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Alternative für Deutschland!?

Erstellt von strike, 03.05.2013, 16:59 Uhr · 5.592 Antworten · 251.605 Aufrufe

  1. #1471
    Avatar von Loso

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Schon vergessen: nur ein verschwindend geringer Teil der wirklich RECHTEN hat die AfD gewählt, dafür ein enorm starker bürgerlicher Anteil und in BBG sogar im wesentlichen ex-LINKS Wähler.
    Ich kann leider nicht mit einer Quelle dienen, aber irgendwo im SpOn war eine Grafik, wo auch die Wählerwanderung von den "Sonstigen" zur AfD angegeben war, die war jeweils grösser als von SPD oder CDU, ca.28Tsd. Das sind oder waren zwar mehrere Parteien, aber welche Leute sich dahinter verbergen dürfte klar sein.

    Was aus meiner Sicht problematisch ist: Im Windschatten der AfD-Rhetorik werden Ansichten wieder salonfähig, die ich in diesem Land nicht haben möchte, z.B. Antisemitismus, Ausländerfeindlicheit und nationale Überheblichkeit. Auch wenn politische Vereinfachung zum Geschäft gehört, überzeugt mich die halbherzige Distanzierung von nationalsozialistischen Kreisen überhaupt nicht. Auf kommunaler Ebene ist das im Land noch viel krasser. Man merkt das ja sehr schön hier im Forum, die braunen Ratten kommen aus ihren Löchern.

    D.h. nicht, dass ich dir nicht grundsätzlich recht gebe, politisch, auch was die Themen der AfD betrifft. Aber man kann die gesellschaftlichen Folgen und den personellen Unterbau dieser Leute nicht einfach ausblenden. Dann sollte man so ehrlich sein und sagen: Ok. ich finde die Leute und ihre Wähler zwar scheise, aber wäge halt derzeit ab, dass die anderen gezwungen werden müssen, deren Themen anders anzugehen.

    Früher oder später geht es denen sowieso nur noch um Pöstchen und innerparteilicher Zoff rafft die dahin, garantiert. Das ist ja von Anfang an kaum noch unterm Deckel zu halten.

  2.  
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  3. #1472
    Avatar von Uns Uwe

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    Zitat Zitat von Loso Beitrag anzeigen
    Man merkt das ja sehr schön hier im Forum, die braunen Ratten kommen aus ihren Löchern.
    Gut, dass wenigstens Du als Menschenfreund sachlich argumentierst ohne andere Menschen abzuwerten..

  4. #1473
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Loso Beitrag anzeigen
    Ich kann leider nicht mit einer Quelle dienen, aber irgendwo im SpOn war eine Grafik, wo auch die Wählerwanderung von den "Sonstigen" zur AfD angegeben war, die war jeweils grösser als von SPD oder CDU, ca.28Tsd. Das sind oder waren zwar mehrere Parteien, aber welche Leute sich dahinter verbergen dürfte klar sein.
    Ich möchte Deinen Hinweis nicht einfach ignorieren.
    Oder das Problem verniedlichen.

    Ja, da werden auch ex-NPD-Wähler drunter sein.
    Wieviele davon aber sogenannte "Protestwähler"?


    ... Dann sollte man so ehrlich sein und sagen: Ok. ich finde die Leute und ihre Wähler zwar scheise, aber wäge halt derzeit ab, dass die anderen gezwungen werden müssen, deren Themen anders anzugehen.
    Ich habe hier schon öfter den Begriff "kleinstes Übel" verwendet.
    Meine kritische Sicht vor allem auf die AfD-Führer ist dem aufmerksamen Leser bekannt und auch beim Umgang mit manchen Themen tue mich wirklich schwer.

    Aber: es gibt im Moment offensichtlich keine andere Alternative um die Altparteien zum Hinschauen, Zuhören, Nachdenken und Handeln zu bewegen.

