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Deutsche wünschen sich Sozialismus

Erstellt von Bajok Tower, 14.08.2011, 12:14 Uhr · 148 Antworten · 7.272 Aufrufe

  1. #141
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Welche Gegebenheit? Sterben in der Schweiz reiche Leute früher?
    Hier geht es doch eher darum, dass das Schweizer Modell wohl als Vorbild für Deutschland vorgeschlagen wurde, wenn alle in die RV einzahlen sollen.

    Daher gehe ich mal vom Status Quo in Deutschland aus. Die Rentenhöhe ergibt sich doch u.a. aus der Einzahlungsdauer und der eingezahlten Höhe. D.h. je mehr man in seinem Leben verdient hat, desto mehr Rente bekommt man raus. Und darauf bezog ich meine Schlussfolgerung.

    Wer reich ist, weil er halt ständig viel verdient und daher eben auch viel in die RV in Zukunft einzahlen soll, wird am Ende natürlich weitaus mehr Rente erhalten als jemand, der wenig gearbeitet hat und mies verdient. Oder möchtest du, dass die Reichen zwar in die RV was reinzahlen sollen, aber zum Dank nichts rausbekommen (oder nur das Existenzminimum, damit sie nicht H4 beantragen müssen)? Klingt ja fast so.
    Falls aber nicht, ändert sich doch kaum etwas: die Reichen zahlen praktisch die Rente für sich selber und die Ärmeren für sich. Für die Ärmeren, bzw. die bisherigen Zwangsversicherten wird sich defacto also rein gar nichts positiv verändern. Die einzigen, die wirklich profitieren, sind die Verwaltungsleute und Versicherungen.
    Ach knärfchen, Du weist gar nichts über die GRV in D., aber einfach für Dich, wer Durchschnitt verdient bekommt 1 Rentenpunkt, drunter anteilig, drüber anteilig mehr, aber max. 1,5 pro Jahr bis Beitragsbemessungsgrenze.

    Das Schweizer System ist ein recht gutes System vom sozialen Gedanken her, aber nicht perfekt.
    Die Idee aber, steuerlich finanzierte Grundsicherung (haben wir quasi schon, den es werden Steuermittel der Rentenkasse zugeführt) im H4 Niveau, plus AG Abgabe (sollte bei Selbstständigen entfallen), Plus eigenveranwortliche Vorsorge, wäre ein gangbarer Weg.
    Der Vorteil. 1: keiner muß verhungern, nur darben
    2: mit Grundsicherung und Arbeit, gibts genug zum leben
    3: mit Grundsicherung und Arbeit und privater Zusatz geht im Alter gut ab, und wer nix privat vorsorgt, es lieber gleich ausgibt, kann sich hinterher nicht beschweren.

    Ein wesentliches Problem ist die Rente mit 67 Jahren, denn diese ist eine Rentenkürzung für die, die nicht bis 67 arbeiten können, nicht weil es keine Arbeit gibt, sondern weil sie körperlich nicht mehr realisierbar ist.
    Man kann zwar mit 65 noch eine Akte heben, aber nen Ziegel vermauern wird dann schon schwer.

    He auch ein blindes Huhn...... Klar Versicherungen gewinnen immer, und Verwaltungsbeamten.

  2.  
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  3. #142
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Ach knärfchen, Du weist gar nichts über die GRV in D., aber einfach für Dich, wer Durchschnitt verdient bekommt 1 Rentenpunkt, drunter anteilig, drüber anteilig mehr, aber max. 1,5 pro Jahr bis Beitragsbemessungsgrenze.
    Das ist mir schon klar, dass das begrenzt ist.

