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Alternative für Deutschland!?

Erstellt von strike, 03.05.2013, 16:59 Uhr · 5.592 Antworten · 252.738 Aufrufe

  1. #3001
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Was auch daran abzulesen ist, dass er zwar die AfD verlassen hat aber nicht sein durch sie erreichtes Mandat in Brüssel zurück gegeben hat.
    Wer da was durch wen erreichte, koennte man durchaus kontrovers diskutieren.

  2.  
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  3. #3002
    Avatar von Chumpae

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    Da rechnet ein früher mal gern gesehener Talk-Show-Gast mit einer auch von ihm wesentlich protegierten Partei ab und scheut sich nicht nach allen Seiten auszuteilen.Ihm selbst sind natürlich keinerlei Vorwürfe oder gar Eigenkritik anzulasten, allerdings erkennt man sein Leiden in der Öffentlichkeit kaum noch gefragt zu werden.

    Hans-Olaf Henkel: "Diese Aggressivität, meine Güte" |.ZEIT ONLINE

    Was ist nur aus den alten Männern geworden, wenn ich da z.B. so an ihn oder H. Geissler denke ?

  4. #3003
    Avatar von Uns Uwe

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    Das ist schon wieder ziemlich geil, da will einer der Parteien die Mitschuld daran trägt, dass Tausende Kriminelle und das völlige Chaos ins Land gekommen sind und die dabei ist das Deutschland, dass wir alle kennen zu vernichten, eine andere Partei überwachen lassen.

    Recht5extremismus: SPD will AfD vom Verfassungsschutz beobachten lassen - DIE WELT

  5. #3004
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    ... Ihm selbst sind natürlich keinerlei Vorwürfe oder gar Eigenkritik anzulasten, allerdings erkennt man sein Leiden in der Öffentlichkeit kaum noch gefragt zu werden. ...
    Gut erkannt

    Damit wurde - ich kenne den Artikel bereits länger - auch erstmalig öffentlich bestätigt, was ich vor langer Zeit hier mal erwähnte. Ab 03/2014 wurde von Henkel, Lucke und Paladinen nur noch eines betrieben: Machterhalt um jeden Preis.

    Der Preis war absolute Beliebigkeit, Abwürgen aller demokratischen Prozesse zur Programmatik, rote Linien für alle Themen, die nichts mit dem Euro zu tun hatten, eine interne Inquisition, eine "Rechts-Hatz" bei der sich der tatsächliche politische Gegner vor Lachen auf die Schenkel klopfte, von Henkel auch als "das Säubern der Partei von Elementen" verkauft.

    Henkel, Lucke und Lakaien begriffen aber - als trotz massenhaft angekarrter Lucke-Jubler und äusserst fragwürdiger Regie des Bremer Parteitages ganze 14 Stimmen für die Verhinderung der Satzungsänderung, die Lucke zum König machen sollte, fehlten - im Januar/Februar 2015, dass sie es mit immer weniger manipulierbaren Mitgliedern zu tun hatten.

    Die totale Panik brach dann Mitte April 2015 aus, als die Mitglieder in den Landesverbänden begannen, die von Lucke installierten und protegierten Statthalter abzuwählen. Demokratische Entscheidungen der Basis wurden fortan als "Putsch" diskreditiert, die Sieger dieser demokratischen Entscheidung der Mitglieder als "Rechte" sowieso.

    Statt Einsicht zu zeigen, verrannte sich Lucke - mit tatkräftiger Unterstützung Henkels, der den Kettenhund spielte - völlig. Ein Fehler folgte dem anderen. Der grösste war die Sortierung der Mitglieder in "Anständige" und "Unanständige". Ein bekanntes Spiel, gelle?

    Es wurde eine eigene Partei für die "Anständigen" in der Partei gegründet, ein Vorgang, der in der deutschen Parteiengeschichte einmalig ist. Aus der sich letztendlich seine jetzige Bewegung speist.

    Am Ende hatte Lucke bei der Mehrheit (den "Unanständigen") - völlig unabhängig von der eigenen politischen Sicht der Dinge! - verloren und wurde folgerichtig auf dem vor allem durch diese Stigmatisierung sehr emotionalen Parteitag am 04.07.2015 in Essen nicht wieder als Vorsitzender bestätigt.

