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Deutschland - das gelobte Land ?

Erstellt von socky7, 03.10.2011, 11:19 Uhr · 151 Antworten · 7.451 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    Der AG aber auch keinen Gewinn.
    Eben. Daher muss man ja auch versuchen, für beide eine Win-Win-Situation herzustellen. Und das kann nur die freie Marktwirtschaft. Denn nur dann hat jede der deiden Seiten eine freie Wahl und volle Handlungsfähigkeit, um seinen Platz auf der Waage zu finden.

    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    Ich hab da mal was in deinen von mir geteilten Beiträgen fett hervorgehoben. Das rot gekennzeichnete muß für beide Seiten gelten.
    Merkst du was?
    Ja, ist doch logisch. Unternehmen, die nicht so denken, werden ja auch irgendwann darunter leiden müssen (es sei denn, der Staat springt ein). Du siehst doch z.B. was mit Schlecker passiert ist. Die hatten eine sehr miese Einstellung zu ihren Mitarbeitern. Sie sind also zurecht konkurs gegangen.

    Auch Zeitarbeitsfirmen wird das Schicksal ereilen, wenn die Nachfrage nach Arbeit sinkt, Arbeitnehmer flexibler denken und sich selbst mal nach Arbeit unsehen.
    Angebot und Nachfrage!

    Derzeit können die Firmen eben einen großen Teil vom Kuchen abgreifen. Das ist evtl. vergleichbar mit jemanden , der ein Buch schreibt. Man sagt, der erhält i.d.R. 1 EUR pro Buch. Der Rest geht für den Druck, Handel, Werbung etc. drauf. Vieles davon könnte der Autor ja selber machen - muss sich halt eine Druckerei in den Keller stellen und überall selbst werben. dann würde er auch die vollen 10 EUR abgreifen.
    Macht aber kaum jemand. Also kann der Buchhandel den Autor voll "ausbeuten".

    Man darf doch nicht so tun, als wenn man unschuldig in einem Gefängnis sitzt und nicht raus kann. Hier hat man doch selbst die freie Wahl. Man kann z.B. ganz einfach selbst zum Unternehmer, also zum "Ausbeuter" werden. Man kann auch selbst sich direkt den Firmen anbieten oder die Netzwerke dafür nutzen. Man kann ja sogar selbst Politiker und Bundeskanzler werden und den ganzen Markt verstaatlichen, um die Arbeitsplätze dann gleich bei der Geburt auf Lebenszeit zuteilen zu können. All das kann man doch machen. Das ist doch das Schöne an einer freien Marktwirtschaft.

    Du musst eben nur handeln, z.B. dann auch Firmen als Kunde boykottieren, die sich unsozial verhalten. Aber dann denkt ja doch wieder nur jeder an seinen eigenen Geldbeutel: "ich weiß ja, dass xxx mies ist, aber es ist dort nun mal so verdammt günstig". Ach ne....
    Oder auch als Arbeitnehmer: "ich weiß ja, dass xxx schlecht bezahlt, aber der nächstbeste Job ist halt 10 km entfernt und ich möchte morgens doch so gerne ausschlafen"....
    Also erst mal denken, was man selber verändern kann, bevor man etwas fordert, was ohnehin nicht umgesetzt wird. Der Staat hat sich mittlerweile seit 63 Jahren als unfähig erwiesen. Wird doch mal Zeit, endlich mal erwachsen und flügge zu werden, um die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von johjoh

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    @kcwknarf
    Du schreibst: "Daher muss man ja auch versuchen, für beide eine Win-Win-Situation herzustellen. Und das kann nur die freie Marktwirtschaft."

    Eine Win-Win-Situation im AN-AG-Verhältnis? Und das in der Marktwirtschaft?
    Wenn Du mal ausführen möchtest, WIE das genau funktioniert, dann wärst Du der Vorschlag für den nächsten diesbezgl. Nobelpreis.

  4. #123
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    @kcwknarf
    Du schreibst: "Daher muss man ja auch versuchen, für beide eine Win-Win-Situation herzustellen. Und das kann nur die freie Marktwirtschaft."

