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Alternative für Deutschland!?

Erstellt von strike, 03.05.2013, 16:59 Uhr · 5.592 Antworten · 251.450 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    ...
    Von der AfD erwarte ich hier auch nichts Gutes .
    Daher habe ich persönlich leider keine Wahl ....
    Da muss jeder fuer sich selbst entscheiden, ob die blosse und vermutete - weil bislang unbewiesene - Unfaehigkeit reicht, um denen erst gar keine Chance zu geben ;)

    Ansonsten: habe noch mal zwei Bekannten gefragt.
    Beide meinten, dass z.Bsp. deutsche Autos (VW, BMW und Mercedes) und deutsche Maschinentechnik im Ausland sehr wohl immer noch zum Teil deutlich teurer als ihrer unmittelbaren Mitbewerber seien und dennoch gekauft würden.
    Selbst wenn ein Toyota, Proton und DACIA heute ebenfalls viele Qualitätsmerkmale erfüllten.

    Nur Verblendete glauben offensichtlich, dass die oftmals hoeheren Preise deutscher Produkte gerechtfertigt seien ....... wo das doch heute jeder Chinese kann.

  2.  
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  3. #112
    Avatar von clavigo

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    Ach Rüsseltierchen, lass' den geneigten Foren-Member selber seine Schlüsse ziehen. Lyndon LaRouche - Wikipedia, the free encyclopedia

    P.S.: Bin übrigens auch 63....

  4. #113
    Avatar von strike

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    Ich hatte ja versprochen, mir zeitnah mal das Steuerkonzept der Alternative für Deutschland anzuschauen.

    Hier die Antworten auf die Frage: "Wie ist das Konzept der Alternative für Deutschland zur Steuervereinfachung?", die ich der Einfachheit halber leicht editiert einstelle.

    Vorschlagen wird prinzipiell eine Steuervereinfachung in Anlehnung an das sogenannte "Kirchhof- Konzept", das unter Leitung des früheren Richters am Bundesverfassungsgericht, Prof. Dr. Paul Kirchhof, erstellt wurde.

    Dieses Konzept wurde 2011 nach zehnjähriger Mitarbeit zahlreicher Experten und Praxistests in mehreren Bundesländern vorgelegt. Es führt die mehreren zehntausend Paragrafen der Steuergesetzgebung auf 146, zusammengefasst im Bundessteuergesetzbuch, zurück und gestaltet auf diese Weise das gesamte deutsche Steuerrecht grundlegend um.

    Die Neugestaltung beträfe nicht nur, aber im Besonderen die Einkommenssteuer. Im Interesse der Steuergerechtigkeit solle das Steuerrecht so gestaltet sein, dass jeder Steuerpflichtige, gleich welchen Alters und welcher Bildung, seine eigene Einkommensteuererklärung einfach, korrekt und ohne Hilfe erstellen kann.

    Wie sieht nach Kirchhof die Einkommenssteuer aus?

    Zunächst werden alle heute bestehenden Einkommensarten zu einer einzigen Einkommensart zusammengefasst. Das zieht zum Beispiel auch die Rechtsformneutralität von Firmen in steuerlicher Hinsicht nach sich. Es gilt ein einheitlicher Steuersatz von 25%. Das Bundessteuergesetzbuch wirkt dabei maßvoll progressiv, indem es mit Freibeträgen arbeitet.

    Konkret: 8000 Euro pro Jahr sind steuerfrei.
    Für alle natürlichen Personen gilt: Weitere 2000 Euro sind als Werbungskostenpauschale steuerfrei.
    Wer höhere Werbungskosten geltend machen will, muss diese nachweisen.
    Von den nächsten 5000 Euro sind 40% als Sozialausgleichsbetrag steuerfrei, von den nächsten 5000 Euro 20%.

    Beispiele unten.

    Keine Ahnung wie festgezurrt das jetzt ist.
    Ich selbst haette es gern noch einfacher.
    Aber: die Rechnung wuerde ich - sorry @Chak - dann tatsächlich auch ohne Steuerberater hinkriegen.
    Immerhin.