    Und nun werden Leute wie Lucke und Henkel eben im Gespräch* gehalten, damit sich deren Erwartung (siehe unten) auch erfüllt. Denn diese ist zugleich Wunsch aller 'Anständigen'.

    ZEIT: Kürzlich sagten Sie, Ihnen sei schon im März 2014 auf dem AfD-Parteitag in Erfurt klar geworden, dass Sie auf einem Tiger reiten.

    Henkel: Ich habe nichts gegen einen Tiger, wenn er in die richtige Richtung geht. (lacht) Aber mir war damals schon ziemlich klar, dass der nicht zu steuern ist. Unsere Strategie war – und es gab Leute, die haben daran länger geglaubt als ich, Lucke gehörte zu denen – , wir wählen Lucke zum alleinigen Vorsitzenden, und dann verärgern wir diese Leute so, dass sie gehen und ihre eigene Partei gründen. Es ist genau umgekehrt gelaufen.


    Und auch hier wird klar, was das tatsächliche Ziel diese Haufens von abgewählten Funktionsträgern und Karrieristen (undemokratisch geführt und von vielen schon wieder enttäuscht verlassen, weil sie es beim ersten Mal nicht verstanden haben) ist:

    Henkel: Wir brauchen Alfa wegen ihres Programms, wir legen uns ganz bewusst mit den Grünen an, wir sind technikfreundlich. Und es gibt noch ein kleines weiteres Argument.

    ZEIT: Welches?

    Henkel: (klopft beim Sprechen mit der Hand auf die Tischplatte) Ich fühle mich verpflichtet, alles zu tun, um zu verhindern, dass diese AfD Fuß fasst, so wie sie heute dasteht. Und da ist Alfa ein Mittel. Das ist für mich auch eine Art, ich will mal sagen: Korrektur dessen, was ich mitgeholfen habe anzurichten.

    ZEIT: Waren Sie deshalb in Mannheim? In Baden-Württemberg wird im März gewählt.

    Henkel: Ja. Wenn Alfa da zwei Prozent kriegt, geht das wahrscheinlich zulasten der AfD. Ob das verhindert, dass sie reinkommt, weiß ich nicht. Aber wir sind dazu verpflichtet, diese Sache weiterzuführen. Ich werde Alfa mit aller Macht unterstützen, auch finanziell.


    Eine wirkliche politische Chance haben diese Leute nicht, es geht weiter ausschliesslich um Rache und verletzte Eitelkeiten. Mithin ein starker Beleg, für die tatsächliche Motivation auch schon früher: den Drang nach autoritärer Führung, Mandat, Prestige und Einkommen. In dieser Reihenfolge.


    * Lucke gar als Experte bei FOCUS. Noch eben war er allerdings auch dort als "Rechter" diffamiert worden. Nun, da wird der Feind meines Feindes dann eben mal zum Freund

  6. #3005
    Avatar von Dieter1

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    Traurig, wenn dem so ist, noch trauriger ist nur was von der AfD uebrig geblieben ist.

    Eine Partei, die die Westbindung Deutschlands in Frage stellt, stellt die Ueberlebensversicherung Deutschlands in Frage und ist nicht waehlbar.

  7. #3006
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    ... die Westbindung Deutschlands in Frage stellt ...
    Hmmmm, mW wird die Westbindung nicht in Frage gestellt.

    Das Ergebnis der bundesweiten Befragung zu diesem Programmpunkt zeigt mit 80,0% Zustimmung, 10,2% Enthaltung und lediglich 9,8% Ablehnung der rückmeldenden Mitglieder, dass es dafür eine klare Mehrheit - anders als von den Medien vermittelt - gibt.

    Sprich: spätestens mit der offiziellen Veröffentlichung des Programms, wird es für die Medien schwieriger, irgendwelche Minderheitenmeinungen als 'Parteilinie' zu verkaufen.

  8. #3007
    Avatar von strike

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    Für die, die sich nicht auf FB bewegen.
    Sachlich, überlegt. Auch die Kommentierungen - soweit ich sie gelesen habe - sind bisher sehr unaufgeregt.

