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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.433 Antworten · 167.749 Aufrufe

  1. #1721
    Avatar von Micha

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    Hm, außer Gold und anderen beständigen Gütern hat es noch eine weitere Alternative. Leben, konsumieren, die Kohle raus schmeißen wie sie rein kommt. Immerhin hat D mit die ältestete Bevölkerung der Welt. Und da wird sich manch einer sagen:
    "Du koanst nix mitnehma". Eine Einstellung die von Staatswegen im Hinblick auf die Konjunktur nicht gerade ungern gesehen wird.
    Suboptimal für die europäische Wirtschaft wird es nur, wenn Menschen ihr Geld im fernen außereuropäischen Ausland verballern.


  2.  
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  3. #1722
    Avatar von J-M-F

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    tjaaa, es hat wohl nix geholfen.

    der euro steigt schon wieder, mal sehen welche Maßnahmen als nächstes in Angriff genommen werden, damit der Euro schwächer wird.

    Ich finde immer lustig wie vor einem Währungskrieg gewarnt wird, dabei sind wir mitten drin. Manche Länder lassen sich aber nicht mehr verarschen
    Südkorea/Japan: Pläne zu Gegenoffensive vor Abschluss

  4. #1723
    Avatar von strike

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    Meldungen, die uns wirklich alle aufatmen lassen sollte:

    ... Immerhin könnten die Kosten langfristig noch etwas sinken.
    ....
    ....
    2014 soll der Haushalt ausgeglichen sein. ...
    Also ich gehe beschwingt ins Buero .....

    RWI-Studie : Finanzkrise kostet Deutschland 187 Milliarden Euro - DIE WELT

  5. #1724
    Avatar von Samuimike1

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    2014 soll der Haushalt ausgeglichen sein, aber nur weil Frau Merkel uns bald in die Tasche greift.


    Im Oktober 2008 gab es in Deutschland erstmals seit den 1920er Jahren wieder erste Anzeichen eines realen Bank-Runs: Daraufhin garantierte Angela Merkel die Sicherheit der Spareinlagen. Ihr damaliger Kanzleramtsminister, Thomas de Maizière, räumt nun ein: Die Bundesregierung hatte nicht die geringste Ahnung, was sie eigentlich garantiert.

    De Maizière: Garantie der Spareinlagen ist

  6. #1725
    Avatar von Samuimike1

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    Die Deutschen verlieren das Vertrauen ins Sparbuch

    05.04.2013, 07:24 Uhr
    exklusiv Durch die Zypern-Rettung hat die Politik viel Vertrauen verspielt. Die Deutschen glauben mehrheitlich nicht mehr, dass ihre Geldeinlagen noch sicher sind. Der Zusicherung von Angela Merkel schenken sie keinen Glauben.









    Nach der Zypern-Rettung: Die Deutschen verlieren das Vertrauen ins Sparbuch - Deutschland - Politik - Handelsblatt

  7. #1726
    Avatar von MadMac

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    Ist doch gut, dass es die EU gibt. So wird wenigstens kraeftig Unfrieden gestiftet und damit bekommen wir vielleicht eher ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

    ....-Schaffner: EU verhöhnt Deutschland in Werbe-Video | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

  8. #1727
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Ist doch gut, dass es die EU gibt. So wird wenigstens kraeftig Unfrieden gestiftet und damit bekommen wir vielleicht eher ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

    ....-Schaffner: EU verhöhnt Deutschland in Werbe-Video | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
    Ja was stören denn solche Videos eine deutsche Eiche, sie steht weiter aufrecht und läßt ihre güldenen Blätter (EUros) weiter, oder erst recht, auf die europäischen Weiten rieseln.

    Schlimm wirds erst wenn jeder native Deutsche ein T-Shirt tragen muß " Kick me, i pay for"

  9. #1728
    Avatar von strike

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    Auf GesichtsBuch gefunden:

    Es waren einmal 10 Männer – ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher – treffen sich regelmäßig zum Essen. So war es auch wieder in der letzten Woche. Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500,00 Euro, denn man speiste schon sehr gern auf hohem Niveau. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

    - Vier Gäste (der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.
    - Der Zypriot zahlte 1 Euro. Der Franzose 5 Euro.
    - Der Österreicher 50 Euro. Der Finne 80 Euro.- Der Holländer 100 Euro.
    - Der Zehnte (der Deutsche) zahlte 264 Euro.
    Das ging schon eine ganze Weile. Immer wieder trafen sie sich zum Essen und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 50 Euro zu reduzieren. “Weil Sie alle so gute Gäste sind!”

    Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 450 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie das bisher üblich war. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 50 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

    Die sechs stellten schnell fest, dass 50 Euro geteilt durch sechs Zahler
    8,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen. Heraus kam folgendes:

    - der Zypriot, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
    - Der Franzose zahlte 3 € statt 5 € (40% Ersparnis).
    - Der Österreicher zahlte 45 € statt 50 € (10% Ersparnis).
    - Der Finne zahlte 72 € statt 80 € (10% Ersparnis).
    - Der Holländer zahlte 90 € statt 100 € (10% Ersparnis).
    - Der Deutsche zahlte 239 € statt 264 € (11% Ersparnis). Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

    Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten. “Ich hab’ nur 2 Euro von den 50 Euro bekommen!” sagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen, “Aber er kriegt
    25 Euro!”. “Stimmt!”, rief der Zypriot, “Ich hab’ nur 1 Euro gespart und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich”.
    “Wie wahr!!”,rief der Österreicher, “Warum kriegt er 25 Euro zurück und ich nur 5? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!”.
    “Moment mal” riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener aus einem Munde, “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!”. Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Deutschen los und verprügelten ihn.

    Am nächsten Abend tauchte der Deutsche nicht zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:
    Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute….

  10. #1729
    Avatar von MadMac

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    Nichts gegen die Deutschen und die unkaputtbare Unterstuetzung fuer den Eurotaler. Man muss es nur in den richtigen Relationen betrachten

    Umfrage: 99 Prozent der Deutschen finden den Euro gut | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

    Die exklusiven Fragen, die unser Umfrage-Institut Magari Resarch 1.254 ausgewählten Bundesbürgern gestellt hat, lauteten (in Klammern jeweils die Ergebnisse)
    Welche Währung bevorzugen Sie:

    A. Euro (99%)
    B. Yuan (1%)

    Sind Sie dafür, dass sie Ihr Gehalt bekommen in:

    A. Euro (97%)
    B. Kartoffeln (3%)

    Wenn Zypern pleitegeht, was sollte Deutschland bekommen:

    A. Euro (93%)
    B. Einen Dankesbrief von Mario Draghi (7%)

    ...
    555

  11. #1730
    Avatar von strike

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    Wochenende, Hurra!

    Wer da Zeit hat, kann sich diese mE interessante Dokumentation/Dissertation mal antun.
    Die ist auszugsweise aktuell in vieler Munde.

    Man kann auch mit der Zusammenfassung auf Seite 248 beginnen ;)

    .... Die Analyse der Presseberichterstattung ergab, daß selbst die Leitmedien – Hamburger Magazine, Qualitätszeitungen, Boulevardpresse, auch ARD und ZDF – ihr Millionenpublikum erst auf die Tragweite der Ereignisse hinwiesen, als die Grundentscheidungen bereits gefallen waren und nur unter Inkaufnahme hoher außenpolitischer Kosten, speziell für das deutsch-französische Verhältnis, hätten revidiert werden können.

    Als schließlich ab Mitte der 90er Jahre Einzelaspekte der EWU zu
    erregten öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen Kritikern und Befürwortern
    führten, entwickelte sich daraus ebenfalls kein demokratischer, schon gar kein herrschaftsfreier Diskurs. Skeptische Fachleute und verantwortliche Politiker verleugneten gegenüber den Bürgern ihre Bedenken (Schatz, Krause).

    Öffentlich auftretende Kritiker wurden von Kohl, Kinkel, Waigel scharf angegriffen. Kritisch berichtende Journalisten sahen sich persönlichen Interventionen von Kohl, Kinkel, von Kyaw und Isolierungsdrohungen von Kollegen ausgesetzt (Münster, Wuermeling).

    Bundespräsident Herzog intervenierte mit scharfen Formulierungen, um eine Thematisierung des Euro im Wahlkampf zu unterbinden, so daß ein öffentlicher Diskurs in diesem Rahmen ebenfalls entfiel....
    Die Bundestagsabgeordneten fühlten sich bei der Beschlußfassung
    über die Euro-Einführung normativen Zwängen ausgesetzt. Sie waren subjektiv
    nicht in der Lage, nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden.