    Eine Win-Win-Situation im AN-AG-Verhältnis? Und das in der Marktwirtschaft?
    Wenn Du mal ausführen möchtest, WIE das genau funktioniert, dann wärst Du der Vorschlag für den nächsten diesbezgl. Nobelpreis.
    Das ist ein Naturgesetz.
    Ganz grob erstmal ausgedrückt:
    Stell dir eine Waage vor. Auf der einen Seite befinden die die Arbeitnehmer, auf der anderen Seite die Arbeitgeber. Eine Win-Win-Situation entsteht genau dann, wenn die Waage ausgeglichen ist.

    In der Praxis bedeutet das, dass sich die Interessen beider Gruppen bis zum ausgeglichen Waage-Punkt anheben können, aber auch nur auch bis dahin dürfen, weil ansonsten die ander Gruppe nach unten kippt.

    Damit das Leben weitergeht, bzw. der Laden läuft, ist es im Interesse beider Gruppen, dass die Waage ausgeglichen ist. D.h. beide haben dasselbe Ziel. Sie kämpfen GEMEINSAM. Unbewusst, aber sie tun es. Und auch wenn es anders aussehen mag, es klappt zumeist hervorragend - ohne jegliche Einmischung.

    Nun gibt es aber Interessengruppen, die meinen, sie könnten die Arbeitgeber mal etwas höher setzen. das ist ja schon mal völliger Blödsinn, weil die Arbeitgeberseite dann nach unten kippt, wodurch die Waage nicht mehr waagerecht ist und nichts mehr läuft. Ebenso gibt es auf der Arbeitgeberseite so manche, die meinen, mal schnell Kohle machen zu können, indem sie ihre Waaageseite nach oben bringen. Auch das funktioniert nicht.

    Soll heißen: es gibt für Lohn, Arbeitsflexibilät etc. immer einen natürlich festgelegten Waagepunkt. Es wird immer eine Seite geben, dennen dieser Punkt nicht gefällt. Aber gegen die Naturgesetze kann man halt nicht ankämpfen, auch nicht mit staatlichen oder gewerkschaftlichen Regularien, bzw. auf der anderen Seite mit einem Radikalkapitalismus. Natürlich kann dieser Waagepunkt je nach Branche, Ort, Zeitpunkt, externe Einflüsse unterschiedlich sein. Man muss ihn halt immer wieder neu ausloten. Und das geschieht eben im Interesse aller, als klassische Win-Win-Situation: der Arbeitnehmer erhält Geld für seine Arbeit, der Arbeitgeber schafft die Arbeit, Infrastruktur und übernimmt die Risiken.

  5. #124
    Avatar von johjoh

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Das ist ein Naturgesetz.
    Ganz grob erstmal ausgedrückt:
    Stell dir eine Waage vor. Auf der einen Seite befinden die die Arbeitnehmer, auf der anderen Seite die Arbeitgeber. Eine Win-Win-Situation entsteht genau dann, wenn die Waage ausgeglichen ist.

    In der Praxis bedeutet das, dass sich die Interessen beider Gruppen bis zum ausgeglichen Waage-Punkt anheben können, aber auch nur auch bis dahin dürfen, weil ansonsten die ander Gruppe nach unten kippt.

    Damit das Leben weitergeht, bzw. der Laden läuft, ist es im Interesse beider Gruppen, dass die Waage ausgeglichen ist. D.h. beide haben dasselbe Ziel. Sie kämpfen GEMEINSAM. Unbewusst, aber sie tun es. Und auch wenn es anders aussehen mag, es klappt zumeist hervorragend - ohne jegliche Einmischung.

    Nun gibt es aber Interessengruppen, die meinen, sie könnten die Arbeitgeber mal etwas höher setzen. das ist ja schon mal völliger Blödsinn, weil die Arbeitgeberseite dann nach unten kippt, wodurch die Waage nicht mehr waagerecht ist und nichts mehr läuft. Ebenso gibt es auf der Arbeitgeberseite so manche, die meinen, mal schnell Kohle machen zu können, indem sie ihre Waaageseite nach oben bringen. Auch das funktioniert nicht.

