere", die anderen konnten sich das vorher auch nicht leisten.
    ja, es wird einbussen geben , im einzelhandel, speziell rund um die grenzen , da kann man mit massiven schliessungen rechnen. sowie in kleineren und mittleren exportabhaengigen unternehmen, dagegen wird der finanzsektor massiv gestaerkt.

    der sfr , wird wohl um diesen stand , mit weiterhin leicht zunehmender staerke einpendeln. liebe schweizer ,lasst euch nicht unter druck bringen, und bleibt fern vom euro. solbald die wirtschaft schwaecher wird, wird auch der sfr wieder schwaecher.
    eine waehrung spiegelt die wirtschaft eines landes wieder, sowie deren finanzen und solide haushaltspolitik.

    die hauptaufgabe der snb wird jetzt sein, eine deflation zu verhindern

  4. #2093
    Avatar von peter1

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    dazu kann nur gesagt werden, wenn gold spricht dann schweigt die welt.

    mfgpeter1

  5. #2094
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von funnygirlx Beitrag anzeigen
    ...................
    eine waehrung spiegelt die wirtschaft eines landes wieder, sowie deren finanzen und solide haushaltspolitik......................

    die hauptaufgabe der snb wird jetzt sein, eine deflation zu verhindern
    Richtig! Wie war das noch vor Einführung des Euro?

    Wir waren so stolz auf unsere HARTE DM (fürchteten uns vor einem etwaigen weichen Euro) und waren trotzdem Export-Riese!

    Und das soll lt. einigen "Experten" hier plötzlich nicht mehr stimmig sein?

  6. #2095
    Avatar von socky7

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    Merkel: "Griechenland ist auf einem guten Weg !"
    In Wirklichkeit ist Griechenland ein Fass ohne Boden, welches von deutschen Steuerzahlern subventioniert wird.

    "All die Mühen und Zumutungen der letzten Jahre: Sie sollen umsonst gewesen sein, melden Ökonomen. Griechenland ist demnach heute noch weniger in der Lage, seine Schulden zurückzuzahlen, als 2010."

    Griechenlands weniger zahlungsfähig als vor der Rettung - DIE WELT

    Der nächste Schuldenschnitt, der die deutschen Steuerzahler 50 bis 70 Milliarden Euro kosten soll, wurde schon angekündigt. Der soll jedoch erst nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg (am 15.Februar) erfolgen.
    Vorher wollen SPD und CDU noch Zweidrittel aller abgegebenen Wählerstimmen einkassieren.

    Institut Auftraggeber Befragte Datum CDU SPD GRÜNE FDP LINKE AfD Sonstige
    INSA BILD T • 1.000
    07.01.–13.01.
    14.01.2015 23 % 42 % 14 % 4 % 7 % 6 % 4 %

  7. #2096
    Willi
    Avatar von Willi
    QE: So wird das Anleihekaufprogramm der EZB aussehen!

    Glaubt man den Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel, stehen die Details nun mehr oder weniger fest. Merkel und Schäuble wurden vorab informiert.

    Es ist bald soweit: das Programm zur “quantitativen Lockerung”, vulgo Gelddrucken, nimmt Formen an. Bitte nehmen Sie diese Angaben als das was sie sind: Vorabinformationen, die noch nicht finalisiert sind. Auf der nächsten EZB-Sitzung am 22. Januar wird es dazu vermutlich einen formalen Beschluss oder wenigstens eine Ankündigung geben. Die technischen Details könnten auch erst etwas später ausgearbeitet werden.

    Highlights:
    - Die nationalen Zentralbanken sollen jeweils nur Anleihen der eigenen Länder aufkaufen.
    - Die Bundesbank würde also Bundesanleihen kaufen.
    - Nur Griechenland dürfte nicht mitmachen, da die griechischen Anleihen die Kriterien der EZB nicht erfüllen.
    - Individuelle Obergrenze (bezogen auf ein einzelnes Mitglieder der Eurozone) sollen 20-25% der ausstehenden Staatsschulden sein.
    - Vorerst soll das Programm auf 500 bis 750 Mrd. EUR insgesamt gedeckelt sein.
    - Maßgeblich für die tatsächlichen Käufe sind zudem die Beteiligungsquoten der nationalen Zentralbanken am Kapital der EZB


    Was ist davon zu halten?