    Zum Thema Einwanderung/Integrationspolitik.
    Laut Wahlprogramm sind 3 Punkte formuliert.

    Wir fordern eine Neuordnung des Einwanderungsrechts. Deutschland braucht qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.

    Wir fordern ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.

    Ernsthaft politisch Verfolgte müssen in Deutschland Asyl finden können. Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört auch, dass Asylbewerber hier arbeiten können.


    Da ich das kanadische Einwanderungsrecht ein klein wenig kenne, kann ich mich auch mit der Begründung der Alternative für Deutschland anfreunden:

    Das kanadische Modell erlaubt es, Zuwanderung quantitativ und qualitativ im Interesse der einheimischen Bevölkerung zu steuern und es ist transparent für alle Beteiligten. Eine ungeordnete Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme sollte unterbunden werden.

    So sieht etwa das kanadische Modell ein System vor, bei dem die Punkte nach folgenden Kriterien vergeben werden, in Deutschland könnte solch ein System in abgewandelter Form eingeführt werden:

    - Bildungsstand: max. 25 Punkte
    - Sprachkompetenz (schriftlich und mündlich): max. 24 Punkte
    - Qualifikation/Berufserfahrung: max. 21 Punkte
    - Anpassungsfähigkeit / Integrationswilligkeit: max. 10 Punkte
    - Lebensalter: max. 10 Punkte
    - Arbeitsvertrag oder Selbständigkeit: max. 10 Punkte
    - Mindestpunkteanzahl in Kanada: 67 Punkte

    Ernsthaft politisch Verfolgte sollen in Deutschland jedoch unabhängig davon weiterhin Asyl finden können.
    Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört allerdings auch, dass Asylbewerber in Deutschland arbeiten können.




    Und zum Schluss hier ein paar mitgelieferte Beispielrechnungen zum Thema Steuern:

    Beispiel 1:
    Alleinstehend, ohne Kinder, Bruttojahreseinkommen 15.000 EUR
    8.000 EUR + 2.000 EUR bleiben steuerfrei
    5.000 EUR werden zu 60 % versteuert, das heißt von den 5.000 EUR werden nur 3.000 EUR besteuert
    25 % von 3.000 EUR sind 750 EUR

    Diese Person hat ein Nettojahreseinkommen von 14.250 EUR.
    Der Durchschnittssteuersatz beträgt 5 %.

    Beispiel 2:
    Alleinstehend, ohne Kinder, Bruttojahreseinkommen 20.000 EUR
    wie Beispiel 1 für die ersten 15.000 EUR
    5.000 EUR werden zu 80 % besteuert, das heißt von den 5.000 EUR werden nur
    4.000 EUR, besteuert, 25 % von 4.000 EUR sind 1.000 EUR

    die Person bezahlt insgesamt 750 EUR + 1000 EUR = 1.750 EUR Steuern im Jahr
    Diese Person hat ein Nettojahreseinkommen von 18.250 EUR.
    Der Durchschnittssteuersatz beträgt 8,75 %.

    Beispiel 3:
    Alleinstehend, ohne Kinder, Bruttojahreseinkommen 200.000 EUR
    Wie Beispiel 2 für die ersten 20.000 EUR.
    180.000 EUR werden zu 25 % besteuert, das sind 45.000 EUR.
    Die Person bezahlt insgesamt 750 EUR + 1000 EUR + 45.000 = 46.750 EUR Steuern im Jahr
    Diese Person hat ein Nettojahreseinkommen von 153.250 EUR.
    Der Durchschnittssteuersatz beträgt 23,38 %.

    Beispiel 4:
    Verheiratet, ohne Kinder, Bruttojahreseinkommen 30.000 EUR.
    Dieses Paar kann den doppelten Freibetrag geltend machen.
    Beruht das Bruttojahreseinkommen auf nur einem Verdienst, kann nur ein Pauschalabzug, sind beide Partner erwerbstätig können zwei Pauschalabzüge geltend gemacht werden.
    Im ersten Fall bleiben 18.000 EUR, im zweiten Fall 20.000 EUR steuerfrei.
    Für die nächsten 10.000 EUR fallen 1.750 EUR im Jahr an Steuern an (s. Beispiel 2), darüber liegendes Einkommen unterliegt wieder dem Steuersatz von 25 %.
    Beruht das Bruttojahreseinkommen auf nur einem Verdienst, müssen 750 EUR +
    1.000 EUR + 500 EUR= 2.250 EUR Steuern bezahlt werden.
    Sind beide erwerbstätig müssen 1.750 EUR Steuern pro Jahr entrichtet werden.

