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Deutschland. Europa. Ein Ausblick, eine Dystopie.

Erstellt von xxeo, 03.10.2016, 15:22 Uhr · 129 Antworten · 3.916 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von xxeo

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    Deutschland. Europa. Ein Ausblick, eine Dystopie.

    Am heutigen deutschen Nationalfeiertag frage ich mich: Sind wir, mit unserem anfangs als bunt betrachteten und längst fatalen Multikultigedöns, mit dieser zutiefst zerrissenen Gesellschaft und diesem ethnosuizidalen Verhalten, noch eine Nation? Falls ja, wie lange noch?



    Wo liegen unsere Probleme und die Probleme des Planeten? Man wird Religionen und politische Ideologien nennen, Armut, Hunger und Unterentwicklung, aber je länger ich nachdenke, desto klarer wird mir: Das Kernproblem ist die Überbevölkerung, diese vielfältige globale demographische Katastrophe.

    Nun ist die Geschichte der Menschheit – eigentlich die Geschichte aller Arten – eine Geschichte der Wanderungsbewegungen. Wird schon in der Steinzeit so gewesen sein, auf jeden Fall in der Antike und im Mittelalter. Menschen und Völker ziehen dorthin, wo sie Nahrung finden, Arbeit und bessere Lebensbedingungen. Diese Migration konnte man noch nie aufhalten.

    Wir haben auf der Erde diese armen, teils völlig überbevölkerten Regionen und im Gegensatz dazu die reichen Industriestaaten mit einer seit langem sinkenden Geburtenrate. Es ist genau diese Entwicklung, die Michel Houellebecq beschreibt: „Das Vordringen des Islam beginnt gerade erst, weil die Demografie auf seiner Seite ist und Europa, das aufhört, Kinder zu bekommen, sich in einen Prozess des Selbstmords begeben hat.“

    Der Migrationsdruck aus übervölkerten Regionen, die oft unter weiteren fatalen Faktoren wie der Gewalt, Diktatur, Krieg und Desertifikation leiden, ist jetzt schon enorm, und er wird weiter zunehmen. Diese Menschen kommen einfach, sie fluten in großer Zahl zu uns, weil sie zuhause keine Perspektive und keine Zukunft haben, sich von Europa und Nordamerika ein besseres Leben versprechen und keine Mühen und keine Grenzen scheuen, um dieses bessere Leben zu kriegen.

    Am Ende, in ein paar Generationen, werden bei dieser Entwicklung die heute reichen Industriestaaten ihren Wohlstand weitgehend verloren haben. Dann zeichnet sich das Elend, vor dem man einst in die reichen Staaten floh, auch dort ab. Hinzu kommt: Immer mehr Naturräume werden zerstört, um Nahrung für zehn und mehr Milliarden Menschen zu produzieren. Die Habitat und das Klima leiden unter dem Menschen. Der Kollaps des Planeten zeichnet sich ab. Aber: Der Planet Erde wird sich erholen, während die Menschheit, wie ich denke, ganz oder weitgehend verschwindet. Schließlich ist die Existenzdauer des Menschen auf der Erde mit ihrem Alter von ein paar Milliarden Jahren nicht mehr als ein Wimpernschlag

    Ein paar zig oder hundert Millionen Menschlein überleben und fangen wieder von weit vorn an. Oder es entwickelt sich eine klügere Art. Im Grunde widerspricht der Fortbestand des Menschen der Evolution; eine Art, die sich so unsinnig verhält, so dermaßen ihre Ressourcen plündert, sich maßlos vermehrt und ihre Habitat zerstört, kann nicht auf Dauer existieren.



    Man wird den Club of Rome dahingehend kritisieren, dass viele seiner Vorhersagen nicht oder noch nicht eintraten. Aber hier gebe ich ihm recht. Vor über 40 Jahren schrieb Aurelio Peccei: Eine menschliche Zeitbombe bedroht unseren Planeten; ein Heer unglücklicher Menschen wird sich in Bewegung setzen und wahrscheinlich die größte Katastrophe in der Geschichte der Menschheit herbeiführen. Die Überbevölkerung ist sowohl die Ursache immenser Probleme als auch der Grund für viele neue.

    Das Recht des Stärkeren gilt immer, wie ich beobachten kann – hier in NRW, das ich demnächst nach vielen Jahren verlassen werde. Ich komme nicht zurück. Ich erkenne den wüsten Niedergang in diesem Bundesland (zumindest in diesem Teil, in dem ich noch wohne und wo ich alles beobachten darf). Gott stehe uns bei, der gesamten Christenheit und allen freien Menschen, denn das, was hier abgeht, scheint mir exemplarisch für die Zukunft Deutschlands und Europas in Gegenwart und Zukunft.

    Wenn wir in großen Teilen Europas mit sehr viel mehr Kriminalität als jetzt davonkommen, haben wir Glück. Schwere soziale Unruhen oder mehr sind denkbar, ja wahrscheinlich, der Kollaps unserer Sozial-, Gesundheits- und Rentensysteme ohnehin. Aber mit der demographischen Entwicklung ohne Zuflutung hat Europa auch wenig Zukunft.

