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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.437 Antworten · 171.748 Aufrufe

  1. #1281
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Es ist sinnlos in der heutigen Situation zu versuchen, irgendwelche logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Derzeit geht es nur noch darum, einen bereits toten Gaul irgendwie noch einige Zeit am Leben zu erhalten.

    Wer jetzt ruft "der Gaul ist doch schon tot!" sagt zwar die Wahrheit, wird dadurch aber als Verfassungsfeind klassifiziert, wodurch der Gaul natuerlich auch kein Stueck lebendiger wird.

    Wau, 365 Tage Karneval im Jahr. Naerrische Zeiten.

  2.  
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  3. #1282
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Wer jetzt ruft "der Gaul ist doch schon tot!" sagt zwar die Wahrheit, wird dadurch aber als Verfassungsfeind klassifiziert, wodurch der Gaul natuerlich auch kein Stueck lebendiger wird.

    Ist da ein Verschwörungtheoretiker am Werk? Vielleicht färbt zu langes Leben in Thailand ab. Doch in Europa werden ein paar .......s, vielleicht ein paar Linke oder noch weiter links stehende als Verfassungsfeinde dargestellt, ggf. einige von der hier vertretenen Fraktions, die viele Muslime unter Generalverdacht stellen möchten. Doch sonst? Nur weil jemand eine andere Meinung zum Fiskalpakt hat?

    Da aus meiner Sicht die EU als politische Gemeinschaft eh die logische Konsequenz ist - das seit den 80 ern - so ist es doch ähnlich wie bei der Hochzeit hier im Forum. In der EU kommen halt Staaten zusammen die unterschiedlich viel Schulden haben. Schulden haben alle.

  4. #1283
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Doch sonst? Nur weil jemand eine andere Meinung zum Fiskalpakt hat?
    Erwaehnte ich schon, naerrische Zeiten? Warten wir einfach ab, zu welchen Clownerien man noch faehlig ist. Nee, keine Verschwoerungstheorie sondern lediglich eine Reaktion auf die derzeitigen Slapsticknummern. Offensichtlich so immens bleed, da hat Verschwoerung keine Chance. Zur Verschwoerung bedarf es zumindest noch einem Deut Verstand und zu einer guten Verschwoerung einen ganzen Sack voll Verschlagenheit.

    "Mama, Mama, er hat ueberhaupt nicht gebohrt" reicht da einfach nicht fuer aus, bei dieser erbarmungslosen Offenheit auf der politischen deutschen Buehne :


  5. #1284
    Avatar von franky_23

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    Wo du jetzt hin abdriftest ist mir nicht ersichtlich. Gemeinsame Steuern wird es über kurz oder lang geben. Die gibt es im Grunde jetzt schon, da ja die Zahlungen an die EU an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes gekoppelt sind.

    Mir persönliche wäre viel lieber 2 % MWSt an die EU und das aus jedem Land, Bankenabgabe Flugbenzinbesteuerung etc. unter EU Verwaltung, ...

  6. #1285
    Avatar von resci

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  7. #1286
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Wo du jetzt hin abdriftest ist mir nicht ersichtlich. Gemeinsame Steuern wird es über kurz oder lang geben. Die gibt es im Grunde jetzt schon, da ja die Zahlungen an die EU an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes gekoppelt sind.

    Mir persönliche wäre viel lieber 2 % MWSt an die EU und das aus jedem Land, Bankenabgabe Flugbenzinbesteuerung etc. unter EU Verwaltung, ...
    Kostenlose Beratung:

    Als erstes stabilisiert Deutschland die eigene labile Lage im Lande und schafft wieder eine solide Waehrung, auf die sich wirklich gestuetzt werden kann. Danach erst den Missionar geben, wenn eine entsprechende Basis vorhanden ist. EMS auf Basis von lauter "nackten Maennern" ist schlichtweg BS. Selbst der Oberarzt ist doch pleite.

    Danach meinetwegen EU die zweite, aber mit klar definierten Vorgaben. Wer die Auflagen nicht erfuellt, fliegt raus. Ein Wirtschaftssystem kann nicht dadurch stabilisiert werden, dass man mit gebrechlichen Bananenlaender kooperiert, weil es eigentlich keine Kooperation ist sondern lediglich immer nur eine Sozialmission, die wohl kaum wirschaftlich gesehen vertrauenserweckend ist.

