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Deutschland 2013 - nach der Wahl

Erstellt von Antares, 22.09.2013, 18:08 Uhr · 680 Antworten · 26.180 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von tmm.633 Beitrag anzeigen
    Wenn wir ganz ehrlich sind haben wir das ganze Theater in der Politik Schröder und Co. zu verdanken. Den hätte man nach seinem Ausbruch aus der "sozialen Politik" sofort aus dem Rennen nehmen müssen.
    Weiss nicht, ohne den Schroeder wuerde Deutschland wohl mittlerweile rumduempeln wie Griechenland. Klar, das kommt nicht bei der gemeinen Bevoelkerung an, aber Deutschland ist wettbewerbsfaehig, wie kein anderes Land in Europa. Drum bezahlen wir ja auch fuer die ganzen anderen Versager und jubeln dem Ganzen noch zu.

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Frankie

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    Schröder war neben Schmidt doch wohl der einzige Sozenkanzler, der Grips und Eier hatte. Ohne Schröder sähe es hier heute ganz anders aus.

  4. #73
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tmm.633 Beitrag anzeigen
    Da hast Du dich verlesen oder der Kommentar kam von ewig gestrigen. Fakt ist das die FDP nichts mehr damit anfangen konnte und deswegen völlig zurecht abgestraft wurde.

    Wenn wir ganz ehrlich sind haben wir das ganze Theater in der Politik Schröder und Co. zu verdanken. Den hätte man nach seinem Ausbruch aus der "sozialen Politik" sofort aus dem Rennen nehmen müssen.

    Falsch, Schröder hat als erster Kanzler überhapt nicht nur die wirklichen Probleme erkannt, sondern auch realistische Maßnahmen getroffen. Er war der Beste! Aber die Sozis haben ihn ja selbst abgesägt, wie auch nun Westerwelle gekickt wurde. Wo wäre das Land nun mit Schröder-Westerwelle-Fischer? Ein Traum. Alle alle abgesägt. Anscheinend von Leuten, wie wollen, dass Deutschland untergeht. Also ich war's nicht!

    Jetzt wird ghefordert, dass sich die FDP mehr nach rechts bewegt, weil die AfD angeblich die Anti-Euro-Themen abgefischt hätte.
    Aber das wäre ja totaler Schwachsinn. Was hat das mit Liberalität zu zun. Zurück zum Nationalismus ist Engstirnigkeit - das Gegenteil von freiheitlichem Denken. FDP und AfD trennen Welten.

    Die FDP braucht keinen wirklichen Richtungswechsel. Höchstens etwas mehr liberales Denken der Grünen und der Linken übernehmen. Das wäre gut, aber wozu braucht Deutschland noch eine weitere rechtspopulistische Partei? Wobei die AfD ja eh bald Geschichte sein wird. Die Medien werden sie ignorieren, also werden sie sich bald irgendwo zwischen 1 und 2% einpendeln.
    Zumal das Thema ja eh bald gegessen ist: Griechenland boomt wie Sau, Zypern wird es besser gehen.
    Gut, Frankreich wird wohl bald wegen der Sozialpolitik zum Pflegefall, aber vielleicht halten sie noch 4 Jahre durch.

    Der Euro ist dank des schlechten AfD heute auch schon wieder gut gestiegen. Alles alles bestens.

  5. #74
    Avatar von MadMac

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    Ok, Frank, mit dem Schroeder gehen wir konform. Der hat gemacht was noetig war. Die Dumpfbacken von FDP und das Anhaengsel Angela haben aber seitdem die Karre wieder in den Sand gefahren. Was willst Du da noch schoenreden?

  6. #75
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Weiss nicht, ohne den Schroeder wuerde Deutschland wohl mittlerweile rumduempeln wie Griechenland. Klar, das kommt nicht bei der gemeinen Bevoelkerung an, aber Deutschland ist wettbewerbsfaehig, wie kein anderes Land in Europa.
    Stimmt.

    Leider konnte er die Lorbeeren seiner damals ebenso notwendigen wie umstrittenen Agenda 2010 nicht mehr selbst ernten sondern musste zusehen, wie sich Nachfolgerin Merkel damit schmueckte .

    Koennte man knarfs Beitraege der Uebersichtlichkeit halber bitte in einen gesonderten knarfthread verschieben?

  7. #76
    Avatar von Frankie

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Die Dumpfbacken von FDP und das Anhaengsel Angela haben aber seitdem die Karre wieder in den Sand gefahren. Was willst Du da noch schoenreden?
    Maddie, da fehlt Dir aus der Pampa heraus aber jetzt massiv der Überblick.

  8. #77
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von Frankie Beitrag anzeigen
    Maddie, da fehlt Dir aus der Pampa heraus aber jetzt massiv der Überblick.
    Das einzig Schoene ist, ich muss nicht fuer den Wahnsinn bezahlen. Ihr habt alle bekommen, was ihr euch ausgesucht habt. Ist doch o.k. . So have I.

