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Das Musterländle geht flöten.....

Erstellt von antibes, 27.03.2011, 22:44 Uhr · 102 Antworten · 5.016 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Volker M. aus HH. Beitrag anzeigen
    .....und die Absicherung der Muelltransporte.
    Auch von mir ein klares JA.
    Allerdings laeuft dies dann wohl auf eine Privatarmee hinaus, die Privateigentum verbringen muss.
    Wie dies dann gehen soll?

  2.  
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  3. #72
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Samuirai Beitrag anzeigen
    ... Ein wie ich denke nachvollziehbarer Kommentar.
    Unbedingt.
    Wenn er sich nicht nur auf das Thema Energie beschraenkt, sondern vor allem auch auf Rohstoffe erweitert wird.
    Das waere dann aber schon wieder zu ehrlich und wuerde das gesamte System hinterfragen - und nicht nur wie von der SZ politisch gewollt auf genau dieses Thema reduziert werden.

    Danach wuerde keiner mehr preiswerte Moebel, deutsche Autos oder T-Bone-Steaks aus Brasilien ohne schlechtes Gewissen "verbrauchen" koennen.
    Wer einmal in einem Hafen in Afrika beobachtet hat, wie dort preiswert(!) gefoerderte Rohstoffe fuer einen Hungerlohn auf Schiffe verbracht werden hoert besser auf zu Denken.

    Dies jetzt nur auf die Energie zu beschraenken ist durchsichtig, wenn auch fuer den deutschen Michel ausreichend.
    Ab jetzt wird er von den politisch motivierten Medien sturmreif geschossen, fuer die Vermittlung der hoeheren Kosten demnaechst.
    Aber schlechtes Gewissen ging in Germany schon immer - warum nicht auch dieses Mal?

    Warten wir es ab wieviel Dauerfeuer aus den Mainstreammedien notwendig ist, bis DIE GRUENEN auch bei 7 Euro pro Liter E25, Energiezuschlag 73,2 Prozent auf die Kaltmiete und 2,50 Euro pro Kilowattstunde als unser aller Heiland wiedergewaehlt werden

  4. #73
    Avatar von Conrad

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    Eine Politik, die nicht in der Lage ist, die Krankenkassenbeiträge zu stabilisieren, gibt nun vor, die Welttemperatur in 100 Jahren um zwei Grad regulieren zu können.......

    Man kann mit dem so genannten Klimaschutz alles rechtfertigen, jedes Verbot, jede Steuererhöhung.

    Während die Menschen die Stabilisierung der Gesundheitskosten innerhalb einer Wahlperiode überprüfen können, ist eine Erfolgskontrolle beim Klimaschutz – wenn überhaupt – erst in 100 Jahren möglich. Eine beruhigende Aussicht für jeden Politiker, der wieder gewählt werden will.
    Prinz Charles spricht von einem „Krieg, den wir einfach gewinnen müssen“, und der britische Umweltminister zog 2007 Parallelen zum Zweiten Weltkrieg: „Wenn es so schlimm kommt, wie vorhergesagt, dann müssen wir möglicherweise zu Rationierungsmaßnahmen zurückkehren.“
    -------------------------------------------------------------------------
    Die Beliebtheit der Kriegsmetaphern ist wohl kein Zufall.

    Seit dem Ende des kalten Krieges im Jahre 1989 mangelt es der Politik des Westens zusehends an einer mitreißenden Idee, gleichsam einer neuen Utopie. Und diese glaubt man jetzt offenbar gefunden zu haben. Der negativen Utopie der Klimakatastrophe soll mit einer gemeinsamen Anstrengung, nämlich dem Projekt der Weltrettung, begegnet werden. Der Soziologe Ulrich Beck bezeichnet die Klimapolitik treffend als eine „Sinnressource für die delegitimierte und von Vertrauensverlust gezeichnete Politik“.

    Eine Politik, die nicht in der Lage ist, die Krankenkassenbeiträge zu stabilisieren, gibt nun vor, die Welttemperatur in 100 Jahren um zwei Grad regulieren zu können
    ---------------------------------------------------------------------------------
    Und das schöne dabei: Man kann mit dem so genannten Klimaschutz alles rechtfertigen, jedes Verbot, jede Steuererhöhung.