    Soll heißen: es gibt für Lohn, Arbeitsflexibilät etc. immer einen natürlich festgelegten Waagepunkt. Es wird immer eine Seite geben, dennen dieser Punkt nicht gefällt. Aber gegen die Naturgesetze kann man halt nicht ankämpfen, auch nicht mit staatlichen oder gewerkschaftlichen Regularien, bzw. auf der anderen Seite mit einem Radikalkapitalismus. Natürlich kann dieser Waagepunkt je nach Branche, Ort, Zeitpunkt, externe Einflüsse unterschiedlich sein. Man muss ihn halt immer wieder neu ausloten. Und das geschieht eben im Interesse aller, als klassische Win-Win-Situation: der Arbeitnehmer erhält Geld für seine Arbeit, der Arbeitgeber schafft die Arbeit, Infrastruktur und übernimmt die Risiken.
    ...ja, wenn ich mir die Ökonomie als naturgesetzlich a priori festgelegt vorstelle, und wenn ich mir die antagonistischen Interessen in der Marktwirtschaft als Waagebebildere - ja, dann komme ich zu solchen Überlegungen wie dieDeinen.

    Bloß: Ein ökonomisches System hatnichts, aber auch rein gar nichts Naturgesetzliches an sich, es wird nämlich gemacht und per Staatsgewalt durchgesetzt und aufrechterhalten (Art. 14 GG sei mal ein Hinweis, Geldhohit des Staates ein weiterer...). Wäre es naturgesetzlich im Ablauf, dann brauche ichlogisch auch keine Überlegungen anstellen, wie man eine ausgeglichene Situation herstellen könnte. Das Fallgesetz kann ich gut oder schlecht finden, verändern können geht nicht, da Naturgesetz.


    Kurz: Du gehst von einer konstruierten Überlegung mit falschen Voraussetzungen aus, die die Realität nicht erfassen kann. Das nennt man Ideologie.

  6. #125
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    ...ja, wenn ich mir die Ökonomie als naturgesetzlich a priori festgelegt vorstelle, und wenn ich mir die antagonistischen Interessen in der Marktwirtschaft als Waagebebildere - ja, dann komme ich zu solchen Überlegungen wie dieDeinen.
    Knarf hat sicher mal was im Grundstudium von Elastizitaet in idealen Maerkten aufgeschnappt und das ist irgendwie als Naturgesetz kleben geblieben. Bildung war ja noch nie sein Steckenpferd, wie er selbst schrieb

    Was Du auch vergessen hast, Knaerfchen, in DL gibt es keine "freie" sondern "soziale" Marktwirtschaft, welche von vornherein jede Elastizitaet aushebelt. Daher kann Dein primitives Waagenmodel nichtmal ansatzweise funktionieren. Ist aber andererseits ein gutes Beispiel, wie man Grundmodelle Kindern erklaeren kann .

  7. #126
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Kurz: Du gehst von einer konstruierten Überlegung mit falschen Voraussetzungen aus, die die Realität nicht erfassen kann. Das nennt man Ideologie.
    Nein, das Grundprinzip bleibt ja bestehen. Das Wirtschaftssystem ist ein natürlicher Prozeß. Angebot und Nachfrage, mathematisch unantastbar. Es bildet in seiner völligen Freiheit exakt das Naturprinzip ab, indem ja die Erde als solche und die einzelnen Individuen profitieren.
    Das mag man Ideologie nennen, ändert aber nichts am grundsätzlichen Prinzip.

