Umfrageergebnis anzeigen: Was wird am 03. Oktober gefeiert?

Teilnehmer
15. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Der Anschluss der DDR

    8 53,33%
  • Die Wiedervereinigung Deutschlands

    7 46,67%
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Ergebnis 1 bis 10 von 18

Anschluss oder Wiedervereinigung - was meint ihr?

Erstellt von strike, 30.09.2010, 03:59 Uhr · 17 Antworten · 1.462 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von strike

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    Anschluss oder Wiedervereinigung - was meint ihr?

    Das Konsequenzen werden hier im Forum ja schon (lange) diskutiert.
    Mich wuerde interessieren - nachdem dies bereits kurz Thema in den Medien war - wie ihr zum 03. Oktober steht.
    Ist es fuer die Mehrheit tatsaechlich der Tag der Wiedervereinigung oder eher die Feier eines Anschlusses?
    Die offizielle politische Sprachregelung kenne ich.
    Entspricht sie aber auch dem Empfinden der Buerger?
    Danke.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Micha L

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    Offizell hieß es Beitritt zum Grundgesetz. Das ist doch nur ein anderes Wort für Anschluß.

    "Keine Experimente" war die entsprechende Parole.

    Mich persönlich beschäftigt das aber nicht mehr.

  4. #3
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    "Keine Experimente" war die entsprechende Parole.
    Man stelle sich einmal vor, die Wessis hätten erfolgreich auf eine Probezeit bestanden.

  5. #4
    antibes
    Avatar von antibes
    Die hätten die Ossis locker bestanden.

  6. #5
    Avatar von kcwknarf

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    Am 3.10. wird unser Hochzeitstag gefeiert. Daher habe ich allen Deutschen frei gegeben.
    Die DDR-Bürger haben sich lediglich für die Auflösung ihres Staates und die Integrierung in einen Staat nach Wunsch entschieden. Auch wenn sie es später bereut haben, so war es einer der wenigen wirklich demokratischen Volksentscheidungen auf deutschem Boden (nicht der Entschluß selbst, aber die Wahl der dafür positiv wertenden Parteien kurz davor).
    Viel bedeutender ware aber natürlich der Beitritt zur EU, bzw. der kommende Beitritt zur WU und dann der GU (Galaxy Union).

  7. #6
    Avatar von Micha L

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    Mein ganz persönlicher Eindruck damals:

    Ich war froh, daß die SED-Herrschaft beendet war, habe mich aber bei der Einheit zunächst fremd in der Heimat gefühlt, wegen der Regierung in Bonn.
    Auch waren die ersten Westboten Videotheken mit Horror- und ähnlich unappetitlichen Filmen ohne Niveau und Büros der Republikaner.

    Aber diese Unsicherheit ging in relativ kurzer Zeit vorbei.

    Fehlerfrei gibts nicht. Besser konnte es kaum Laufen mit der Einheit.

    Gruß

    Micha

  8. #7
    Avatar von Yogi

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    Ein Geschenk, .................................................. ................das sowohl Ossis als auch Wessis immer noch teuer bezahlen.

  9. #8
    Avatar von waltee

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    Hab eben im TV ein Fazit 20 Jahre "Wiedervereinigung" gesehen - von wegen!

    Der Anteil "Ossi"in einer verantwortliche Position im heutigen Deutschland ist unter 5 %.