    So blicke ich wenig optimistisch und die Zukunft ende ich mit einem Zitat von Tiziano Terzani: Der Mensch ist wirklich ein seltsames Geschöpf, das destruktivste, das es auf dieser Welt je gegeben hat, schlimmer als die schlimmsten Dinosaurier.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Nokhu

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    Guter und richtiger Beitrag, aber...

    Der Migrationsdruck aus übervölkerten Regionen, die oft unter weiteren fatalen Faktoren wie der Gewalt, Diktatur, Krieg und Desertifikation leiden, ist jetzt schon enorm, und er wird weiter zunehmen. Diese Menschen kommen einfach, sie fluten in großer Zahl zu uns, weil sie zuhause keine Perspektive und keine Zukunft haben, sich von Europa und Nordamerika ein besseres Leben versprechen und keine Mühen und keine Grenzen scheuen, um dieses bessere Leben zu kriegen.

    ...was glaubst Du was passiert, wenn die ALLE hier sind ?
    Dann wird es schlimmer als in allen Ländern aus denen die gekommen sind.

  4. #3
    Avatar von rolf2

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    Jede Art oder Spezies auf dieser Welt kennt nur ein einziges Programm, nämlich sich fortzupflanzen auf Teufel komm raus. Daraus resultiert ganz automatisch Konkurrenz innerhalb der Arten und gleichzeitig mit allen anderen Arten ebenso.

    Jedes Tier, jede Pflanze frisst und vermehrt sich ohne Rücksicht auf andere Arten, symbiotische Lebensformen sind nur eine Variante desselben Triebes und eine erfolgreiche Taktik. Sobald Wachstumsgrenzen regional oder überregional erreicht sind stirbt die Art oder reduziert sich wieder auf ein für das Überleben der Art akzeptables Maß, nur um die gleichen Muster erneut ablaufen zu lassen.

    Wir sind nicht anders programmiert und können ebenso nicht anders. Wölfe, Buntbarsche, Löwen verteidigen ihre Territorien auch gegenüber anderen Artgenossen und versuchen jeweils neue Reviere zu besetzen wenn sie sich vermehren, dabei töten und verdrängen sie auch ihre eigene Art.

    Das ist es was alle Lebewesen auf diesem Planeten als Gemeinsamkeit haben, nicht Nächstenliebe oder den Wunsch nach Frieden.

  5. #4
    Avatar von Amsel

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    Das Hauptproblem bei der Gestaltung unserer Zukunft sehe ich in der Angepasstheit sehr vieler Menschen.

    Es fehlt vielen der Wille ausgetretene Pfade zu verlassen und selbst etwas fuer ihre Zukunft zu tun.

    Viele sind denkfaul und lassen sich alles vorkauen.

    Die Mehrzahl der Menschen laesst sich (Ver-)Fuehren.

    Entsprechend schaut deren Zukunft aus.

    Mir hat es vor 25 Jahren gereicht und habe den Absprung gewagt. Wie es letztendlich ausgeht ist offen.

    Eines kann ich mit Gewissheit sagen, ich habe es versucht mich nicht an ein Sklavendasein anzupassen.

    So lange ich lebe entscheide ich selbst ueber mich.

    Wer nachdenkt kann vielen Problemen fruehzeitig ausweichen.

    Daher sehe ich meine Zukunft positiv.

  6. #5
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen

    Daher sehe ich meine Zukunft positiv.
    es gibt unterschiedlichste Strategien mit Entwicklungen umzugehen, der eine vermietet Wohnraum an Invasoren, der nächste baut denen Häuser, manche fliehen und einige werden selbst zu Moslems und passen sich an. Sich zu wehren wäre auch eine Option.

  7. #6
    KKC
    Avatar von KKC

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    Ich finde das ist ein gelungener Beitrag mit einer Korrektur:

    Nicht die Staaten sind die Schuldigen (allenfalls als Handlanger) sondern die Banken und global agierenden Firmen mit ihrem Raubtierkapitalismus.

    Hinter fast jedem Konflikt (ausser den ethnisch bedingten) verbergen sich massive Interessen von Firmen, sei es es geht um Bodenschätze, Absatzmärkte oder billige Arbeitskräfte!!

    Solage das so bleibt wird sich auf der Erde auch nix ändern, im Gegenteil.

    In Zeiten des Internet und des TV werden die Leute im z.B. Sudan über die vollen Teller bei null Gegenleistung in Deutschland unterrichtet, wer will da noch bei seinem verdurstenden Vieh bleiben.

    Solange wir die Ausbeutung der Menschen in den armen Teilen dieser Welt nicht stoppen und unsere Hilfe vor Ort verstärken wird der Exodus Afrikas/Naher Osten nicht aufzuhalten sein.