    Nun meinen ja die Staaten, Verbraucherverbände, Gewerkschaften auf der einen Seite und Arbeitgeberverbände und üble Gestalten auf der anderen Seite sich einschalten zu müssen, um diesem Prinzip Regeln zu verpassen, weil sich eben die eine oder die andere Seite angeblich benachteiligt fühlt (nennt sich dann Lobbypolitik für Unternehmen oder Arbeitnehmerschutz). Hierbei kommt es aber zwangsläufigf zu einer Bevorteilung der einen oder anderen Seite (ob nun gewollt oder ungewollt spielt ja keine Rolle). Die Waage ist nun nicht mehr im Gleichgewicht, weil sich eben ein künstliches Gewicht (z.B. in Form eines Gesetzes oder einer Bezuschussung) mit draufsetzt.

    Man merkt aber schnell, dass dadurch die weitere Entwicklung ausgebremst wird. Also beginnt hier wieder der natürliche Prozeß des Gegensteuerns.
    In der Praxis heißt das z.B.: führt man Mindestlöhne ein werden sich die Arbeitgeber sehr schnell Maßnahmen überlegen (müssen) - auch im Sinne der Arbeitnehmer - wie man die Waage wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Dasselbe gilt natürlich auch nach Subventionen welcher Art auch immer und künstlichen Bevorteilungen der Arbeitgeberseite. Dann müssen halt Arbeitnehmer und Gewerkschaften wieder alles gerade rücken.

    Es ist daher besser, sich gar nicht erst einzumischen. Der Markt hat bislang immer alles selber geregelt. Denn dafür gibt es jede Menge Beteiligte (z.B. die Kunden). Ich vergleiche das mal mit den Selbstheilungskräften eines Körpers. Wenn man mal die Geschichte der Erde so betrachtet kann der natürliche Prozeß ja so schlecht nicht sein.

    Natürlich wird uns von den Politikern etwas anderes eingeredet. Warum wohl? Weil sie unnötig wären, wenn sie sich nicht einmischen könnten. Also versuchen sie alles, um uns einzureden, wir bräuchten sie und ihre Regeln. DAS ist Ideologie. Und am Ende kommen dann solche Dinge wie Zeitarbeitsfirmen raus - eben weil Politiker die Arbeit zu unflexibel gemacht haben. Da muss die Wirtschaft halt gegensteuern. Das war doch absehbar. Da hilft jetzt auch kein Jammern. Wenn ich Wasser in mein Boot kippe, um mal wieder richtig schön baden kann, darf ich mich nicht wundern, dass es irgendwann überläuft und ich untergehe.

    Das ist die Realität, die sich dann eben den künstlich geschaffenen Voraussetzugen nur anpasst!

  8. #127
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Was Du auch vergessen hast, Knaerfchen, in DL gibt es keine "freie" sondern "soziale" Marktwirtschaft, welche von vornherein jede Elastizitaet aushebelt. Daher kann Dein primitives Waagenmodel nichtmal ansatzweise funktionieren. Ist aber andererseits ein gutes Beispiel, wie man Grundmodelle Kindern erklaeren kann .
    Ich sage ja auch nur, wie es funktionieren KANN! Der natürliche Prozeß kann in einer "sozialen" Marktwirtshaft ja nicht funktionieren, wie ich gerade gesagt habe, weil man eben bewusst eine Seite bevorzugt. Das ist ja auch der Grund, warum dann die benachteiligte Seite gegensteuern muss, um die natürliche Waage wieder herzustellen.

    Anders ausgedrückt: die soziale Marktwirtschaft ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen und kann nicht funktionieren, weil sie nämlich immer Gegenpole (und somit inneren Unfrieden) erzeugt.

    Das Waagenmodell funktioniert also immer, auch in einer sozialen Marktwirtschaft (nur nicht so, wei man es will).
    Man kan auch sagen: soziale Marktwirtschaft ist höchst unsozial. Warum bin ich wohl gegen soziale Marktwirtschaft? Weil ich ein sozialer Mensch bin! Klingt für dich natürlich unlogisch, ist aber so.

    Soziale Marktwirtschaft ist wider der Natur. Und daher kann es nur unsoziale Folgen haben (eben den Machtkampf auf der unebenen Waage zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft - wie man ja auch eindrucksvoll sieht).
    Du musst halt in der Schule nicht nur gut aufpassen, sondern auch die Erläuterungen in die Praxis übertragen. Das macht aber keine Schule, also muss man das als Schüler selbst erledigen.