    Früher oder später geht es denen sowieso nur noch um Pöstchen und innerparteilicher Zoff rafft die dahin, garantiert. Das ist ja von Anfang an kaum noch unterm Deckel zu halten.
    Da kann ich Dir nicht überzeugend widersprechen, wenn ich zu meinen eigenen Ausführungen und Hinweisen zum Thema "innerparteiliche Demokratie und Transparenz in der AfD - Anspruch und Wirklichkeit" hier in diesem Forum stehe ;)

  5. #1474
    Avatar von strike

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    Zum Nachdenken:

    https://www.facebook.com/wolfganghuebnerffm?fref=ts

    Für die, die FB meiden:

    Die Ära der „Alternativlosigkeit“ geht zu Ende
    Mit Wahlboykott und AfD gegen die etablierten Parteien


    Die drei Wahlen im mitteldeutschen Osten der Republik waren Faustschläge in die entgeisterten Gesichter der etablierten Parteien, von denen sich selbst die CDU nur noch mit Selbstbetrug als Volkspartei bezeichnen darf. „Es gibt keine politische Alternative“ – dieses Kerndogma der zerbröselnden Merkel-Ära wollen immer weniger Menschen hören oder gar befolgen: Entweder mit dem faktischen Urnenboykott, der sich an den immer niedrigeren Zahlen der Wahlbeteiligungen leicht ablesen lässt. Oder in den von Mal zu Mal steigenden Prozentzahlen für das ausdrückliche Gegenteil zur angeblichen politischen „Alternativlosigkeit“ zwischen Flensburg und Konstanz, zwischen Aachen und Görlitz - also die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD).

    Verwundert oder gar geschockt über diese Entwicklung können nur jene sein, die tatsächlich geglaubt haben, die abenteuerliche Euro-Rettungspolitik, eine selbstschädigende Sanktionspolitik gegen Russland, törichte „Islam gehört zu Deutschland“-Beschwörungen, der importierte Judenhass, die explodierende Einbruchskriminalität und die ungesteuerte Flüchtlingsflut aus allen möglichen Krisengebieten der Welt würde zu keinen Gegenreaktionen von immer mehr Menschen in Deutschland führen. Faktischer Wahlboykott und AfD-Wahl nur „Protest“ zu nennen, geht verblendet daran vorbei, dass diese Entwicklungen die grollenden Vorzeichen eines bald drohenden offenen Aufruhrs des Volkes gegen die realitätsresistente politische und mediale Klasse ist, die sich ebenso selbstgefällig wie grundlos als Elite betrachtet.

    Noch überwiegt, das haben die Wahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg deutlich gezeigt, die Masse derer, die nicht zur Wahl gehen, die Zahl jener, die sich alternativ, also für die AfD oder kleine Parteien entscheiden. Das aber muss, ja es wird wahrscheinlich nicht so bleiben. Denn wenn vor allem die Führung der AfD die Signale aus dem immer stärker von den etablierten Mächten in Politik und Medien frustrierten Deutschen richtig versteht und ihre Positionen entsprechend volksnah formuliert, dann werden es demnächst schon 20 und mehr Prozent sein, die ihre Stimme der neuen Kraft anvertrauen werden. Ob das gelingt, wird entscheidend davon abhängen, ob die gesamte AfD-Führung endlich den Mut aufbringt, offen und offensiv gegen die erstickende Quasi-Diktatur der „Politischen Korrektheit“ in Stellung zu gehen.

    Hoffnung dazu macht der große Erfolg der drei deutlich konservativ geprägten AfD-Landesverbände in Mitteldeutschland. Sie haben bewiesen, dass es kein Nachteil, sondern geradezu ein Erfolgsrezept ist, über die drängenden Probleme der Menschen nicht nur folgenlos zu palavern, sondern sich auch dieser ausdrücklich anzunehmen. Hingegen hat die CDU-Kanzlerin Merkel über Grenzkriminalität erst geredet, als ihre Berater nach Kenntnis aktueller Umfragen Alarm geschlagen hatten. Aber da war es schon zu spät.

