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Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

Erstellt von DisainaM, 16.03.2010, 01:19 Uhr · 14 Antworten · 7.484 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    da in diesen Tagen die Tourismus-Messe in Berlin läuft,
    und sich die deutschen Medien mit dem Ignorieren von heiklen Themen auf der Messe mal wieder von der besten Seite gezeigt haben, mal eine kurze Erinnerung.

    Urlaub in Malaysia ?
    Das ist Urlaub unter Folterknechten, Rassisten und islamistischen Terroristen.
    ...
    Naeheres ueber die Menschenrechtsverletzungen in Malaysia findet ihr jederzeit bei Amnesty international.

    Letztes Jahr war ein Frau hier zur Auspeitschung verurteilt worden, weil sie eine Dose Bier in einem Lokal getrunken hatte. Leider war sie Muslima, das machte die Dose Bier zum Suendenfall im Paradies.

    Moslems duerfen kein Bier trinken.
    http://www.reise-preise.de/reise-pre...wmode=threaded

    ... in dem der Innenminister Malaysias in epischer Breite seine Entruestung darueber bekundet, dass sich die westlichen Kulturnationen an Auspeitschungen stoeren. Ganz besonders sogar an den Auspeitschungen von Frauen.

    Um die Hysterie der westlichen Reaktionen zu daempfen, schildert er 3 bereits in diesem Jahr vollzogene [highlight=yellow:dd5aa3034f]Auspeitschungen von Frauen und betont, wie gut es denen getan habe.[/highlight:dd5aa3034f]
    http://www.reise-preise.de/reise-pre...wmode=threaded


    Wenn Frauen gezüchtigt werden
    Seltsame Konferenzpläne in Malaysia.
    Permalink
    Malaysias Frauenministerin will eine Konferenz über die Prügelstrafe für muslimische Frauen organisieren. Damit strapaziert die Regierung einmal mehr den Ruf ihres Landes und gibt es der Lächerlichkeit preis.

    Kurt Pelda, Luang Prabang

    Was tut eine Frauen- und Familienministerin den lieben langen Tag? Die Dame sollte sich für das Wohl von Frauen und Familien einsetzen, würde man in aufgeklärten Nationen erwarten. Ist Malaysia eine aufgeklärte Nation? Nein, das kann man nicht behaupten, denn Artikel 153 der Verfassung gibt dem malaysischen König das Recht, ethnische Malaiien gegenüber anderen Rassen zu bevorzugen, zum Beispiel bei Arbeitsplätzen im Staatsapparat oder beim Zugang zu Bildungseinrichtungen. Artikel 153 bildet die juristische Grundlage für den von Malaysia offen praktizierten Rassismus, die Privilegierung der ethnischen Malaiien und die damit verbundene Diskriminierung der chinesisch- und indischstämmigen Minderheiten.

    5ex und Stockhiebe

    Daraus leiten viele Malaiien eine Art Überlegenheitsgefühl und das Recht ab, über die Geschicke des Landes praktisch allein zu bestimmen. Nicht um nichts heisst die regierende Partei United Malays National Organisation (Umno) und nicht etwa United Malaysian National Organisation. Es handelt sich also um eine reine Veranstaltung ethnischer Malaiien. Im Gegensatz dazu verweisen chinesisch- und indischstämmige Parteien in ihrem Namen nicht nur auf die jeweils tonangebende Rasse, sondern auch auf die malaysische Staatszugehörigkeit (Malaysian Chinese Association bzw. Malaysian Indian Congress).

    Manchmal treibt der in Malaysia praktizierte Rassismus seltsame Blüten, womit wir wieder bei der eingangs gestellten Frage angekommen sind. Die Frauen- und Familienministerin Shahrizat Abdul Jalil kümmert sich nämlich nicht primär um alle malaysischen Frauen, sondern vor allem um die ethnischen Malaiinnen. Malaiien sind von Gesetzes wegen Muslime und fallen damit unter die Scharia, die parallel zum gewöhnlichen Recht zum Beispiel bei Scheidungen, Erbstreitigkeiten und bei der Ahndung von «unislamischem» Verhalten angewandt wird. So wurden kürzlich drei junge Malaiinnen wegen ausserehelichen Geschlechtsverkehrs zu Stockhieben verurteilt und ausgepeitscht. Dies war das erste Mal, dass Malaysia die Prügelstrafe an Frauen vollstreckte. Die an den «unislamischen Akten» beteiligten Männer wurden allerdings nicht zur Kasse gebeten.

