Seite 151 von 244 ErsteErste ... 51101141149150151152153161201 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.501 bis 1.510 von 2438

Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.437 Antworten · 173.921 Aufrufe

  1. #1501
    Avatar von phi mee

    Registriert seit
    03.11.2004
    Beiträge
    7.435
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Phimee, Aktien sind doch auch Sachwerte, warum sollte man die abstoßen?
    Zunächst bezog sich ja meine Antwort auf die Aussage von Socrates und war nicht als Ratschlag gedacht.

    Des weiteren stimme ich dir nur bedingt zu. Aktien von im Kern gesunden Industrieunternehmen z. B. sind durchaus Sachwerte. Denn nach jeder Krise geht es auch wieder aufwärts. In Krisenzeiten liegt da der Aktienwert gar deutlich unter dem Unternehmenswert. Man braucht also nur etwas Zeit. Akien z. B. von Facebook sind rein spekulative Luftnummern, die realen Werte die dahinter stecken, stehen in keinem Verhältnis zm Aktienwert. Haben die vielen Erstzeichner bitter erfahren müssen und deine Besserung nach der Krise ist da auch eher fraglich.

  2.  
    Anzeige
  3. #1502
    Avatar von Socrates010160

    Registriert seit
    05.04.2011
    Beiträge
    8.366
    bei dem ganzen Gezerre um Rettungsmillionen für Spanien und italien wird übersehen, dass beide Staaten vor der Einführung des € auch schon Zinsen von rund 7 %für Anleihen auf dem Kapitalmarkt bezahlt haben und bezahlen konnten... da deren Volkswirtschaft sich in den vergangenen Jahren kaum verändert hat, stellt sich die Frage, weshalb es jetzt eines ESFS oder die Eurpäische Zentralbank dazu braucht. Vermutlich doch nur deshalb, weil sie die durch die Euroeinführung niedrigeren Zinsen nicht dazu nutzten, ihre maroden Staatshaushalte zu sanieren, sondern noch mehr Schulden machten...

    Eher stellt sich doch die Frage, weshalb bezahlt Deutschland 0 % Zinsen, wogegen Italien und Spanien 7% bezahlen sollen. Monti verrechnet gedanklich seine höheren Zinsbelastungen mit den Zinseinsparungen von Deutschland. Dabei wird übersehen, dass D in den vergangenen 10 Jahren seine sozialen Errungenschaften aus den 70er, 80er und 90er Jahren komplett über den Haufen geworfen hat und nur dadurch unter Schröder mit der Agenda 2010 die Voraussetzungen geschaffen wurden, die Staatsausgaben zu begrenzen und einen Zusammenbruch der Sozialsysteme zu vermeiden.

    Wenn ich lese, dass sich der griechische Staat dazu entschieden hat, die mantliche Rentenzahlung für seine Rentner auf maximal 2.200 € zu begrenzen, bekomme ich einen Lachanfall.... welcher Rentner in D erhält 2.200 € Rente...

    So lange diese Staaten nicht kapieren, dass sie erst einmal ihre Ausgaben kürzen müssen, macht es keinen Sinn, mit ihnen zu diskutieren... die damit einhergehenden Probleme wie Arbeitslosigkeit und Rückgang des Wachstums sind kalkulierbar und vor allem bieten sie die Chance wieder neu zu beginnen.

  4. #1503
    Avatar von Socrates010160

    Registriert seit
    05.04.2011
    Beiträge
    8.366
    Zitat Zitat von phi mee Beitrag anzeigen
    ...Aktien von im Kern gesunden Industrieunternehmen z. B. sind durchaus Sachwerte...
    das Problem bei Aktien ist doch, dass Du Dich an einem Unternehmen beteiligst, jedoch keinerlei Möglichkeit hast, dieses in Deinem Sinne zu beeinflussen. Damit wird Dein Kapital lediglich zum Spielgeld... ob und in welcher Höhe Du Deine jährlichen Tantiemen erhältst ist ebenso fraglich, wie die Entwicklung des Unternehmens. Ich erinnere nur an den Zusammenschluss von Chrysler mit Daimler... die damaligen Kurse vor dem Zusammenschluss sind bis heute nicht mehr erreicht... ebenso Telekom..als Ron Sommer den Grundstücks- und Immobilienwert der damaligen deutschen Post um ein vielfaches höher ansetzte, als in Wirklichkeit zu erzielen war.

    Die Vorstände entscheiden über Zukäufe, die sich später als Verlust heraus stellen... sie verkaufen Unternehmensanteile, weil sie Verluste bringen... beim neuen Eigentümer werden sie zum Goldesel...usw... sie splitten Aktien, geben neue heraus oder kaufen zurück...

    Aktien waren einmal sehr stabile Geldanlagen, als die Vorstände noch Charakter hatten und sich mit ihren Unternehmen identifizierten.. heute wird das Unternehmen gewechselt, wie eine Krawatte und es gibt keine Moral mehr... alles was dem Aktienkurs nach oben hilft wird getan... völlig egal, ob der dann wieder zusammenkracht, wenn jemand die Luftblase ansticht...

