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Deutschland und der Euro

Erstellt von Conrad, 27.04.2011, 16:07 Uhr · 2.433 Antworten · 168.013 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Conrad

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    Deutschland und der Euro

    Es heißt immer, Deutschland hätte ja am meisten profitiert von der EU und dem Euro. Wenn man allerdings das momentane Schuldendesaster Griechenlands, Irlands und Portugals sieht, kriegt man einen anderen Eindruck. Gerade mal 10 Jahre gibts den Euro und schon bahnt sich eine Riesenpleite an.

    Wahrscheinlich wäre Deutschland besser gefahren, wenn es die D-Mark behalten hätte. Jetzt muß Deutschland anderen Ländern quasi die Schulden bezahlen um den Euro zu retten.

    Könnte es sein, das Deutschland die Währungsunion aufkündigt ? Wo ausser durch Steuererhöhungen sollen die Milliarden herkommen, um "den Euro zu retten" ? Zumal der sog. Schutzschirm für den Euro gegen die "No-Bail-Out" Regel der EU-Währungsunion verstößt.

    Ich glaube, es wäre das beste für Deutschland, aus der Währungsunion auszusteigen und die DM wieder einzuführen. Aber warum nur gibt es in Deutschland keine einzige Partei, die das fordert ? Der demokratische Staat sollte zuallerst seine Bürger und deren Ersparnisse und Altersvorsorge schützen, kurz, die Interessen der deutschen Bürger/Arbeitnehmer vertreten. Ich sehe da keine einzige Partei die das macht.

    Schuldenexplosion

    EZB vergleicht Griechenland-Krise mit Lehman-Desaster

    Luxemburg/Athen - Es sind bedenkliche Zahlen: Erst verkündete Portugal, man könne das angepeilte Staatsdefizit nicht erreichen. Statt den veranschlagten 7,3 Prozent habe die Neuverschuldung im vergangenen Jahr bei 9,1 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) betragen.





    Jetzt kann auch Europas größtes Sorgenkind die eigenen Versprechen nicht einhalten. Griechenlands Schuldenberg ist weit höher als befürchtet. Das öffentliche Defizit lag Ende 2010 mit 10,5 Prozent des BIP fast einen Prozentpunkt höher als erwartet, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit.

    Der Schuldenstand kletterte auf 142,8 Prozent, 2,6 Prozentpunkte mehr als angenommen.

    Die Märkte reagierten prompt: Die Rendite zehnjähriger griechischer und portugiesischer Anleihen zog deutlich an. Noch hat das für Griechenland keine Konsequenzen, da das Land seine Schulden derzeit mit Geld aus einem EU-Rettungspaket refinanziert. Auch Portugal erhält demnächst EU-Hilfen. Durch die hohe Verschuldung sinkt allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass die Länder möglichst bald wieder selbst den Kapitalmarkt anzapfen können.


    Schuldenexplosion: EZB vergleicht Griechenland-Krise mit Lehman-Desaster - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wenn sogar Deutsche-Bank-Chef Ackermann bezweifelt, dass Griechenland die Schulden zurückzahlt, wird das wohl so sein. Denn man kann gegen Ackermann sagen was man will, Ahnung von seinem Metier hat er.

    Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bezweifelt, dass Griechenland seine Kredite vollständig zurückzahlen können wird. "Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln", sagte Ackermann in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner".

    Dazu bedürfte es "unglaublicher Anstrengungen". Dennoch müsse Griechenland stabilisiert werden. Wenn das Land "fallen würde", würde dies mit großer Sicherheit auch auf die anderen Länder übergreifen und könnte zu "einer Art Kernschmelze" führen.

    Ackermann zweifelt an Schuldenrückzahlung durch Griechenland


  2.  
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  3. #2
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    ... warum nur gibt es in Deutschland keine einzige Partei, die das fordert ? Der demokratische Staat sollte zuallerst seine Bürger und deren Ersparnisse und Altersvorsorge schützen, kurz, die Interessen der deutschen Bürger/Arbeitnehmer vertreten. Ich sehe da keine einzige Partei die das macht.
    Weil die sofort unisono als "rechtspopulistisch" verschrieen waere, und/oder die, die es auch nur wagen, dazu Fragen zu stellen - wie hier im Forum - als Kleingeister diffamiert werden.
    Wer moechte dies schon?

    Politisch korrekt kommt einfach besser.
    Angepasst hat man schon immer besser ueberlebt.

  4. #3
    Avatar von alhash

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    Der Euro ist eine gute und begehrte Währung und vor allem auch noch eine junge Währung. Die Schulden Griechenlands sind vernachlässigbar und werden von einigen nur aufgebauscht um dem Euro zu schaden, da sich hier eine Wirtschaftsmacht etabliert, die von gewissen Kreisen nicht gerne gesehen wird.

    Mythos vom EU-Zahlmeister: Wie Deutschland vom Euro profitiert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    AlHash

  5. #4
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von alhash Beitrag anzeigen
    ... nur aufgebauscht um dem Euro zu schaden ...
    Dann hoffen und beten wir mal alle, dass Du recht behaelst.