    Beispiel 5:
    Alleinstehend, ohne Kinder, Bruttojahreseinkommen 30.000 EUR
    und Berücksichtigung von Rentenversicherungsbeiträgen in Höhe von 2.835 EUR (9,45 % von 30.000 EUR):
    8.000 EUR + 2.000 EUR + 2.835 EUR= 12.835 EUR bleiben steuerfrei.
    Steuerpflichtiges Einkommen: 17.165 EUR.
    Für die ersten 10.000 EUR sind 1.750 EUR zu bezahlen
    Die restlichen 7.165 EUR unterliegen dem Steuersatz von 25 %, das sind 1.791 EUR.
    Diese Person zahlt 3.451 EUR Steuern im Jahr.

  5. #114
    Avatar von hoko

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    Habe selbst auch immer mehr und mehr gelesen und muß sagen, daß mir die AfD immer sympatischer wird - schaun mer mal.

  6. #115
    Avatar von Nokhu

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Von der AfD erwarte ich hier auch nichts Gutes .
    Sombath
    Also besser garnichts erwarten, dann wirste auch nicht enttäuscht. Oder wie jetzt?

  7. #116
    Avatar von ChangLek

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Ach Rüsseltierchen, lass' den geneigten Foren-Member selber seine Schlüsse ziehen. Lyndon LaRouche - Wikipedia, the free encyclopedia

    P.S.: Bin übrigens auch 63....
    .........Ach Klampfenzupferchen, niemand hat Dir verboten Deine eigenen Schlüsse zu ziehen - im Gegenteil, dann zieh doch endlich mal Deine eigenen Schlüsse . Nur Wikipedia ist leider auch nicht mehr das, was es mal war. Vieles stimmt - vieles aber auch nicht, nur sind das die Schlüsse von vielen Anderen, welche Du Dir jetzt zu Deinen eigenen machst .Bemühst Du Dich eigentlich um Alternativen hinsichtlich der Bundestagswahl, oder hast Du Dich - wie leider wohl schon viele - in so eine Art Fatalismus geflüchtet . Vielleicht bist Du auch nur einer der vielen Volksparteienmüllstammwähler . So wie in Doofmichels Wahlk(r)amplied:


    ...........oh weh - mein politisch Geist ist so umnacht

    ...........doch hab' ich heute brav mein Kreuz gemacht

    ...........bei Mutti Merkel - so wie sich's gehört

    ..........auch wenn sie sich um's Volk nicht stört

    ..........mit der Zweitstimm' auch noch Röslikong in's Boot hinein

    ..........die Zockerband' wird glücklich sein

    ..........die gleichgeschaltet Press' mich so geimpft

    ..........damit ja keiner pöööööser Naaassssssiiiiiii schimpft

    ..........denn davor hab' ich mehr als vor der Zukunft noch - höllisch Angst

  8. #117
    Avatar von sombath

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    Ich erwarte von einer Partei , daß sie das große Problem der Sozialversicherung angeht .
    Von einer Partei , die mit Beamten gespickt ist , kann ich leider da nichts erwarten .
    Ich kenne keinen Beamten , der die Probleme der Sozialversicherten sieht .
    Auch von der AfD habe ich davon noch kein Wort gehört ! !
    Dh jedoch nicht , daß ich die Eurorettung für gut finde .
    Auch ich bin der Meinung , daß das alles rausgeschmissenes Geld ist .
    Wer in den Euro rein kann , kann auch wieder raus .
    Ich muß aber bei einer Wahl Schwerpunkte setzen und die sind für mich nun mal die Sozialversicherung .