    So war es doch eigentlich mal vom EU-Ziehvater, Mr. Cabbage, angedacht. Selbst Deutschland hat nur mit Haengen und Wuergen die Euro-Auflagen geschafft. Ergo wurde nach Sonderschulmanier dahingehend agiert, dass einfach die Leistungsanforderung auf Grasnabe abgesenkt wurde, was letztendlich zur jetzigen Sitution fuehrte. Einzige Loesung kann hier somit nur noch ein back-to-the-roots sein. Aufloesung der gemeinsamen Waehrung, nationale Stabilisierungen und danach ein neues knallhartes Konzept, wie es urspruenglich angedacht war.

    "Wir moechten aber auch gerne den Euro einfuehren" reicht nicht aus, wenn es um Schaffung einer Leitwaehrung geht.

    Der derzeitige Euro ist tot. Erledigt, Schluss, Punkt aus. Jeder kehrt nun erst einmal seine eigenen Scherben auf und dann geht es erneut an den Verhandlungstisch. Euro der 2.

    Es gibt keine alternative vernuenftige Loesung hierzu.

    Ob es letztendlich realisiert und auch wirklich umgesetzt wird oder auch nicht ist mir egal. Ziehe in jedem Fall Nutzen aus der ganzen Sache und sei es nur Amusement aus dem Tanz der Kasper zu gewinnen.

    So, ich gehe jetzt erst einmal zur Massage, wie jeden Samstag. Dieses vor dem Bildschirmgehocke verursacht zwangslaeufig Verspannungen, denen man kontinuierlich rechtzeitig entgegenwirken muss, damit man nicht letztendlich in einer prekaeren Lage endet. Deja-vu, deja-vu.

  8. #1287
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
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    Als erstes stabilisiert Deutschland die eigene labile Lage im Lande und schafft wieder eine solide Waehrung auf die sich gestuetzt werden kann. Danach erst den Missionar geben, wenn eine entsprechende Basis vorhanden ist. EMS auf Basis von lauter "nackten Maennern" ist schlichtweg BS. Selbst der Oberarzt ist doch pleite.
    In D gibt es eine Sparquote von ca. 10 % und eine öffentliche Neuverschuldung von weniger als 3 %. Wer soll den da pleite sein?

    Das mit den Zinsen der Finanzmärkte ist doch auch der Versuch die Renditen für die Kapitalbasierenden Renten zu stabilisieren.

    Da diese zu einem ordentlichen Grad auf Wertpapieren und Staatsanleihen aufgebaut sind, ist für die ein Zins von ca. 1 % wie in derzeit D zahlt ein Horror. 7 % im Bewusstsein, dass diese garantiert werden sind schon eine andere Hausnummer.

    Ein Mittelweg, so 2-4 % in Europa und den USA wäre doch für dieses System Gift!


    Danach meinetwegen EU die zweite, aber mit klar definierten Vorgaben. Wer die Auflagen nicht erfuellt, fliegt raus.
    Bei einer Wirtschaftskrise wie 2008 müsste sich das System selbst auflösen?

    ..........Schaffung einer Leidwaehrung geht.
    Für eine "Leidwährung" allemal.


    Der derzeitige Euro ist tot. Erledigt, Schluss, Punkt aus. Jeder kehrt nun erst einmal seine eigenen Scherben auf und dann geht es erneut an den Verhandlungstisch. Euro der 2.
    das nennt man halt Fortentwicklung, in welcher Form auch immer. Veränderungen müssen nicht zwangsweise schlecht sein.

  9. #1288
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von carsten Beitrag anzeigen
    ... hätte bei der EUR-Einführung .....
    Tja, carsten, haette.
    Hat man aber nicht.,
    Und das scheibchenweise war sehr wohl gewollt.

