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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 15:07 Uhr · 2.433 Antworten · 161.482 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    ... Der Staat in D mag 2 Billionen Euro Schulden haben. Doch ist die Neuverschuldung unter 5 % und die Sparquote bei ca. 10 %+x. Der Staat soll oder muss einfach mal ein bisschen die Sparwut der Deutschen bremsen und zum Schuldenabbau einsetzen. Dann schau mal, wer die größten Schreier sind, die dies verhindern.
    Hmmm, franky_23, in Zeiten wo die Wirtschaft brummt wuerde ich eigentlich ueberhaupt keine Neuverschuldung erwarten.
    Abbau der Schulden waere das Gebot der Stunde - wann denn sonst?
    Die permanente Neuverschuldung wird ja sicherlich auch die jaehrlich zu zahlenden Zinskosten im Budget beeinflussen.
    Eine ledigliche Steigerung der Neuverschuldung um 5 Prozent pro Jahr bedeutet auch immer noch, dass es nominal in 5 Jahren eine Neuverschuldung von 27,62 Milliarden Euro waere, wenn man von der Referenz 100 Milliarden Euro ausginge.
    Eine Menge Zeug.

    Und dass die Buerger sparen entspricht der Aufforderung des Staates: Privatvorsorge.
    Im uebrigen vermute ich, dass das Geld ja nicht rumliegt, sondern von den Finanzunternehmen investiert wird.
    Ich kann da daneben liegen, bin kein Finanzexperte.

    Freue mich auf weitere sachliche Korrekturen oder Erlaeuterungen.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von franky_23

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    strike, gewöhnlich redet man bei den % Zahlen vom jährlichen BIP. Schulden sind immer relativ.

    Die Bevölkerung häuft Vermögen, und das sind nicht nur Beträge zur Privaten Daseins- Alters- und Gesundheitsvorsorge. In den USA ist die Altersvorsorge weitaus mehr privatisiert und die Sparquote trotzdem geringer.

    Das Problem ist doch, dass es bei dieser Konstellation kein Problem für eine Volkswirtschaft darstellt. Dumm nur, dass die Politiker die Brot und Spiele Theorie der Römer übernommen haben und das Gemeinwohl außen vor lassen.

    Wie hätte es sonst sein können, dass sooooo viele von Lehmann übervorteilt wurden? Mit einer seriösen Vorsorgestrategie hatte dies nichts zu tun. Hatten sich die Gleichen bei der New Economy gelegentlich verzockt.

    Da ich ja sagte, hauptsächlich die Habenden abzuschöpfen, betrifft es die Mehrheit nicht mit großen Beträgen. Da man dieses vernünftige Mittel nicht anwendet steigen halt die Staatsschulden fast immer, auch wenn in der Krise die Staatseinnahmen die zweithöchsten in der Geschichte der Bundesrepublik waren.

    Derzeit übertreffen die realen Einnahmen die Einschätzungen bei weitem. Rentendeckelung um den Staatszuschuss zu reduzieren, wäre zwar eine unpopuläre aber effiziente Maßnahme.

    Aber warte ab, einiges an Vermögen wird auch wieder in die reale Inlandswirtschaft investiert z.B. in den Bausektor. Dies führt zu einer Eigendynamik, gepaart mit der Schuldenbremse wird es auch künftig kaum mehr neue Staatsschulden geben, respiktive eine teilweise Reduzierung der Altschulden.

  4. #13
    Avatar von Conrad

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    Wenn man sich die Schuldenentwicklung in der Grafik unten ansieht, stellt man fest, dass sich die Schulden der BRD von 1995 bis 2008 in etwa verdoppelt haben. Und das, obwohl jeder Finanzminister Jahr für Jahr Sparapelle ohne Ende verkündet hat, aber tatsächlich wurde das genaue Gegenteil gemacht: Trotz verschiedener Sparkommisare, allen voran der Obersparkommisar SPD-Hans ...... ab 1998 der jedes Jahr seine Leier vom "Sparen bis es Quietsch" geleiert hat, aber in Wirklichkeit die Schuldenexplosion herbeigeführt hat.....

    Und gerade in den letzten 5 Jahren wird sich die Lage nochmals erheblich verschäft haben durch das Verzocken von ca. 500 Milliarden der Landesbanken und aktuell die Einzahlungen in den "Euro-Rettungsschirm", der für sich gesehen gegen den Vertrag der Währungsunion und die No-Bail-Out-Regel verstößt.

