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Buddhismus ?

Erstellt von Waitong, 20.11.2012, 13:05 Uhr · 44 Antworten · 3.353 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    ...da wir vom Wandern sprechen: wo sollte dieser Thread eigentlich hinführen?

    Eine schoene Ueberleitung und gute Frage. Wie sage ich manchmal: Das Leben ist ergebnis-offen. So betrachtet kannst du, wenn es dir danach ist etwas zum Eingangs-Posting schreiben und deine Ansicht zu den beschriebenen schockierenden Zustaenden in diesen buddhistischen Kloestern Tibets, kundtun.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von x-pat

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    Tibet ist weit weg. Omkoi liegt vor meiner Haustüre. Insofern bin ich mehr an Omkoi bzw. an Nordthailand interessiert. Dort habe ich persönlichen Einblick in die Dinge und muss mich nicht auf subjektiv gefärbte Artikel von Jutta Ditfurth verlassen. Wenn es um Missstände geht, sollte man zunächst vor der eigenen Haustüre kehren, oder nicht? Misstände gibt es sowohl in christlichen Missionen als natürlich auch in buddhistischen Tempeln.

    Eine Spezialität von Nordthailand ist die ethnische Vielfalt der Bewohner der Bergregion in Thailand, Burma, und Laos. Die Kulturen der in Thailand ansässigen Bergstämme Hmong, Karen, Akkha, Lhisu, die sich über Jahrhunderte erhalten hat, wird gerade in schnellem Tempo zerstört. Vielleicht gibt es sie schon in wenigen Jahrzehnten nicht mehr. In dieser Entwicklung sind christliche Missionen leider eine treibende Kraft.

    Die Missionen bringen nämlich nicht nur Hilfe, sondern auch eine alternative Ideenwelt, die die traditionelle Kultur der Bergstämme langsam aushölt und durch westliche bzw. christliche Ideen ersetzt. Der Respekt für die überlieferte Kultur der Bergstämme entgeht den Missionen oft, und der thailändischen Regierung ist das ohnehin ziemlich egal. Daher ziehen die Minoritäten fast immer den kürzeren. Man muss sich fragen: ist der Verlust der eigenen Kultur ein angemessener Preis für die Entwicklung der Bergstämme?

    Cheers, X-pat

  4. #23
    Avatar von Waitong

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    Kein Mensch ist in der Lage rein objektive Berschreibungen abzugeben (abgesehen von rein mathematischen Beschreibungen). Also deine als auch meine Beschreibungen sind und bleiben subjektiv. Wie sollte es da bei Jutta Ditfurth anders sein. Ihre Beschreibung muss deshalb nicht unwahr sein. Den Eindruck wolltes du doch sicherlich nicht vermitteln ? So, du hast also persoenlichen Einblick in Praxis christlicher Mission in deiner Naehe. Es interessiert mich in der Tat mehr von dir darueber zu lesen. Hast du persoenlich mit den Menschen gesprochen, auch den Missionaren ?

    Du schreibst von der Zerstoerung der Kultur der ansaessigen Bergstaemme, und als treibende Kraft benennst du christliche Missionen. Da habe ich andere Informationen von Menschen die vorort sind, es wird viel humanitaere Hife von christlichen Missionen geleistet. Die Zerstoerung der Kulturen wird von diesen Menschen auf den jahrzehntelangen inneren Konflikt in Burma zurueckgefuehrt. Das sollte dir doch nicht entgangen sein ?

    Die Dinge in dieser Welt sind nicht von Bestand (als Buddhist ist dir das doch nicht unbekannt ?) - das gilt auch fuer Kulturen, dies den christlichen Missionen anzulasten halte ich fuer sehr weit hergeholt.

  5. #24
    Avatar von naty

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    Tja, leider muss ich x-pat zustimmen, es waere ja schoen wenn christliche Missionen hier waeren, um humanitaere Hilfe zu leisten - aber der Begriff "Missionieren" sagt's doch schon. Zudem handelt es sich ueberwiegend um durchgeknallte US Sekten, die ihre spezielle Version von Christentum hier meinen verbreiten zu muessen, mit sehr aggressivem marketing, die Hilfe ist da nicht das zentrale Anliegen.
    Hat doch nichts mit Burma zu tun.

  6. #25
    Avatar von LandmannT

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    Zitat Zitat von naty Beitrag anzeigen
    Tja, leider muss ich x-pat zustimmen, es waere ja schoen wenn christliche Missionen hier waeren, um humanitaere Hilfe zu leisten - aber der Begriff "Missionieren" sagt's doch schon. Zudem handelt es sich ueberwiegend um durchgeknallte US Sekten, die ihre spezielle Version von Christentum hier meinen verbreiten zu muessen, mit sehr aggressivem marketing, die Hilfe ist da nicht das zentrale Anliegen.
    Hat doch nichts mit Burma zu tun.
    nirgends auf der welt hat das christentum bim missionieren für die "indigene bevölkerung " etwas positives gebracht

  7. #26
    Avatar von DisainaM

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    Landflucht der Bevölkerung und fehlender Bedarf, führen in vereinzelten Fällen zu einer Auflösung von buddhistischer Infrastruktur.
    Ein Tempel ist immer das Produkt einer Gemeinschaft, - fehlt die Gemeinschaft,
    ist das Festhalten an der Struktur sinnlos, da buddhistische Tempel in Thailand nicht von Steuern, und auch nicht von zentralen Geldsammelstellen,
    sondern immer nur von der Gemeinschaft vor Ort, finanziert, bz. die Mönche versorgt werden.