    Ich erinnere an Jugoslawien, wo die gewollte Identifikatioin mit einem System, Geld und Sprache genau so lange hielt, bis der Dirigent tot war.
    Und auf einmal brachten sich kroatische Serben, serbische Kroaten, bosnische Bosnier, slowenische Kroaten, kroatische Slowenen, serbische Bosnier, bosnische Serben, kroatische Kroaten und kroatische Bosnier gegenseitig um ......

    So etwas muss von den Menschen gewollt werden, muss vorbereitet und erklaert werden.
    Wohlwissend, dass vor allem die letzten Jahre die Skepsis erhoeht haben, wagt man nicht zu fragen, sondern hofft.

    Hoffentlich sagt dann in ein paar Jahren niemand "Haetten .wir nur ....".

    Was aktuell passiert, fuegt nicht zusammen, sondern bildet die Saat fuer zukuenftige Konflikte.
    Danach wird nichts mehr sein wie es war.

  10. #1289
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    In D gibt es eine Sparquote von ca. 10 % und eine öffentliche Neuverschuldung von weniger als 3 %. Wer soll den da pleite sein?
    Schau, Vermeidung einer Neuverschuldung ist doch nur ein politischer Gimmick, wenn bereits die Altverschuldung horrend ist. Es geht gar nicht mehr um Schuldenabbau in Form von Rueckzahlungen sondern lediglich darum, dass man ueberhaupt noch in der Lage ist die Zinsen fuer die Schulden bezahlten zu koennen. Das nenne ich pleite.

    Die politischen "Denkkuenstler" argumentieren nun dahingehend, dass ein Staat ja Zinseinnahmen erzielt, wenn er Geld verleiht. Hier kommt jetzt aber zum Tragen, dass es immer nur um die Zinsen geht und niemals einen Abtrag bis zur vollstaendigen Tilgung des "Darlehens". Angenommen man bekommt 5% Jahreszinsen, dann hat man dann irgendwo so in 20 Jahren (mit Zinseszinsen zu rechnen ist mir jetzt zu kompliziert) sein Geld lediglich zurueckbekommen, aber die Darlehenssumme ist immer noch zu 100% ausstaendig. Das koennte jetzt bis in alle Ewigkeiten so gehen, doch nun kommt der Knackepunkt.

    Es wird neues Geld verliehen, damit der Schuldener ueberhaupt seine Zinsen zahlen kann, wobei dann das Brisante ist, dass der Glaeubiger gar nicht ueber die fianziellen Mittel verfuegt um ueberhaupt Darlehen zu vergeben. Somit kommen die Blitzbirnen zu dem Schluss, sich einfach Geld zu leihen um es verleihen zu koennen. Ein Teufelskreis.

    Banken sind da natuerlich smarter, wenn sie sich nicht gerade von Fianzjongleuren dahingehend verarschen lassen in lehmige Dubiositaeten zu investieren. Sie kommen billig zu Geld, weil sie den Einlegern Minimalzinsen geben, aber teuer verleihen. Der deutsche Staat ist ein ausgesprochene schlechte Banker, denn ihm geht es anders als den Banken gar nicht um Rendite in den Finanzgeschaeften. Rettungsschirm ist eine denkbar schlechte Investition unter der beschriebene Praemisse. Waere man schuldenfrei und haette erhebliche liquide Mittel zur Verfuegung dann koennte man sich solche Maetzchen sicherlich bis zu einem gewissen Grade leisten, aber wohl kaum wenn man unter einer Altschuldenlast kaum noch atmen kann.

    Interessant bei diesem globalen Ponzi-Scheme ist jetzt, wer ueberhaupt noch in der Lage ist Geld zu verleihen, weil alle und ganz oben an auch noch das selbst erklaerte Oberfinanzgenie die USA hoffnungslos ueberschuldet sind. Die Einzigen die derzeit tatsaechlich noch richtige echte fianzielle Mittel haben sind vermutlich die Chinesen, aber sie werden sicherlich ebenfalls frueher oder spaeter den Gang der Japaner gehen. Japan war mal so liquide, zumindest auf dem Papier, dass man weltweit schoppen ging, bis dann eben zum Vorschein kam, dass die ganze Liquiditaet eigentlich nur auf dem Papier existierte, weil Finanzsicherheiten mit 100%ende von Prozent ueberbewertet waren. Die Buecher sehen nach aussen glaenzend aus, obwohl der Staat in der Realtiaet eigentlich pleite ist. Kommt es zur massiven Glaeubigerforderung, dann bricht das ganze Kartenhaus zusammen.

