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Assange verhaftet

Erstellt von Conrad, 08.12.2010, 08:32 Uhr · 81 Antworten · 5.162 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Conrad

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    Assange verhaftet

    wegen angeblicher .............. in Schweden.

    Ich wundere mich langsam, warum noch kein amerikanisches Gericht einen Haftbefehl gegen Assange erlassen hat, oder ist das Publizieren von Geheimdokumenten neuerdings nicht mehr strafbar ?

    Wenn Assange (warum wird sein Name in den deutschen Medien eigentlich französisch ausgesprochen, wo der Mann doch Australier ist ?) in den USA verknackt wird wegen Landesverrat, kriegt er sicher mindestens 300-500 Jahre Knast, oder der Elektrische wird schon mal vorgeheizt.

    Dienstag, 07. Dezember 2010
    Kautionsantrag abgelehnt

    Assange bleibt in Haft

    Wikileaks-Gründer Assange wird in London festgenommen. Da ein Richter einen Kautionsantrag ablehnt, bleibt er vorerst in Haft. Der Kopf der Internetplattform wird in Schweden wegen des Vorwurfs 5exueller Vergehen gesucht. Wikileaks kündigt an, die Arbeit fortzusetzen. Neue Veröffentlichungen sorgen derweil für Verstimmungen in Russland.

    Kautionsantrag abgelehnt: Assange bleibt in Haft - n-tv.de

  2.  
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  3. #2
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich langsam, warum noch kein amerikanisches Gericht einen Haftbefehl gegen Assange erlassen hat, oder ist das Publizieren von Geheimdokumenten neuerdings nicht mehr strafbar ?
    Das war und ist in Ländern mit einer langen Tradition in Sachen "Freedom of Information" garnicht so einfach. Da hat das Interesse der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert.
    Anders als in vielen europäischen Staaten, wo der Staat als Obrigkeitsstaat sich gerierte und sehr viele Dinge zu "unantastbaren Arkanbereichen" deklarierte.
    So reflektiert auch die unterschiedliche Verwunderung über WikiLeaks letztlich Unterschiede in den Verständnissen von Staatsbürgertum und Staat.

  4. #3
    Avatar von strike

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    Da fragt sich mancher schon warum nicht dieses Tempo bei ausgewiesenen Verbrechern und Moerdern?
    Und bestaetigt meine Ansicht - im Gegensatz zu der auch hier kolportierten Meinung, dass es sich um von den USA listig geplante und betriebene Informationsverarschung handelt - dass es Veroeffentlichungen sind, die selbst in ihrer Belanglosigkeit weh tun.
    Weil sie vor allem eines tun, naemlich die Unzuverlaessigkeit der USA-Politik aufdecken und belegen, dass Vertraulichkeit in der Kommunikation mit denen nicht gegeben ist.

    Wenn sich nun auch noch keine oder nur sehr schlechte Anwaelte bereit erklaeren, den guten Mann zu verteidigen, dann hat man ihn moralisch und rechtlich endgueltig ruiniert.
    Und die von Dir angedeutete Show mit dem Stuhl kann dann zur Prime Time in allen US-Sendern belegen, dass die Gerechtigkeit - vor allem die US-amerikanische - immer gewinnt.
    Sollte dies nicht jeden Amerikaner noch stolzer machen?

  5. #4
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Das war und ist in Ländern mit einer langen Tradition in Sachen "Freedom of Information" garnicht so einfach. Da hat das Interesse der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert.
    Anders als in vielen europäischen Staaten, wo der Staat als Obrigkeitsstaat sich gerierte und sehr viele Dinge zu "unantastbaren Arkanbereichen" deklarierte.
    So reflektiert auch die unterschiedliche Verwunderung über WikiLeaks letztlich Unterschiede in den Verständnissen von Staatsbürgertum und Staat.
    Großartige Staatsgeheimnisse hat er ja auch nicht verraten, Wikileaks ist nur billige Sensationsmache, und das in Afghanistan und Irak mit Apache-Helikoptern Terroristen gejagt werden, war ja auch schon vorher bekannt. Auch die "Geheimdepeschen" der amerikanischen Botschaften sind nicht sonderlich interessant und dass der saudische König die Amis zum Präventivschlag gegen Iran aufgefordert hat, verwundert auch nicht weiter, da sieht man doch, wer die wahren Kriegstreiber in der Region sind.

    Die Saudis und Kuwaiter und natürlich auch der Iran sind doch alle sehr froh, dass sie Saddam Hussein los sind, nur die Deutschen meinen, es wäre besser, wenn er auch heute noch weiter Kurden ........ würde. Ja, da sieht man dann das sehr unterschiedliche Verständnis von Völkerrecht und Menschenrechten, das ist allerdings wahr. Die Deutschen haben in dieser Hinsicht seit 1945 wohl so gut wie nichts dazugelernt, dass haben sie mit ihrer Initiative gegen die Befreiung des Irak leider allzu eindeutig gezeigt.