    Werner Patzelt

    Heute - am 7. Januar - erschien in der "Thüringer Allgemeinen" auf S. 3 unter dem Titel "Die AfD ist kein Objekt für den Verfassungsschutz" das folgende Interview, das ich deren Redakteur Frank Schauka gegeben habe:

    Schauka: Herr Professor Patzelt, was würde eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz rechtfertigen? Gibt es Äußerungen von AfD-Politikern oder verdächtigte Vorgänge, in der Öffentlichkeit oder partiintern?

    Patzelt: Die öffentlichen Äußerungen von AfD-Politikern und viele – auch interne – Vorgänge in der AfD sind Gegenstand sehr intensiver massenmedialer Beobachtung und Diskussion.
    Dabei geht es sehr oft um behaupteten Recht5extremismus. Im Übrigen sind mir bislang keine Hinweise darauf bekannt geworden, dass hinter dem öffentlich zugänglichen Erscheinungsbild der AfD im Verborgenen die „eigentliche“ AfD-Politik betrieben würde, die es deshalb mit
    nachrichtendienstlichen Mitteln aufzuklären gelte. Deshalb meine ich, dass eine Beobachtung der AfD durch die Ämter für Verfassungsschutz nicht erforderlich ist. Es reicht die kritische Begleitung durch die Massenmedien sowie jene Dokumentationsarbeit, welche die Parteienforschung ohnehin leistet.

    Obendrein ist der bundesdeutsche Verfassungsschutz – anders als das DDR-Ministerium für Staatssicherheit – nicht „Schild und Schwert“ einer führenden Partei oder des Politikkonsenses staatstragender Parteien, sondern Schild allein der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Zu der gehört es aber, auch – gegebenenfalls sogar radikale – Alternativvorstellungen zur aktuellen Politik zu ertragen. Wer also Forderungen nach einer Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz stellt, sollte zunächst einmal klar sagen, was denn an den Positionen der AfD oder ihrer Politiker recht5extremistisch wäre und eine Befassung des Inlandsgeheimdienstes rechtfertigte.

    Schauka: Wie würde sich eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz auf das vorhandene und potenzielle Wählerklientel der AfD auswirken? Eher abschreckend, eher anziehend oder sogar radikalisierend?

    Patzelt: Mir scheint, dass eine öffentlich bekannt werdende geheimdienstliche Beobachtung der AfD auf weit verbreitetes Unverständnis träfe. Folge wäre eine sich verfestigende Solidarisierung potentieller AfD-Anhänger mit dieser Partei, die umso nachhaltiger wirksam wäre, je glaubwürdiger sich die AfD-Führung von allem Rechtsradikalismus in ihren Reihen abgrenzte – und ohnehin von allem Recht5extremismus. Solidarisierung meint dabei nicht Radikalisierung, sehr wohl aber eine sich vertiefende Entfremdung gegenüber einem politischen System, das allem Anschein nach den Verfassungsschutz zu rein parteipolitischen Zwecken einsetzte.

    Schauka: Welche Entwicklung hat 2015 die AfD auf Bundesebene bzw. in Thüringen genommen?

    Patzelt: Auf Bundesebene wurde in einem intensiven Machtkampf geklärt, dass die AfD sich nicht als „bessere CDU“ aufstellen wird, sondern als eine solche Partei, die jene von der CDU seit längerem vernachlässigten Positionen thematisiert, welche in Deutschland gemeinhin als rechts bzw. allzu rechts gelten. Diese reichen von der Stärkung traditioneller Familienstrukturen bis hin zur Vorstellung, Deutschland solle die Zusammensetzung seines Staatsvolkes nach eigenen Interessen steuern und seinen Charakter als „Staat der Deutschen“ umsichtig bewahren. Dadurch geriet die AfD unvermeidlich in eine Art Zwei-Fronten-Krieg.

