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Bei Auswanderung oder längerem Auslandsaufenthalt Wohnsitz in Deutschland abmelden ?

Erstellt von socky7, 29.09.2014, 12:22 Uhr · 88 Antworten · 6.967 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von franki

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    Michael59 hat recht, zurück in die GKV darf man in dem von MadMac geschilderten Fall nur, wenn man einen versicherungspflichtigen Job bekommt und unter 55 Jahre alt ist.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von MadMac

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    Ok, versicherungspflichtig wird man aber auch ohne Job, wenn man in DL lebt. Egal wie alt. Sehe hier lediglich die Einkommensgrenze als Argument, aber nach der Bettelei und der Ausweisung muss man dann schon die Filmrechte verkaufen, um die 50k Eurotaler zu toppen

  4. #23
    Avatar von michael59

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    Für alle die betroffen und des lesen mächtig sind:


    Das Merkblatt des Bundesministeriums für Gesundheit:


    Nach Auslandsrückkehr - Bundesgesundheitsministerium




    hier ein Ausschnitt:

    "Alle Bürger, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben, deren Wohnsitz in Deutschland liegt und die zuletzt gesetzlich krankenversichert waren, werden kraft Gesetzes in die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen. Dies gilt auch für Bürger, die nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehren, wenn sie vor ihrer Auswanderung zuletzt in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren.

    Alle Bürger ohne anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall, die in Deutschland zuletzt in der privaten Krankheitskostenversicherung versichert waren, müssen seit dem 1. Januar 2009 eine private Krankenversicherung abschließen. Der Vertrag muss mindestens eine Kostenerstattung für ambulante und stationäre Heilbehandlung umfassen und die vereinbarten absoluten und prozentualen Selbstbehalte dürfen betragsmäßig 5.000 Euro im Jahr nicht überschreiten. Die Versicherungspflicht tritt mit dem Zeitpunkt der Aufnahme eines Wohnsitzes in Deutschland ein. "


    Das man nach der Rückkehr noch nicht 55 ist und einen versicherungspflichtigen Job bekommt- was die Voraussetzung für einen Wechsel PKV-GKV ist - ist doch eher der Ausnahmefall. Hier ist man dann GKV versichert ab dem ersten Tag den man arbeitet. Arbeitslos reicht für einen Wechsel nicht.

  5. #24
    Avatar von MadMac

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    Interessant. Gibt es dazu vielleicht auch einen Kostenvergleich? Sagen wir jemand kommt mit 70 nach 40 Jahren im Ausland zurueck. Ist noch fit, hat aber nie in die Rentenversicherung einbezahlt, bekommt also Sozialhilfe. Deckt letztere eine private Krankenversicherung ab? Glaub ich nicht.

    Alternativ, ich wuerde zurueckkommen mit jetzt 44, aber geh natuerlich nicht arbeiten (bin ja nicht bloed). Zu jung fuer Rente, ich geh zur Hartz-Stelle und werde Sharia-Polizist in meiner Freizeit. Wer bezahlt meine private Krankenversicherung (gefaehrlich als Sharia Dingens auf der Gass)...

    Akademisch, die Frage, um das nochmal zu wiederholen

  6. #25
    Avatar von franki

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    So ist es. Die PKV ist dann auch nur verpflichtet, den Auslandsrückkehrer in den sog. Basistarif für ca. 700 Euro aufzunehmen, der bei den Ärzten nicht gern gesehen ist. Auf Antrag kann der bei Bedürftigkeit aber halbiert werden.

  7. #26
    Avatar von michael59

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    Ganz einfach- die Zahlstelle für H4 - allerdings nur das Geld für die Mindestleistungen. Alternativ dürften die sonst die Rechnung direkt begleichen begleichen. Nach der neuesten Regelung bekommst du sogar eventuelle Beitragsschulden erlassen.

  8. #27
    Avatar von MadMac

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    Danke Jungs, ich hab da mal wieder alles richtig gemacht. Ist doch immer gut zu wissen, dass man auch nach Jahren im Ausland immer noch in der Heimat willkommen ist, als Privatpatient auf Steuerkosten dazu (wie bekloppt ist das eigentlich)

  9. #28
    Avatar von franki

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    Naja MadMac, für Dich ist es ja zu deinem Glück nur eine akademische Frage. Aber für jemand, den das wirklich betrifft ist das sicher nicht so einfach. Die ganzen Anträge mußt du erst mal stellen und genehmigt bekommen und der Basistarif der PKV ist bei den Ärzten nicht gern gesehen, es soll einige geben, die dich darauf gar nicht behandeln.

  10. #29
    Avatar von MadMac

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    Angenommen der 70-jaehrige, der seit 40 Jahren in Pattaya lebt, jetzt total abgebrannt und bettelt, wird ueber den Deutschen Hilfeverein zurueck in die Heimat verschifft (aktuelle Parallelen sind rein zufaellig). Er hat Diabetes, ausserdem Probleme mit dicken Beinen. Er kommt an und braucht dringend medizinische Hilfe.

    Papierkram hin und her, ich nehme an, er wird sicher in ein Krankenhaus geschafft und vernuenftig behandelt. Die Kosten uebernimmt die Sozialhilfe. Nun kommt als naechster Schritt die Krankenversicherung, er muss da ja erst wieder eintreten. Da wohl tatsaechlich nur die Private verantwortlich ist, muss er einen Anbieter finden (stelle ich mir schwierig vor). Also wird das Sozialamt (oder welche Behoerde da immer zustaendig ist) eine PKV finden und zwingen (!) muessen, den 70-jaehrigen Junggesellen wieder aufzunehmen im Basistarif. Da er mit seiner Diabetes auf staendige medizinische Betreuung angewiesen ist, wird das auch nicht verschleppt werden koennen. Und in Deutschland bleiben doch alle im Netz. Immer noch....

  11. #30
    Avatar von franki

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    Ganz durchs Netz fallen dürfte er nicht, das ist -meiner Meinung nach - auch gut so. Aber wenn er keine Unterstützung hat und sich nicht auskennt, dürfte es nicht einfach werden, das alles zu regeln. Solche Fälle haben die beim Sozialamt auch nicht jeden Tag. Ich wage mal zu behaupten: wenn er vor der Auswanderung (sei es 40 Jahre her) zuletzt in einer gesetzlichen Kasse war, hat er es leichter!

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