    Kurz: Man kann die Menschen auf einen Horizont niedriger Erwartungen einstimmen. Also auf etwas, was man ohnehin für geboten hält.

    Während die Menschen die Stabilisierung der Gesundheitskosten innerhalb einer Wahlperiode überprüfen können, ist eine Erfolgskontrolle beim Klimaschutz – wenn überhaupt – erst in 100 Jahren möglich. Eine beruhigende Aussicht für jeden Politiker, der wieder gewählt werden will.

    Vorabdruck: Wider die Ökodiktatur - Nachrichten Wissenschaft - WELT ONLINE

  5. #74
    Avatar von JT29

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    Interessant, wohin die Diskussion läuft . Will dazu gerne mal mein Statement dazu beibringen.

    Das berühmte Restrisiko, wie es oben genannt wurde, ist in der Tat schon in den 70ern vorgebracht worden. Mein Vater war einer der 10 Kläger, die seinerzeit gegen den Bau des KKW Wyhl erfolgreich geklagt haben. Dazu muss man allerdings wissen, dass hinter den 10 eine große Bürgerinitiative und auch eine Bevölkerung stand. Gerademal 3km Luftlinie waren 2 Meiler und 4 Kühltürme geplant, die höher als das Freiburger Münster wären. Eine ganze Weinbauregion war in heller Aufregung und besetzte spontan den Bauplatz, nachdem die erste Bäume gerodet wurden. Die Polizei räumte den Platz später...



    ... um dann bei einer anschließenden Großdemonstration von über 28000 Menschen, die Hoheit wieder zu verlieren, als der Platz regelrecht gestürmt wurde. Hatte man in der Regierung seinerzeit gedacht, dass sind ja nur ein paar Linke und Studenten (sog. "Langhaarige"), so wurden sie eines besseren belehrt.

    Fortan wechselten sich die Gemeinden bei der Besetzung ab und erinnere mich noch gut daran, als meine Eltern sich nachts um 2 zum Platz aufmachten. Was war passiert? Über den Polizeifunk erfuhr man, dass die "Göppinger" (Bereitschaftspolizei) im Anmarsch waren und am Kaiserstuhl und im Elsass ließen darauf die Pfarrer die Kirchturmglocken Sturmleuten und das Volk begab sich auf den Platz.

    Später vermittelte Lothar Späth und es kam zur Offernburger Vereinbarung. Die Sache wurde auf die juristische Ebene verlagert und nach 10 Jahren entgültig u.a. wegen fehlendem Berstschutz niedergeschmettert bzw. "es bestand plötzlich kein Bedarf mehr".

    AKW - KKW - Wyhl Chronik: Der Widerstand im Wyhler Wald

    Was ist aus den "Langhaarigen" geworden ... es entstand hieraus im Südwesten die Antiatomkraftbewegung und letztlich die Grünen.


    Nach 58 Jahren wird es auch mal Zeit, dass vielleicht andere Gedankenansätze eingebracht werden. Und es ist schon interessant zu sehen, dass nach Einzug der Grünen in das Landesparlament seinerzeit (Mit Blumen und Latzhosen), auch die anderen Parteien sich schnell grüner Themen widmeten und auch heute schön zu sehen, wie schnell die Bundespolitik sich ausrichten kann ... ja, da geht es eben auch nur um die reine Macht, die man nicht gerne verlieren möchte.

    Ob es Rot-Gün nun besser machen wird, mag vielleicht bezweifelt werden, denn den Radikalruck wird es mit Sicherheit nicht geben, dazu ist das Korsett drumherum recht eng geschnürt - aber mit der restlichen Manövriermasse kann man schonmal andere Ansätze verfolgen.

