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China - die gelben Engel ?

Erstellt von Waitong, 22.04.2011, 11:42 Uhr · 146 Antworten · 7.060 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Hitori

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    Wo ist das Problem? D. hat ca. 100 Mio. Menschen. Die Arbeitslosigkeit sinkt stetig. Das auch bei sinkender Arbeitslosigkeit einige die Verlieren sind ist doch wohl klar. Aber:
    Nicht umsonst sind die Flieger nach LOS diesen Sommer voll, ebenso der Mediamarkt, etc., denn der Konsum ist ungebrochen. Der größte Teil der Deutschen kann sich immer noch Urlaub und Auto leisten. Und solange dies noch der Fall ist, haben diese auch keine Faust in der Tasche.

    Du solltest nicht von Dir selbst auf andere schließen...

  2.  
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  3. #32
    Avatar von wingman

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    Deutschland wird sich ab dem 1.Mai bewähren müssen, wenn zunächst einmal die Osteuropäer kommen. Die Arbeitsagenturen rechnen mit etwa 150.000 pro Jahr. Sich vorzeitig gegen Lohndumping zu schützen wurde definitiv verpennt. Mal sehen, wie sich die dann neue Situation auswirken wird.
    Die Chinesen als Raubritterunternehmer noch dazu wäre eindeutig zu viel.

  4. #33
    Avatar von Clemens

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    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen
    Wo ist das Problem? D. hat ca. 100 Mio. Menschen. Die Arbeitslosigkeit sinkt stetig.
    aufgrund der statistischen Trickkiste!! Ich selber bin übrigens NICHT arbeitslos....wie gesagt: Es ist mir ganz recht,dass sich D*** zur Zeit um die realen Probleme 'rummogelt'
    -obenstehende Aussage ist ein klares Indiz dafür-aber dafür wird das Erwachen umso bitterer-viel Spass!!

    Noch ein Bsp fürs drum rummogeln gefällig?? Diesmal auf europäischer Ebene!! Haste noch bis vor kurzem die europäischen Propagandisten gehört,dann war laut derer Lesart doch klar,dass die Tage des Dollars als Welt-Leitwährung gezählt sind und doch jedem völlig klar sein muss,welche Währung an seine Stelle tritt.....

    ....und da gibt es jetzt 2 Möglichkeiten: Entweder die haben nicht gesehen,was Portugiesen und Griechen usw (und wer sonst noch??????) so treiben-dann muss man sich fragen,von was für Vollpfosten wir regiert werden,oder man hat es sehenden Auges zugelassen und dem Bürger dan wahren Sachverhslt systematisch verschleiert....

    ...also!! Haltet Eure Träume mit Hilfe Eurer Trickkiste möglichst lange aufrecht-das Erwarten wird dafür umso bitterer

  5. #34
    Avatar von Hitori

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    Und morgen geht die Welt unter...

    Ich denke, wir sollten wieder zum Thema China zurück kehren.

    Aus persönlicher Erfahrung:
    Ich habe vor einigen Jahren ein Projekt in China gemacht. Mein Fazit: Ich möchte dort auf keinen Fall leben. Die Chinesen sind im Umgang das totale Gegenteil von Japanern oder Thailändern: Die Aggression und das Chaos auf den Straßen ist unglaublich. Jeder ist sich selbst der Nächste.
    Zudem, Entscheidungsprozesse sind für einen Ausländer vollkommen undurchschaubar, aber überall sitzt einem der Staat im Nacken - auch bei meinem Projekt, welches durch die Zensur musste.
    Hinzu kommt die Missachtung grundlegender Lebensbedingungen für die Einheimischen, z. B. in Bezug auf Umweltschutz: die Luft in der Provinz in der ich war, war unglaublich schlecht. Auf dem Weg zum Flughafen dachten wir erst, dass wir in einen Bodennebel gekommen seien, doch dann stellte sich als der dichteste Smog heraus, den es wohl derzeit auf der Erde gibt. Wer dort lebt kann nur krank werden.