    Ich meine folgendes, z.B. berechenbar aus
    Rentenrechner Rente berechnen Berechnung gesetzliche Rentenversicherung Deutschland

    Beispiel für jemand mit unterem Einkommen von 1000,- EUR/Monate, der 40 Jahre gearbeitet hat, bereinigt durch Lohnsteigerungen und Inflation.
    12.000 EUR/Jahr
    Rentenpunkte:15,54
    Rentenanspruch: 488,-

    Und nun ein typischer Selbständiger, der eigentlich nicht eingezahlt hätte, aber
    120.000 EUR/Jahr
    83,94
    2.388
    Rentenpunkte: 83,94
    Rentenanspruch: 2.388

    D.h. schon mal, dass der "reiche" Selbstständige rund 5 mal so viel erhält wie der "arme" Angestellte. 10 mal mehr wäre zwar gerecht, aber wird ja zwangsbegrenzt, so das es ja auch im Grunde keine Rentenversicherung, sondern eine zusätzliche Sozialversicherung für andere ist, weil der Staat halt zu dämlich ist, vernünftig zu haushalten und soziale Probleme zu verhindern.

    Nach deinem vorgeschlagenen Lieblingssystem würde die Rentenversicherung als Einzahlung für 40 Jahre erhalten:
    96.000,- vom Angestellten, 480.000,- vom Selbstständigen, zusammen 576.000,- EUR
    Ausgezahlt werden (bei einer Rentendauer von 20 Jahren) 117.120,- plus 573.120,-, zusammen also 690240,-.

    Im Nicht-Zwangs-System wäre das bei 20 Jahren eine Rendite von 22%, im Zwangssytem von 20%, also praktisch unverändert.
    Man könnte natürlich sagen, immerhin 2% gewonnen. Allerdings war das eben nur ein Beispiel. Es gibt Angestellte, die weit mehr verdienen, aber auch viele Selbstständige, die unter den 120.000 liegen. Das müsste man statistisch dann mal genauer durchrechnen.
    Ich bin aber sicher, dass sich am Ergebnis kaum etwas ändern wird - trotz der Beitragsbemessungsgrenze.

    Und vor allem geht es hier nur um die Rendite. Entscheidend ist jedoch die effektive Geldausschüttung. Und die ist beim Beispiel bei nur einer Person bislang rund 21.000, beim neuen System dann rund 120.000 EUR. D.h. die Versicherung, bzw. die Gemeinschaft müsste für jeden neuen zwangsweise selbstständigen Versicherten rund 100.000 aufkommen! Wie soll gehen?

    Ganz zu schweigen davon, dass die Millionäre ja nun nicht ganz doof sind. Wenn ich im Jahr mehr als eine Million verdiene, monatlich 10000 EUR in die RV reinbuttere und am Ende nur 2300,- rausbekomme, dann wird Monaco aber ganz schnell an seine Aufnahmegrenzen kommen - oder Dubai, Singapur etc. Nicht nur Deutschland ist schön und in Sachen Infrastruktur haben viele Länder mächtig aufgeholt.

    Wie willst du das lösen? Alles am Flughafen abnehmen, Geldtransfer ins Ausland sperren? Du würdest natürlich als Millionär dein Geld gleich komplett dem Staat schenken. Weißt du, viele denken so, wenn sie selber nicht viel haben. Aber werde einfach mal selbst Millionär. Wie schnell du dann plötzlich alles anders sehen wirst. Und dieser psychologische Aspekt wird komplett ausgeklammert.

  4. #143
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    Jeder soll natuerlich entsprechend seiner Beitrageleistung auch die Rente erhalten. Aber in D ist es halt mal so, dass wir mehrere Millionen H4 Renter haben, die sich so wie du, der Rentenversicherungspflicht entzogen haben oder auf Grund ihrer Selbststanedigkeit nicht versicherungspflichtig sind.
    Ich mache jetzt noch mal einen Vorschlag, der bestimmt dein Wohlwollen findet. Allen republikfluechtigen Steuer- und Rentenbeitragshinterziehern sollten auf Dauer, in DACH die Sozialleistungen versagt werden.
    Ich habe mich nicht entzogen. Als Angestellter habe ich jahrelang in die GRV eingezahlt und bin auch seit meinem Studium quasi privat RV versichert. Ob Letzeres im Nachhinein ein Fehler war, wird sich zeigen. Blöd wäre es jedenfalls, wenn ich die kündigen würde. Ich entziehe mich also keineswegs, würde es aber tun, wenn ich den Wissensstand von heute hätte. Die Diskussion betrifft mich also nicht, aber es gaukelt den Sozial Schwachen mal wieder vor, mit der weiteren Ausraubung der Reichen könne man die sozialen Probelme lösen. Das ist die Frechheit. Ich solidarisiere mich also in diesem Fall mit den Schwachen!