    Interessant ist es schon, dass die Stromversorgung auch ohne die momentan vom Netz genommenen Meiler funktioniert; ebenso interessant zu lesen, dass die EnBw pro KKW 700.000€/Tag Gewinn macht. Abschalten von Heute auf Morgen macht auch keinen Sinn, aber auslaufen lassen sehr wohl. Und dann ist da natürlich noch die Problematik der Entsorgung, die bis heute nicht geklärt ist und vor allem die nicht in die Preiskalkulation der 4 Großen eingeplant ist. ... aber ja, schauen wir mal und die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

  6. #75
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von JT29 Beitrag anzeigen
    Abschalten von Heute auf Morgen macht auch keinen Sinn, aber auslaufen lassen sehr wohl. Und dann ist da natürlich noch die Problematik der Entsorgung, die bis heute nicht geklärt ist und vor allem die nicht in die Preiskalkulation der 4 Großen eingeplant ist. ... aber ja, schauen wir mal und die nächsten Wahlen kommen bestimmt.
    Vor allem macht ein deutscher Alleingang keinen Sinn, was das Abschalten der AKW angeht.

    Wann realisiert man eigentlich in Deutschland, dass "wir" nicht allein sind auf diesem Planeten und in Europa ? Ist das nur einfache Ignoranz oder ist es die altbekannte deutsche Arroganz gepaart mit Besserwisserei ?

    Ein Ausstieg aus der Atomkraft macht nur europaweit einen Sinn. Die Sache ist eben nur die, dass ausser Deutschland kein Land in Europa einen Ausstieg aus der Atomenergie plant. Eher ist das Gegenteil der Fall und das nicht nur europaweit sondern weltweit.

  7. #76
    Avatar von wansuk

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    Zitat von Conrad: Wann realisiert man eigentlich in Deutschland ...
    und Leute wie Conrad, dass einer den Anfang machen muss. Sonst passiert eben rein garnichts und alles bleibt beim Alten.

    Conrad, wirst du von der Atomlobby bezahlt oder arbeitest du in der Branche und hast Angst um deinen Arbeistplatz?

  8. #77
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von wansuk Beitrag anzeigen
    und Leute wie Conrad, dass einer den Anfang machen muss. Sonst passiert eben rein garnichts und alles bleibt beim Alten.

    Conrad, wirst du von der Atomlobby bezahlt oder arbeitest du in der Branche und hast Angst um deinen Arbeistplatz?
    Ich habe mit der Atom/Energiebranche nichts zu tun. Aber ich habe 40 Jahre billigen Strom "genossen". Und einen französischen Atomausstieg, in einem Land das fast 80% seines Strombedarfs aus AKW bezieht, kann man getrost vergessen.

    Und was bitte ist falsch an der Aussage, das ein Atomausstieg nur europaweit einen Sinn macht ?

    Ich sage voraus, dass sämtliche Bauprojekte, seien es Kraftwerke, Windräder, Stromtrassen usw. von Bürgerinitiativen verhindert werden. So einfach, wie es die Windmühlen-Lobby uns weismachen will, ist es nunmal nicht.

  9. #78
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Ich habe mit der Atom/Energiebranche nichts zu tun. Aber ich habe 40 Jahre billigen Strom "genossen". Und einen französischen Atomausstieg, in einem Land das fast 80% seines Strombedarfs aus AKW bezieht, kann man getrost vergessen.

    Und was bitte ist falsch an der Aussage, das ein Atomausstieg nur europaweit einen Sinn macht ?

    Ich sage voraus, dass sämtliche Bauprojekte, seien es Kraftwerke, Windräder, Stromtrassen usw. von Bürgerinitiativen verhindert werden. So einfach, wie es die Windmühlen-Lobby uns weismachen will, ist es nunmal nicht.
    Und was ist falsch an der Aussage, dass Einer den ersten Schritt machen muss?

  10. #79
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Ihr seid zu ungeduldig. Genormte Bananen, verbotene 100W Gluehlampen, sparsame Duschkoepfe...
    Die sind einfach schwer beschaeftigt in der EU. Das wird schon

  11. #80
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Allerdings laeuft dies dann wohl auf eine Privatarmee hinaus, die Privateigentum verbringen muss.
    Wie dies dann gehen soll?
    Wenn du den Initialen BRD eine neue Bedeutung verleihen moechtest, bitteschoen. Bananen Republik Deutschland.
    Das Gewaltmonopol ist beim Staat schon gut aufgehoben.
    Einfach die Kosten fuer den Schutz des Transportes berechnen. HKvoll selbstverstaendlich.

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