    • Der Kauf durch die nationalen Zentralbanken verhindert - auf den ersten Blick jedenfalls - die kollektive Haftung und erleichtert es der deutschen Seite, zuzustimmen.
    • Die sehr großzügig bemessene individuelle Grenze (20-25% der Staatsschuld entspricht alleine in Deutschland rund 500 Mrd. EUR!) spricht dafür, dass das Volumen des Programms “bei Bedarf” einfach nach oben angepasst wird.
    • Es erscheint unrealistisch, dass die Anleihen, einmal gekauft, jemals wieder verkauft werden. Statt dessen dürften auslaufende Anleihen durch neue ersetzt werden. Die Behauptung der EZB, es handele sich um Geldpolitik und nicht um Staatsfinanzierung, ist unglaubwürdig. Es handelt sich um eine defacto-Entschuldung, analog dem Vorgehen in Japan und auch den USA.
    • Die Mehrheit aller Ökonomen sieht überhaupt kein Liquiditätsproblem in der Eurozone. Jede Geschäftsbank kann sich schon seit geraumer Zeit soviel Zentralbankgeld besorgen wie sie will, sofern sie über hinterlegungsfähige Wertpapiere verfügt. Wenn eine Bank keine derartigen Papiere besitzt, kann ihr QE auch nichts bringen, da die EZB nur solche Papiere kauft, die auch hinterlegungsfähig sind.
    • Selbst der eher als Taube bekannte Wirtschaftsweise Bofinger ließ sich am Wochenende in der Wirtschaftswoche mit den Worten zitieren: “Die Wirtschaft benötigt die größere Geldbasis nicht...Das ganze Terrain, in das sich die EZB bewegt, ist nicht rational nachzuvollziehen”
    • Das QE-Programm wäre 2012 möglicherweise sinnvoll gewesen, als die Renditen im Euroraum mit wenigen Ausnahmen hoch waren. Durch seine damalige Ankündigung, alles zu tun was nötig sei, um den Euro zu erhalten, hat Draghi verbal die Renditen nach unten gebracht und private Investoren reich gemacht. Hätte die EZB damals für 500 Mrd. EUR gekauft statt nur geredet, könnte sie jetzt wahrscheinlich Gewinne im niedrigen dreistelligen Milliardenbereich verbuchen.
    • Statt dessen wurden Gewinne privatisiert und die Risiken sozialisiert. Ein bekanntes Muster.
    • Mit der verstörendste Aspekt von QE auf diesem historisch niedrigen Renditeniveau: Sollte die Aktion "Erfolg" haben und die Inflationsraten und insbesondere Inflationerwartungen ziehen deutlich an (Zielrate ist knapp 2%), dann werden auch die Renditen der Anleihen steigen. Damit holen sich die Zentralbanken aber garantierte Kursverluste ins Buch, insbesondere Deutschland, denn hierzulande sind die Renditen am niedrigsten; somit werden auch die entsprechenden Anleihen am deutlichsten fallen, wenn die Renditen wieder steigen. Ein (willkommener?) Grund mehr, diese Anleihen nie mehr zu verkaufen...


    Interessant ist in diese Zusammenhang auch, dass die Entscheidug der SNB, den Franken nicht mehr an den Euro zu koppeln, am Donnerstag vergangener Woche bekanntgegeben wurde. Laut Spiegel hat Draghi am Mittwoch das QE-Konzept Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble vorgestell. Ein Zufall?
    Sollte das wirklich der ausschlaggebende Punkt gewesen sein, so ist an der Kompetenz der SNB zu zweifeln. Dass QE kommen würde, war den allermeisten Marktbeobachtern schon sehr lange klar!
    QE: So wird das Anleihekaufprogramm der EZB aussehen! | GodmodeTrader

  8. #2097
    Willi
    Avatar von Willi
    Es wird ja heute bereits so getan, als ob das Ganze schon längst beschlosse Sache ist, das dieses QE am Donnerstag verabschiedet wird.
    Wehe dem, das es am Donnerstag nicht so kommt, dann knallst an den Börsen aber gewaltig.

