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Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus und andere Religionen ......

Erstellt von Waitong, 11.03.2012, 13:45 Uhr · 312 Antworten · 16.435 Aufrufe

  1. #171
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Gut, dass wir dies herausarbeiten konnten.
    Klar doch.........

  2.  
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  3. #172
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen




    Auch der Professor betreibt einen wesentlichen menschlichen Fehler, naemlich er versucht Sinn in der Natur zu finden.



     
    Wenn man Sinn als Zweck uebersetzt, dann wimmelt es nur so von Sinn in der Natur.

    Auf der einen Seite ergaenzen sich die Dinge auf wunderbare und offensichtliche Art

    auf der anderen Seite scheint auf den ersten Blick kein Sinn erkennbar.


     
    Mit wachsendem Wissen, schaut es dann schon wieder anders aus, ploetzlich sind

    Dinge sinnvoll (zweckvoll). Es ist schwierig, bei der Beurteilung von Sinn bzw.

    Zweck eine gerechte Aussage zu treffen. Oft fehlt uns das treffende Verstaendnis.

    Vielen Menschen fehlt der Einblick, auch der Ueberblick wie die Dinge 'eingebettet'

    sind, sie ueberschauen als Einzelperson zu wenig, daher wird faelschlich etwas als

    sinnlos abgetan.

    Der Natur Sinnlosigkeit zu unterstellen zeugt von diesem Un-wissen.

     
    Menschen die sich lange Zeit mit Natur-Forschung (Beobachtung) befasst haben

    staunen mit der Zeit mehr und mehr ueber das Gesehene - das Erkannte.
     

     
    Anscheinend ist es fuer den normalen Menschen unmoeglich zu akzeptieren, dass es einfach so ist wie es ist. Leben in sich ergibt keinen Sinn. Der Mensch auch nicht. Ob es ihn gibt oder nicht gibt ist ohne jegliche Relevanz. Eine echter Fortschritt fuer den Menschen waere, sich endlich ueber seine Bedeutungslosigkeit klar zu werden und aufzuhoeren, aus jeder Muecke einen Elefanten zu machen.


     
    Der 'normale Mensch' ist unwissend. Es ist vollkommen klar das er Fehler macht, wenn

    er die Zusammenhaenge nicht kennt, oder ignoriert.

    Der groesste Fehler ist - keinen Lebenssinn zu erkennen bzw. dem Leben, der Natur

    generell Sinnlosigkeit zu unterstellen.

    In meinen Augen ist es ein echter Fortschritt wenn ein Mensch erkennt, das dass Leben

    einen Sinn hat.

    Es laeuft einfach besser, wenn man ein sinnvolles Leben lebt.


    Warum gibt es so viele kaputte Typen in dieser Welt ?


    Da ist die Sinn-Frage, in bezug auf deren Leben sicherlich

    sehr aufschlussreich.
     
     


    Der Mensch ist ein Paradoxum. Das intelligenteste und zugleich das deppertste Lebewesen auf diesem Planeten, was ihn immer wieder, bis zu seinem Untergang, ueber seine eigene Fuesse fallen laesst. Dass er ueber seine eigenen Fuesse faellt gibt ihm nicht zu denken, sondern er vermutet, dass dies von einem "hoeheren" Wesen eben so gewollt sei.


    Also - das ist der sonderbarste Erklaerungsversuch, fuer Fehler die ein Mensch selbst

    begeht, den ich je gelesen habe.


    Wie kommst du @Tramaico zu dieser Aussage ?


     
     
    Dass nun solch ein "hoeheres" Wesen letztendendlich genauso deppert ist wie der Mensch selbst ist kein Zufall, sondern logisch, weil bekanntlich der Apfel einfach nicht weit vom Stamm fallen kann oder anders gesagt, der Mensch einfach nicht in der Lage ist ueber seinen Schatten zu springen. Selbst ein Schatten hat nichts mystisches sondern es handelt sich lediglich um eine Blockierung von Licht. Somit machte es dann auch keinen Sinn, in Schatten einen tieferen Sinn zu suchen. Nein, er ist nicht gottgemacht, um den Menschen vor Sonnenbrand zu bewahren, auch wenn diese Vorstellung das menschliche Herz durchaus erwaermen mag.