  9. #78
    Avatar von tmm.633

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Weiss nicht, ohne den Schroeder wuerde Deutschland wohl mittlerweile rumduempeln wie Griechenland....
    Na, da unterschätzt ihr aber die Leistungsfähigkeit der "deutschen Industrie" aber gewaltig, welche sicher nicht wegen der Politik gute Produkte auf dem Markt präsentiert.

    Was ist denn wirklich in der Zeit passiert? Mehrere Dinge haben die Problematik mit dem Euro doch noch weiter verschärft
    - Stagnation des Binnenmarktes
    - Stagnation der Löhne
    - Verlagerung von Kapital in den Versicherungs- und Banken-Sektor
    - Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt durch Leiharbeit / Werksverträge
    - Verunglimpfung von Langzeitarbeitslosen (< 1 Jahr) da H4 nur gewährt wird wenn man nichts mehr besitzt.
    - Verunsicherung in der Alterssicherung
    - Verlagerung von Reichtum (von unten nach oben)
    - Bruch des Maastricht Vertrages
    - Ausbau des unsäglichen Bankensektors
    - uvm.

    Nichts davon war besonders förderlich im Bezug zu den anderen EU-Ländern und deren Wirtschaftsfähigkeit, da hätte man andere Lösungen finden und angehen müssen. Heute zahlen wir mehrfach die Zeche und müssen wenns ganz dumm läuft auch noch die exportierten Produkte selbst bezahlen. Da freuen sich doch die anderen oder nicht?

    Man kanns aber auch einfach gestrickt sehen....

    Kcwknraf: Deine FDP muss sich auf Ihre Wurzeln beziehen sonst ist sie Geschichte. Am besten wäre ja sie würde die AfD mitsammt der Vorsitzenden übernehmen und die liberalen Themen weiter gemeinsam ausbauen. Sie war es schließlich die zuwenig hinterfragt und alles über sich ergehen lassen hat. Dann und nur dann sind sie wieder dabei.

  10. #79
    Avatar von MadMac

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    Was passiert ist, der Schroeder hat Deutschland aus der Bergabspirale rausgeholt und wieder wettbewerbsfaehig gemacht. Alle Punkte, die Du listest sind Soziale, klar geht sowas nur mit Schmerzen. Aber es hat doch wohl nicht wirklich jemand geschadet. Jammern auf hoechstem Niveau. Milliarden Geld aus dem Fenster und dann trotzdem den selben Wahnsinn wieder waehlen.

    Null Verstaendnis.

  11. #80
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von tmm.633 Beitrag anzeigen
    ... Kcwknraf: Deine FDP muss sich auf Ihre Wurzeln beziehen sonst ist sie Geschichte. Am besten wäre ja sie würde die AfD mitsammt der Vorsitzenden übernehmen und die liberalen Themen weiter gemeinsam ausbauen. Sie war es schließlich die zuwenig hinterfragt und alles über sich ergehen lassen hat. Dann und nur dann sind sie wieder dabei.
    Guter Hinweis.

    Nun, ich will dann auch mal mein Fazit ziehen.
    Was sagt mir, uns das Ergebnis?

    Mindestens 75.6% der Wähler

    - sind gebrochene Verträge mehr oder weniger egal
    - gehen nicht eingelöste Versprechen nach spätestesten 10 Jahren am A.sch vorbei
    - finden die aktuelle Zuwanderungsregelungen ganz in Ordnung
    - akzeptieren die föderalen Bildungsunterschiede
    - ist mehr Demokratie nach Schweizer Vorbild viel zu gefährlich (ein erstaunlich oft gehörtes Argument)
    - sehen die Problem in der Arbeitswelt mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro praktisch gelöst
    - freuen sich, dass alle Banken gerettet wurden
    - haben kein Problem damit, dass sich ihre Altersrückstellungen und Ersparnisse wegen der "Eurorettungspolitik" reduzieren
    - halten die Steuererhebung für gerecht und die Steuererklärungen für hinreichend einfach
    - empfinden das Regiment aus Brüssel unbedenklich
    - die es chic finden, dass wirkich wichtige Themen nicht mehr diskutiert werden
    - die den Hinweis diese oder jenes sei "alternativlos" achselzuckend zur Kenntnis nehmen
    - eine Opposition, die wirklich stattfindet, nicht einfordern
    - können damit leben, dass es vielen Menschen in den südlichen Euro-Ländern dreckig geht, zumal wenn der Urlaub dadurch vielleicht etwas preiwerter wird...
    - usw. usf.


    Okay, dass muss man akzeptieren.
    Eine andere Priorisierung, eine andere Wahrnehmung, eine andere Entscheidung.
    Das ist eben so in einer "Demokratie".