  9. #128
    Avatar von johjoh

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Nein,das Grundprinzip bleibt ja bestehen. Das Wirtschaftssystem ist einnatürlicher Prozeß. Angebot und Nachfrage, mathematischunantastbar.


    Du hast einen ziemlich verqueren Begriff von Natürlichkeit.


    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Esbildet in seiner völligen Freiheit exakt das Naturprinzip ab, indemja die Erde als solche und die einzelnen Individuenprofitieren.



    Welches Naturprinzip? Du meinst vielleicht Konkurrenz, Fressen und Gefressenwerden, Selektion? Das wären schon mal Prinzipien, Plural.Von DEM Prinzip zeigt sich nichts (das gibt es auch gar nicht, außer in Deiner Vorstellung). Dann gäbe es in der Natur auch noch Symbiose und Solidarität. Und noch eins, Vernunftfähigkeit. Davon KANN man Gebrauch machen.


    Schlechterdings ignorant ist es, wenn Du behauptest, DIE Individuen profitierten von Deinem imaginierten Prinzip. Der Gefressene bestimmt nicht. Oder vielleicht die zunehmende Legion der Hungernden, die auch nicht von spekulativ hochgepuschten Preisen der Grundnahrungsmittel profitieren. Mann, in welcher Welt lebst Du eigentlich?


    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Nunmeinen ja die Staaten, Verbraucherverbände, Gewerkschaften auf dereinen Seite und Arbeitgeberverbände und üble Gestalten auf deranderen Seite sich einschalten zu müssen, um diesem Prinzip Regelnzu verpassen, weil sich eben die eine oder die andere Seite angeblichbenachteiligt fühlt (nennt sich dann Lobbypolitik für Unternehmenoder Arbeitnehmerschutz). Hierbei kommt es aber zwangsläufigf zueiner Bevorteilung der einen oder anderen Seite (ob nun gewollt oderungewollt spielt ja keine Rolle). Die Waage ist nun nicht mehr imGleichgewicht, weil sich eben ein künstliches Gewicht (z.B. in Formeines Gesetzes oder einer Bezuschussung) mit draufsetzt.



    Klar,Manchester-Kapitalismus olé!


    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Manmerkt aber schnell, dass dadurch die weitere Entwicklung ausgebremstwird. Also beginnt hier wieder der natürliche Prozeß desGegensteuerns.



    Ja,was denn nun? Natur oder vom Menschen gemacht?


    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Esist daher besser, sich gar nicht erst einzumischen. Der Markt hatbislang immer alles selber geregelt. Denn dafür gibt es jede MengeBeteiligte (z.B. die Kunden). Ich vergleiche das mal mit denSelbstheilungskräften eines Körpers. Wenn man mal die Geschichteder Erde so betrachtet kann der natürliche Prozeß ja so schlechtnicht sein.



    Gut für Eigentümer, schlecht für Eigentumslose. Armut also ist bei Dir wohl auch Ergebnis eines natürlichen Selektionsprozesses? Wenn Du den aufgrund von Machtverhältnissen hergestellten und perpetuierten Unterschied von Arm und Reich natürlich nennst - naja, denn mal zu.


    Nichts für ungut, aber solche Plattitüden kann ich nicht unkommentiert stehen lassen.

  10. #129
    Avatar von wingman

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    Selbst bei VW in WOB gibt es eigentlich keine Hausverträge mehr. Entweder Zeitverträge, WOB AG ( deutlich schlechter bezahlt plus Zeitvertrag) oder Autostadt (das selbe).
    Man kann es betrachten wie man will, es geht nur um Kostenersparnis für den Konzern. Die dortigen Arbeitnehmer (Stammbelegschaft) mit alten Verträgen werden immer weniger. Den Ausgleich schaffen die Zeitarbeitskräfte.