     
     
    Fuer Fehler die du selbst begehst kannst du nur dich verantwortlich machen, nicht

    deinen Hund, oder Nachbarn, oder ein hoeheres Wesen.

    Entscheidungsfreiheit gepaart mit Unwissenheit fuehrt zu Fehlern.

    Das ist doch logisch.

    ............

  4. #173
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Nun, ich persoenlich halte vom Menschen nicht viel weil er meiner Ansicht nach das einzige Lebewesen ist, dass sich seine Probleme selber schafft und im Leid Erfuellung zu finden scheint und sich dazu noch als primaere Lebenform betrachtet, was schlichtweg absurd ist.

    Eine angebliche perfekte hoehere Macht, die gezielt etwas unperfektes schafft und darauf hofft, dass dieses Unperfekte aus eigener Kraft zur besseren Erkenntnis kommt handelt absolut unlogisch. Warum muessen irdische Lebewesen trinken, essen, schlafen, Stuhlgang haben, urinieren und sich durch Triebhaftigkeit fortpflanzen? Welches hoehere Wesen, das in der Lage ist aus dem Nichts das Universum zu erschaffen wuerde sich so etwas bizarres ausdenken?

    Wenn ich die Bibel lese, dann kommt mir Gott sehr hilflos vor in seinen Versuchen den unperfekten Menschen auf den richtigen Weg zu bringen.

    Wenn das Leben einen Sinn haben soll, warum benoetigt es soviel Unsinnigkeit um erhalten zu werden? Nicht nur auf den ersten Blick ergibt es keinen Sinn, sondern je tiefer ich in die Materie einsteige, je sinnloser erscheint es, was meiner Ansicht ganz klar fuer die Evolution aber gegen eine Schoepfung spricht.

    Du siehst meiner Ansicht nach den Begriff "Sinnlosigkeit" als zu negativ. Leben ergibt genauso viel Sinn wie Sinnlosigkeit. Es ist einfach wie es ist. Ansich absolut entbehrlich. Wenn wir diesen Planeten einfach zerstoeren und saemtliches Leben ausloeschen, was hat dies objektiv betrachtet fuer Auswirkungen? Rein objektiv gesehen. Der Dodo wurde vom Menschen ausgerottet, wie geht "Gott" oder die Natur damit um? Die Natur ist zwar entbehrlich und somit sinnlos aber so wie sie ist sie in sich perfekt. Sie kann nicht optimiert werden, sie ist wie sie ist und agiert durchaus bemerkenswert auf aeussere Einfluesse, seien diese nur basierend auf reiner zufaelliger Art oder durch Parasiten wie dem Menschen gezielt herbeigefuehrt worden. Der Mensch ist in der Tat ein harter Brocken fuer die Natur, ein bisschen wie so ein HIV-Virus, der staendig mutiert, aber langfristig ist der Mensch zum Aussterben verdammt und dies je mehr er mit seiner Technik fortschreitet.

    Meiner Meinung nach tritt der Mensch auf der Stelle, weil er in das Leben zuviel hereininterpretiert. Er hofft, er wuenscht, er glaubt, er macht sich etwas vor. Er wird unfrei dadurch und wird zum Sklaven eines vermeintlichen Gottes.

    Wirkliche Freiheit im Leben und im Tod kann meinem Denkmodell nach nur durch Realisierung der realen Belanglosigkeit gewonnen werden. Hoffnung, Furcht, Euphorie, Glueck, Unglueck etc. verlieren absolut an Bedeutung und stattdessen wird ein Zustand von Harmonie in jeglicher Situation erreicht. Wer Sinn im Leben zu erkennen glaubt bewertet es sehr schnell ueber und wird dadurch versklavt.