    Deutschland hat noch nicht einmal mehr Papierliquiditaet, genauso wenig wie die USA, sondern ist schlichtweg eigentlich zahlungsunfaehig, wenn man die Verbindlichkeiten einfordert. Auf der Habenseite sind da zwar die Forderungen, aber nun ja, die sind kaum einforderbar, weil sie eben aus dubiosen Investionen wie faule Darlehen basieren. Ergo, man ist real gesehen pleite. Das einzige was derzeit noch das Schiff ueber Wasser haelt ist das erwirtschaftete Bruttosozialprodukte aber die Frage ist wie lange noch, da praktisch von der Hand in den Mund gelebt wird. Es wird von etwas gezehrt, was eigentlich noch gar nicht erwirtschaftet ist, trotzdem aber beliehen wird.

    Das typische Ponzi-System, wie eben auch dieser kaschierende Ausdruck "Generationenvertrag". Die globale Wirtschaft ist unter dieser Praemisse nur ein Kartenhaus, das jederzeit einfach in sich zusammenfallen kann. Immer mehr Karten im Konstrukt fallen aus und die Saeulen werden immer wackliger.

    Man erkennt natuerlich bei meiner Schwurbelei, dass ich kein "Fianzexperte" ist, der mit schoenen Schaubildern und Zahlenkolonnen beeindruckt. Aber natuerlich nur auf dem Papier, worueber ich mir mit meinem simplen und ungebildeten Verstand natuerlich im Klaren bin. Nein, kein Doktorat in Betriebswirtschaaft oder Volkswirtschaft oder so und auch kein Finanzgenie. Einfach nur ganz ordinaerer primitiver Verstand. Sozusagen das kleine Einmaleins des Denkens.

    Dennoch will ich hier natuerlich auch nicht zu pessimistisch rueberkommen und den rabenschwarzen Teufel an die Wand malen. Im Grunde ist Geld, Schulverschreibungen etc. etc. einfach nur Papier und mehr nicht. Die Amerikaner sind da Fuechse und haben bereits erkannt, dass man dies bei Bedarf einfach beliebig nachdrucken kann.

    Fazit ist somit eigentlich, dass Europa real gesehen pleite ist, aber auch nicht. Das Problem ist ja sehr einfach zu loesen. Einfach mehr Euros drucken, ganz nach Bedarf, und schon ist die Pleite nicht mehr vorhanden. Vom Papier durch Papier (frei nach Abraham Lincoln). Ich sage mir einfach immer wieder, die Welt ist scheen, scheen bleed. Und dann lehne ich mich zurueck und laechele und bin zufrieden weil ich sicher sein kann, dass mich dies in einiger Zeit einfach nicht mehr belasten wird. So wie jeden Menschen. Den einen frueher und den anderen ein wenig spaeter. Wie frei ich mich doch bei diesen Gedanken fuehle, egal wie meschugge sich die Gebahren auf diesem Planeten noch entwickeln werden.

  11. #1290
    carsten
    Avatar von carsten
    Frank, nur 2 kurze Denkanstösse (will mich da sonst in die Diskussion nicht so einmischen...):

    - Die Kleinstaaterei, die wir in ganz Europa haben (da zählen jetzt auch die Ex-Jugoslawien-Staaten dazu) ist absolut nicht zeitgemäss in Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung. Und die gibt es, da drüber braucht man nicht diskutieren, das ist Tatsache.

    - Die entsprechende Vereinheitlichung von Wirtschafts- und Finanzpolitik muss jetzt kommen, wenn man damit noch ein Jahrzehnt wartet, dann geb ich Dir recht, und wir werden in Europa wieder Krieg haben, und zwar so einen grossen, dass sich dann der Dritte (unbeteiligte) drüber freut, ob das jetzt Amerika oder China oder sonstwer ist.....

    - Ein Zerfall des EUR wäre schädlich für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum, da gehört auch DE dazu.

    so, jetzt sind es doch 3 geworden.....

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