  11. #130
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Welches Naturprinzip? Du meinst vielleicht Konkurrenz, Fressen und Gefressenwerden, Selektion? Das wären schon mal Prinzipien, Plural.


    Diese SEHR einseitige Sichtweise von Natur wird ja auch immer gerne von sogenannten Sozis benutzt, um ihre Machtstellung zu erhalten.
    Wenn das Natur bedeutet, dann würde das Leben auf der Erde schon lange nicht mehr existeren. Denn dan würde ja jeder gefressen sein. Und sie Stärksten, die übrig bleiben, hätten nichts mehr zum Fressen.
    Diese Definition von Natur ist also reinste Polemik und hat mit dem Wunder der Natur nichts zu tun.

    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Von DEM Prinzip zeigt sich nichts (das gibt es auch gar nicht, außer in Deiner Vorstellung). Dann gäbe es in der Natur auch noch Symbiose und Solidarität. Und noch eins, Vernunftfähigkeit. Davon KANN man Gebrauch machen.


    Natürlich gibt es in der Natur Solidarität. Die muss es ja auch geben. Anpassung und gegenseitige Unterstützung, damit alle profitieren. Bäume bieten z.B. kostenlosen Wohnraum für Vögel oder Bienen an. Tust du das auch? Wer ist also solidarischer? Du musst einfach nur genau auf die Natur schauen. Daraus kann man SEHR viel lernen, insbesondere für politische und wirtschaftliche Systeme.

    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Schlechterdings ignorant ist es, wenn Du behauptest, DIE Individuen profitierten von Deinem imaginierten Prinzip. Der Gefressene bestimmt nicht. Oder vielleicht die zunehmende Legion der Hungernden, die auch nicht von spekulativ hochgepuschten Preisen der Grundnahrungsmittel profitieren. Mann, in welcher Welt lebst Du eigentlich?


    Das meine ich auch nicht.
    Diese Spekulationen gehören ja nicht zum Grundsystem der Wippe. Es ist eher ein manuelles Eingreifen von außen (also etwas Unnatürliches). Hier geht es um Leute, die spielen wollen. Sie tippen darauf, wie die Waage ausschlagen wird, wenn sie etwas draufwerfen. Dieser Eingriff MUSS keinen Einfluss haben. Das Problem ist nur, dass die Beteiligten auf der Wippe Angst vor den Gegenständen haben, die da geworfen werden und in Deckung gehen.

    Dadurch kommt die Wippe dann in Ungleichgewicht. Das ist wie bei der sogenannten Finanzkrise. Das war ein völlig externer Einfluss. Hätte die Wippenden dsa gar nicht bemerkt, wäre das Gleichgewicht geblieben. Aber sie wurden ja sogar von Polikeren dafrauf hingewiesen "Du, da kommt was geflogen und önnte dich vielelicht treffen". Dadurch entstand duie Unruhe auf der Wippe. Und die Politiker nutzen eben diese Panik, um die Wippe mal wieder nach ihrer Vorstellung in eine bestimmte Stellung zu bringen.

    Es gibt aber keinen Grund, auf Spekulanten zu reagieren. Ich weiß, dass die Realität anders aussieht. lch weiß, dass Unternehmen gerne Leute rausschmeißen, um die Aktien hochzutreiben. Das liegt aber an den unnatürlichen Störfaktoren wie es der Aktienmarkt ja eindeutig ist. Aber deren Existenz sagt ja nichts darüber aus, dass das Wippenmodell das einzig Richtige ist.


    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Ja,was denn nun? Natur oder vom Menschen gemacht?

    Störungen werden durch Menschen gemacht (Staaten, Aktienmärkte etc.). Der Ausgleich ist dann natürlicher Natur, der aber natürlich auch von Menschen umgesetzt wird (halt in Form eines natürlichen Reflexes). Willst du denn dem widersprechen?

