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Blühende Landschaften...

Erstellt von Bajok Tower, 27.09.2010, 22:40 Uhr · 37 Antworten · 2.873 Aufrufe

  1. #21
    antibes
    Avatar von antibes
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wenn sie ihn nicht gewollt hätten wäre es aber ziemlich dämlich gewesen ausgerechnet die Partei zu wählen, die am schnellsten den Kapitalismus einführen wollte drüben. Ohne die DDR wäre Kohl schon acht Jahre früher abgewählt worden.
    Das stimmt allerdings.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen
    Das stimmt allerdings.
    Mutmaßungen wie feststehende Behauptungen verkaufen zu wollen hilft bei der Betrachtung nur selten weiter.

    Wer hat die DDR Bürger bei der Wiedervereinigung, bei der Einführung der D-Mark gefragt?

    Wer hat bei einer Wahl akzeptiert, dass das System West übergestülpt wurde.

    Klar hat ein pfälzischer Schweinsmagenfresser die Wünsche der Betroffenen angesprochen.

    Warum ist die CDU nicht mehr die stärkste Kräft im Osten?

    Wer die DDR durchfährt und dann die ehemaligen Bruderstaaten, der ist schon geneigt die neuen Bundesländer als blühende Landschaften zu klassifizieren.

  4. #23
    Avatar von Henk

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    Gerade Leipzig ist eine fantastische Stadt und mit den Ansiedlungen von DHL, Amazon, Porsche und vor allem BMW auch mit einer goldenen Zukunft. Leipzig rangiert vor Los Angeles auf der Liste „31 places to go in 2010“ der renommierten New York Times. Die entstehende Seenlandschaft und Wasserstraßen von Leipzig, das kulturelle Angebot, die historische Bausubstanz,…die Liste wäre noch beliebig weiterzuführen. Hotels und Restaurants sind dort auch immer noch sehr preiswert.
    Allgemein befinden sich im Osten wunderbare Landschaften (Elbsandgebirge, Meck. Seenplatte, Ostseeküste (insb. Usedom)…) die sich für einen Kurzurlaub wunderbar eignen. Der Kritikpunkt könnte teilweise die Eigeninitiative der Bevölkerung dort sein, aus den Gegebenheiten mehr rauszuholen. Auch die Freundlichkeit in manchen Restaurants oder Hotels halte ich subjektiv für unterdurchschnittlich (vielleicht ein Erbe aus der DDR ???).

  5. #24
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Gerade Leipzig ist eine fantastische Stadt und mit den Ansiedlungen von DHL, Amazon, Porsche und vor allem BMW auch mit einer goldenen Zukunft. Leipzig rangiert vor Los Angeles auf der Liste „31 places to go in 2010“ der renommierten New York Times. Die entstehende Seenlandschaft und Wasserstraßen von Leipzig, das kulturelle Angebot, die historische Bausubstanz,…die Liste wäre noch beliebig weiterzuführen. Hotels und Restaurants sind dort auch immer noch sehr preiswert.
    Allgemein befinden sich im Osten wunderbare Landschaften (Elbsandgebirge, Meck. Seenplatte, Ostseeküste (insb. Usedom)…) die sich für einen Kurzurlaub wunderbar eignen. Der Kritikpunkt könnte teilweise die Eigeninitiative der Bevölkerung dort sein, aus den Gegebenheiten mehr rauszuholen. Auch die Freundlichkeit in manchen Restaurants oder Hotels halte ich subjektiv für unterdurchschnittlich (vielleicht ein Erbe aus der DDR ???).
    Ja, Leipzig at z.B. Städte wie Oberhausen oder Duisburg mit Siebenmeilenstiefeln überholt
    Blühende Landschaften dort, Verrottung hier. Und wer hats bezahlt, nein, nicht die Schweizer.
    Das sollte kein Beginn einer Neiddiskussion sein, sondern nur ein Fingerzeig zur Verhältnismässigkeit.

  6. #25
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Ja, Leipzig at z.B. Städte wie Oberhausen oder Duisburg mit Siebenmeilenstiefeln überholt
    Blühende Landschaften dort, Verrottung hier. Und wer hats bezahlt, nein, nicht die Schweizer.
    Das sollte kein Beginn einer Neiddiskussion sein, sondern nur ein Fingerzeig zur Verhältnismässigkeit.
    Was Leipzig insbesondere so interessant für Investoren gemacht hat, ist die Schnelle der Entscheidungen die die Politik dort trifft. Z.B. wurde das BMW Werk in Rekordzeit genehmigt, was dann auch für die Entscheidung für diesen Standort den Ausschlag gab.
    Bei uns in BW stehen sofort die Umweltschützer mit Gewehr bei Fuß, wenn ein Kleinbetrieb seine Halle erweitern will. Ein anderes Beispiel ist Stuttgart 21. Das Ding wurde fast 20 Jahre geplant, aber richtige Demonstrationen gab es nach Baubeginn. Obwohl ich persönlich kein Befürworter dieses Projektes bin, kann man sich für diese Demonstranten und die machtgeilen Politiker, welche diesen Wahnsinn auch noch fördern nur auf das tiefste schämen. Für Stuttgart hätte der neue Bahnhof auch Vorteile (Vergleich die phantastischen Bahnhöfe in Leipzig und Berlin), natürlich zu einem sehr hohen Preis….
    In NRW wurde auch viel vom „roten Filz“ verhindert. Wären die ganzen Subventionen für den Bergbau in moderne Industriezweige geflossen, würden die von dir genannten Städte heute ganz anders aussehen.

