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Bei Auswanderung oder längerem Auslandsaufenthalt Wohnsitz in Deutschland abmelden ?

Erstellt von socky7, 29.09.2014, 12:22 Uhr · 88 Antworten · 6.976 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Ganz durchs Netz fallen dürfte er nicht, das ist -meiner Meinung nach - auch gut so. Aber wenn er keine Unterstützung hat und sich nicht auskennt, dürfte es nicht einfach werden, das alles zu regeln. Solche Fälle haben die beim Sozialamt auch nicht jeden Tag. Ich wage mal zu behaupten: wenn er vor der Auswanderung (sei es 40 Jahre her) zuletzt in einer gesetzlichen Kasse war, hat er es leichter!
    Weiss nicht, ob das wirklich so selten passiert. Es gibt ja viele "Heimkehrer", sobald die Kinder ins schulpflichtige Alter kommen, um ihnen in DL eine bessere Ausbildung zu gewaehrleisten. Oft kratzen die dann am Rentenalter, wenn nicht schon drueber.

    Wahrscheinlich wird hier eher ein Deckel draufgehalten, um die Kosten zu begrenzen. Wenn die Familie dann noch mit zurueckkommt und die dann auch noch privat versichert werden muss (!).

  2.  
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  3. #32
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Weiss nicht, ob das wirklich so selten passiert. Es gibt ja viele "Heimkehrer", sobald die Kinder ins schulpflichtige Alter kommen, um ihnen in DL eine bessere Ausbildung zu gewaehrleisten. Oft kratzen die dann am Rentenalter, wenn nicht schon drueber.
    Gibt zwar einige die in Thailand in späteren Jahren noch mal Vaterfreuden erleben und dann zurück gehen, aber die Regel ist das nicht. Wer schon im Rentenalter oder kurz davor nach Thailand geht will auch da bleiben. Da besucht der Nachwuchs dann eine internationale Schule wenn der Papa es sich leisten kann, ansonsten eine Thai-Schule.

    Die Leute die mit Kindern zurück gehen sind eher die jüngeren, bei denen sich das Leben in Thailand, als Familie mit Kindern und Lebensstandard auf europäischem Niveau, einfach nicht mehr rechnet. Da ist dann der Neustart in Deutschland die bessere Alternative zum Leben mit reduzierten Ansprüchen und Aussichten in Thailand.

  4. #33
    Avatar von michael59

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Angenommen der 70-jaehrige, der seit 40 Jahren in Pattaya lebt, jetzt total abgebrannt und bettelt, wird ueber den Deutschen Hilfeverein zurueck in die Heimat verschifft (aktuelle Parallelen sind rein zufaellig). Er hat Diabetes, ausserdem Probleme mit dicken Beinen. Er kommt an und braucht dringend medizinische Hilfe.

    Papierkram hin und her, ich nehme an, er wird sicher in ein Krankenhaus geschafft und vernuenftig behandelt. Die Kosten uebernimmt die Sozialhilfe. Nun kommt als naechster Schritt die Krankenversicherung, er muss da ja erst wieder eintreten. Da wohl tatsaechlich nur die Private verantwortlich ist, muss er einen Anbieter finden (stelle ich mir schwierig vor). Also wird das Sozialamt (oder welche Behoerde da immer zustaendig ist) eine PKV finden und zwingen (!) muessen, den 70-jaehrigen Junggesellen wieder aufzunehmen im Basistarif.
    Das ist relativ einfach- wenn er direkt in KH muss übernimmt der dortige soziale Dienst den Papierkram. Jede PKV muss ihn nehmen- so steht es im Gesetz. Sozialhilfe stellt die Gemeinde mit dem aktuellen/letzten Wohnsitz. Die bemüht sich dann Verwandte zu finden die Unterhaltspflichtig sind- zB. Kinder und holt sich so viel wie möglich zurück. Die Aufwendungen der PKV schlagen auf die Beitragszahler durch.
    Für das Sozialamt ist es billiger den Beitrag zu zahlen als die Kosten direkt.

  5. #34
    Avatar von MadMac

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    Sorry wenn ich hier weiterhake. Sollte unser 70 jaehrige Diabetiker also nach Landung (vielleicht in kritischer Situation, Gutachten lassen sich erstellen) direkt in ein Krankenhaus zur Behandlung gebracht werden, dann wuerde das demnach keine Versicherung erfordern. Mein Verstaendnis bisher war, das vor Leistungserbringung zunaechst eine Krankenversicherung geklaert werden muesste. Also kein direkter Weg ins Krankenhaus moeglich waere.

    Um es jetzt ein bisschen weiterzuspielen, als Deutscher, der im Ausland in medizinische Not geraet, waere es also durchaus moeglich, komplett ohne Krankenversicherung egal ob im Ausland oder in DL, sich in einen Flieger zu setzen, und sich in DL auf Sozialhilfebasis behandeln zu lassen. Danach kann ihn dann wohl auch keiner hindern, wieder den Rueckflug in die Sonne anzutreten.