    Sag, wuerde das wirkliche WISSEN eines nicht existierenden Gottes und ein absolutes Ende mit dem physischen Tod Leid oder Furcht bereiten von dem Du Dich nur mit Glauben retten kannst? Wenn ja, dann habe ich Dir mit meiner Philosophie einiges voraus. Ich bin praktisch schon in dem Paradies, in dem Du noch hoffst erst durch Beendigung Deines physisches Lebens zu gelangen. Du erwartest etwas, ich tue es nicht. Somit kann ich nicht enttaeuscht werden, wenn sich Gott als Luftblase erweist.

    Warum sollte ein hoeheres Wesen die Welt und speziell so etwas wie den Menschen erschaffen? Aus welchem anderen Grund als zu perfiden Unterhaltung? Wo siehst Du hier einen Sinn? Waere bei der Schoepfungstheroie der Schoepfer nicht absolut gaga, waehrend bei der Theorie der evolutionaeren Anpassung Lebewesen rein den aeusseren Einfluessen und Zufaellen unterliegen resultierend in bizarr erscheinenden Lebensformen wie dem Schnabeltier oder dem Menschen.

    Und der Herr erschuf den Menschen nach seinem Bilde (1. Mose Kap. 1, Vers 27)

    Und das Schnabeltier? Wie kam er auf diesen Trichter? Oder eine Gottesanbeterin, die das Maennchen nach der Paarung toete und auffrisst? Alles aus einer Feder? Alles mit einem tieferen Sinn oder gilt das nur fuer den Menschen, der ja Abbild Gottes sein soll?

    Es gibt so viele kaputte Typen in dieser Welt, weil sie sich nicht die Muehe machen oder nicht in der Lage sind nachzudenken. Leben ist nur eine kurze unbedeutende Periode in der Unendlichkeit. Vergaenglich, wie alles. Geburt, Leben, Tod. Absolut nichts Aufregendes und keiner Grund da etwas hochzustylisieren. Einfach das beste daraus machen. Mehr ist nicht drin. Ein bisschen wie eine Runde Schlittschuhlaufen und hierbei zu versuchen nicht hinzufallen. Am Ende werden einfach die Schlittschuhe abgegeben. Von manchen freudvoll, von anderen mit Prellungen, ein paar Beinbrueche, ein paar sind mit Schaedelbasisbruch vorzeitig ausgeschieden...

    Einfach die Runden auf dem Eis drehen. Nicht mehr und nicht weniger. Warum soll es besser sein hierin Sinn erkennen zu wollen oder zu hoffen, dass dieses Schlittschuhfahren bis in alle Ewigkeit reicht? Es macht gluecklicher, es macht zufriedener? Sorry, das kann ich nicht nachvollziehen, da ich mit den Gegebenheiten schlichtweg im Reinen bin. Durch meine eigenen Erfahrungen, durch meine eigene Philosophie. Ohne fuehrende Hand von irgendwo ganz oben, ohne "Hoffnung", ohne berauschende Mittel, ohne Hadern, ohne Reue... Was kann ich mehr wollen, wenn ich mit Leben und Tod in Harmonie stehe ohne jegliche Erwartungen. Zufriedenheit ist nicht steigerbar, also wonach sollte ich also streben? Nach den Sternen greifen zu wollen, kann in dieser Situation nur kontraproduktiv sein.

    Nun die Gretchenfrage fuer Dich, lieber Waitong? Worin liegt fuer Dich der Sinn des Lebens?