  6. #5
    Avatar von schimi

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    Wenn Deutschland aussteigen würde aus der Währungsunion, was an sich undenkbar wäre, wären die negativen Auswirkungen auf ein so exportorientiertes Land unabsehbar.
    Die D-Mark, oder was auch immer wir dann hätten, würde schnell sehr stark werden, so dass anschliessend die Exporte und mit ihr die Konjunktur völlig einbrechen würden.
    Zum Glück sind wir reich genug um ein paar Verschwender durch zu ziehen.

  7. #6
    Avatar von wingman

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    Aber nur solange keine weiteren dazu kommen. Sollte Spanien der nächste sein, wird es eng mit dem Rettungsschirm

  8. #7
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von schimi Beitrag anzeigen
    ... Die D-Mark, oder was auch immer wir dann hätten, würde schnell sehr stark werden, so dass anschliessend die Exporte und mit ihr die Konjunktur völlig einbrechen würden.
    Zum Glück sind wir reich genug um ein paar Verschwender durch zu ziehen.
    Mehr als 2 Billionen Euro Schulden, aber reich?



    Es gibt zum vom Alhash genannten Link Antworten, die den dort von Sven Boell getroffenen Annahmen widersprechen:
    Kein Schreckensszenario: Deutschland ohne Euro
    Euro-Mythos: Ein Blick in die Geldbörse genügt

  9. #8
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von alhash Beitrag anzeigen
    Der Euro ist eine gute und begehrte Währung
    AlHash
    Das war die DM auch.

    England, Schweden, Dänemark müssen nicht zur "Euro-Rettung" beitragen, da er dort gar nicht erst eingeführt wurde. In Norwegen wurde der EU-Beitritt per Volksabstimmung abgelehnt; Nachteile hat Norwegen deshalb nicht, wohl eher Vorteile.

    Wenn man sich überlegt, dass Griechenland Deutschland vor nicht langer Zeit aufgefordert hatte, Reparationsleistungen für im WW II begangene Greueltaten zu zahlen.......

    Es gibt eigentlich nur einen Weg: Die Pleiteländer aus der Währungsunion rausschmeissen. Wem kann man schon verständlich machen, wieso Deutschland den Griechen beim Schuldenabbau helfen sollte ? Man muß das dann eben als Reparationzahlungen betrachten, bloß wird das wohl kaum ein deutscher Steuerzahler einsehen.

    Als nächstes stehen dann Spanien u. Italien vor der Tür und wollen Kohle. Bloß woher soll die noch kommen ? Allein die deutschen Landesbanken haben in den letzten Jahren schon an die 500 Milliarden verzockt, jetzt kommt noch die "Euro-Rettung"...........

    Derweil steigt die Inflationsrate in Deutschland und das wird so weiter gehen. Der Atomausstieg muß auch noch vom Stromkunden bezahlt werden. Prinzipiell kann es dem Bürger eigentlich egal sein, solange Geld da ist um die Renten und Pensionen zu zahlen, die Beamtengehälter im öffentlichen Dienst. Die Frage ist langsam, wie lange das Geld noch da ist, wenn man alles in die Euro-Rettung investiert u. zusätzlich noch die Schulden der Landesbanken zahlen soll.

    Eine Opposition gibts ja in Deutschland nicht mehr, die "Volksparteien" haben sich zur SED (Sozialistisch-ökologische Einheitspartei Deutschlands) zusammengeschlossen und alle Streitpunkte ausgeräumt und sind sich mit der Energielobby (zu der natürlich auch die Wind- und Solarlobby zählt) einig, die Bürger jetzt in grossem Stil in einem nie dagewesenen Raubzug abzuzuzocken.....

    Parteien die dagegen sind, gibts ja nicht mehr.....

    Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst

  10. #9
    Avatar von franky_23

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    Einen Staat wie Norwegen mit Deutschland zu vergleichen ist bemerkenswert und zeugt von wenig Sachverstand. Norwegen hat viel Erdöl und Gas, sowie eine florierende Fischzucht und hat nicht mal soviel Einwohner wie BW.

    Bis dto. hat Deutschland noch an den Krediten verdient! In den Anleihen auf dem freien Markt ist ja schon eine Rückzahlung von nur 60 % eingepreist. Wo ist das Problem?

    Conrad, dein Geschwätz vom teuren Strom? Du hast immer noch kein vernünftiges Gegenargument zu der realen Situation gebracht. Derzeit bieten auf der Strombörse diverse Anbieter an. Der teuerste Anbieter bestimmt den Preis. Neue Kraftwerke produzieren sind nicht teurer als Alte, somit wird das Preisangebot des teuersten Anbieters nicht nach oben gehen. Wieso soll es dann teurer werden?

    Die KKW´s bestimmen doch gar nicht den Preis, fahren nur fette Renditen für die Eigentümer ein, aber nicht für den Kunden. Gleichzeitig wird die friedliche Nutzung der Kernenergie immer noch mit Milliarden subventioniert.