    Sombath



    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Also besser garnichts erwarten, dann wirste auch nicht enttäuscht. Oder wie jetzt?

  9. #118
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    ... Ich muß aber bei einer Wahl Schwerpunkte setzen und die sind für mich nun mal die Sozialversicherung .
    Welche Partei loest denn Deines Erachtens dieses Problem bzw. kuemmert sich darum?
    Sag jetzt nicht die FDP.



    Wenn sich D mal komplett verschuldet hat, nuetzen uebrigens die besten Konzepte zu allen Themen vorher nichts.

    Sprich: aus dem Thema und Abenteuer Euro weitesgehend unbeschadet rauszukommen, wird ueberhaupt die Chance lassen etwas zu aendern. Nicht umgedreht.

    No Money, no honey.

  10. #119
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Vorschlagen wird prinzipiell eine Steuervereinfachung in Anlehnung an das sogenannte "Kirchhof- Konzept", das unter Leitung des früheren Richters am Bundesverfassungsgericht, Prof. Dr. Paul Kirchhof, erstellt wurde.
    Mit dem Modell von Kirchhof hat ja die CDU kurzzeitig im letzten Wahlkampf geworben, hat es dann aber ganz schnell in der Versenkung verschwinden lassen, nachdem in den Medien mal etwas nachgerechnet wurde.

    Nehmen wir mal einen Einkommensmillionär z.B. einen Fussballprofi. Angenommen von seinem jährlichen Einkommen von angenommen 1 Mio Euro muss er nach Abzug von seinen steuerfreien Aufwendungen 900.000 Euro versteuern. Nach derzeitigem Steuersatz müßte er dann rund 373.000 Euro Steuern zahlen, nach dem Steuerkonzept der Alternativen Liste nur 250.000 Euro. Das wären somit um über 120.000 Euro weniger Steuern!

    Die großen Gewinner beim Steuerkonzept der Alternativen Liste wären somit die Reichen im Lande. Die Einnahmeausfälle für den Staat würden sich auf dreistellige Milliardenbeträge summieren!

    Da es sehr unwahrscheinlich ist, dass derartige Steuerausfälle durch Ausgabenkürzungen erwirtschaftet werden können, müßten zwangsweise an anderer Stelle Steuern erhöht werden (Beispiel Mehrwertsteuer). Dies sollte man sich vor Augen halten, bevor man die Alternative Liste wählt.

  11. #120
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Nehmen wir mal einen Einkommensmillionär z.B. einen Fussballprofi. Angenommen von seinem jährlichen Einkommen von angenommen 1 Mio Euro muss er nach Abzug von seinen steuerfreien Aufwendungen 900.000 Euro versteuern. Nach derzeitigem Steuersatz müßte er dann rund 373.000 Euro Steuern zahlen, nach dem Steuerkonzept der Alternativen Liste nur 250.000 Euro. Das wären somit um über 120.000 Euro weniger Steuern!

    Die großen Gewinner beim Steuerkonzept der Alternativen Liste wären somit die Reichen im Lande. Die Einnahmeausfälle für den Staat würden sich auf dreistellige Milliardenbeträge summieren!
    Nun gibt es allerdings nur eine Handvoll Fußballprofis. Dass die Einnahmeausfälle so hoch sein werden ist zudem auch aus einem anderen Grund unwahrscheinlich, eben wegen der ganzen Vereinfachungen. Mal abgesehen davon, 250.000 als "nur" zu bezeichnen ist auch schon recht euphemistisch.

    Im übrigen könnte die AfD ihr Steuerkonzept ja auch nur in großen Teilen umsetzen, wenn sie den Seniorpartner in einer Koalition stellt, was unrealistisch ist. Ohnehin sind derartige Maximalforderungen ja stets nur Richtungsvorgaben, die zu Kompromissen führen. Deswegen mache ich mir weder beruflich Sorgen, noch sehe ich das so dramatisch wie Beran.

    Im übrigen, 2012 betrug das Einkommensteueraufkommen 186 Milliarden. Wie kann da die Einbuße dreistellig sein, wenn der Fußballmillionär noch zwei Drittel zahlt, Beran?

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