    Vielleicht hat ja noch ein Bundeswehrsoldat den Film irgendwo, wo an einem afghanischen Kontrollpunkt ein Auto mit 4 Insassen zusammengeschossen wurde von der Bundeswehr, da sieht man dann mal, dass der Finger am Abzug auch deutscher Soldaten sehr locker sitzt, wenn in Sekunden über das eigene Leben und Tod entschieden werden muß. Aber natürlich ist es viel einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen und so zu tun, als ob man ja selbst was besseres wäre.........

  6. #5
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Großartige Staatsgeheimnisse hat er ja auch nicht verraten,
    bin mir da nicht so sicher.
    Wenn eine Hillary Clinton schon ausrastet - weil man eine Depesche hochgeladen hatte, in der zu lesen war - das sie die Botschaften weltweit zur Spionage aufgefordert haben soll - dann ist das schon der Hammer.

    Auch hat ja Assange angekündigt, das dies erst der Anfang war. Weit brisanteres Material würde erst jetzt puplik gemacht.
    Es wird auf jeden Fall einiges verändern, ob positiv oder negativ - das wird sich zeigen.
    Assange hat es trotzdem nicht verdient, wie ein Hase gejagt zu werden - ist sowieso bereits viel zu spät. Es gibt mittlerweile bereits derart viele Kopien - das ein Stopp nicht mehr möglich sein dürfte.

    Ich wundere mich langsam, warum noch kein amerikanisches Gericht einen Haftbefehl gegen Assange erlassen hat, oder ist das Publizieren von Geheimdokumenten neuerdings nicht mehr strafbar ?
    scheinbar ist es nicht strafbar - wenn derjenige nicht US-Bürger ist - dann wäre es Landesverrat.
    Auch hat er die Depeschen nicht gestohlen oder sonst irgendwie verboten erworben.
    Alleine das Publizieren ist nicht strafbar. Daher ja das Dilemma bei den Amis - und vermutlich haben auch die Amis den Grund eines
    Haftbefehls der schwedischen Regierung erst geschaffen - wenn schon die Staatsanwältin in Schweden zugeben muss - das gegen Assange keine Beweise vorliegen.

  7. #6
    Avatar von Dieter1

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    Dieser Assange ist fuer mich nichts weiter als ne Knalltuete mit Geltungsdrang.

    Die Sueddeutsche online reflektiert meine Meinung darueber am besten:

    "Wikileaks beansprucht für sich, die Politik der Hinterzimmer zu entlarven. Doch die demokratische Öffentlichkeit weiß über die vermeintlichen Verschwörungen längst Bescheid. Das Internet-Organ inszeniert lediglich allzu Bekanntes medienwirksam als Geheimnis. Die wirklich brisanten Themen bleiben im Verborgenen."

    Und weiter:

    "Für seine Arbeit nutzt Julian Assange die Freiheiten, die demokratische Rechtsstaaten bieten. Für sich selbst will der Wikileaks-Gründer, der jetzt in Haft genommen wurde, die Regeln dieser Systeme nicht akzeptieren. Doch Assange steht nicht über dem Gesetz.

    Julian Assange ist kein Heiliger. Ob er nun australischer Staatsbürger ist oder seine Web-Adresse mit der Kennung der liberalen Schweizer betreibt, ob er sich eines amerikanischen Geheimnisverräters bedient oder in allen demokratischen Systemen der Welt ein Netz an Helfern unterhält - überall nutzt Assange die Freiheiten, die demokratische Rechtsstaaten bieten. Seine Server stehen in Ländern mit einem großen Herz für Meinungsfreiheit. Dennoch klagt er diese Demokratien an, schimpft sie "autoritäre Konspirationen", die er durch - ja, man muss das Wort benutzen - totalitäre Transparenz zur Offenheit zwingen will.


    Für sich selbst will Assange die Regeln dieser Systeme nicht akzeptieren."

  8. #7
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    Alleine das Publizieren ist nicht strafbar. Daher ja das Dilemma bei den Amis - und vermutlich haben auch die Amis den Grund eines
    Haftbefehls der schwedischen Regierung erst geschaffen - wenn schon die Staatsanwältin in Schweden zugeben muss - das gegen Assange keine Beweise vorliegen.
    In meinen Augen ist dieser Assange ein ziemlich niederträchtiges A.....loch. Aber es geht ja darum, die USA anzupinkeln, da ist ihm ja der Beifall (vor allem aus Deutschland) sicher.

    Wikileaks: Julian Assange verhaftet

    Sein größter Feind




    Für seine Arbeit nutzt Julian Assange die Freiheiten, die demokratische Rechtsstaaten bieten. Für sich selbst will der Wikileaks-Gründer, der jetzt in Haft genommen wurde, die Regeln dieser Systeme nicht akzeptieren. Doch Assange steht nicht über dem Gesetz.



    Julian Assange ist kein Heiliger. Ob er nun australischer Staatsbürger ist oder seine Web-Adresse mit der Kennung der liberalen Schweizer betreibt, ob er sich eines amerikanischen Geheimnisverräters bedient oder in allen demokratischen Systemen der Welt ein Netz an Helfern unterhält - überall nutzt Assange die Freiheiten, die demokratische Rechtsstaaten bieten.