    Einesteils wird sie von allen anderen Parteien, einschließlich der CDU, wie eine „NPD light“ behandelt – und somit als eine Partei, die sie ausdrücklich nicht sein will. Andernteils zieht die AfD, nicht zuletzt wegen solcher Etikettierung, auch Mitglieder an, die wohl ebensogut in der NPD sein könnten oder mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht viel anzufangen vermögen – und die, öffentlich sichtbar werdend, die AfD tatsächlich als das erscheinen lassen, was sie nicht sein will. Wie dieser doppelseitige Abwehrkampf ausgehen wird, ist noch nicht abzusehen.

    Schauka: Welche weitere Entwicklung der AfD erwarten Sie und welche Rolle könnte Thüringens AfD-Chef Björn Höcke spielen?

    Patzelt: Exemplarisch wird genau dieser Zwei-Fronten-Kampf um die Rolle der AfD im bundesdeutschen Parteiengefüge derzeit in Thüringen ausgetragen, nämlich um den im Landesverband stark unterstützten, doch bundesweit zur Hauptzielscheibe der AfD-Kritik gewordenen Fraktionsvorsitzenden Höcke. Wie sich Höcke in diesem Konflikt weiterhin verhält, wird deshalb das Schicksal der AfD mitentscheiden. Wenn er es künftig schafft, in glaubwürdiger Weise vorwerfbare und missverständliche Äußerungen zu vermeiden, kann er zu einem der Zugpferde der AfD werden. Wenn er das nicht schafft, wird es zur Neuauflage des letztjährigen Richtungskampfs in der AfD kommen, was die Erfolgsaussichten dieser Partei bei den kommenden fünf Landtagswahlen erheblich beeinträchtigen dürfte und den bisherigen Erfolgskurs der AfD stoppen könnte. Eben deshalb werden die politischen und journalistischen Gegner der AfD all ihr politisches Skandalisierungsinteresse auf Politiker wie Höcke richten.

    Schauka: Wie stark und wo im des politischen Spektrum sehen Sie die Thüringer AfD bzw. die Bundes-AfD zu Beginn des Bundestagswahljahres 2017?

    Patzelt: Die Bundes-AfD ist zu genau jener Partei geworden, deren Aufkommen Politiker wie Franz Josef Strauß immer verhindern wollten, der die von Angela Merkel umgeformte CDU aber den benötigten Entfaltungsspielraum gegeben hat: eine demokratisch legitimierte Partei rechts von der Union.

    Falls die AfD es schaffen sollte, dabei nicht der Sogkraft des rechtsradikalen und recht5extremen Narrensaums zu erliegen, und falls die CDU weiterhin eher die Wähler der SPD als jene der AfD gewinnen will, wird die AfD am Ende dieses Jahres in mindestens drei bis vier weiteren Landesparlamenten vertreten sein und auf diese Weise so viel an parlamentarische Sachkompetenz verschaffender Infrastruktur hinzugewonnen haben, dass sie mit Zuversicht in den kommenden Bundestagswahlkampf gehen kann. Und falls bis dahin die Einwanderung nach Deutschland nicht deutlich reduziert wurde sowie die nunmehr gewaltigen Integrationsherausforderungen unseres „Einwanderungslandes ohne Einwanderungspolitik“ sich als überaus kostspielig herausstellen, wird das die Wahlaussichten einer nicht-rechtsradikalen AfD – doch nur einer nichts-rechtsradikalen AfD – noch weiter verbessern.


    https://www.facebook.com/WJPatzelt/p...895428?fref=nf

  9. #3008
    Avatar von Nokhu

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    Was für Schlüsse kann man daraus ziehen ?

    Mitgliederzahlen der Parteien : Deutliche Verluste bei ...

  10. #3009
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Was für Schlüsse kann man daraus ziehen ?
    Hmmm, vielleicht diesen hier: es gibt noch viel zu viele Mitglieder bei den "Volksparteien", die die Drecksarbeit für die Funktionärscliquen und abgehobenen Mandatsträger erledigen.


  11. #3010
    Avatar von waltee

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    ... Mitglieder bei den "Volksparteien", die die Drecksarbeit für die Funktionärscliquen und abgehobenen Mandatsträger erledigen.

    Zum Glück gibt es jetzt die AfD: Alternative für Drecksarbeit!

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