  7. #26
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    ..............Und wer hats bezahlt, nein, nicht die Schweizer.
    ...Erst mal der Staat. Manche tun so, als hätten sie ganz privat gelitten.

    Aber nicht wenige haben gut dabei verdient, insbesondere wurde eine Absatzkrise westlicher Produkte beendet und mit Grundstücken und Industriebetrieben, sogar mit maroden, ließen sich passable Geschäfte machen.

    Den Soli bezahlen wir alle, auch die gemachten Schulden.

    Gruß

    Micha

  8. #27
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    ...Erst mal der Staat. Manche tun so, als hätten sie ganz privat gelitten.

    Aber nicht wenige haben gut dabei verdient, insbesondere wurde eine Absatzkrise westlicher Produkte beendet und mit Grundstücken und Industriebetrieben, sogar mit maroden, ließen sich passable Geschäfte machen.

    Den Soli bezahlen wir alle, auch die gemachten Schulden.

    Gruß

    Micha
    Micha L, ich bin der Staat und du bist der Staat. Wir beide haben das bezahlt.

  9. #28
    Avatar von Micha L

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    Da habe ich Dich mißverstanden, weil viele denken, wir empfangen nur und Du selbst die Neiddiskussion erwähnst.

  10. #29
    antibes
    Avatar von antibes
    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Gerade Leipzig ist eine fantastische Stadt und mit den Ansiedlungen von DHL, Amazon, Porsche und vor allem BMW auch mit einer goldenen Zukunft. Leipzig rangiert vor Los Angeles auf der Liste „31 places to go in 2010“ der renommierten New York Times. Die entstehende Seenlandschaft und Wasserstraßen von Leipzig, das kulturelle Angebot, die historische Bausubstanz,…die Liste wäre noch beliebig weiterzuführen. Hotels und Restaurants sind dort auch immer noch sehr preiswert.
    Allgemein befinden sich im Osten wunderbare Landschaften (Elbsandgebirge, Meck. Seenplatte, Ostseeküste (insb. Usedom)…) die sich für einen Kurzurlaub wunderbar eignen. Der Kritikpunkt könnte teilweise die Eigeninitiative der Bevölkerung dort sein, aus den Gegebenheiten mehr rauszuholen. Auch die Freundlichkeit in manchen Restaurants oder Hotels halte ich subjektiv für unterdurchschnittlich (vielleicht ein Erbe aus der DDR ???).
    Bis auf die Freundlichkeit der Leipziger kann ich dir nur beipflichten.
    Ich bin immer wieder negativ überrascht wenn ich im Westen bin. Frankfurt, Mannheim, Augsburg, Stuttgart, München. Kaiserslautern und viele andere Städte sind bis auf ein paar Plätze altbacken, 50er-Jahre verseucht und sanierungsbedürftig. Die Leopoldstraße in München-Schwabing hatte ich aus den 70ern und 80er noch als intakte In-Meile in Erinnerung. Ich war letztes Jahr geschockt wie sich diese Meile als Döner-, BIlligklamotten-, Kitsch- und Schrottflaniermeile verwandelt hat. Nix mehr mit dem Charme des alten Schwabing.
    Was den Städten im Westen fehlt ist die historische Bausubsubstanz und deshalb wurde der Westen abgehängt.

    Im Osten sind die Entscheidungswege kurz. Investitionen werden unterstützt und manchmal laufen Projekte schon illegal schnell durch die Mühlen der Bürokratie. Das hat natürlich auch die Mafia auf den Plan gerufen. Russen und Italiener haben große historische Immobilien übernommen. Theoretisch ist Leipzig im Bereich des Zentrums fast ausverkauft.

    Pragmatisch sind die Leipziger auch bzgl. der Öffnungszeiten bzw. Sperrstunde. Es gibt einfach keine. Das kann irgendein Spießbürger noch so sich über den "Lärm" der Kneipen beschweren. Dies hat auch dazu geführt daß Leipzig bei den Studenten aus der ganzen Welt sehr beliebt ist. Die Uni ist mitten im Zentrum und wurde durch einen Neubau ergänzt. Alles erste Sahne.

    Für mich sehr wichtig das Vorhandensein einer sehr guten und modernen Uniklinik in Leipzig. Habe erst kürzlich einen Forenfreund dort besucht, lag zudem selber schon 3x hier, und bin immer wieder über das freundliche, helle Ambiente dort erstaunt. Nicht wie die teils düsteren westdeutschen Krankenhäuser, in denen man in Depression verfallen kann.

  11. #30
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Da habe ich Dich mißverstanden, weil viele denken, wir empfangen nur und Du selbst die Neiddiskussion erwähnst.
    Gut das ich das noch klären konnte. Und, wie geschrieben, es geht mir nicht um Neid, sondern um Verhältnismässigkeit.
    Klar hatte der Osten Nachholbedarf und musste unterstützt werden.
    Das haben unter anderem Kommunen im Westen über Kredite finanziert. Folgend war kein Geld mehr für die eigene Infrastruktur da und ein Verrottungsprozess wurde losgetreten.
    Blühende Landschaften dort, vergammelte Innenstädte hier. War das wirklich so gewollt? Ja, wenn nicht hätte man gegensteuern können.

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