    Aber man darf darüber auch enttäuscht sein.
    Ich habe in diesen Wahlkampf eine Menge gelernt.
    Das erste Mal in meinem Leben wirklich aktiv und interessiert dabei, glaube ich nun etwas besser zu verstehen, wie in unserem Land "Demokratie" funktioniert.

    Ich zähle mich zu denen, die aus der liberalen Ecke kommen. Das mag mancher anders sehen, dass ist aber dann nicht mein Problem. Und ich kann den Kommentar - wie @tmm.633 sicher auch - des "Tagesspiegels" nur unterstreichen:

    Die Stimmen der Euro-kritischen AfD stammen jedoch nicht nur von unzufriedenen CDU-Wählern.

    Die Entscheidungen in der Finanzkrise, die die Aushebelung zentraler europäischer Institutionen und Regeln mit sich brachten, tangierten fundamental liberale Themen.

    Als Regierungspartei hat die FDP die Europapolitik Merkels mitgetragen, ohne auf die demokratischen Defizite aufmerksam zu machen.

    Diese Funktion hat im Wahlkampf die AfD übernommen – und am Wahltag deshalb auch in großer Zahl Wähler der FDP gewinnen können.

    Selbst wenn es für die „Alternative für Deutschland“ nicht für den Einzug in den Bundestag reichen sollte, ist der Versuch der übrigen Parteien, das Thema Euro-Krise und die Zukunft der Europäischen Union aus dem Wahlkampf herauszuhalten, nicht geglückt.

    Der spektakuläre Erfolg der AfD erhöht den Druck auf die übrigen Parteien, sich dem Thema zu stellen. Die Partei weiter als Rattenfänger abzutun, ist angesichts solcher Stimmengewinne nicht klug.
    Nach der Bundestagswahl 2013 : Doch eine Alternative für Deutschland - Meinung - Tagesspiegel
    Aber für einige wahrscheinlich auch nur irgendwelche N.a.z.i-Schmierer ......

    In vielen Gesprächen musste ich feststellen, dass die Meinungsbildung zur AfD weitesgehend unreflektiert von den Medien übernommen wird.
    Eigene Gedanken, eigene Recherchen - nein, Danke.

    Die ungeheuere Macht der Medien in Deutschland ist mir das erste Mal so richtig bewusst geworden - auch die direkte und indirekte Meinungssteuerung (mancher nennt es auch Manipulation). Unabhängig und objektiv - das war vielleicht einmal.

    Insofern ist mir nun auch klar, dass das Festhalten an der GEZ natürlich die Anstalten verpflichtet und jeder Aufruf einer kleinen Partei über dieses Thema nachzudenken praktisch Selbstmord ist.

    Das nächste was mich überrascht hat, ist die Unbedarftheit und Gutgläubigkeit selbst vorgeblich politisch interessierter Bürger. Da wird jeder noch so dubiose Vorwurf - natürlich schön sauber und rechtlich sicher als Vermutung verpackt - geglaubt.

    Persönlich geärgert hat mich natürlich das permanente Stellen in die rechte Ecke ("recht5extreme Partei", "rechts von der CDU", "Rechstradikale", mancher sprach auch von "N.azis") unisono durch die Bank.

    Irgendwo von einem (linken?) Provokateur ein "rechtes Statement" via Facebook lanciert und schon schreit die halbe Republik "N.a.z.i!".
    Natürlich nicht bei jeden, aber bei dieser "Professorengurkentruppe" wird dass schon stimmen.

    RechtS.extreme Vergangenheit: Piraten waren NPD-Mitglieder | Politik.- Frankfurter Rundschau

    Wie einfach wäre es, sich mal das Programm durchzulesen, eine Veranstaltung zu besuchen, zu zu hören und sich die Leute selbst anzuschauen?
    Klar, einfach wiederkäuen ist viel bequemer.

    Und ja, es klingt sicher moderner und weltoffener, wenn sich Deutschland nun auch für die Scharia öffnen soll.
    Aber die Frage, ob so etwas tatsächlich in unser angeblich aufgeklärtes Land passt, muss man doch stellen dürfen ohne Sorge haben zu müssen, gleich als "Rechter" oder "N.azi" klassifiziert zu werden?

    Islamisches Recht: SPD-Politiker will Scharia-Gerichte in Deutschland - Deutschland - FOCUS Online - Nachrichten

    Gut, ich will es nicht zu lange machen und meinen freien Tag noch ein wenig geniessen:
    Ihr grossen Gewinner: Seid umarmt, Glückwunsch, ihr habt es geschafft.
    Jauchzet, frohlocket!
    Ihr wart die wahrhaft Stärkeren!

    Warum interessiert - wie beim Fussball - am Ende und vor allem nach einer gewissen Zeit niemand.


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