    Natuerlich koennte auch ich mir einen Sinn einreden, wie z. B. meine Fuersorge fuer die Strassentiere Bangkholaems oder fuer meine Familie oder so. Waere ich aber nicht existent, was waere dann definitiv schlechter hier in Bangkholaem? Es waere lediglich ein ganz klein wenig anders, sonst nichts. Nicht besser, nicht schlechter sondern einfach nur ein wenig anders. Genauso wie dieses Forum. Es waere da, es wuerde gepostet aber ich wuerde nicht teilnehmen. Waere dieses Forum nicht vorhanden, dann waere die Welt auch nicht besser oder schlechter sondern einfach nur anders. Sonst nichts. Ergo, eine Sinndefinierung kann nur rein subjektiv sein waehrend aber das Dasein lediglich objektiv ist. Es ist wie es ist. Ohne Vorurteile, nicht gut, nicht schlecht einfach nur wie es ist bis es eines Tages vielleicht nicht mal mehr ist. Und wenn es so ist, so what? Der Gedanken ist fuer Dich nicht tragbar? Ah, schon wieder bin ich Dir einen Schritt voraus.

  5. #174
    Avatar von MadMac

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    Da bleib ich doch lieber bei denen:
    Church of the Flying Spaghetti Monster

    Oder denen....
    Home Page

    Die haben genauso (Un-)Recht aber da hat man mehr Spass bei

  6. #175
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen

    Nun die Gretchenfrage fuer Dich, lieber Waitong? Worin liegt fuer Dich der Sinn des Lebens?

    Fuer mich liegt der Sinn des Lebens im Erkenntnisgewinn !


    Es macht mir Freude zu verstehen wie alles miteinander verknuepft ist.

    Wo ich kann, foerdere ich Menschen die gleiche Interessen haben.



    Eine zeitlang war es fuer mich wichtig Geld zu verdienen, um ein

    Leben zu finanzieren, in dem ich mich ganz meiner Suche nach

    Erkenntnis widmen kann. Das ist mir soweit geglueckt.

  7. #176
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Fuer mich liegt der Sinn des Lebens im Erkenntnisgewinn !


    Es macht mir Freude zu verstehen wie alles miteinander verknuepft ist.

    Wo ich kann, foerdere ich Menschen die gleiche Interessen haben.



    Eine zeitlang war es fuer mich wichtig Geld zu verdienen, um ein

    Leben zu finanzieren, in dem ich mich ganz meiner Suche nach

    Erkenntnis widmen kann. Das ist mir soweit geglueckt.

    Somit hast Du Deinem Leben einen subjektiven Sinn gegeben, der aber nicht grundsaetzlich existent ist. Dieses wuerde sich nicht mit meiner Auffassung beissen, dass Leben im Grundsatz keinen Sinn ergibt, da subjektive Sinnauffassungen sehr stark voneinander abweichen koennen. Manch einer mag Sinn darin erkennen jeden Tag in Vollrausch zu gehen um seinem elenden Dasein zu entfliehen.

    Objektiv koennen wir somit nicht davon ausgehen, dass der Sinn des Lebens im Erkenntnisgewinn liegt, obwohl hiernach zu streben ja eigentlich auch von der buddhistischen Lehre angeraten wird. Erkenntnis gewinnen sich vom Leid zu befreien und Harmonie im Leben zu erreichen. Somit bist Du im Grunde Buddhist obwohl Du Dich zur christlichen Glaubens- und Schoepfungslehre bekennst. Natuerlich meine ich die pragmatische buddhistische Lehre und nicht den durch irgendwelchen religioesen Humbuck verzerrten Scheinbuddhismus.

    Vielleicht solltest Du Dich einmal unter einen Baum setzen und einfach so lange dort sitzenbleiben und nachdenken, bis Du die von angestrebte Erkenntnis erreicht hast und keine Fragen mehr offen sind. Du wirst dann nicht mehr auf schieren Glauben bauen muessen, sondern diesen durch Wissen ersetzen. Du waerst nicht der Erste. Erkenntnis wirst Du meiner Ansicht nach nicht in der Bibel finden, da sie Dich mit ihren immensen Unstimmigkeiten nur von Deiner rationellen Erkenntnissuche abbringt. Viel Erfolg, bei Deiner Erkenntnissuche.