    Wieso ist dann im Süden, Bayern und Baden-Württemberg , wo viele KKW´s arbeiten, der Strom nicht besonders günstig? Angeblich kommt doch dann auch der günstige Atomstrom noch aus Tschechien (bayrische Grenze) und aus F (BW hat die längste Grenze zu F)

    Strompreise werden so und so steigen, nur die Energiekonzernwerbemaschinerie - im Osten einst als Propaganda bezeichnet - wird einfach dies als unvermeidlich hinstellen. Die Begründungen werden dahingehend angepasst, dass immer andere schuld sind.

    Conrad vergleich mal Japan mit D und schau dir das Ganze in 10 Jahren an. Vermutlich wird die Zeche des ungezügelten Verbrauchs, basierend auf einer unendlich vorhanden elektrischen KKW Engergie ein Land wie Japan viel teurer zu stehen kommen.

    Die Weltwirtschaft wird sicherlich nach sichereren STanorten für die Elektronikbranche suchen als die störanfällige Japanische Industrie. 160% der Wirtschaftsleistung sind Staatsschulden und werden in einem Land wie Griechenland als für den Euro bedrohlich angesehen. Eine hoffnungslos veraltete in Traditionen gefangene, fast reformunfähige Gesellschaft, wie die japanische, hat bereits mehr als 200 % Schulden.

    Der Staat in D mag 2 Billionen Euro Schulden haben. Doch ist die Neuverschuldung unter 5 % und die Sparquote bei ca. 10 %+x. Der Staat soll oder muss einfach mal ein bisschen die Sparwut der Deutschen bremsen und zum Schuldenabbau einsetzen. Dann schau mal, wer die größten Schreier sind, die dies verhindern.

  11. #10
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Einen Staat wie Norwegen mit Deutschland zu vergleichen ist bemerkenswert und zeugt von wenig Sachverstand.
    Wo habe ich Deutschland mit Norwegen verglichen ? Ich habe lediglich die Tatsache erwähnt, dass der EU-Beitritt Norwegens von der Bevölkerung per Volksabstimmung abgelehnt wurde.

    Hätte es in Deutschland eine Volksabstimmung über den Euro gegeben, hätten wir heute die DM u. eine Menge Probleme weniger. Eine Euro-Rettung gäbe es nicht, die Milliarden hätte man in das Gesundheitssystem, Schulen, Universitäten investieren können. Was gehen mich die Schulden der Griechen an ? Nichts ! Wenn mein Nachbar mir erzählen würde, er müßte Insolvenz anmelden, würde ich auch nur die Achseln zucken. Was gehts mich an, wenn andere Leute nicht mit Geld umgehen können.

    Hätte Deutschland die DM behalten, stünde das Land erheblich besser da. Noch wirkt sich diese gigantische Geldvernichtung des deutschen Steuerzahlers nicht oder nur wenig bei den Bürgern aus, aber die Rechnung wird kommen. So ist das immer mit Gläubigern, die wollen irgendwann Bares sehen.

    Deutschland sägt den Ast ab, auf dem es bequem und sicher jahrzehntelang gesessen hat.

    Aber das will nunmal keiner wahrhaben. Wie kann man nur auf Ideologen wie Kretschmann und seine grünen Helfer hereinfallen, die jetzt als neuen Ökosündenbock die Autoindustrie ausgemacht hat ? Aber schnell rudert er wieder zurück:

    Am Wochenende sprach er sich noch für weniger Autos aus, jetzt gibt sich der Grünen-Politiker Winfried Kretschmann nach der massiven Kritik versöhnlich. Der designierte Ministerpräsident Baden-Württembergs kündigte der Autoindustrie Unterstützung bei der Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge an.


    Nach massiver Kritik: Kretschmann will Autoindustrie helfen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Conrad, dein Geschwätz vom teuren Strom? Du hast immer noch kein vernünftiges Gegenargument zu der realen Situation gebracht. Derzeit bieten auf der Strombörse diverse Anbieter an. Der teuerste Anbieter bestimmt den Preis. Neue Kraftwerke produzieren sind nicht teurer als Alte, somit wird das Preisangebot des teuersten Anbieters nicht nach oben gehen. Wieso soll es dann teurer werden?
    Du und viele andere haben leider nur ein Kurzzeitgedächtnis. Wo kam wohl 40 Jahre lang der billige Strom für das deutsche Wirtschaftswunder und die Wiedervereinigung her ? Man muß hier nur was sagen, was auch nur entfernt nach Zweifeln und kritischen Fragen am Atomausstieg klingt, schon wird man niedergebrüllt wie RWE-Chef Grossmann vor einigen Tagen bei der Hauptversammlung. Es wird nicht diskutiert, es wird niedergebrüllt, mundtot gemacht, als "Rechtspopulistisch" bezeichnet.

    Naja Deutschland, säg mal weiter an dem Ast auf dem Du sitzt.

    Conrad, dein Geschwätz
    Und sei so nett, und bezeichne das was ich hier schreibe nicht als "Geschwätz" !!! Bleib sachlich ! Les Dir nochmal die Forenregeln durch !!

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