  10. #9
    expatpeter
    Avatar von expatpeter
    Wir waren alle überfordert mit diesem Ereignis. Wir Wessis wussten auch nicht, wie wichtig sich die Ossis trotz allem nehmen. Trotz allem bedeutet hier, trotz der Tatsache, dass sie doch nun befreit worden sind von einem Staat, der sie drangsaliert und unterdrückt hatte. Wir wussten nicht, dass sie diese Drangsalierung und Unterdrückung teilweise genossen haben (zumindest jedenfalls die Genossen ), und wir wussten auch nicht, dass sich viele in selbstgeschaffenen Nischen da drüben ganz wohl fühlten.
    Der Ossi fühlt dies, der Ossi fühlt das, ja wir haben es wahrgenommen, aber nicht richtig einordnen können. Nehmt mich zum Beispiel. Ich war während der bewegenden Ereignisse irgendwo in der Nähe von Tahiti. Als ich zurückkam, fuhr ich gleich in die DDR, um die Euphorie der Bevölkerung über die Befreiung mitzuerleben. Da war aber nichts. Die Leute meckerten rum und trauerten den vergangenen Zeiten nach. Gemessen daran fand ich das Verhalten der westlichen Seite unglaublich tolerant und duldsam. Ich wage es nicht, mir vorzustellen, was mit uns Wessis passiert wäre, wenn wir in den Osten eingegliedert worden wären. Niemand hätte auch nur versucht, auf des Wessis Gefühle zu achten, geschweige denn sie zu tolerieren. Sie hätten uns in Grund und Boden getreten. Das haben wir mit ihnen nicht gemacht.
    Und auch noch 20 Jahre danach kann ich mit der Art und Weise nichts anfangen, wie sie ihr nicht selbsverschuldetes Dilemma "verarbeiten". Sie nehmen es uns nach wie vor übel, dass wir es besser hatten und dass wir ihnen in der pychischen Entwicklung weit voraus sind. Unsere Lockerheit und Selbstzufriedenheit erleben sie als Arroganz, und wir ziehen uns das sogar noch an.
    Die DDR war für mich Zeit meines Lebens der Staat mit den schlimmsten Einwohnern, und nun lassen wir mal noch ein paar Generationen vergehen.

  11. #10
    Avatar von waltee

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    2.832
    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    Wir Wessis wussten auch nicht, wie wichtig sich die Ossis trotz allem nehmen.
    Die nehmen sich nicht wichtig sondern sie sind es. Wie übrigens jeder Mensch.

    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    Wir wussten nicht, dass sie diese Drangsalierung und Unterdrückung teilweise genossen haben
    Schwachsinn hoch 3!

    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    Gemessen daran fand ich das Verhalten der westlichen Seite unglaublich tolerant und duldsam. Ich wage es nicht, mir vorzustellen, was mit uns Wessis passiert wäre, wenn wir in den Osten eingegliedert worden wären. Niemand hätte auch nur versucht, auf des Wessis Gefühle zu achten, geschweige denn sie zu tolerieren. Sie hätten uns in Grund und Boden getreten. Das haben wir mit ihnen nicht gemacht.
    Doch, genau das wurde gemacht. Gutgehende Betriebe welche absolut konkurrenzfähig waren wurden in Grund und Boden getreten, unliebsame Konkurrenz ausgeschaltet. Ossi-Sanierer kriegten keinen Kredit, aber die unfreundlichen Übernahmen von Wessis (auch Schweizer!) wurden dick gesponsert. Nur um ein zwei Jahre später Konkurs zu machen. Zuvor hat man aber noch die Filetstücke versilbert.

    Wieso ist die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland so viel höher? Ossis müssen ja auswandern weil ihre Wirtschaft in Grund und Boden getreten worden ist.

    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    Unsere Lockerheit und Selbstzufriedenheit erleben sie als Arroganz
    Der Wessi ist viel überheblicher als der Ossi, weil er sich was besseres dünkt.

    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    Die DDR war für mich Zeit meines Lebens der Staat mit den schlimmsten Einwohnern,
    Schon wieder falsch, die Einwohner wurden doch gar nie gefragt.Zuerst kamen sie vom Regen in die Traufe (Faschismus vom "Kommunismus" abgelöst) und auch Alternativen zur Wiedervereinigung oder D-Mark wurden nie erörtert.

    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    und nun lassen wir mal noch ein paar Generationen vergehen.
    Gerechtigkeit wird nicht durch das Verschieben auf die lange Bank erreicht.

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