    Nehmen wir doch mal ein Beispiel:
    ein Mitarbeiter fordert mehr Gehalt. damit hebt er sich in der Wippe weiter nach oben. Der Arbeitgeber sitzt nun tiefer, weil er ja nicht mehr so viel verdient. Es herrscht also ein Ungleichgewicht. Der Arbeitgeber wird also reflexartig reagieren. Z.B. könnte er die Kundenpreise anheben, wodurch das Preisniveau im Land insgesamt steigt und dann der Arbeitnehmer nicht mehr so viel von seiner Gehaltserhöhung hat. Aber dadurch ist das Gleichgewicht wieder hergestellt. Das ist ja nun mal der gängige Prozeß.

    Was würde hingegen passieren, wenn der Arbeitgeber nicht "natürlich" reagiert? Er würde viel weniger verdienen. Das kann dann dazu führen, dass er seinen Mitarbeiter nicht mehr bezahlen kann und ihn kündigen muss. D.h. der Arbeitgeber steigt einfach von der Wippe und der Arbeitnehmer fällt komplett nach unten weg.
    Umgekehrt ist es natürlich ganz genauso. Gibt der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter zu wenig, sitzt dieser zu weit oben, bis es dem Arbeitnehmer zu blöde wird und absteigt. Dann kracht der Arbeitgeber halt nach unten.
    Daher müssen beide einen Punkt finden, an dem sich BEIDE wohl fühlen. Was ist daran nun soooo schlimm? Warum soll man zwanghaft eine Seite aus ideologischen Gründen bevorzugen (ganz egal, welche).

    Entscheidend ist hierbei zum einen der psychologische Effekt (man sollte nie das Gefühl haben, ausgenommen zu werden, weil das oftmals ein subjektives Fehlurteil ist) und zum anderen muss man nicht nur ans ich denekn, sondern eben die Interessen der gegenseite anschauen. Nur so kann man eine gemeinsame Win-Win-Situation schaffen. DAS ist das Grundprinzip der Natur: GEMEINSAM voranschreiten und sich nicht gegenseitig ausrotten, wie es die Politiker, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände etc. wünschen.

    Das ist nicht ignorant - wie du es bezeichnest, sondern das wohl sozialste und vernünftigste System der Welt, weil es tatsächlich allen gut tut. Was du da meinst, sind künstlich erzeugte Seitenstich, die mit der Natur rein gar nichts zu tun haben. Es ist aber typisch für einen Linkstendierenden, das alles zu vermischen, um die freie Marktwirtschaft schlecht hinzustellen. Reine Taktik!


    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Wenn Du den aufgrund von Machtverhältnissen hergestellten und perpetuierten Unterschied von Arm und Reich natürlich nennst - naja, denn mal zu.


    Macht ist ja genau das Gegenteil von Natürlichkeit - wie gerade aufgeführt. Arme Menschen gibt es also gerade deshalb es keine freie Marktwirtschaft gibt. Denn wer Geld verdienen möchte, der wünscht sich ja keine armen Menschen, weil die nichts kaufen können. Ist doch wohl nachvollziehbar. In einer liberalen natürlichen Welt würde also jeder Reiche selbst darauf achten, dass es allen Armen gut geht. Sonst würden die Reichen ja irgendwann mal selbst arm werden und aussterben. Findest du das nicht logisch?


    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von johjoh Beitrag anzeigen
    Nichts für ungut, aber solche Plattitüden kann ich nicht unkommentiert stehen lassen.
    Im Gegenteil. Ich kann diese ständige Labereien der Politiker ALLER Richtungen nicht mehr ertragen. Die wollen alles nur regulieren, um ihrer eigenen Macht Willen. Das Perverse daran ist ja, dass die selbst auf einer Wippe sitzen und diese dadurch anheben. Was passiert nun, wenn das Volk diese Lügen nicht mehr glaubt und einfach aufsteht? Da ich an den natürlichen Prozeß glaube, wird genau das zwangsläufig eines Tages passieren. Und spätestens dann wirst auch du das Naturgesetz verstehen. Einseitige Macht wird sich dauerhaft nie durchsetzen. Die Wippe wird immer siegen - wie ein Kompaß, den man auch nicht dauerhaft manipulieren kann.










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