    Der starke Strom von AfD-Wählern, die zuvor die Linkspartei gestärkt hatten, kann übrigens nur diejenigen überraschen, die tatsächlich diese Menschen für überzeugt sozialistisch, internationalistisch und minderheitenorientiert eingeschätzt haben. Doch schon der in den Hintergrund getretene Oskar Lafontaine wusste das besser und bediente in seiner Rhetorik ebenso bewusst wie demagogisch diese Not-Linkswähler, die nun keine mehr sind.

    Allerdings kann die AfD gerade diese Wählergruppe schnell vergraulen und zusätzlich in den Wahlboykott treiben, wenn sich in der Parteiführung geschworene Wirtschaftsliberale, uneinsichtige Transatlantiker und kurzsichtige Konjunkturritter durchsetzen sollten. Diese Gefahr ist nach dem Triumph der drei östlichen Landesverbände erheblich geringer geworden, aber noch längst nicht verlässlich gebannt. Denn in den westlichen Landesverbänden der AfD gibt es weiterhin starke Kräfte, die in Richtung einer CDU- oder FDP-Alternative streben. Die AfD kann aber ihrer historisch notwendigen Rolle als national-konservative Kraft im freiheitlichen Geiste und demokratische Volkspartei neuer Art nur gerecht werden, wenn sie dieser Versuchung programmatisch wie personell widersteht.

    Denn eher über kurz als über lang kommen auf Deutschland die Probleme zu, die bislang ausgelagert nach Frankreich, Italien oder den Rest der Welt erschienen. Die Ukraine-Krise sowie das Wüten der Islam-Barbaren auch mit deutscher Staatsbürgerschaft im Irak, Syrien und anderswo erzwingen nun die Wahl zwischen der Wahrnehmung nationaler Interessen oder Gefolgschaft für die Interessen anderer Mächte. Und wenn sich CDU und SPD weiterhin von den geschwächten Grünen, Asyl-Lobby und Sozialindustrie in die aktuelle Flüchtlingsinvasion treiben lassen, dann ist der Zeitpunkt nicht mehr weit, an dem die weitverbreitete Bereitschaft zur Hilfe umschlägt in aggressive Angst vor Überfremdung und Sozialabbau.

    Die Ära der „Alternativlosigkeit“, das trügerische Intermezzo des Merkel-Biedermeiers geht unaufhaltsam zu Ende. Das mag viele Schlafmützen in Deutschland erschrecken und die Profiteure der „Alternativlosigkeit“ in Panik oder Wut versetzen – doch Geschichte steht nicht still! Der Wind der Veränderung – er kommt erneut aus dem Osten – weht durch das Land und wirbelt viel Staub auf und weg. Das ist keine schlechte, sondern eine sehr verheißungsvolle Botschaft.

    Wolfgang Hübner, 15. September 2014


    Die Hervorhebungen sind von mir.

  6. #1475
    Avatar von socky7

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    Deutschland braucht die AfD :



    " Doch im Unterschied zu vielen anderen Protestparteien spricht die AfD tatsächlich relevante gesellschaftliche Milieus an, die in den vergangenen Jahren keine politische Heimat (mehr) hatten.
    Zu diesen Milieus zählt der selbsternannte Leistungsträger, dem die FDP-Sozialpolitik bereits zu verweichlicht erscheint. Dazu zählt der Handwerksmeister, der sich über immer neue Umweltauflagen für seinen Betrieb ärgert. Dazu zählt der Rentner, der mit Europa vor allem Kriminalität verbindet und mit dem Euro Inflation. Und schließlich zählt dazu die Hausfrau und Mutter, die ihr traditionelles Lebensmodell entwertet sieht, seit selbst CDU-Politiker von Gender Mainstreaming reden und beim Christopher Street Day das Grußwort halten."

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-991793.html

    Da kann das Staatsfernsehen ARD und ZDF weiter gegen die AfD stänkern.
    Die AfD wird ihren Weg gehen, zumal die Altparteien wie Grüne, SPD und die CDU/CSU auch in Zukunft fast alles falsch machen werden, was man falsch machen kann und ansonsten weitgehend untätig bleiben.

