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Deutschland - besser ohne christliche Kirchen?

Erstellt von strike, 30.12.2014, 07:17 Uhr · 135 Antworten · 8.247 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Ja, denn für den Glauben und die Ausübung jeglicher Religion ist die Räumlichkeit oder der Standort ohne Bedeutung! So hat man es mir beigebracht! Selbst das "Himmelszelt" kann ein Kirchen- oder Tempeldach sein.
    Wenn das so bedeutungslos ist, dann können wir die Kirchen ja auch abreißen, bzw. in Museen umfunktionieren. Kleine Kulturrevolution gefällig? Bin schon gespannt was die Bischöfe und Priester dazu sagen werden, wenn die Gottesdienste in Zukunft unter dem Himmelszelt stattfinden.

    Aber dazu wird es sicher nicht kommen. Vielleicht hat man dir einen (Yogi-) Bären aufgebunden?

    Cheers, X-pat

  2.  
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  3. #52
    Avatar von J.O.

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Was ich mich jetzt schon mehrfach gefragt habe, was treibt dich eigentlich dazu, dich auf das niedrige Niveau der politischen Elite zu begeben?
    Sind dir auch die Argumente ausgegangen? Ich hatte dich lange Zeit als interessanten Member abgespeichert.
    Was ich nicht in Verbindung bringe ist, dort bist du Verfechter der Meinungsfreiheit und hier ist freie Meinungsäusserung brauner Sumpf, oder so.

    Da bringst Du meines Erachtens jetzt aber ein paar Sachen gewaltig durcheinander. Dass die braunen Rattenfänger sich überhaupt artikulieren können ist ein Verdienst der freien Meinungsäußerung. Damit muss ein demokratischer Rechtsstaat leben können. Leider auch mit der Tatsache umgehen, dass nach fast 70 Jahren schon wieder relativ viele Leute diesem Gesindel auf dem Leim gehen.

  4. #53
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Wenn das so bedeutungslos ist, dann können wir die Kirchen ja auch abreißen, bzw. in Museen umfunktionieren. Bin schon gespannt was die Bischöfe und Priester dazu sagen werden, wenn die Gottesdienste in Zukunft unter dem Himmelszelt stattfinden. Cheers, X-pat
    Das haben sie bereits zu allen Zeiten und in jeder "Religion"! Oder glaubst Du, dass die Wüstennomaden für ihre täglich vorgeschriebenen Gebete (mit Ausrichtung nach Mekka) sich vorher erst eine Moschee bauen müssen? Oder der Papst auf seinen Auslandsreisen für seine dort abgehaltenen Gottesdienste erst eine riesige Kirche bauen lässt?
    Die Kirchen wurden zur "höheren Ehre" Gottes gebaut und waren und sind in erster Linie eine Machtdemonstration. Dass sie auch einer anderen Nutzung zugeführt werden können wird heutzutage garnicht mehr ausgeschlossen. In den Niederlanden habe ich das erstmalig vor vielen Jahren gesehen. Die Nutzungen sind dort (z.B. Maastricht) auch sehr profan mit Restaurants, Bücherläden und div. Ausstellungen.
    Wenigstens ein bisschen Wissen sollte für eine Diskussion Voraussetzung sein!

  5. #54
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Häh? Seit wann ist Religion Privatsache? Findest du Kirchen und Tempel etwa in Wohnzimmern?

    Religion ist immer Gemeinschaftssache. Ohne Gemeinschaft -> keine Religion.

    Cheers, X-pat
    Ich glaube, Du machst hier den selben Denkfehler, den viele machen, nämlich

    Kirche=Religion

    Religion ist eine Idee, eine Philosophie oder eine Lebenseinstellung, also etwas rein privates.

    'Die Kirche' (also nicht das Gebäude) ist hingegen eine Gemeinschaft, ein Verein, eine Organisation, also etwas öffentliches.

    Man kann einerseits sehr religiös sein, trotzdem aber die Kirche ablehnen.

    Andererseits gehören viele der Kirche an, ohne religiös zu sein, einfach weil es Tradition ist, der schönen Beerdigungen und Hochzeiten wegen, etc.

    Daher sehe ich es nicht als zwingenden Schluss an, dass Religion eine Gemeinschaftssache ist.

    Ich kenne sogar jemanden, der sehr religiös ist, ohne dass er als weltfremd in Erscheinung tritt, der aber schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten ist. Er kann das Wesen des Christentums besser erklären als jeder Priester und er lebt es auch (privat und nicht öffentlich durch Kirchenbesuch, etc). Von kirchlichen Veranstaltungen hält er sich bewusst fern.

  6. #55
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    .....

    Religion ist eine Idee, eine Philosophie oder eine Lebenseinstellung, also etwas rein privates.......
    .

    Aha, jetzt werden die Begriffe neu festgelegt

  7. #56
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von J.O. Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist der geistig, moralische Verfall dieser beiden Organisationen sogar auch ein Grund (von mehreren) warum so viele Menschen den Pegida-Rattenfängern hinterher laufen.
    Wie lang mag Dein Arm wohl sein, dass Du in der Lage bist, Deine artikulierte Meinung von soweit her zu holen? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Zumal im Ostteil Deutschlands die beiden christlichen Kirchen über Jahrzehnte wenig zu melden hatten, was einen "geistig, moralischen Verfall" heute herleiten ließe.