    Malaysias weltliches Recht verbietet ausdrücklich Körperstrafen für Frauen, nicht aber für männliche Kriminelle, die sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht haben. Die malaysische Version der Scharia sieht dagegen auch Stockhiebe für «Vergehen» wie Alkoholgenuss und Paarung ohne Trauschein vor - und zwar für Männer und Frauen. Hier gibt es offensichtlich einen Widerspruch.

    Die Vollstreckung der Prügelstrafe an Frauen wirft aber nicht nur schwierige juristische Fragen auf, sondern hat in- und ausserhalb Malaysias zum Teil heftige Kritik ausgelöst. Und genau hier liegt das Problem für die Frauen- und Familienministerin. Manche Malaysier fragen sich, ob solche Massnahmen den Ruf Malaysias als modernes und gemässigtes muslimisches Land schädigen und damit Touristen und Investoren verscheuchen. Ganz Unrecht haben sie damit nicht, denn Malaysias Regierung hat in letzter Zeit fast alles getan, um das Land nach innen und aussen lächerlich zu machen. Beim Stimmenfang unter konservativen muslimischen Wählern brach die Regierung vor kurzem zum Beispiel eine Kontroverse um den Gebrauch des Worts «Allah» durch Nichtmuslime vom Zaun.
    Die schönsten Gesetze der Welt?

    Was also liegt für Shahrizat Abdul Jalil näher, als wenigstens auf die Solidarität der muslimischen Welt zu hoffen, wenn es um die Stockhiebe für Frauen geht? Was liegt da näher, als muslimische Staaten, Gelehrte und Organisationen nach Kuala Lumpur einzuladen, um an einer internationalen Konferenz über die Prügelstrafe für muslimische Frauen zu diskutieren? Man hält es kaum für möglich, aber der guten Ministerin schwebt tatsächlich ein solche Konferenz vor. Dabei soll es hauptsächlich um die Frage gehen, ob die Prügelstrafe für Frauen in muslimischen Ländern die Norm darstellt. Shahrizat Abdul Jalil will sich im Kabinett für eine entsprechende Zusammenkunft innerhalb der nächsten drei Monate einsetzen und spricht darüber öffentlich. Entweder ist es ihr egal, oder aber sie versteht nicht, dass sie sich selbst, Malaysia und die von der Umno dominierte Regierung damit nur noch weiter der Lächerlichkeit preisgibt. Sie sagte weiter, bei der Scharia handle es sich um die schönsten Gesetze der Welt, wenn man sie mit Weisheit und Fairness anwende.

    Den ersten Rückschlag musste die Ministerin allerdings schon bei der Bekanntgabe ihrer Konferenzpläne einstecken. Weil Shahrizat zugleich ein Kooperationsabkommen mit dem Sultanat Oman abschliessen wollte, war nämlich auch die omanische Ministerin für soziale Entwicklung, Sharifa Khalfan Al Yahyae‘yah, anwesend. Als die Rede auf die Prügelstrafe kam, und die Ministerin gefragt wurde, ob Oman Frauen mit Stockhieben bestrafe, antwortete Sharifa Khalfan, ihr Land kenne die Scharia zwar, doch würden weder Männer noch Frauen ausgepeitscht. «Als ein gemässigtes, fortschrittliches und modernes Land machen wir vor dem Gesetz keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.» Allerdings sagte sie auch, dass Ehebrecher und Ehebrecherinnen in Oman ebenfalls bestraft würden, und zwar mit einem Jahr Haft. Nun kann man sich fragen, ob das Sultanat wirklich so modern ist, wie es sich geben möchte, oder was schlimmer ist: Sechs Stockhiebe oder ein Jahr Gefängnis? Darüber können sich Islam-Experten aus aller Welt vielleicht schon bald in Kuala Lumpur die Köpfe zerbrechen. Fragt sich nur, was die malaysische Regierung tut, wenn sich bei der Konferenz herausstellen sollte, dass eine Mehrheit der muslimischen Staaten keine Prügelstrafe für Frauen kennt.
    Gerhart
    Neuen Züricher Zeitung

  2.  
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  3. #2
    Avatar von strike

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    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Zitat Zitat von DisainaM",p="836818
    *
    Vermutlich finden sich hier ausreichend Member, die Deine Intension nicht nachvollziehen können.

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Klar gibt es die Position, dass man Ländern ihre eigene kulturelle Identität belassen soll, und sie nicht dem Druck der Globalisierung aussetzen soll, also sie gewissermassen vor einer Globalisierung der Menschenrechte schützen soll.

    Auf der anderen Seite setzt Malaysia erst seit kurzer Zeit die Sharia in der Weise um, der sie näher zu einem Gottesstaat bringt.

