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Der Mindestlohn in Deutschland - und seine praktische Umsetzung

Erstellt von Khun Sung, 16.01.2015, 19:50 Uhr · 162 Antworten · 6.497 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Eutropis

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    5000,- Brutto ? Hungerlohn
    Na so krass würde ich das nicht sehen.
    Oder meinst Du den Umsatz bei geringsten Grundkosten ?

    Ich bin allein - bei 5000,- Umsatz muss ich hungern.
    Mit 8000,- Umsatz gehts mir ganz zufriedenstellend.
    Das sind 400,- € Umsatz am Arbeitstag - Mit Brötchen oder Zeitungen stell ich mir das
    ziemlich schwer vor. Als Herrenfriseur wären das über 20 Kunden am Tag - Die muss man erstmal haben.

  2.  
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  3. #42
    Avatar von rolf2

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    ich meine 5000 nach Abzug aller betrieblichen Kosten vor Steuern und bei einer vergleichbaren Tätigkeitsdauer eines Angestellten. Dafür braucht man sich nicht selbstständig zu machen.

  4. #43
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Aber mal ein konkreter Fall: Mitarbeiter bei einem Taxiunternehmen; sitzt zwischen den Fahraufträgen manchmal Stunden im Auto (z.B. am Airport). Zahlt der Taxiunternehmer für diese 'Tot'-Zeit, in der Taxler Zeitung liest, Kaffe trinkt oder sich mit Kollegen unterhält. Anders gefragt, wann ist es Arbeitszeit und wann eine nicht zu bezahlende Zeit??
    Der Kunde bezahlt mit dem "Anschlag" (also der Grundgebühr) diese Zeiten ja auch mit. Ich kenne Taxi-Unternehmen, die diese Zeiten auch schon vor dem Mindestlohn nicht oder niedriger bezahlt haben (Busunternehmer übrigens auch, die neben den Fahrplanpausen sogar die gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten rausgerechnet haben). Landauf und landab haben die Taxi-Betreiber jetzt eine Tariferhöhung von 25% bei den Genehmigungsbehörden beantragt. Sie wollen natürlich jetzt einen größeren Schluck aus der Pulle, als die Erhöhung auf den Mindestlohn rechtfertigt. Wer will es ihnen verdenken?

  5. #44
    Avatar von Eutropis

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    ich meine 5000 nach Abzug aller betrieblichen Kosten vor Steuern und bei einer vergleichbaren Tätigkeitsdauer eines Angestellten. Dafür braucht man sich nicht selbstständig zu machen.

    Ahso na danke
    Die Hälfte davon hab ich ja schonmal raus.
    Kenne auch keinen Kollegen mit unter 5 Angestellten der monatlich 5000,- Brutto oder mehr erwirtschaftet.

  6. #45
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Der Kunde bezahlt mit dem "Anschlag" (also der Grundgebühr) diese Zeiten ja auch mit. Ich kenne Taxi-Unternehmen, die diese Zeiten auch schon vor dem Mindestlohn nicht oder niedriger bezahlt haben (Busunternehmer übrigens auch, die neben den Fahrplanpausen sogar die gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten rausgerechnet haben). Landauf und landab haben die Taxi-Betreiber jetzt eine Tariferhöhung von 25% bei den Genehmigungsbehörden beantragt. Sie wollen natürlich jetzt einen größeren Schluck aus der Pulle, als die Erhöhung auf den Mindestlohn rechtfertigt. Wer will es ihnen verdenken?
    Frage: Heisst das, Taxifahren soll 25% teuer werden weil die Pausenzeiten Teil des Mindestlohns, d.h. bezahlt werden müssen!!

    Da wird aber nicht nur Taxifahren teurer!!

  7. #46
    Avatar von Micha L

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    In Leipzig wurden ab 1990 zu viele Taxilizenzen vergeben. Das wurde schon längst als Problem erkannt. D.h. es gibt schon immer Schwierigkeiten, genug Kunden zu bekommen pro Fahrzeug.

    Der Mindestlohn dürfte das nun regeln.

  8. #47
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Eutropis Beitrag anzeigen
    Ahso na danke
    Die Hälfte davon hab ich ja schonmal raus.
    Kenne auch keinen Kollegen mit unter 5 Angestellten der monatlich 5000,- Brutto oder mehr erwirtschaftet.
    als Selbstständiger bezahlst Du Deine Krankzeiten, Verdienstausfälle, Renten, Zahlungsausfälle, Urlaubszeiten selbst. Wenn du das alles zusammenrechnest wirst du mir evtl rechtgeben das Du ca 5000€ verdienen musst um mit einem Angestellten bei gleichem Zeitaufwand
    auch gleichziehen zu können.

    Neben der bezahlten Arbeitszeit die du berechnen kannst fallen ja auch noch administrative Zeiten an.

  9. #48
    Avatar von Khun Sung

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    ich hab das auch mal spaßeshalber durchkalkuliert, ein Salon mit solchen Preisen ist zum Scheitern verurteilt. Bei Eigentum mag das noch unter Beschäftigung der Ehefrau eines gut verdienenden Mannes laufen. Wenn man allerdings teure Mieten in Innenstadtlagen zahlen muss dann ist sowas ne Totgeburt.
    Totgeburt? Den Laden gibt's seit über 35 Jahren! Die Chefin hat sich direkt nach der Meisterprüfung selbstständig gemacht. Ohne Voranmeldung geht gar nichts, ein Herrenhaarschnitt dauert ca. 25 Minuten. Keine Innenstadtlage.

    War vorher bei einem Friseur, da haben die Mitarbeiterinnen ne gute Stunde auf meinem Schädel herumgeschnippelt. Schön mit Laberpausen, damit sie auch auf ihre vorgegebene Zeit kamen, und bezahlt habe ich dann letztendlich 21 Euro. Kostenlosen Prosecco gab's dort übrigens nicht.

  10. #49
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von Khun Sung Beitrag anzeigen
    Totgeburt? Den Laden gibt's seit über 35 Jahren! Die Chefin hat sich direkt nach der Meisterprüfung selbstständig gemacht. Ohne Voranmeldung geht gar nichts, ein Herrenhaarschnitt dauert ca. 25 Minuten. Keine Innenstadtlage.

    War vorher bei einem Friseur, da haben die Mitarbeiterinnen ne gute Stunde auf meinem Schädel herumgeschnippelt. Schön mit Laberpausen, damit sie auch auf ihre vorgegebene Zeit kamen, und bezahlt habe ich dann letztendlich 21 Euro. Kostenlosen Prosecco gab's dort übrigens nicht.
    Und wieviele Mitarbeiter hat deine Cheffin??

  11. #50
    Avatar von Eutropis

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    Als Selbstständiger hast Du keine Krankenzeiten .
    Das heißt nicht, dass Du nicht krank bist aber Du gehst arbeiten.
    Ich habe in 20 Jahren 3 Tage gefehlt wegen OP mit Vollnarkose - das wars.
    Schlimmer ist noch der Urlaub - der ist eigentlich unbezahlbar und absoluter Luxus.
    In so fern gebe ich Dir recht 5000,- wären angemessen sind aber in meinem Gewerk Träumerei
    Mit ca. 3000,- Brutto zieht man einigermaßen mit einem Gesellen gleich.

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