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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.433 Antworten · 164.398 Aufrufe

  1. #1421
    Avatar von Hermann2

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    Kurz zum immer wiederkehrenden Argument, die Deutschen hätten doch so kräftig profitiert!

    Richtig, wir haben fleißig produziert (Rohstoffe bezahlt) und geliefert!
    Griechen und Spanier z.B. haben fleißig eingekauft!
    Aber mit was bezahlt? Mit noch mehr Schulden, die WIR mittels Target2 abdecken (sh Datei:TARGET2 balances.png
    Die Unternehmen bekommen ihr Geld bei ständig steigenden Managergehältern!
    Die Löhne blieben fast gleich!
    Aber wer haftet für diese uneinbringlichen 700 Mrd.Target-Forderungen? Die deutschen Steuerzahler! Super-Geschäft!

  2.  
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  3. #1422
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Nun, diese waren ja nur ein Beispiel.
    Wissen wollte ich, ob der schwache Euro nicht eigentlich zu einer Steigerung des Wirtschaftswachstums fuehren muesste, statt der ueberall prognostizierten Abschwaechung der deutschen Wirtschaft.

    Aber ja, hab wohl nicht praezise genug formuliert.
    Und statt Porsche und A8 haette ich Kuckucksuhren und Dresdner Stollen anfuehren sollen .....
    Habe es schon richtig verstanden, schon weil diese Annahme ja ständig durch Politikerhirne geistert, nur was nützt es mir wenn ich durch eine schwache Währung gut verkaufen kann, aber durch diese gleiche Schwäche notwendige Zukäufe für mich teurer werden, und ich zwar produziere auf Teufel komm raus, aber bei jeder Einheit reell Verlusst mache. Oder auch eine Möglichkeit zwar ist der Preis quasie auskömmlich, aber ich hab jetzt das Geld, finde aber nix was ich kaufen will.
    Wo das nur mehr gut zum D./Gr. passt. Siehe auch nachfolgendes von Herrmann2

    Weisst, wenn ein Scheich für meine blonde Tochter mir 100 Kamele gibt ist das ja gut gemeint, aber wenn mir keiner die Viecher abnimmt und mir was gibt womit ich was Anfangen kann, dann habsch de Viescher ufm Hals, und noch Gosden dazu. nu war

    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Exportweltmeister sind wir eh schon seit ein paar Jahren nicht mehr. Im letzten Jahr waren wir Nr. 3 hinter China und USA.
    Weis ich, ändert aber doch nix prinzipiell an der Aussage, oder?

    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    Kurz zum immer wiederkehrenden Argument, die Deutschen hätten doch so kräftig profitiert!

    Richtig, wir haben fleißig produziert (Rohstoffe bezahlt) und geliefert!
    Griechen und Spanier z.B. haben fleißig eingekauft!
    Aber mit was bezahlt? Mit noch mehr Schulden, die WIR mittels Target2 abdecken (sh Datei:TARGET2 balances.png
    Die Unternehmen bekommen ihr Geld bei ständig steigenden Managergehältern!
    Die Löhne blieben fast gleich!
    Aber wer haftet für diese uneinbringlichen 700 Mrd.Target-Forderungen? Die deutschen Steuerzahler! Super-Geschäft!
    Wir habens quasie an uns selbst verkauft, nur die Ware haben andere.

  4. #1423
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    ... Wir habens quasie an uns selbst verkauft, nur die Ware haben andere.
    Der ist gut!

  5. #1424
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Wir habens quasie an uns selbst verkauft, nur die Ware haben andere.
    Stimmt so auch nicht ganz. Da sich die Schulden langsam aufhäuften und die Griechen bis vor kurzem ihre Zinsen zahlten, wurde ja alles bezahlt, auch die Kreditkosten. Ein normaler Vorgang.

    Die Deutschen haben doch ordentlich investiert, z.B. in AAA Produkte der US Häuslebauer und auch da ordentliche Zinsen kassiert. Die Lebensversicherer machten glänzende Geschäfte. Die Börsen gingen nach oben, der Wert der dt. Unternehmen nahm zu.

    Sicherlich hat keiner den Boomerang sehen wollen oder gesehen was eine Überschuldung so mit sich bringt.

    Das ist doch auch Marktwirtschaft, oder? Jede dt. Bank hätte sagen können, sorry kein Geld für Griechenland und schon gäbe es keine Abschreibungen für Griechenland.

    Immer diese großes Gehabe, dass Deutschland alles zahlt. Die Holländer, Finnen, Österreicher zahlen auch. Per Kopf z.T. mehr. Einfach mal abwarten. So wie es aussieht, könnte die Restrukturierung zumindest in ein paar Länder gelingen. Irland, Portugal. Über diese Länder redet derzeit kaum jemand, da einfach Reformen durchgeführt wurden.

  6. #1425
    Avatar von kcwknarf

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    Es kommt ja selten vor, aber gestern kam von Seiten der SPD eine durchaus berechtigte Information:
    wenn jemand einem Geld verleiht, dann wird dieser doch alles dafür tun, damit es demjenigen gut geht, damit er das Geld plus Zinsen auch zurückzahlen kann. Sonst sieht mein Geld nicht wieder.

    Und im Grunde geht es ja genau darum. Griechen und Spanier haben geliehenes Geld und sollen es zurückzahlen. Nun gibt es 2 Möglichkeiten: entweder man hofft noch auf das Geld und unterstützt die Länder eben, dass sie es auch wuppen (eben zum eigenen Vorteil, um das Geld wiederzusehen) oder man gibt auf, schreibt das Geld ab, verschenkt es also den Südländern, aber möchte den Leuten zumindest noch mit Russenmafiamethoden zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Also wie das halt bei Kredithaien so üblich ist. Nur dann hat man auf die Kohle verzichtet.