  6. #35
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Ganz durchs Netz fallen dürfte er nicht. Aber wenn er keine Unterstützung hat und sich nicht auskennt, dürfte es nicht einfach werden, das alles zu regeln. Solche Fälle haben die beim Sozialamt auch nicht jeden Tag. Ich wage mal zu behaupten: wenn er vor der Auswanderung (sei es 40 Jahre her) zuletzt in einer gesetzlichen Kasse war, hat er es leichter!
    Wird er auch nicht, noch nicht mal stolpern. Das haben die bei den Sozialämtern täglich, in den Großstädten sogar dutzendfach. Dass das so ist, hat sich ja in halb Afrika und besonders in Südosteuropa herumgesprochen. Der einzige Unterschied wird sein, dass er mit seinem deutschen Pass die Eingangstüre noch selbst öffnen muss.
    PS.: Gestern wurde in Frankenthal (Pfalz) ein solches Sozialamt von einem afrikanischen Asylbewerber zerlegt, drei Sachbearbeiterinnen zusammengeschlagen (liegen alle im Krankenhaus) und Büros verwüstet.

  7. #36
    Avatar von joachimroehl

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Michael59 hat recht, zurück in die GKV darf man in dem von MadMac geschilderten Fall nur, wenn man einen versicherungspflichtigen Job bekommt und unter 55 Jahre alt ist.
    Die gesetzlichen Kassen müssen und das wird häufig verkannt jeden ohne Altersbegrenzung in der Familienversicherung kostenlos aufnehmen, so er eine Ehefrau hat und was auch nicht selten vorkommt, sich dann schnell eine sucht. Motto: Alter und Aussehen egal, gesetzlich versichert musst Du sein! Weitere Bedingung: das Einkommen des Rückkehrers darf maximal 450€ betragen bzw. vorhandene Einkünfte aus z.B. Mieteinnahmen oder Zinseinkünften müssen unter 385€ monatlich liegen. Stand 2014. Dann geht's gemäß §10 SGB V in die Kasse zurück. Auch nach vierzig Jahren Abwesenheit und selbst wenn man früher mal in einer PKV war.

    Krasser Fall aus meiner Praxis; er schwer am Hüftgelenk erkrankt kommt wegen "plötzlicher Ehelichung" zurück ins Bundesgebiet, zahlt 0 Beitrag in ihrer Familienmitversicherung, zwei Operationen, anschließende Rehabilitation über Monate. Sie hat nur wenig mehr sechshundert Euro Rente und somit bekommt die Kasse ganze 45€ monatlich für 2 Mitglieder.. ach und gesund ist sie auch nicht, aber das war ihm ja egal. Nach einem reichlich halben Jahr BRD ging´s dann geheilt zurück nach Thailand und die Ehe läuft und läuft..


    Quelle: SGB 5 - Einzelnorm



    @MadMac, es gibt einen Leistungsauftrag aller Versorgungseinrichtungen; der ist zuerst zu erfüllen, danach kommt die Prüfung der bestehenden Versicherung. Da seit 2009 bundesweite Pflicht zur Krankenversicherung mit Kontrahierungszwang gilt, wird jeder gemäß Vorversicherung bzw. Status der letzten GKV oder PKV zugeordnet. Das Wiederaufnahmeverfahren dauert in der Regel 2-3 Wochen, so man am besten alles vor Einreise schon ausfüllt.

    Die Unterlagen zur Wiederaufnahme vom vdek ->http://www.vdek.com/vertragspartner/...gspflicht.html

    Fragen? joachimroehl@web.de

  8. #37
    Avatar von franki

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    Ja, der Weg über die Ehefrau ginge im Prinzip auch, aber welche deutsche, gesetzlich versicherte Frau nimmt schon einen 70jährigen Kranken, der sich die letzten 40 Jahre in Pattaya mit den dortigen leichten Mädchen vergnügt hat?

  9. #38
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Ja, der Weg über die Ehefrau ginge im Prinzip auch, aber welche deutsche, gesetzlich versicherte Frau nimmt schon einen 70jährigen Kranken, der sich die letzten 40 Jahre in Pattaya mit den dortigen leichten Mädchen vergnügt hat?
    Muss ja keine Liebesheirat sein. Es gibt genug Frauen die alleinstehend sind und arbeiten. Für die zahlt sich die Eheschließung auch aus, weil sie in die Steuerklasse 3 wechseln können - eine klassische Win-Win-Situation zulasten der öffentlichen Kassen.

  10. #39
    Avatar von joachimroehl

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    So ist es. Ein sehr florierender Markt der meist abgebrannten Unterprivilegierten mit Auslandserfahrung. Da die Bundesrepublik im Unterschied zu den Engländern bis heute auch eine Vaterschaftserklärung ganz ohne DNA-Test akzeptiert, kommen im Gegenzug jährlich tausende Mütter mit "deutschen Kindern" ins Bundesgebiet.

  11. #40
    Avatar von franki

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Da die Bundesrepublik im Unterschied zu den Engländern bis heute auch eine Vaterschaftserklärung ganz ohne DNA-Test akzeptiert, kommen im Gegenzug jährlich tausende Mütter mit "deutschen Kindern" ins Bundesgebiet.
    Ein kleiner Beitrag gegen die Vergreisung unserer Gesellschaft. Ob meine Rente jemand mit deutschen oder nichtdeutschen Genen zahlt, ist mir relativ egal. Hauptsache, sie zahlt überhaupt jemand...

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