    Was mich interessiert, sind diese 2 Punkte.

    - Die nationalen Zentralbanken sollen jeweils nur Anleihen der eigenen Länder aufkaufen.
    - Die Bundesbank würde also Bundesanleihen kaufen.

    Wie soll das genau ablaufen ?
    Bundesbankpräsident Weidmann ist klar gegen den Ankauf von Staatsanleihen. Wieso soll jetzt die Bundesbank deutsche Anleihen aufkaufen ?
    Wer verpflichtet die Bundesbank zu diesem Schritt ? Die EZB ?
    Was ist, wenn sich die Bundesbank trotzdem weigert ?

  9. #2098
    Avatar von phi mee

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    Zitat Zitat von ChangLek Beitrag anzeigen
    ............so gefragt natürlich keiner - aber wie kamen die dann dran..............
    Weil hierbei leider die Demokratie in Deutschland noch vorhanden ist. Hier dürfen auch die Doofen wählen, die sonst tagsüber in oder vor den Talkshows sitzen.

  10. #2099
    Avatar von J.O.

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    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    Richtig! Wie war das noch vor Einführung des Euro?

    Wir waren so stolz auf unsere HARTE DM (fürchteten uns vor einem etwaigen weichen Euro) und waren trotzdem Export-Riese!

    Und das soll lt. einigen "Experten" hier plötzlich nicht mehr stimmig sein?
    Man braucht sich im Zweifelsfall nur aktuell das Beispiel Schweiz anschauen was mit so Provinzwährungen passiert und die haben noch das Glück keine große Exportnation zu sein. Außerdem, was irgendwann in der Vergangenheit richtig war, muss heute schon lange nicht mehr stimmen. Die Welt hat sich verändert, ob uns das passt oder nicht. Vielleicht ist das Gedächtnis manchmal auch kurz. Aber es ist noch keine 10 Jahre her, da galt Deutschland als der "kranke Mann Europas". Wir haben uns da wieder rausgearbeitet was meines Erachtens ohne Euro zumindest nicht so schnell möglich gewesen wäre.

    Was immer der Draghi auch anstellt die Währung zu schwächen um insbesondere Franzosen und Italienern zu helfen. Es wird denen gar nichts nützen solange die Zuhause ihre Hausaufgaben nicht machen. Und mindestens bei den Italienern schaut es da zappenduster aus. Es wird im Endeffekt wieder nur den deutschen Exporten massiv helfen. Im übrigen, es wird vermutlich nicht lange dauern bis Nicht-Euro-Länder anfangen sich zu wehren und ihre Währung ihrerseits abwerten. Draghi hat einen Währungskrieg angezettelt der viele Opfer aber im Endeffekt keine Gewinner produziert. Wie im richtigen Leben sozusagen.

    Dass alles was mit Währungen/Finanzpolitik/Verschuldung zusammen hängt ist schon lange nicht mehr rational nachvollziehbar, ist ja auch nichts Neues. Es gibt wahrscheinlich nur noch ganz wenige Länder wenn überhaupt von denen man annehmen dürfte, dass sie ihre Schulden jemals zurückzahlen könnten/würden. Deutschland gehört da auch nicht dazu. Außerdem, was würde passieren, wenn man mal theoretisch annehmen würde, dass sich kein Land mehr Geld leihen würde? Hat das schon mal einer durchdacht?

  11. #2100
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von funnygirlx Beitrag anzeigen
    und weiter, die schweizer grossunternehmen produzieren im ausland, somit ist der effekt gering, sie sind guyt aufgestellt. der tourismus war und ist doch nur fuer "reicherere", die anderen konnten sich das vorher auch nicht leisten.
    ja, es wird einbussen geben , im einzelhandel, speziell rund um die grenzen , da kann man mit massiven schliessungen rechnen. sowie in kleineren und mittleren exportabhaengigen unternehmen, dagegen wird der finanzsektor massiv gestaerkt.
    Wenn der Wechselkurs kein Problem wäre, warum hat dann die SNB überhaupt angefangen den Franken zu schwächen durch Ankauf anderer Währungen und Senkung der Zinsen?

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