    Drei Viertel der im Rahmen dieser Studie befragten Bundestagsabgeordneten
    erklären, es treffe teilweise oder völlig zu, daß ihnen eine Option, den Euro noch
    zu stoppen, nach 1992 bei realistischer Betrachtungsweise nicht mehr
    offengestanden habe.

    Dieser Befund erlaubt den Schluß, daß die Frage, ob
    Deutschland ab 1999 an der Währungsunion teilnehmen werde, nicht mehr in der
    Hand des Parlaments
    als dem primären Schöpfer von Legitimität lag. Vielmehr
    waren die Abläufe von erheblichen normativen Zwängen mit einhergehendem
    Automatismus geprägt. Daraus erklärt sich auch eine interfraktionelle, mit einem
    Verbreitungsgrad von 33 Prozent nicht geringe Sehnsucht nach einem Referendum
    als zusätzlicher Legitimationsinstanz, die die Abgeordneten von einem Teil der
    Verantwortung entlastet hätte.

    Des weiteren zeigt die Studie, daß sich ein
    beachtlicher Teil der Abgeordneten in der Euro-Auseinandersetzung mit ihrer
    Wählerbasis unwohl, stellenweise überfordert fühlte.

    Daß auf Seiten der Euro-Befürworter auch mit unfairen Mitteln gearbeitet wurde,
    was der demokratischen Qualität der Auseinandersetzung schadete, wird ebenfalls
    von einem signifikanten Anteil der Abgeordneten bestätigt, während sie den Medien weitgehendes Versagen bei der Aufgabe der Aufklärung und als Anreger einer
    demokratischen Debatte attestieren.
    http://cdn.negocios.xl.pt/files/2013...6_tesekohl.pdf

    Kommentierung an anderer Stelle:

    ... Kohl sagte, dass er gewusst habe, dass die Einführung des Euro in Deutschland nicht mehrheitsfähig sei. Es habe ihm an Mitstreitern gefällt. In Ostdeutschland wäre der Euro schon deswegen abgelehnt worden, weil die Deutschen erst seit kurzem die D-Mark erhalten hatten, für die sie immerhin eine Revolution gestartet hätten.

    Kohl zu den Chancen einer Volksabstimmung:

    „Aber ich wusste, dass ich die Abstimmung nie gewinnen kann in Deutschland. Eine Volksabstimmung über die Einführung des Euro hätten wir verloren. Das ist ganz klar. Ich hätte sie verloren. Eine Volksabstimmung hätte ich natürlich verloren, und zwar im Verhältnis 7 zu 3.“

    Er sei jedoch davon überzeugt gewesen, dass es richtig sei, den Euro einzuführen – um zu verhindern, dass es in Europa jemals wieder Krieg gibt.

    Kohl zu seiner Motivation, die Euro-Einführung ohne demokratische Legitimation durchzuziehen:

    Das politische Leben läuft so: Demokratie hin, Demokratie her, Wahlen hin und her, repräsentative Demokratie kann nur erfolgreich sein, wenn irgendeiner sich hinstellt und sagt: So ist das. Ich verbinde – wie ich – meine Existenz mit diesem politischen Projekt. Dann hast du automatisch in der eigenen Partei eine ganze Reihe von Leuten, die sagen: Wenn der fällt, falle ich auch. Das ist dann nicht das Thema Euro – das ist die Lebensphilosophie.“

    Kohl sagte, dass er zwar von der Verfassung her nicht verpflichtet gewesen sei, eine Volksabstimmung durchzuführen. Trotzdem hatte er offenbar einiges Unbehagen:

    „Das ist keine Frage, ob es die Verfassung verlangt oder nicht. Man hätte ja viele Möglichkeiten haben können. Die Ambivalenz war schon sehr stark. Selbst wenn Sie in die FAZ hineinschauen, in den Wirtschaftsteil: Da war ein Jein. Die Banker und so weiter – die sind dann alle umgekippt.“

    Kohl sagte, er war überzeugt, dass er am Ende auch ohne demokratische Legitimation siegen werde: „Es gibt die Kraft des Faktischen, die mitreißt.“ ...
    Auch hier http://deutsche-wirtschafts-nachrich...-ein-diktator/
    Soviel zum Thema Demokratie im Premium Land ....

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