  8. #177
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Somit trifft die Bezeichnung Anhaenger des Intelligent Design wesentlich besser zu.
    "Intelligent Design" ist eigentlich nur Kreationismus mit neuem Marketing, "Kreationismus Lite" sozusagen. Das Hauptpostulat ist ja, dass nicht Prozesse in der Natur die Vielfalt des Lebens hervorgebracht haben, sondern eine intelligente höhere Macht. Einige Verfechter (Jonathan Wells z.B.) gehen sogar soweit, eine Art intelligent gesteuerte Evolution zu postulieren. Das Problem ist nur, dass bisher alle empirischen Indizien die wissenschaftliche Theorie bestätigen und das es für die Intelligent Design Hypothese keine empirischen Indizien gibt.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Bibel lese, dann kommt mir Gott sehr hilflos vor in seinen Versuchen den unperfekten Menschen auf den richtigen Weg zu bringen.
    In der Tat. Wie die meisten Lebewesen, ist der Mensch weit von Perfektion entfernt und der Gang der Evolution hat eine Menge Designfehler hinterlassen, die sich kein Gott erlauben würde. Blinddarm zum Beispiel. Blinder Fleck. Mikrobiologische Ungereimtheiten. Beispiele gibt's genug.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Der Mensch ist in der Tat ein harter Brocken fuer die Natur, ein bisschen wie so ein HIV-Virus, der staendig mutiert, aber langfristig ist der Mensch zum Aussterben verdammt und dies je mehr er mit seiner Technik fortschreitet.
    Hm, ich denke das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Nichts dauert ewig, auch nicht der Mensch, aber ein Retrovirus?

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Einfach die Runden auf dem Eis drehen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Das gefällt mir wieder. Alan Watts hat es so ausgedrückt (freie Übersetzung): Das Leben ist wie Musik. Man soll danach tanzen, nicht das Notenblatt analysiseren.

    Cheers, X-pat

  9. #178
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Somit hast Du Deinem Leben einen subjektiven Sinn gegeben, der aber nicht grundsaetzlich existent ist.

    Muss etwas 'grundsaetzlich existent' sein, damit es sinnvoll ist ?

    Was ist denn z.B. grundsaetzlich existent ?

    Also, nach meiner Logik ergibt sich die Sinnhaftigkeit, oder die Un-sinnigkeit, anhand des

    zu erwartenden Resultats.

    Abgesehen davon, es gibt keine Objektivitaet, wenn es um lebende Organismen geht.

    Dieses wuerde sich nicht mit meiner Auffassung beissen, dass Leben im Grundsatz keinen Sinn ergibt, da subjektive Sinnauffassungen sehr stark voneinander abweichen koennen. Manch einer mag Sinn darin erkennen jeden Tag in Vollrausch zu gehen um seinem elenden Dasein zu entfliehen.

    Der Sinn oder Un-sinn unterscheidet sich im Resultat, wie ich oben schon geschrieben

    habe.

    Also, wer ein Leben in Zufriedenheit, geistiger und koerpelicher Gesundheit anstrebt, der

    wird sich Gedanken machen muessen,wie er denkt, redet, schreibt und handelt, denn das

    Result seiner Aktionen wird ihn belohnen oder nicht.

    Durch Erkenntnisgewinn lassen sich die Resultate optimieren - das kann man ueberall

    beobachten.


    Objektiv koennen wir somit nicht davon ausgehen, dass der Sinn des Lebens im Erkenntnisgewinn liegt, obwohl hiernach zu streben ja eigentlich auch von der buddhistischen Lehre angeraten wird.

    Objektiv koennen wir nun davon ausgehen, dass durch Sinngebung ein optimales Resultat

    erzielt werden kann, wenn zuvor eine sinnvolle Entscheidung getroffen wurde, was zu tun

    und zu lassen ist, im Hinblick auf das gewuenschte Resultat.

    Was die buddhistische Lehre angeht, sie ist mir, im Laufe von 25 Jahren, zu rudimentaer

    geworden.