    Durch die aktuellen Entwicklungen in Griechenland, Portugal und Irland zeigt sich jetzt, dass die Milliarden des Rettungsschirms nicht ausreichen werden und man die Gelder abschreiben kann, so wie es Ackermann von der Deutschen Bank bereits vorhergesagt hat.

    Ich kann es nur nochmal wiederholen: Statt das Geld anderen Ländern für deren Schulden hinterher zu werfen, hätte man es lieber für den Ausbau von Kindergärten, Schulen, Universitäten und die Familienförderung verwenden sollen.

    Die Einführung des Euro gegen den Willen der Bürger Deutschlands wird sich noch bitter rächen, wenn es weitergeht mit Einsparungen öffentlicher Leistungen und gleichzeitiger Erhöhung der Beiträge und Steuern. Aber auf eines kann man sich verlassen und das hat die Einführung der Rente mit 67 gezeigt: Der deutsche Bürger wird stillhalten.

    All die Probleme und den Euro-Rettungsschirm hätten wir jedenfalls nicht, wenn Deutschland den Euro nicht eingeführt hätte, der sich nach nur 10 Jahren als Desaster ohnegleichen herausstellt. Die DM war eine der stabilsten und sichersten Währungen der Welt und es war Wahnsinn, diese Währung gegen das Euro-Schuldendesaster einzutauschen und für die Schulden anderer Länder einzustehen, gegen alle Regeln der EU-Währungsunion.



    Die Schuldenfalle - Quarks & Co - WDR Fernsehen

  5. #14
    Avatar von Franky53

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    zum Glück bin ich Österreicher

    ihr Deutschen seid wirklich arm ,zuerst der Osten ,dann die EU ,wer soll das bezahlen.

    aber wurscht , 2012 heht sowie so die Welt unter ,sagen zumindest Experten
    und die werden genausoviel Ahnung von ihrer Materie haben ,als so manche Poster hier.

    also ich lehne mich zurück..kommts wies kommt ,ich mach das beste draus....


    Grüße an die Ewigengestrigen und Allesschlechtredner....

  6. #15
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Franky53 Beitrag anzeigen
    zum Glück bin ich Österreicher

    ihr Deutschen seid wirklich arm ,zuerst der Osten ,dann die EU ,wer soll das bezahlen.

    aber wurscht , 2012 heht sowie so die Welt unter ,sagen zumindest Experten
    und die werden genausoviel Ahnung von ihrer Materie haben ,als so manche Poster hier.

    also ich lehne mich zurück..kommts wies kommt ,ich mach das beste draus....


    Grüße an die Ewigengestrigen und Allesschlechtredner....
    Da gibts nichts mehr schlecht zu reden, das Euro-Schuldendesaster ist Realität. Und wahrscheinlich kommt es viel schlimmer, denn Griechenland bekommt seine Probleme ja nicht in den Griff.

  7. #16
    Avatar von franky_23

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    Conrad du kannst halt nicht interpretieren. Seit 1995 ging die graphische Darstellung von einer exponentiellen Entwicklung in eine weitgehend lineare Entwicklung über. Das ist ein enormer Erfolg. Wenn das nicht in deinen Kopf geht, dann nützt auch kein weiteres Argument .

  8. #17
    Avatar von Conrad

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    Jahrelang wurden die Verträge zur europäischen Währungsunion ausgehandelt, um dann von einem Tag auf den anderen in die Tonne getreten zu werden. Man kann gar nicht schnell genug den Griechen die schwer erarbeitete Kohle des deutschen Steuerzahlers hinten rein schieben, denn es gilt ja "den Euro zu retten".

    Kritische Fragen sind seit 1998, als Rot-Grün an die Regierung kam, unerwünscht. Wozu auch kritisch fragen ? "Wir" sind doch an der Macht, die Grünen, die Linken, jetzt wo auch CDU und CSU grün und links sind und endgültig "Die Guten" die Macht übernommen haben, wozu da noch diskutieren ?

    Kritische Frager werden niedergebrüllt, Kritik können wir nicht brauchen, denn wir, die wir jetzt die Regierung stellen, sind die Guten.