    Mich wundert es, dass Strike & Co. anscheinend so reich sind, mal eben locker auf die Kohle verzichten zu können.
    Mal ganz abgesehen davon, dass es eben reichlich bescheuert war, Staaten (insbesondere diesen) überhaupt Kohle zu leihen. Aber das kommt dann halt davon, wenn man den Hals nicht vollkriegen kann und immer noch mehr Zinsen abgrasen will.

    Heißt also: wenn das deutsche Volk überhaupt haftet, dann für sich selbst, weil man ja selbst der Kredithai ist! Denn das Geld fließt ja nur über den Umweg Griechenland wieder zurück in die Kassen Deutschlands. Im Grunde könnten die Deutschen das Geld dann auch gleich persönlich zu ihrer Bank oder einem reichen Anleger bringen.

    Die Griechen & Co. könnten ja froh sein, wenn man sie fallen lässt. Ist dann halt wie bei einer Privatinsolvenz. Man muss halt ein paar Jahre brav sein, aber muss nichts zurückzahlen. Aus dieser Sicht ist die Sichtweise der meisten hier ja sogar sehr sozial. Aber auch ganz schön bescheuert.

  7. #1426
    Avatar von funnygirlx

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Nachdem der Euro ja weiter nachgibt muessten doch die Exporte geradezu explodieren (Umkehrschluss nachdem es ja immer heisst, dass eine neue starke D-Mark den Export gefaehrde).
    Eigentlich ist jetzt doch fuer jeden Amerikaner ein Porsche und als Zweitwagen ein A8 drin.

    Kann jemand der Experten hier sagen, wann dies oder warum das nicht passiert?
    In Deutschland sind die meisten Unternhemen abgesichert gegenueebr erheblichen waehrungsschwankungen, so das sich an den exportpreisen nicht schnell was aendert.

    Desweiteren ist eine verfallende Waehrung im grund gut fuer den Export, jedoch wenn die absatzmaerkte schwaecheln,kann dieser vorteil sehr schnell verpuffen.

    desweiteren mal eine anmerkung, in 2001, eur stand ( noch keine noten in der hand) stand der euro bei 0,90 zum USD, in 2003 stieg er an ,auf 1,10 / 1.15 zum usd, und damals war ein aufschrei da, der teure euro wuerde den export abwuergen.heute stehen wir bei 1,20 und man redet das gegenteil.

    Wie man in den Jahren 2003-2008 sehen konnte, lebte es sich mit einer teuren waehrung gut, auch die exporte, denn die absatz maerkete waren in ordnung. fuer eine grosse exportnation ist eine schwache waehrung nicht unbedingt ,ein wettbewerbsvorteil. fuer viele kleinere einzelne laender mag dies zu treffen.

    die aktuellen waechelkursschwankungen, werden kaum dazu fuehren, das duetsche produkte mehr gefragt sind oder auch nur ansatzweisse biliger werden.die schnellen waehrungsschwankungen bewirken eher das gegenteil. waehrungaenderungen sind nicht bedrohend, ausser sie erfolgen sehr schnell.

  8. #1427
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    ... Strike & Co. ...
    Zuviel der Ehre.
    Es beschaemt mich, wenn Du mich hier sozusagen als Fuehrer siehst und deshalb gehe ich einfach mal von einem Versehen aus.
    Ansonsten lass ich diesen Begriff vielleicht mal besser schuetzen.


  9. #1428
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Mal ganz abgesehen davon, dass es eben reichlich bescheuert war, Staaten (insbesondere diesen) überhaupt Kohle zu leihen.
    Bingo!

    Speziell wenn dieses auch noch auf so einer fadenscheinigen Basis wie Solidaritaet und Gutmenschlichkeit ohne jegliche Sicherheiten basiert. Ein kleiner Angestellter in der Kreditvergabeabteilung einer Bank wuerde dafuer gefeuert, einer im Topmangement mit einer Gazillion abgefunden und von einem anderen Unternehmen unter neuem Vertrag mit hoeherem Salaer uebernommen. Kraehen unter sich, gehen sich niemals an die Augen. Auch nicht auf multinationaler Ebene.

  10. #1429
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Es kommt ja selten vor, aber gestern kam von Seiten der SPD eine durchaus berechtigte Information:
    wenn jemand einem Geld verleiht, dann wird dieser doch alles dafür tun, damit es demjenigen gut geht, damit er das Geld plus Zinsen auch zurückzahlen kann. Sonst sieht mein Geld nicht wieder.
    Sozikapitalismus, muhahahahahaha.

    Haetten mal bei den Albrecht Brothers 'nen Lehrgang belegen sollen. Man quetscht eine Zitrone aus, bis sie saftlos ist. Die Schale wirft man weg und den Saft verkauft man unter Auslobung des hohen Vitamin C Gehaltes fuer gutes Geld. Mit solider Rendite versteht sich und nein, der Gewinn wird nicht anschliessend an ein Entwicklungsland telegrafisch ueberwiesen sondern damit bauen wir uns 'ne schoene Autobahn, die ordentliche Mautgebuehren einbringt.

  11. #1430
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat von kcwknarf

    ... Strike & Co. ...
    Nicht vergessen als GmbH oder Ltd. zu firmieren, damit das Fiasko der Euro-Brueder und Schwestern ausgeklammert wird. Nur Beschraenkte haften unbeschraenkt.

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