    Erkenntnis gewinnen sich vom Leid zu befreien und Harmonie im Leben zu erreichen. Somit bist Du im Grunde Buddhist obwohl Du Dich zur christlichen Glaubens- und Schoepfungslehre bekennst. Natuerlich meine ich die pragmatische buddhistische Lehre und nicht den durch irgendwelchen religioesen Humbuck verzerrten Scheinbuddhismus.

    Die buddhistische Lehre ist nur unvollkommen auf Erkenntnisgewinn ausgerichtet, sie

    befasst sich im Kern nur mit der Leidvermeidung und dem Weg der dort hinfuehrt.


    Vielleicht solltest Du Dich einmal unter einen Baum setzen und einfach so lange dort sitzenbleiben und nachdenken, bis Du die von angestrebte Erkenntnis erreicht hast und keine Fragen mehr offen sind. Du wirst dann nicht mehr auf schieren Glauben bauen muessen, sondern diesen durch Wissen ersetzen. Du waerst nicht der Erste. Erkenntnis wirst Du meiner Ansicht nach nicht in der Bibel finden, da sie Dich mit ihren immensen Unstimmigkeiten nur von Deiner rationellen Erkenntnissuche abbringt. Viel Erfolg, bei Deiner Erkenntnissuche.

    Wir beide definieren Glaube sehr unterschiedlich, daher kannst du meine Worte (noch) nicht verstehen.


    Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten,

    obwohl man sie nicht sieht. (Hebraeer 11:1)



    Viel Erfolg beim Verstehen der Glaubens-Definition .

    @X-pat

    Auf deinen Kommentar kann ich erst morgen eingehen (Zeitmangel).

  10. #179
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Die buddhistische Lehre ist nur unvollkommen auf Erkenntnisgewinn ausgerichtet, sie befasst sich im Kern nur mit der Leidvermeidung und dem Weg der dort hinfuehrt.
    Würde mich interessieren wie dieses Statement zustande gekommen ist. Die Vermeidung von Leiden ist ja nicht das Ziel des Buddhismus, sondern die Beendung des Leidens, wobei das Wort Leiden eine nicht ganz erschöpfende Übersetzung des Begriffs dukkha ist. Und was heisst "unvollständig auf Erkenntnisgewinn ausgerichtet"? Ist nicht die Erleuchtung sozusagen das Tor zur Beendung des Leidens im Buddhismus? Und wird dieses Ziel nicht durch Meditation (samathi), Einsicht (vipassana) und Erkenntnis bzw. Weisheit (panna) erreicht?

    Cheers, X-pat

  11. #180
    Avatar von Micha L

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    In der Praxis haben die meisten Buddhisten weder einen besonderen Erkenntnisgewinn, noch erreichen sie die Erleuchtung.
    Und von wem das behauptet wird, ist es nicht bewiesen.
    Die Praxis besteht überwiegend aus Riten mit feststehenden Texten und Abläufen.

    Noch praktischer ist (z.B. bei Asiaten in Deutschland) zu beobachten, daß Gläubige von Gemeindeoberen ausgenutzt werden, in Form von übermäßigen Spenden, unentgeltlichen Dienstleistungen und unbezahlter Arbeit, nicht nur für die Gemeinde (was man akzeptieren könnte), sondern vor allem zur Mehrung des Wohlstands dieser Oberen.
    Die Erkenntnisfähigkeit der einfachen Gemeindemitglieder ist eher eingeschränkt. Ihnen wird nicht das Ende des leids versprochen, sondern zunehmendes Leid, wenn sie sich am Ablaßhandel nicht beteiligen.
    Manchen geht irgendwann ein Licht auf, wenn sie zu arg ausgenommen werden (So einem Bekannten, der immer wieder zur Arbeit eingeteilt wurde, mit dem Privatauto Mönche vom Flughafen abzuholen und selbstverständlich zu beherbergen hatte.)

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