    Wodurch sich China für mich auszeichnet: Eine ungeheuere Energie, der unbedingte Wille zur Leistung und zum Erfolg, dabei eine große Bereitschaft Opfer zu bringen. Daraus folgt eine unheimliche härte gegen sich selbst und das Volk.
    Regeln gelten nur zum eigenen Vorteil. Abzocke und Korruption sind nicht die Ausnahme, sondern der Standard.
    Individuell: es gilt das eigene Vorkommen und dass der Familie
    Als Staat: man geht wortwörtlich über Leichen, Gegner werden platt gemacht oder gekauft. Nur wo dies nicht geht, z. B. bei anderen Ländern oder wg. Abhängigkeiten, wird es mit freundlichen Worten und Diplomatie versucht.

  6. #35
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    China loben und den unbarmherzigen Kapitalismus in D beweinen.

    Fuer mich ist das die Haltung eines psychisch Kranken, meine Herren Clemens und BT.
    Genau lesen schadet manchmal nicht. Ich habe noch nie China gelobt. Ich betone immer wieder, dass die Wirtschaft in diesem Land genauso kapitalistisch ist wie in den USA oder Großbritanien.

  7. #36
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Genau lesen schadet manchmal nicht. Ich habe noch nie China gelobt. Ich betone immer wieder, dass die Wirtschaft in diesem Land genauso kapitalistisch ist wie in den USA oder Großbritanien.
    Eben nicht. Das chinesische Wirtschaftssystem beruht auf anderen Voraussetzungen.

  8. #37
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen
    Eben nicht. Das chinesische Wirtschaftssystem beruht auf anderen Voraussetzungen.
    Kapitalismus ist Kapitalismus, egal welche Partei gerade regiert.

  9. #38
    Avatar von Hitori

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    Hier ein wenig Literatur extra für Dich:

    China: Ein Wirtschaftssystem entwickelt sich

    Es bleibt Dir natürlich unbenommen, das chinesische Wirtschaftssystem mit dem in D. gleichzustellen. Dein Ansicht dürfte allerdings eine besondere Stellung in der Bewertung China's einnehmen.

  10. #39
    Avatar von Waitong

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    Abgesehen von der faszinierenden Geschichte Chinas bin ich sehr erstaunt ueber das juengste wiedererwachen des "Drachen". Deng Xiaoping kommt eine ganz besondere Rolle dabei zu ...

    Zitat:

    Dengs Reise in den Süden Chinas

    Ab den Ereignissen rund um den Platz des himmlischen Frieden im Jahr 1989 gingen die reformorientierten Kreise, aufgrund des erneuten Erstarkens der Parteilinken, in eine Wartestellung. Nach einer innerparteilichen Stabilisierung seines Kurses bereiste im März und April 1992 der damals bereits 88 jährige Deng den Süden Chinas um sowohl die Parteifunktionäre wie auch die übrige Bevölkerung zu Reformschritten zu ermutigen. Er legte dort seine Vorstellung von einer "sozialistischen Marktwirtschaft" dar und ermutigte zu weiteren Reformschritten. Er sagte:
    „Man muss etwas mehr Mut bei der Reform- und Öffnungspolitik an den Tag legen, Mut zum Experiment, nicht wie Frauen mit gebundenen Füßen. Wenn man das Ziel erkannt hat, dann mutig versucht, dann mutig drauflos! Ohne Draufgängertum, ohne ‚Abenteurertum‘ bleibt alles saft- und kraftlos, dann werden wir keinen guten Weg, keinen neuen Weg nehmen und auch nichts Neues zustande bringen können. … Bei der Reform der Städte wie der ländlichen Gebiete geht es nicht um Debatten, sondern um mutige Versuche, mutiges Drauflosgehen; unsere Politik lässt Versuche zu, das Zulassen von Versuchen ist viel besser als jeder Zwang. … Man muss die Gelegenheit beim Schopfe packen, und jetzt ist so eine Gelegenheit. Ich mache mir Sorgen, dass die Gelegenheit verpasst, die Gelegenheit nicht beim Schopfe gepackt wird; wenn man eine Chance sieht und sie nicht nutzt, ist auf einmal der richtige Zeitpunkt vorbei.“
    Eine besondere Wichtigkeit bekamen Dengs Ausführungen dadurch, dass viele der Reformen erst einmal in kleinen Bezirken ausprobiert wurden und dort aber oft gegen chinaweit bestehende Gesetze verstießen. In diesem Zusammenhang war die Unterstützung Dengs, der vom Zulassen von Versuchen und mutigem Vorangehen redete, von hoher Bedeutung.