    Seine Server stehen in Ländern mit einem großen Herz für Meinungsfreiheit. Dennoch klagt er diese Demokratien an, schimpft sie "autoritäre Konspirationen", die er durch - ja, man muss das Wort benutzen - totalitäre Transparenz zur Offenheit zwingen will.


    Assange bleibt vorerst in Haft

    Für sich selbst will Assange die Regeln dieser Systeme nicht akzeptieren. In Schweden liegen seit August Anzeigen wegen 5exueller Nötigung und .............. gegen den Mann vor. Also verlässt Assange Schweden, obwohl er doch dort wegen der großen Freiheiten Residenz nehmen wollte.

    Jeder Rechtsstaat, auch der schwedische, geht Strafanzeigen nach. Wäre Assange in Schweden beraubt oder entführt worden, die Staatsanwaltschaft hätte auch zu seinen Gunsten ermitteln müssen. Der Rechtsstaat lebt nicht von Phantasien über Verschwörungen, sondern von Fakten.

    Der Tanz um Assanges Auslieferung ist grotesk. Das Umfeld des Mannes schürt Gerüchte über ein Geheimdienst-Komplott, er selbst heizt die Stimmung bis ins Hysterische an und droht mehr oder minder unverhohlen den Strafverfolgern mit einer Flut von schädigenden Veröffentlichungen. Das ist kein Selbstschutz, das grenzt an Erpressung.


    Der ..............svorwurf wiegt schwer. Die komplizierten Ermittlungen in diesen Fällen zwingen zur Mahnung, dass Assange als unschuldig zu gelten hat, bis ein Urteil vorliegt. Genauso aber haben auch die beiden betroffenen Frauen ein Recht auf Diskretion.


    Ihre Namen werden genüsslich im Netz verbreitet - Mata Haris der digitalen Zeit sollen sie sein, Agenten in einer globalen Verschwörung. Die digitale Inquisition raunt und versteckt sich hinter User-Namen.

    Julian Assange braucht kein Mitleid und er hat kein Recht auf eigene Regeln bei den Ermittlungen. Er braucht lediglich ein faires Verfahren. Und er muss akzeptieren, dass er sich dem Zugriff des Rechtsstaates nicht entziehen kann, auch wenn der seine Daten bisher nicht zu fassen bekommt. Hier liegt das andere Problem der Causa Assange: Seine Veröffentlichungen im Namen der Freiheit richten Schaden an.

    Sie zerstören Politik, gefährden Menschen, können Ökonomien beeinflussen. Gleichwohl ist die Arbeit von Wikileaks strafrechtlich kaum zu ahnden. Geheimnisverrat ist strafbar, für den Transporteur des Geheimnisses aber meist nicht - zumindest nicht in den Demokratien, die Assange für seine Arbeit in Anspruch nimmt. Diese Freiheit nutzen auch die Medien, die zu einem besseren Verständnis der Welt beitragen wollen.

    Assange aber geht es nicht um Verständnis, es geht ihm um Radikalität, bei der alleine er die Regeln setzt.

    Wikileaks: Julian Assange verhaftet - Sein größter Feind - Politik - sueddeutsche.de

  9. #8
    Avatar von wingman

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    wegen angeblicher .............. in Schweden.

    Ich wundere mich langsam, warum noch kein amerikanisches Gericht einen Haftbefehl gegen Assange erlassen hat, oder ist das Publizieren von Geheimdokumenten neuerdings nicht mehr strafbar ?

    Wenn Assange (warum wird sein Name in den deutschen Medien eigentlich französisch ausgesprochen, wo der Mann doch Australier ist ?) in den USA verknackt wird wegen Landesverrat, kriegt er sicher mindestens 300-500 Jahre Knast, oder der Elektrische wird schon mal vorgeheizt.
    der elektrische stuhl ist in den usa nur noch im museum zu finden. interessant ist zumindest das man ihn durch dieses verfahren erstmal aus dem verkehr nehmen konnte. er hat sich selbst gestellt, er hätte sich irgendwo auch in den untergrund begeben können.
    einiges an dem ganzen ist seltsam und der verdacht tut sich auf das man ihm bequemerweise etwas untergejubelt hat.
    somit scheint klar das er einigen ziemlich auf den schlips getreten hat.

  10. #9
    antibes
    Avatar von antibes
    Es geht darum daß man Personen, die mit unangenehmen "Wahrheiten" in diesem Ausmaß die etablierten Strukturen provozieren, gleich mundtot gemacht wird. Vergewaltungsfälle kann man ganz schnell konstruieren, besonders wenn schon eine Tendenz des Verdächtigen in diese Richtung existiert.

    Man stelle sich nur vor Meinungs- und Informationsfreiheit würden von jedem Bürger wahr genommen werden. Daran haben doch die Regierenden in einer Zeit der Gleichschaltung und Entmündigung, wie sich z.B. im Terrorwahn manifestiert, kein Interesse.

  11. #10
    Avatar von Dieter1

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    Die Verschoerungstheorie feiert froehliche Urstaend! Sogar bei Leuten wo ich dachte, die denken mit.

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