    Nicht zuletzt wegen krimineller Machenschaften werden laufend neue Strafverfahren gegen ehemalige Top-Manager eröffnet, die mit ihren teilweise kriminellen Methoden Aktienkurse puschen... siehe Wendelin Wedekind...

    Es mag Zocker geben, die dieses Spiel beherrschen und immer wissen, wann sie kaufen oder verkaufen wissen... ich habe mit dem neuen Markt meine Erfahrungen gesammelt und kam mit einem kleinen blauen Auge davon... seither ist die Börse für mich nichts anderes als ein Spiel-Casino... der Anleger verliert langfristig immer...

    Nicht zuletzt deshalb war und bin ich von meiner Strategie überzeugt, alles auf eigene Immobilien zu setzen. Bis heute bin ich damit sehr gut gefahren... Wertsteigerung in den letzten 27 Jahren von bis zu 60 % und dazu die laufenden Mieteinnahmen.

  5. #1504
    Avatar von phi mee

    Registriert seit
    03.11.2004
    Beiträge
    7.435
    Zu den Aktien gebe ich dir im großen und ganzen Recht.

    Bei den Immobilien, selbstgenutzte einmal aussen vor gelassen. sieht es aber nicht unbedingt anders aus. Ohne genaues Wissen ist schnell mehr für eine Immobilie gezahlt als man jemals wieder dafür bekommen kann. Auch hier ist es eine Spekulation. Weisst du immer vorher ob das ensprechende Wohngebiet später immer noch interessant ist. Dann hast du als Eigentümer auch oft genug Stress mit deinen Mietern, von Mietprellern und Mietnomaden wollen wir gar nicht erst reden.

    Auch bei Immobilien haben viele in den letzten Jahren ihre Alterversorgung verbrannt.

    Am sichersten ist es natürlich das Geld bei der Sprakasse abzulegen und mit einem durchschnittlichen Realwertverlust zu leben.

    Am Wochenende habe ich mein Geld in Bier und Himbeergeist inverstiert. Das gab durchnittlich 20% aber leider auch Kopfweh. Keine Geldanlage ist perfekt..

  6. #1505
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.341
    60% in 27 Jahren sind aber auch eine eher magere Wertsteigerung. Ohne die steuerlichen Vorteile aus der Abschreibung lohnt sich das doch kaum.

  7. #1506
    Avatar von Socrates010160

    Registriert seit
    05.04.2011
    Beiträge
    8.366
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    60% in 27 Jahren sind aber auch eine eher magere Wertsteigerung. Ohne die steuerlichen Vorteile aus der Abschreibung lohnt sich das doch kaum.
    bei einer durchschnittlichen Verzinsung von bis heute 6,5 % und unter Berücksichtigung der Abschreibungen allemal... vor allem...null Risiko...in diesem Fall handelt es sich um eine Reihenhaus...

    der Wert der kleinen Appartments hat sich im gleichen Zeitraum fast verdreifacht und sie erwirtschaften eine Rendite von 11 %... Nachteil: häufiger Mieterwechsel im Schnitt alle 2-3 Jahre...

  8. #1507
    Avatar von Socrates010160

    Registriert seit
    05.04.2011
    Beiträge
    8.366
    Zitat Zitat von phi mee Beitrag anzeigen
    ...Bei den Immobilien, selbstgenutzte einmal aussen vor gelassen. sieht es aber nicht unbedingt anders aus. Ohne genaues Wissen ist schnell mehr für eine Immobilie gezahlt als man jemals wieder dafür bekommen kann.
    Würdest Du ein Auto bei einem Händler kaufen, der teurer ist, als sein Kollege... vermutlich nicht... und Du informierst Dich vorher über alle möglichen Händler und das Internet über sämtliche Details...

    Nichts anderes ist es mit Immobilien zur Kapitalanlage... bevor ich meine erste Kellerwohnung mit 25 Jahren für 40.000 DM gekauft habe, las ich ca. 6 Monate jeden Tag den Immobilienteil unserer Tageszeitung... ich wusste genau was ich tat, als ich mich entschied. Damals konnte man Immobilien nach 2 Jahren steuerfrei verkaufen.. heute muss man dazu 10 Jahre warten.... nach 2 Jahren hatte ich einen Gewinn von 50 % erzielt, sofort wieder investiert und wieder 50 %... so ging das über 8 Jahre... und meine Basis war geschaffen...


    Zitat Zitat von phi mee Beitrag anzeigen
    ..Weisst du immer vorher ob das ensprechende Wohngebiet später immer noch interessant ist..
    Ja... denn es gibt Bebauungspläne und den eigenen Verstand... ich habe zum Beispiel in Wohnungen in einer damals völlig unattraktiven Gegend investiert. Niemand wollte dort kaufen, weil die ETW`s im Wohngebiet der US-Streitkräfte lagen... ich bekam sie nachgeworfen...und habe zugegriffen...weil ich den Bebauungsplan kannte, für die Zeit nach dem Abzug der Amis... die Wohnungen waren 15 Jahre lang mit einer guten Rendite vermietet... heute liegen sie in einem wunderschönen Neubaugebiet...die Preise hören nicht auf zu steigen und die Rendite liegt heute bei 11 % zum damaligen Kaufpreis.