    Quelle: Deng Xiaoping


    Wenn man bedenkt in welch kurzer Zeit China unvorstellbare Berge von Fremdwaehrungsreserven angehaeuft hat und jetzt besser dasteht als manch eine "Grossmacht", die um ihre Zukunft bangt.

    Heute hat China mehr als 3000 Milliarden USD an FWR das entspricht der Staatsverschuldung Deutschlands !

    Der Westen muss sich ernsthaft fragen wie konnte es zu diesem materiellen Erfolg kommen ?

    Alles auf ausbeuterische Machenschaften zu schieben ist zu einfach gedacht. (Leider gibt es brutalste Ausbeutung)

    Ob es eine Antwort in der chinesischen Geschichte gibt ?

  11. #40
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen

    Der Westen muss sich ernsthaft fragen wie konnte es zu diesem materiellen Erfolg kommen ?

    Alles auf ausbeuterische Machenschaften zu schieben ist zu einfach gedacht. (Leider gibt es brutalste Ausbeutung)

    Ob es eine Antwort in der chinesischen Geschichte gibt ?
    *Eine* Antwort ist der ungeheure Wille zur Leistung und der Bildungshunger der Chinesen. Nicht umsonst bilden die Chinesen in verschiedenen Ländern in Asien (Thailand, Indonesien, etc.) die wirtschaftliche Elite.
    Während die Thailänder dem 'Sanuk' fröhnen und ihre Kids möglichst früh aus der Schule nehmen, damit diese zum Familieneinkommen beitragen, gehen Chinesen meist anders vor.

    Das sieht man vor allem bei chinesischen Migranten: Die erste Generation arbeitet bis zum Umfallen (und verzichtet auf jeden Komfort) um den der 2. Generation eine höhere Schulbildung zu verschaffen. Die 2. Generation sieht sich verpflichtet das Opfer der Eltern zu ehren und paukt bis zum Umfallen und baut im Idealfall ein Unternehmen auf. Die 3. Generation erhält jetzt automatisch eine gute Ausbildung und erhält den Auftrag den Besitz der Familie zu mehren, etc.

    Der Drang nach Bildung lässt sich natürlich auch aus der chin. Geschichte ablesen. Schließlich wurde das Riesenreich durch umfassende, schriftlich niedergelegte Gesetze und Verordnungen beherrscht. Wer also in die Funktionärselite aufsteigen wollte, musste eine hervorragenden Bildung haben. Jährlich wurden ins ganz China Prüfungen abgehalten, bei denen - soweit ich weiß - jeder Chinese antreten konnte. Die am Höchsten bewerteten Bewerber bekamen die besten Jobs. Somit konnte sogar ein unbedeutender und armer - aber exzellent ausgebildeter - Provinzler in hohe und höchste Ränge im Staat aufsteigen.

    By the way, laut einer Umfrage ist der Traumberuf in China nicht "Entrepeneur" sondern "Funktionär". Denn die Funktionäre haben die Macht und via der ungeheuren Korruption auch das Geld.

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