  8. #57
    Avatar von J.O.

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Wie lang mag Dein Arm wohl sein, dass Du in der Lage bist, Deine artikulierte Meinung von soweit her zu holen? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Zumal im Ostteil Deutschlands die beiden christlichen Kirchen über Jahrzehnte wenig zu melden hatten, was einen "geistig, moralischen Verfall" heute herleiten ließe.

    Ich weiß gar nicht was das mit meiner Armlänge zu tun hat? Aber wie auch immer, ich habe diese meine Überlegung nicht als Tatsache sondern als These mit dem Wörtchen "vielleicht" auch deutlichst gekennzeichnet. Hier gilt halt wieder mal, wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Da wie wie ich zwischenzeitlich lernen konnte das Thema Rechtsdraußen hier raus lassen sollen, will ich's an dieser Stelle auch dabei belassen.

  9. #58
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Du machst hier den selben Denkfehler, den viele machen, nämlich Kirche=Religion.
    Nein, ich stoße mich lediglich daran, dass Begriffe nicht korrekt verwendet werden. Schauen wir daher in der Enzyklopädie nach, und zwar NICHT in der katholischen Enzyklopädie, die behauptet dass "Religion die Beziehung des Menschen zu Gott ist" (Quelle), was eine christlich Verzerrung des Begriffs ist, der hier scheinbar einige Diksussionsteilnehmer unterliegen, sondern in einer neutraleren Quelle, wie zum Beispiel dem deutschen Duden (Quelle):

    "Substantiv, feminin - 1. (meist von einer größeren Gemeinschaft …2. gläubig verehrende Anerkennung einer alles …3. Religionslehre als Schulfach, Religionsunterricht"

    Daraus wird schon ersichtlich, dass es zur Ausübung einer Religion mehr als eine Person braucht, und nicht umsonst fällt das Studium der Religion philologisch unter das Studium der Sozialwissenschaften (social sciences), die sich mit Gemeinschaften befasst. Ethymologisch stammt das Wort Religion von dem Lateinischen "religio", was soviel wie Bündnis oder Obligation bedeutet. Offensichtlich braucht es für jegliches Bündnis mehr als ein Individuum, nämlich eine Glaubensgemeinschaft, und daher ist Religion immer(!) Gemeinschaftssache.

    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Religion ist eine Idee, eine Philosophie oder eine Lebenseinstellung, also etwas rein privates.
    Religiösität ist Privatsache. Spiritualität ist Privatsache. Philosophische Überzeugungen sind Privatsache. Religiöse Anschauungen sind Privatsache. Aber weder Religion noch Philosophie werden privat betrieben, sondern sie sind gesellschaftlich getragen und institutionalisiert. Das müssen wir schon fein auseinanderhalten.

    Cheers, X-pat

  10. #59
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Nein, ich stoße mich lediglich daran, dass Begriffe nicht korrekt verwendet werden. Schauen wir daher in der Enzyklopädie nach, und zwar NICHT in der katholischen Enzyklopädie, die behauptet dass "Religion die Beziehung des Menschen zu Gott ist" (Quelle), was eine christliche Verzerrung des Begriffs ist, der hier scheinbar einige Diksussionsteilnehmer unterliegen, sondern in einer neutraleren Quelle, wie zum Beispiel dem deutschen Duden (Quelle):
    Wenn Du schon z.B. "bei einem Vegetarier über den Geschmack von Schweinefleisch" nachfragst, dann diese Quelle einmal komplett zitiert:


    dann ist die Begriffserklärung der katholischen Enzyklopädie (hat auch die Deutungshoheit) wohl zutreffender.
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Daraus wird schon ersichtlich, dass es zur Ausübung einer Religion mehr als eine Person braucht, und nicht umsonst fällt das Studium der Religion philologisch unter das Studium der Sozialwissenschaften (social sciences), die sich mit Gemeinschaften befasst. Ethymologisch stammt das Wort Religion von dem Lateinischen "religio", was soviel wie Bündnis oder Obligation bedeutet. Offensichtlich braucht es für jegliches Bündnis mehr als ein Individuum, nämlich eine Glaubensgemeinschaft, und daher ist Religion immer(!) Gemeinschaftssache.
    Auch hier das Original aus dem Duden:
    Herkunft:
    lateinisch religio = Gottesfurcht, Herkunft ungeklärt; in der christlichen Theologie häufig gedeutet als »(Zurück)bindung an Gott«, zu lateinisch religare = zurückbinden - war nix mit zwingender Gemeinschaftssache.
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das müssen wir schon fein auseinanderhalten.Cheers, X-pat
    Richtig!

  11. #60
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Häh? Seit wann ist Religion Privatsache? Findest du Kirchen und Tempel etwa in Wohnzimmern?

    Religion ist immer Gemeinschaftssache. Ohne Gemeinschaft -> keine Religion.

    Cheers, X-pat
    Wie bitte?
    Ob ich religiös bin und welcher Religion ich hinterher hechele ist absolute Privatsache.

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