    Deswegen wird öffentlich auch nicht die Frage gestellt, wozu man eigentlich den Euro retten sollte ? Der schuldbewußte Deutsche hat ja erst kürzlich die Greueltaten der ..... in Griechenland unter die Nase gerieben bekommen, tja, was bleibt da schon anderes übrig, als zu zahlen, wie man es ja seit Jahrzehnten gewohnt ist.

    Wenn man es sich überlegt, was es für ein totaler Wahnsinn war, die DM, immerhin neben dem Schweizer Franken eine der härtesten Währungen der Welt, einfach so in die Tonne zu hauen........WAHNSINN !!!

    Nee, klar, alles nicht so schlimm, das wird schon wieder, ist eben alles eine Frage der Interpretation.....Bloß, was gibts da noch zu interpretieren ? Wenn man pleite ist, die Kassen leer sind ? Pleite ist pleite, so einfach ist das......

    Die Griechen machen einfach so weiter und erzählen uns zur Beruhigung, das es ja bald besser wird.....nur, es wird nichts besser. Die haben sich durch Betrug in die Währungsunion reingemogelt, in der Hoffnung, dass es die EU schon richten wird, das immer wieder kräftig Geld nachgeschüttet wird in den grossen Topf, aus dem man sich bedienen kann.

    Wenn man dann noch hört, dass Ex-Bundeskanzler Schröder für einen EU-Beitritt der Türken ist..... Warum sind die Türken wohl so wild drauf, in die EU zu kommen ? Nee, bloß nicht fragen, das ist "Rechtspopulistisch"..........

    Jetzt, wo wir der Schwarz-Gelb-Rot-Grün-Mafia hilflos ausgeliefert sind, gibt es eh kein Zurück mehr. Wahrscheinlich wird es das beste sein, man nimmt seine Kohle und wandert nach England aus, die haben den Euro klugerweise nicht eingeführt. Jetzt weiß ich auch endlich, warum die vielen reichen Russen alle nach England wollen.....und nicht nach Deutschland............

    PS: Man darf sich gar nicht vorstellen, was man mit dem Geld, das Deutschland in den Euro-Rettungstopf reinhaut alles machen könnte......Schulen fördern, Familienförderung...kostenlose Kindergärten für alle Bürger.......so viele richtig tolle soziale Sachen könnte man machen......

    Soll doch die nächste Generation sehen, wie sie klar kommt, was geht uns das an ? Nach uns die Sintflut !!

  9. #18
    Avatar von franky_23

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    Die DM war doch größeren Inflationsschüben ausgesetzt als der EURO. Mit dem EURO konnten die weichen Währungen sich nicht permanent abwerten, was der Wettbewerbsfähigkeit der Dt. Wirtschaft zu Gute kommt.

    Wenn jemand den Euro schlecht redet, dann sollte er erst Mal eine vernünftige Lösung parat haben. D,F,I,NL,B,A wieder zurück zu ihren nationalen Währungen und einem gnadenlosen Spekulantentum in der Anfangsphase? Einen Minieuro für zentrale Staaten? Was bringt es, wenn dann die anderen EU Staaten in der wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt werden und die EU weitere Infrastrukturprojekte in den abstürzenden Staaten auflegen muss, was auf Grund des Bürokratismusses wieder zu massiven ungewünschten Entwicklungen führt?

    Nur zurück zur DM Schreihälse sind so naiv wie der einfache Slogan und erinnern fatal an die Zeit als Herrenmenschen mit solchen Slogans für ihre Vorstellungen warben.

  10. #19
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Wenn jemand den Euro schlecht redet.
    Was gibts da noch "schlecht zu reden" ?

  11. #20
    Avatar von strike

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    Ohne die wirklichen politischen Hintergruende wirklich alle zu kennen:

    ich will nicht ausschliessen, dass der Euro "eine gute und begehrte Waehrung" haette werden koennen.
    Wenn man aber schon von Anfang bei der Aufnahme der Griechen aus politischen Beweggruenden beide Augen zugedrueckt hat, die eigenen Regeln - bei Bedarf und in Situationen*) fuer die diese Regeln eigentlich gedacht waren! - diesselben ausser Kraft setzt bzw. aendert, muss man sich wirklich nicht wundern, dass das Vertrauen der Menschen in den Euro sinkt.


    *) gemeint ist sind auch die "Sonderlocken" fuer D und F

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