    Mit dem 2. Punkt bin ich eh einverstanden. Ich bin zwar kein Flüchtling, sondern ein Vertriebener, aber warum sollte der Staat für Schmarotzer wie mich zahlen, nur weil ich selbst nicht klar komme? Das gilt aber auch für diejenigen, die zu Hause bleiben (für die ja erst recht). Im Gegensatz müssten Steuern und Sozialabgaben drastisch für alle gekürzt werden. Am Ende bleibt ein echtes soziales System: Hilfe nur für die unfreiwillig in Not geratenen.

  5. #144
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Das ist mir schon klar, dass das begrenzt ist.

    Ich meine folgendes, z.B. berechenbar aus
    Rentenrechner Rente berechnen Berechnung gesetzliche Rentenversicherung Deutschland

    Beispiel für jemand mit unterem Einkommen von 1000,- EUR/Monate, der 40 Jahre gearbeitet hat, bereinigt durch Lohnsteigerungen und Inflation.
    12.000 EUR/Jahr
    Rentenpunkte:15,54
    Rentenanspruch: 488,-

    Und nun ein typischer Selbständiger, der eigentlich nicht eingezahlt hätte, aber
    120.000 EUR/Jahr
    83,94
    2.388
    Rentenpunkte: 83,94
    Rentenanspruch: 2.388

    D.h. schon mal, dass der "reiche" Selbstständige rund 5 mal so viel erhält wie der "arme" Angestellte. 10 mal mehr wäre zwar gerecht, aber wird ja zwangsbegrenzt, so das es ja auch im Grunde keine Rentenversicherung, sondern eine zusätzliche Sozialversicherung für andere ist, weil der Staat halt zu dämlich ist, vernünftig zu haushalten und soziale Probleme zu verhindern.

    Das stimmt so nicht ganz, momentan zahlt man nur bis zur Beitrasgsbemessungsgrenze ( 2012 67200€) dh. max. 13172,20 €, erhält aber nicht 2,15 RP sondern max. 1,5 ( das ist die Ungerechtigkeit) also nach 45 Beitragsjahren max. 67,5 RP mehr geht nicht. Währen also zu aktuellen Rentenpunktwert von 27,20€ West 2011 max. 1836€ Rente, bei voller Anrechnung von 2,15 RP pro Jahr wären es 2,15x45x27,20€ = 2631€

    Nach deinem vorgeschlagenen Lieblingssystem würde die Rentenversicherung als Einzahlung für 40 Jahre erhalten:
    96.000,- vom Angestellten, 480.000,- vom Selbstständigen, zusammen 576.000,- EUR
    Ausgezahlt werden (bei einer Rentendauer von 20 Jahren) 117.120,- plus 573.120,-, zusammen also 690240,-.

    Im Nicht-Zwangs-System wäre das bei 20 Jahren eine Rendite von 22%, im Zwangssytem von 20%, also praktisch unverändert.
    Man könnte natürlich sagen, immerhin 2% gewonnen. Allerdings war das eben nur ein Beispiel. Es gibt Angestellte, die weit mehr verdienen, aber auch viele Selbstständige, die unter den 120.000 liegen. Das müsste man statistisch dann mal genauer durchrechnen.
    Ich bin aber sicher, dass sich am Ergebnis kaum etwas ändern wird - trotz der Beitragsbemessungsgrenze.