    Ohne diese Versorgung und ohne die Gemeinschaft, besteht für den Mönch keine Notwendigkeit an seinem Mönchstum mehr.
    Interessanterweise scheint die Möglichkeit, sich als Mönch einfach einem anderen Tempel an einem anderen Ort anzuschliessen,
    für Mönche nicht in Frage zu kommen.

    Familiengründende Mönche haben Tempel aufgegeben
    Nakhon Sawan - Ein ehemals bekannter Tempel in der Provinz Nakhon Sawan ist seit fast einem Jahr unbewohnt,nachdem der Abt und Mönche diesen verließen um Familien zu gründen.
    Wat Khao Phranikorn Pathumrak in der bergigen Landschaft Khao Phra im Distrikt Nong Bua hat sich seit der Zeitstark verändert. Die Tempelhalle und andere Stätten sind jetzt mit Gras und Sträuchern überwuchert, bis ein Mönchaus einem anderen Tempel die Aufgabe übernommen hat, das Eigentum wie Safranroben und Gegenstände derausgezogenen Mönche zu schützen.
    Phra Sawong Chanthawaso hat der Bangkok Post erzählt, dass er von einem Abt Mitte Dezember gebeten wurde, den Tempel zu überwachen. Er erfuhr, dass der Abt des Tempels das Mönchstum verlassen hatte um eine Frau zuheiraten.
    In der abgelegenen Gegend und einer kleinen Gemeinde mit nur zehn Haushalten bekam der Tempel auf dem Hügel nur wenige Einladungen zu religiösen Riten. Viele der Mönche sind aus diesem Grund in andere Tempel umgezogen,wo mehr Menschen lebten.
    Das der Tempel renoviert werden müsste ist offensichtlich. Mehrere der Gebäude sind über die Zeit baufällig geworden. Fließendes Wasser und Strom wurde auch abgestellt. Der Hausmeister-Mönch Phra Sawong müssezudem jeden Morgen sieben Kilometer laufen, um in die Innenstadt von Nong Bua zu gelangen, um Almosen zusammeln.
    In der Vergangenheit zog der Tempel viele Buddhisten an, die die Affen, man zählte bis zu Eintausend, zu fütternund zu beten. Nachdem der Tempel verlassen war, haben sich auch die Affen andere Orte gesucht.
    KraiSrisa-ngiem, ein 66-jähriger Anwohner, sagte, der Tempel ist vor Beginn der buddhistischen Fastenzeit im vergangenen Jahr vom Abt aufgegeben worden. Er und einige Mönche gründeten Familien. Einige zogen in Tempelanlagen der Innenstadt und zwingen die Bewohner ihre Zeremonien an anderen Orten zu markieren, sagte Herr Krai.
    Familiengründende Mönche haben Tempel aufgegeben :: Wochenblitz - Ihre deutschsprachige Zeitung für Thailand

  8. #27
    Avatar von socky7

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    Fast jeder junge Thailänder, der etwas auf sich hält, geht irgendwann für einige Wochen, Monate oder Jahre in ein Kloster.

    Leider gibt es auch einige schwarze Schafe unter den Mönchen. Die sind jedoch die große Ausnahme.

    https://www.tt.com/panorama/gesellsc...ubensfrage.csp

  9. #28
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Fast jeder junge Thailänder, der etwas auf sich hält, geht irgendwann für einige Wochen, Monate oder Jahre in ein Kloster. [...]
    Das war vielleicht vor 15/20 Jahren noch so, heute schaut das anders aus. "Wer etwas auf sich hält" zählt längst nicht mehr. Die Kinder werden oft gezwungen in den Ferien ein paar Wochen 'Mönchsleben' zu schnuppern, aber freiwillig würde das kaum einer machen. Auf Computerspiele, Handy, Disko, usw. zu verzichten, das geht nun wirklich nicht mehr heutzutage. Und dazu noch am Nachmittag kein Fastfood mehr, .... no way!

    Der Sohn der Schwester meiner Frau hat sich heuer sogar erfolgreich dagegen gewehrt, als ihm so ein Schicksal "drohte". Er wollte lieber die Ferien genießen, noch dazu wo er jetzt eine (übrigens wirklich reizende) Freundin hat.

    Ein wohlbekannter (allerdings nicht mehr junger) Aufwiegler und Wahlblockierer ist auch nicht deswegen ins Kloster gegangen, weil er "etwas auf sich hält". Er wollte wohl eher so etwas wie Immunität und ist - wie ich vermute - längst wieder ohne Kutte unterwegs.

  10. #29
    KKC
    Avatar von KKC

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    Hängt möglicherweise davon ab ob Stadt oder Land.

    In der Familie meiner Frau sind alle jungen Männer für ein paar Wochen oder Monate Mönch geworden.

    Ist in der Familie und drum herum sehr gut angekommen.

  11. #30
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    [...] Ist in der Familie und drum herum sehr gut angekommen.
    Das sowieso, bringt ja Anerkennung. Würden die Jungs nicht Mönche werden, wäre das ein immenser Gesichtsverlust für die Familie.

    Die Frage für mich ist aber eher, was die betroffenen Teilzeitmönche selbst zu ihrer "Einberufung" sagen bzw. meinen. Mein Neffe in BKK (#28) weiß auch, dass er letztendlich nicht darum herum kommen wird, aber sein Enthusiasmus ist nicht wirklich spürbar. Seine Mutter hat bereits ein Machtwort gesprochen: In den nächsten langen Ferien ist er fällig!

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