  8. #7
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen
    Mir hat es vor 25 Jahren gereicht und habe den Absprung gewagt. Wie es letztendlich ausgeht ist offen.

    Eines kann ich mit Gewissheit sagen, ich habe es versucht mich nicht an ein Sklavendasein anzupassen.

    So lange ich lebe entscheide ich selbst ueber mich.

    Wer nachdenkt kann vielen Problemen fruehzeitig ausweichen.

    Daher sehe ich meine Zukunft positiv.
    Subjektiv sicher.

    Aber als Deutscher in Thailand hast Du weniger Rechte als hier und Dein dortiger Wohlstand bewahrt Dich sicherlich nur oberflächlich vor Diskriminierung.
    Du kannst Dich nicht mit abhängig Beschäftigten "Sklaven" in Deutschland vergleichen.
    Clevere Selbständigen Deutschen, die "wissen wo der Frosch die Locken hat", haben m. E. daheim mehr Möglichkeiten, Reichtum anzuhäufen und damit unabhängig zu sein.
    Die Cleversten haben einen Zweitwohnsitz in den USA u. Ä

  9. #8
    Avatar von xxeo

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    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Guter und richtiger Beitrag, aber...

    Der Migrationsdruck aus übervölkerten Regionen, die oft unter weiteren fatalen Faktoren wie der Gewalt, Diktatur, Krieg und Desertifikation leiden, ist jetzt schon enorm, und er wird weiter zunehmen. Diese Menschen kommen einfach, sie fluten in großer Zahl zu uns, weil sie zuhause keine Perspektive und keine Zukunft haben, sich von Europa und Nordamerika ein besseres Leben versprechen und keine Mühen und keine Grenzen scheuen, um dieses bessere Leben zu kriegen.

    ...was glaubst Du was passiert, wenn die ALLE hier sind ?
    Dann wird es schlimmer als in allen Ländern aus denen die gekommen sind.

    Keine Frage, das wird schlimm enden. Es wird sich aber kaum aufhalten lassen. Irgendwann wird man sehr viel härter auftreten, aber wird es helfen, wenn sie einfach en masse kommen? Orbán begann mit Zäunen, und man verurteilte ihn. Heute tun es viele.

    Die Steinzeit ist vorüber, das Mittelalter auch, aber unser Verhalten ist halt auch in den Genen drin. Homo homini lupus gilt, und wenn wir das Glück von gut 60 Jahren ohne großen Krieg in Europa hatten, dann ist das die Ausnahme. Es ist historisch gesehen nun wahrlich nicht die Regel.

    Sich anpassen oder Widerstand leisten oder gehen? Diese Alternativen gibt es. Wenn Widerstand gegen das, was bereits mit einer beginnenden Umvolkung bezeichnet wird, dann sehr viel breiter und entschiedener als jetzt. Anpassung und Kollaboration haben immer einen Beigeschmack, ebenso wie das Weglaufen.

  10. #9
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Subjektiv sicher.

    Aber als Deutscher in Thailand hast Du weniger Rechte als hier und Dein dortiger Wohlstand bewahrt Dich sicherlich nur oberflächlich vor Diskriminierung.
    Du kannst Dich nicht mit abhängig Beschäftigten "Sklaven" in Deutschland vergleichen.
    Clevere Selbständigen Deutschen, die "wissen wo der Frosch die Locken hat", haben m. E. daheim mehr Möglichkeiten, Reichtum anzuhäufen und damit unabhängig zu sein.
    Ich waere ja dumm gewesen, wenn ich mein erwirtschaftetes Guthaben in Deutschland ausgeben wuerde.

    Abgesehen davon sind mir die Menschen in D zu pessimistisch und unzufrieden.

    Ich leide nicht unter den T-Gesetzen, weil ich hier kein Geld verdienen muss.

    Diskriminierung ist mir hier nie begegnet, im Gegenteil.

  11. #10
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Nicht die Staaten sind die Schuldigen (allenfalls als Handlanger) sondern die Banken und global agierenden Firmen mit ihrem Raubtierkapitalismus.

    Hinter fast jedem Konflikt (ausser den ethnisch bedingten) verbergen sich massive Interessen von Firmen, sei es es geht um Bodenschätze, Absatzmärkte oder billige Arbeitskräfte!!

    .
    Ich sehe trotz allem das von mir genannte verbindende zugrundeliegende Motiv als Ursache an. Das Motiv der global Player kann nicht Geld oder Macht sein, denn wieviel Geld oder Macht wäre ausreichend oder jemals genug?

    Was treibt jemanden dazu Kriege und Not zu produzieren wenn er bereits 100 Milliarden Vermögen angehäuft hat oder mehr?

    Mit Vernunft hat das alles nichts zu tun. Diese Menschen tun das gleiche wie Du und ich auch, sie haben nur wirksamere Mittel und die Möglichkeiten besonders verheerend aufzufallen, weil sie eben besonders aggressiv und besonders priviligiert sind.

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