    Und vor allem geht es hier nur um die Rendite. Entscheidend ist jedoch die effektive Geldausschüttung. Und die ist beim Beispiel bei nur einer Person bislang rund 21.000, beim neuen System dann rund 120.000 EUR. D.h. die Versicherung, bzw. die Gemeinschaft müsste für jeden neuen zwangsweise selbstständigen Versicherten rund 100.000 aufkommen! Wie soll gehen?

    Ganz zu schweigen davon, dass die Millionäre ja nun nicht ganz doof sind. Wenn ich im Jahr mehr als eine Million verdiene, monatlich 10000 EUR in die RV reinbuttere und am Ende nur 2300,- rausbekomme, dann wird Monaco aber ganz schnell an seine Aufnahmegrenzen kommen - oder Dubai, Singapur etc. Nicht nur Deutschland ist schön und in Sachen Infrastruktur haben viele Länder mächtig aufgeholt.

    Wie willst du das lösen? Alles am Flughafen abnehmen, Geldtransfer ins Ausland sperren? Du würdest natürlich als Millionär dein Geld gleich komplett dem Staat schenken. Weißt du, viele denken so, wenn sie selber nicht viel haben. Aber werde einfach mal selbst Millionär. Wie schnell du dann plötzlich alles anders sehen wirst. Und dieser psychologische Aspekt wird komplett ausgeklammert.
    Wie schon gesagt ein dreiteiliges System aus steuerfinanzierter Grundrente, einem gesetzlich verpflichteten Anteil aus Einzahlung in eine Rentenkasse ( nichtselbstständigen AG+AN), und eigenverantwortlicher Vorsorge über private Systeme ( keine Pflicht )
    wäre die sozialere Lösung, der der mehr schafft muß sich nicht für seine höhere Rente entschuldigen, und der der wenig hat kann nicht murren.

  6. #145
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Mit dem 2. Punkt bin ich eh einverstanden. Ich bin zwar kein Flüchtling, sondern ein Vertriebener
    Du genießt sicherlich in Thailand Flüchtlingsstatus.

  7. #146
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Ach knärfchen, Du weist gar nichts über die GRV in D., aber einfach für Dich, wer Durchschnitt verdient bekommt 1 Rentenpunkt, drunter anteilig, drüber anteilig mehr, aber max. 1,5 pro Jahr bis Beitragsbemessungsgrenze.
    Hier muss ich dir widersprechen. Es sind max. 2,1 Rentenpunkte pro Jahr möglich.
    Für den stat. Durchschnitt gibt es, wie richtig geschrieben wurde, 1 Rentenpunkt. Für einen Verdienst, der 10% oberhalb des Durchschnitts liegt, werden 1,1 Rentenpunkte vergeben.
    Erläuterungen zur Systematik: Die Rentenformel - Rentenrechner - FOCUS Online - Nachrichten

  8. #147
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Ein SPD-Politiker wirft Piraten Marxismus vor:

    SPD-Politiker Bartels:
    Die Piraten sind Laptop-Marxisten


    Die Piraten sind nicht die Erlöser unserer Demokratie, meint der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels. Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit ihrem fragwürdigen ideologischen Anspruch auseinander setzen...

    Quelle: SPD-Politiker Bartels: Die Piraten sind Laptop-Marxisten - Andere Meinung - Meinung - Tagesspiegel
    Es geht los mit der Auseinandersetzung. Das musste früher oder später kommen...

  9. #148
    Avatar von kcwknarf

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    Was haben die Sozis nur für Pappnasen in ihren Reihen. Reine Propaganda für den Fortbestand der parteidiktatorischen Scheindemokratie zum angeblichen Wohle der Bürger.

  10. #149
    Avatar von MadMac

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    Rentenrechner? Hahaha...ich schrieb das schonmal. Mir hat die deutsche Obrigkeit mal ausgerechnet, das ich 140 Euro pro Monat Rente krieg, irgendwann mal. Ich sag da nur, die koennen sich die Peanuts in ihren Allerwertesten schieben.

    Ich habe die Eurozone verlassen, bevor es den Euro gab, und nie zurueckgetrauert .

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