    Auch wenn die Wertsteigerung nicht wäre... eine Rendite von 11 % bekomme ich nirgendwo.



    Zitat Zitat von phi mee Beitrag anzeigen
    Dann hast du als Eigentümer auch oft genug Stress mit deinen Mietern, von Mietprellern und Mietnomaden wollen wir gar nicht erst reden..
    In 27 Jahren gab es 2 x Probleme... Peanuts...

    Jeder muss selbst entscheiden, was er mit seiner sauer verdienten Kohle anstellt. Der eine ist mutig und wird belohnt, der andere verzockt seine Kohle, weil er sich nicht ausreichend informiert... der nächste kauft sich Aktien rechtzeitig...der andere zu spät... der eine gibt es seiner Bank und der andere versucht besser zu wirtschaften als die Bank...

    ohne dass man sich mit der Materie auseinander setzt - geht nichts...

  9. #1508
    carsten
    Avatar von carsten
    @socrates

    zu der Zeit der hohen Zinsen hatten diese Länder ihre eigenen Währungen. Die sind zu der Zeit ganz einfach abgewertet worden, durch Inflation und Co., das geht bis im Moment mit dem EUR noch nicht, deshalb sind die Zinsen viel zu teuer.

  10. #1509
    Avatar von phi mee

    Registriert seit
    03.11.2004
    Beiträge
    7.435
    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Würdest Du ein Auto bei einem Händler kaufen, der teurer ist, als sein Kollege... vermutlich nicht... und Du informierst Dich vorher über alle möglichen Händler und das Internet über sämtliche Details...


    ...ohne dass man sich mit der Materie auseinander setzt - geht nichts...

    Richtig, aber genau da ist der Haken. Was denkst du wieviel Prozent der Bevölkerung dazu in der Lage ist. Bei den Deutschen vielleicht ein paar Prozent, bei den Thais wahrscheinlich unter 1 Prozent.

    Übrigens kaufe ich, nach umfassender Recherche, eventuell auch beim etwas teureren Autohändler. Billig kaufen ist auf Dauer nicht immer billiger.

    Ich habe da regelmäßig mit Kunden aus aller Welt zu tun die nur auf billig einkaufen abzielen bei gebrauchten Mobilkranen. Hatte erst letzte Woche einen Kunden der nur die Einkaufspreise miteinander verglichen hat. War eine etwas längere Verhandlung um ihm klar zu machen was er alles an zusätzlichem Service und Leistungen bekommt wenn er jetzt etwas mehr ausgibt. Geendet habe ich mit der Aussage, dass es uns, als Hersteller, eigentlich egal sein kann. Wenn er beim Händler billiger kaufen kann muss er später die Ersatzteile und Reperaturen dann bei uns in Auftrag geben. Verdienen wir mehr dran und er muss deutlich tiefer in dei Tasche greifen. Wir haben ihm dann noch angeboten die zusätzlichen Leistungen teilweise zu streichen um auch bei uns einen günstigeren Einstandspreis zu erziehlen. Nach er bei einem gemeinsamen Mittagessen sich alles noch mal hat durch den Kopf gehen lassen, wollte er lieber doch die teurere Variante. Kluger Mann!

    Mann kann nicht immer alles verallgemeinern. Somit wiederhole ich nochmal deine Kernaussage:

    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    ...ohne dass man sich mit der Materie auseinander setzt - geht nichts...

  11. #1510
    Avatar von mylaw

    Registriert seit
    01.09.2011
    Beiträge
    1.116
    Ich muss jetzt auch mein Senf dazugeben und euch über Aktien aufklären:
    Der Gewinn liegt im günstigen einkauf! Das heisst nix anderes als dass man warten muss bis es an der Börse Klingelt-zb der Dax fällt von 8000 auf 3000, dann kann man einsteigen, das muss man einfach abwarten können, auch wenns Jahre dauert! Danach wenn man eingestiegen ist, heisst es wieder warten und zwar solange bis sich der Dax wieder in der Nähe des Höchsstandes befindet, was aktuell der Fall ist! also erstmal raus und weg, mit ein paar % kann man sich ja noch einen Put kaufen, als Zock sozusagen! Danach wieder warten bis es "klingelt" und dann wieder rein in den Dax. So einfach is das.....hat in den letzen 20 Jahren ein paarmal funktioniert!!!!

Ähnliche Themen

  1. Ticket Deutschland - Thailand bei 1000 Euro
    Von MenM im Forum Touristik
    Antworten: 67
    Letzter Beitrag: 15.12.12, 00:03
  2. Baht in Euro in Deutschland umtauschen?
    Von JayNonthaburi im Forum Treffpunkt
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 14.09.12, 00:28
  3. Deutschland - raus dem Euro?
    Von strike im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 179
    Letzter Beitrag: 10.08.12, 15:38
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 16.05.09, 10:45