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Deutschland

Erstellt von Yogi, 09.04.2016, 01:05 Uhr · 1.172 Antworten · 41.638 Aufrufe

  1. #751
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen

    Richtig geraten! Eine linke Regierung könnte natürlich Zeitarbeit ganz verbieten oder unattraktiv machen, da steht aber zu befürchten, das zumindest ein Teil der Arbeitsplätze ins Ausland verlagert würden.
    Die Zeitarbeit war ja mal gedacht als flexibles Instrument um bei schwankenden Auftragslagen das Personal in einem dafür notwendigen Rahmen einzustellen ohne die Hemmnis des besonderen Kündigungsschutzes.

    Unter diesen Voraussetzungen ist dieses Gesetz richtig und gut. Wenn aber reguläre Belegschaften dadurch abgebaut werden und durch Zeitarbeiter ersetzt werden dann ist das eine Entwicklung die so nicht vom Gesetzgeber erwünscht sein dürfte.

    Auf diese Weise werden jedenfalls ehemalige Stammbelegschaften zur reinen Verschiebemasse. Hier muss der Gesetzgeber nachbessern
    und möglicherweise den Zusammenhang von Abbau normaler unbefristeter Beschäftigungsverhätnisse zugunsten von Zeitarbeitsplätzen
    beschränken bzw verhindern.

  2.  
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  3. #752
    Avatar von Micha

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    Hauptmerkmal der Zeitarbeit ist doch, dass das Risiko der Arbeitslosigkeit ein Stück weit mehr auf den Arbeitnehmer übertragen wird.
    Der wird (angeblich) erst mal nicht entlassen, wenn der Anforderer ihn nicht mehr braucht und zahlt für diese "Sicherheit" mit deutlichen Abschlägen im Gehalt. Der Arbeitnehmer erhält nur einen Bruchteil dessen, was der Anforderer an die Zeitarbeitsfirma bezahlt.

    Verstehe nicht wie sich Menschen freiwillig in so ein Arbeitsverhältnis begeben können.

    Als ich arbeitslos war, hatte ich nicht mal Geld für einen PKW. Doch bevor ich in so einem Laden angefangen hätte, hätte ich eher noch meinem Motorroller verkauft und wäre mit dem Fahrrad oder mit dem Bus gefahren.

  4. #753
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen

    Verstehe nicht wie sich Menschen freiwillig in so ein Arbeitsverhältnis begeben können.

    .
    Die Freiwilligkeit setzt eine Wahlmöglichkeit voraus zwischen verschiedenen Arbeitgebern wählen zu können. Diese Wahlmöglichkeit ist jedoch nicht überall und für jeden eine Option.

    Wenn man über eine begehrte Qualifikation verfügt und gleichzeitig in einer Region lebt mit viel Nachfrage dieser Qualifikation dann hat man gute Karten und kann wählen. Das trifft jedoch nicht überall und auf jeden zu.

  5. #754
    Avatar von franki

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    Zitat Zitat von Uns Uwe Beitrag anzeigen
    Seit den Zeiten von Schröder werden die Arbeitslosen durch Sinnlosmaßnahmen, unterbezahlte Zeitarbeit und ähnliche Kunststücke aus der Statistik gezaubert. Für Leute wie dich scheint das undurchschaubares Hexenwerk zu sein.
    Fakt ist, wir haben heute weniger als 50% so viel Arbeitslose wie Anfang der 2000er. 'Leute aus der Statistik gezaubert', z.B. durch teilweise sinnlose Fortbildungen, wurden damals auch schon viele.

  6. #755
    Avatar von franki

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    Die Zeitarbeit war ja mal gedacht als flexibles Instrument um bei schwankenden Auftragslagen das Personal in einem dafür notwendigen Rahmen einzustellen ohne die Hemmnis des besonderen Kündigungsschutzes.

    Unter diesen Voraussetzungen ist dieses Gesetz richtig und gut. Wenn aber reguläre Belegschaften dadurch abgebaut werden und durch Zeitarbeiter ersetzt werden dann ist das eine Entwicklung die so nicht vom Gesetzgeber erwünscht sein dürfte.

    Auf diese Weise werden jedenfalls ehemalige Stammbelegschaften zur reinen Verschiebemasse. Hier muss der Gesetzgeber nachbessern
    und möglicherweise den Zusammenhang von Abbau normaler unbefristeter Beschäftigungsverhätnisse zugunsten von Zeitarbeitsplätzen
    beschränken bzw verhindern.
    Das ist richtig und deshalb soll ja auch durch ein neues Gesetz nachgebessert werden. Aber ganz auf die Zeitarbeit verzichten kann man auch nicht, sonst schadet das der Wirtschaft im internationalen Wettbewerb und die Arbeitslosigkeit steigt wieder.

  7. #756
    Avatar von rolf2

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    Zeitarbeit als Instrument um mit flexiblen Produktionsspitzen fertig zu werden ist eine Notwendigkeit in einer globalisierten Wirtschaft, wenn man gleichzeitig soziale Standards wie den Kündigungsschutz erhalten will.

    Sie ist nicht dazu gedacht soziale Standards zu unterlaufen und auszuhebeln.

  8. #757
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    Die Freiwilligkeit setzt eine Wahlmöglichkeit voraus zwischen verschiedenen Arbeitgebern wählen zu können. Diese Wahlmöglichkeit ist jedoch nicht überall und für jeden eine Option.

    Wenn man über eine begehrte Qualifikation verfügt und gleichzeitig in einer Region lebt mit viel Nachfrage dieser Qualifikation dann hat man gute Karten und kann wählen. Das trifft jedoch nicht überall und auf jeden zu.
    Als ob ich nicht um die Bedeutung von Angebot und Nachfrage wüsste.