    Viele Reformen, z.B. beim Beamtenrecht, werden von den Altparteien überhaupt nicht angefasst.
    Die Pensionen von Beamten und Beamtinnen sind im Vergleich zu den Renten in Deutschland viel zu hoch, weil sie sich im Wesentlichen nach der Besoldung der letzten drei Jahre richten.

    Die deutschen Kommunen werden sich noch wundern, wenn die Zinsen wieder steigen werden.
    Dann geht der größte Teil des Haushalts in Schuldentilgung und Zinsen sowie in die Personalkosten vom öffentlichen Dienst und in die Pensionen. Investitionen sind dann nur noch auf Pump möglich.

  7. #1476
    Avatar von Loso

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    Man sollte jetzt die drei Wählchen, bei der zusammengenommen etwa so viele Leute gewählt haben wie in Niedersachsen, nicht so überbewerten.

  8. #1477
    Avatar von noritom

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    Zitat Zitat von Loso Beitrag anzeigen
    ..................nicht so überbewerten.
    Aber werten!! Ich sehe, als bekennender AfD Wähler, den Vorteil der Wahlerfolge auch darin, dass die MSM nun nicht mehr - wie bisher - ingnorant mir dieser Partei umgehen können. Die AfD ist mit diesen 3 (mit der EU-Wahl) 4 Wahlerfolgen in der Parteienwelt angekommen. Natürlich werden die MSM weiterhin Diskreditierungsversuche unternehmen, sich aber dadurch, m.M.n. einen Bärendienst erweisen (FAZ streicht 200 Stellen, ist doch klar, das Atlantik Sprachrohr will doch keiner mehr lesen).

    Gestern hat Claus Kleber im heute journal versucht, Herrn Lucke mit billigster Polemik aus der Reserve zu locken. Lucke hat Kleber so was von abgefertigt, einfach schön!!

  9. #1478
    Avatar von Eutropis

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    Die AFD wird die CDU auf lange Sicht wieder etwas nach "rechts" rücken.
    So wie früher die Grünen und jetzt die Linke die SPD nach "links".
    Einen gewissen Bodensatz an Spießern und Rassisten hat jede Gesellschaft.
    Muss man abwarten, ob der bei unter oder über 5 % der Leute geht die Sonntags ihr Kreuz machen gehen, liegt.

  10. #1479
    Avatar von waltee

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    Oho, touché deiner Reaktion nach. Oder um es primitiver auszudrücken, da ist mir ein Touchdown gelungen.

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Der vor allem und zuerst die Plaetze an den Trögen für vorgebliche GutDenk und NeuSprech-Menschen (© Die Zeit) sichern soll.
    Deine Wortwahl zeigt sehr schön was unter Rechtspopulismus zu verstehen ist, danke.

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Schon vergessen: nur ein verschwindend geringer Teil der wirklich RECHTEN hat die AfD gewählt, dafür ein enorm starker bürgerlicher Anteil und in BBG sogar im wesentlichen ex-LINKS Wähler.
    Du unterscheidest zwischen Rechten und wirklich Rechten? Ich seh nicht mal einen wesentlichen Unterschied zwischen radikalen Linken und Rechten - was dem einen sein Adolf, war dem andern sein Stalin.

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Noch Fragen, Kienzle?
    Ja, waren das alles wirklich Rechte die seinerzeit den Nationalsozialisten zur Macht verhalfen?

  11. #1480
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von waltee Beitrag anzeigen
    Oho, touché deiner Reaktion nach. Oder um es primitiver auszudrücken, da ist mir ein Touchdown gelungen.
    @waltee :
    kannst Du Dich nicht verständlich in deutscher Sprache ausdrücken ?

    Dein Sprachstil erinnert mich an einen deutschen Zuwanderer im kanadischen Quebec, der nach zwei Jahren Aufenthalt in Montreal auch ein Gemisch von deutschen, französischen und englischen Sprachelementen verwendete.

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