    Wer es aber mit den eigenen Bild der Menschenrechte etwas ernst meint, dem sollte es klar sein, dass auch einem Land, wie Malaysia eine einfache Rechnung vor Augen geführt werden sollte,
    nämlich dass eine derartige Entwicklung einen Einbruch im Tourismus zur Folge hat.
    Das klappt natürlich nur, wenn den Leuten im Westen regelmässig der status quo in dem Land klar gemacht wird.
    Auch die Tourismusmesse in Berlin wäre eine passende Bühne, doch die Zeit von Demos scheint ja sowieso vorbei zu sein, wenn nicht mindestens eine Gewerkschaft für den Lohn gerade steht.

  5. #4
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Strike,
    wie meinst du das?

  6. #5
    Avatar von resci

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    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Zitat Zitat von strike",p="836821
    Zitat Zitat von DisainaM",p="836818
    *
    Vermutlich finden sich hier ausreichend Member, die Deine Intension nicht nachvollziehen können.
    ich war letztes Jahr zweimal in Malaysia und hab dort sehr relaxte und überaus freundliche Menschen kennengelernt.
    Bier gabs zwar nicht überall, aber es ist überhaupt kein Problem in Kuala Lumpur ein Bier auch im Strassencafe zu trinken. Oder auf Penang ein Paulaner Weizen.

    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?..._t=125&start=0

    resci

  7. #6
    Avatar von martinus

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    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    In Malaysia kommt es darauf an, wo man sich hinbegibt um freundliche oder unfreundliche Menschen zu treffen.

    Die absolut freundlichsten und weltoffensten Malaysier traf ich dort wo ausländische Touristen und malaysische Wochenendtouristen zusammentrafen.
    Oder Taxifahrer die Touristen rumkutschen, oder Busfahrer, die zwischen größeren Städten ihre Tour fahren.

    Die übelsten Erfahrungen mit rassistischen Anwandlungen und Hang zur Ausspielung ihrer Macht, habe ich im Länderverbindenden Fernbus Singapur/ Malaysia und umgekehrt gemacht.

    Leider ist uns 4 westl. Touris das gleich 2 mal beim Grenzübertritt Malaysia/ Singapur passiert. Zudem hatte ich den Eindruck, daß westliche Touristen für manchen dieser Fernbusfahrer der letzte Abschaum sind, mit denen man nicht im normalen zivilisierten Umgangston sprechen muß.

    Martin

  8. #7
    Avatar von resci

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    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Zitat Zitat von martinus",p="839640
    Die übelsten Erfahrungen mit rassistischen Anwandlungen und Hang zur Ausspielung ihrer Macht, habe ich im Länderverbindenden Fernbus Singapur/ Malaysia und umgekehrt gemacht.
    liegt vielleicht auch daran, dass das Verhältnis zwischen Malaysia und Singapur ungefähr so ist wie das zwischen Nord- und Südkorea.

    resci

  9. #8
    Avatar von Samuianer

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    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Eine hat sich laut Justizministerium sogar bedankt, das sie wieder auf den Pfad der Tugend zurueckgefuehrt wurde!


    Ja, der Islam, die Scharia, einfach goettlich, das wenigstens noch diese Gruppe darauf achtet das Zucht und Ordnung herrscht, well, die Ausnahmen, mal ausgenommen, wie kann Frau oder Mann ausserehelichen 5ex haben oder gar zu zweit allein durch die Strassen laufen?

    Wo kommen wir denn dahin!?

    Drogenkuriere, Strick, Galgen, aufgehangen zack, zack und weg mit dem gesellschaftlichen Muell..


    ja und Singapore, diese Chinesen, wie konnten die da als Nachbarn aus einer Stadt, eine/s der wichtigsten Wirtschaft-und Finanzzentren der Welt zaubern?

  10. #9
    Avatar von Schwarzwasser

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    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Morgen,

    stellt Euch mal vor, wie das wäre, wenn jeder biertrinkende Moslem in Bangkok für sein Tun bestraft würde ?

    Vor lauter Peitschenhieben würde man den Verkehrslärm nimmer hören..

    Dieses Jahr hatte ich den Eindruck, als ob der Anteil alkoholtrinkender Moslems rund um die Sukhumvit erheblich zugenommen hat. Etliche jüngere alleinreisende Herren aus Nordafrika (Maghreb), aus der Türkei und auch arabischer Herkunft haben schon das ein oder andere Glas gelupft..

    Und wenn man freundlich danach fragt, dann heißt es:

    "Ist doch Dach darüber - Allah sieht nicht"

    Schon ziemlich bigott, was da passiert.

  11. #10
    Avatar von martinus

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    2.958

    Re: Auspeitschungen von Frauen in Malaysia

    Das ist mit unter der Grund, warum so viele Moslems nach LOS ihre Pilgerreise machen.

    Martin

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