    Mancher Zwang kommt aber schlichtweg aus einem selbst.

    Werde nie den jungen Techniker vergessen, der wider besseres Wissen einen zu schlecht bezahlten Job angenommen hat weil sein Auto ja drei Liter Hubraum, sechs Zynlinder hatte und viel verbrauchte.

    "Ja ich weiß, die Bezahlung passt nicht, aber mein Auto ... "

    Ich dagegen hätte damals auch noch auf meinen Motorroller verzichtet, bevor ich diesen gleichen Job angenommen hätte.

  9. #758
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Als ob ich nicht um die Bedeutung von Angebot und Nachfrage wüsste.

    Mancher Zwang kommt aber schlichtweg aus einem selbst.

    Werde nie den jungen Techniker vergessen, der wider besseres Wissen einen zu schlecht bezahlten Job angenommen hat weil sein Auto ja drei Liter Hubraum, sechs Zynlinder hatte und viel verbrauchte.

    "Ja ich weiß, die Bezahlung passt nicht, aber mein Auto ... "

    Ich dagegen hätte damals auch noch auf meinen Motorroller verzichtet, bevor ich diesen gleichen Job angenommen hätte.
    ist es nicht so das einem das Arbeitsamt im Nacken sitzt und Vorschläge macht die man nur bedingt ausschlagen kann?

  10. #759
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    Zeitarbeit als Instrument um mit flexiblen Produktionsspitzen fertig zu werden ist eine Notwendigkeit in einer globalisierten Wirtschaft, wenn man gleichzeitig soziale Standards wie den Kündigungsschutz erhalten will.

    Sie ist nicht dazu gedacht soziale Standards zu unterlaufen und auszuhebeln.
    Richtig, und bei guten Zeitarbeitsunternehmen muß auch niemand darben.
    Ich bin seit 2001 Leiharbeiter, und habe bisher jede Nachfrage ob einer Festanstellung bei einem meiner Entleiher abschlägig beschieden.
    Selbst nach den Kosten welche ich selbst bestreiten muß, bleibt dank Auslöse und Zulagen versteuert mehr hängen, als bei einer Festanstellung zum Tarif, selbst hier in BW.
    Aber, diese Firma so eigenartig sie sich gegenüber ihren Arbeitnehmern gelegentlich gibt, zahlt weit über den offiziellen Tarif, und nah am Tarif für die jeweiligen Gewerke im ersten Arbeitsmarkt.
    Das blödeste was passieren kann, wenn per Gesetz wieder diese Verleihzeitgrenzen eingeführt werden, welche in jeder möglichen Form, wo sie schon einmal per Gesetz existent waren, unterlaufen wurden.

    Ich weiß "zufällig" was meine Firma für mich abrechnet, derzeit 40€/h, und trotzdem scheint es sich für den Entleiher zu lohnen?.

    Und eins ist für einen cleveren Leiharbeiter möglich, schnell von einer beschi ssenen Firma wieder wegzukommen, stell dich doof, biste schnell vom Hof.

    Ich habe 2 Wochen gebraucht um von ..... einer sehr großen Haustechnikfirma aus Salach/BW wieder weg zu kommen, der Ton zwischen Kapos/Arbeitern, Arbeitern/Arbeitern war derart aggessiv und würdelos, die Zusammenarbeit ist eher geprägt von Knüppeln welche man sich gegenseitig in den Weg wirft, das diese Menschen nicht wirklich Freude am /an der Arbeit empfinden können.
    Wer da anfängt und dann dies feststellt, und aus diesem Grund kündigt, ohne selbst schon was neues zu haben, der darf dann bei der "Arbeitsagentur" Spiessruten laufen, ums Geld.
    Da hats der Leiher einfacher. Wenn er halt clever ist.

  11. #760
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Fakt ist, wir haben heute weniger als 50% so viel Arbeitslose wie Anfang der 2000er. 'Leute aus der Statistik gezaubert', z.B. durch teilweise sinnlose Fortbildungen, wurden damals auch schon viele.

    Die tatsächliche Arbeitslosenquote in Deutschland - eine Erwiderung - finanzmarktwelt.de


    Artikel / Bericht aus dem Jahr 2010 :
    Verdeckte Arbeitslosigkeit - nur die Spitze des Eisbergs ist wirklich sichtbar.

    Wer sich derart "veräppeln" lässt und die offiziellen Statistiken tatsächlich glaubt ...... na ja,
    dem ist nicht mehr zu helfen.

    Nur ein Beispiel :
    Im Jahr 2012 waren 3,2 Millionen Menschen in "Ein-Euro-Jobs", "50-Plus-Programmen" oder Qualifizierungsmaßnahmen -
    Auch diese Menschen zähle ich zu den "Arbeitslosen" .......................

    Noch eine Wahrheit aus diesem Artikel :

    "Verdeckte Arbeitslosigkeit:
    Im Grunde nicht besser als die griechischen Schummeleien...
    Das Beispiel Griechenland veranschaulicht was passiert, wenn man über Jahre fundamentale Daten schönt und die Wahrheit verdrängt. Irgendwann fliegt der ganze Schwindel auf und dann ist die Katastrophe unabwendbar.
    Auch die Kleinrechnung des Arbeitslosenproblems bedeutet Selbstbetrug und Täuschung der Märkte. Würde überall auf der Welt mit offenen Karten gespielt, wäre das Zeitalter derGlobalisierunglängst beendet, weil die verheerenden Folgen des Zollabbaus sofort erkannt worden wären. So aber steht der Menschheit diese Lektion und Kehrtwende noch bevor."

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